Angelika Ludwig - Mein Weg ins Leben

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Der 15-jährige Otto will raus aus der Enge und Isoliertheit seiner Bauernfamilie in Pommern. Er beginnt eine Bäckerlehre im Kurort Henkenhagen und tut damit den ersten Schritt auf seinem Weg ins Leben, der ihn über Saisonarbeit in Kolberg dann 1932 nach Berlin führt. Er lässt uns an seinen Gedanken und Gefühlen teilnehmen und wir sehen ihn langsam heranwachsen und reifen.
In Berlin erlebt er die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise und muss sich zuerst in das Gros der Arbeitslosen einreihen, bis er schließlich als Angestellter seinen Platz in der Gesellschaft findet.
In der Zeit der Machtergreifung Hitlers sucht er sein privates Glück, findet Freunde, bildet sich weiter, macht Reisen und vertraut auf sein Schicksal, bis ihn schließlich die aggressive Außenpolitik Hitlers dazu zwingt, Soldat zu werden.
Er wird 1000 Tage an der Ostfront verbringen und über diese Zeit ein ausführliches Tagebuch schreiben. In diesem Buch erleben wir die Jugend und das Erwachsenwerden des Soldaten und Funkers Otto Lemm. Wir erfahren in diesem Buch woher er kommt, was ihn geformt hat und mit welcher Einstellung er in den Krieg zog.

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1. Sonntägliche Stille im dunklen Buchenwald

Die Zweige der Bäume bildeten ein Dach, durch das die Sonne nur schwer hindurch kam. Höchstens, wenn der Wind die Äste einmal auseinanderbog, sah man die Sonne. Hundert und mehr Jahre mögen die Buchen wohl alt sein, oder auch nicht, wer weiß es? Es gab Bäume der verschiedensten Altersklassen. Die einen waren groß, die anderen weniger groß und die kleinen wollten noch groß werden. Ja, so ist das in einem Walde. Wenn die großen groß genug waren, dann fällte man sie. Die Waldarbeiter zersägten sie in Meterstücke und stapelten sie. Dann wurden sie verkauft und abgefahren. Diejenigen, die sie kauften, zerkleinerten die Stämme und heizten ihren Ofen damit, oder sie bereiteten das Essen zu. Das war der Lauf der Dinge. Natürlich fanden auch einige gut gewachsene und gesunde Stämme eine nützliche Verwendung, es wurden Gegenstände daraus gemacht. Dieses Holz lebte dann weiter, während das Brennholz verbrannte.

So hingen wir unseren Gedanken nach, als wir vom vielen Herumlaufen müde geworden uns jetzt im Grase ausgestreckt hatten. Alles hat einen Anfang und ein Ende.

Hier am Waldrand war eine Lichtung. Hier war der Boden mit Gras und Moos bewachsen und hier kam auch die Sonne durch, deshalb ruhten wir uns hier besonders gern aus. Von hier aus war der Weg zu unserem Elternhaus nur kurz. Hier am Rande des Waldes, zwischen einer kleinen Kiefernschonung und dem eigentlichen Wald schlängelte sich ein Bach entlang. Das Wasser war glasklar, man konnte es trinken. Ein schmaler Steg mit einem neu gezimmerten Brückengeländer führte hinüber. Nur über diesen Steg gelangte man in den Wald. Ein Überspringen war nicht möglich, dazu war der Bach zu breit. Es war weit und breit der einzige Steg und der Bach war lang.

Wir saßen nun auf dem Geländer und blickten in das träge dahinfließende Wasser. Zunächst waren wir stumm und beobachteten die kleinen Wellen und die darauf treibenden Blätter. Ob da wohl Fische drin sind? fragte ich. Na klar! sagte mein Bruder Paul, in jedem Bach sind Fische, aber wie groß sie sind und wo sie sich aufhalten, weiß ich nicht. Wir sahen uns an und ich tat so, als ob ich überrascht wäre. Ja, Otto, da staunst du, was? fragte er und lachte. Jedenfalls sind hier nicht weniger und nicht mehr Fische drin, als in den Bächen von gleicher Größe. Wir schauten angestrengt ins Wasser, als ob wir im nächsten Augenblick einen Fisch entdecken müssten.

Hier an dieser Stelle an diesem Steg trafen wir uns immer, wenn wir weiter nichts zu tun hatten und uns die Langeweile plagte. Das war immerhin an den Sonntagen oft der Fall. Es war eine kleine Abwechslung für uns beide. Zuerst liefen wir im Walde umher, als ob wir etwas erforschen wollten und wenn wir dann genug von der Lauferei hatten, kehrten wir zu unserem Ausgangspunkt zurück. Von hier war der Weg zu unserem Elternhaus nicht weit. Wenn die Mutter rief, konnten wir es hören. Ein schmaler Pfad führte von dort zu diesem Steg.

Paul war drei Jahre älter als ich, er wusste mehr und an ihn wandte ich mich auch, wenn mir etwas unklar war. Wir waren noch fremd in der Gegend, denn erst vor wenigen Jahren war unsere Familie hierher gezogen. Wir kamen aus der Provinz Posen, wo wir 14 Jahre gelebt hatten, bis unser Vater endlich alles geregelt hatte und wir das nun endgültig polnisch gewordene Gebiet verlassen konnten. Es war ein schmerzlicher Abschied.

Nach Beendigung des Weltkrieges, nach dem Zusammenbruch und dem darauffolgenden Umsturz, trat die Polenfrage in den Vordergrund. Zunächst wurde eine Demarkationslinie geschaffen, die Deutschland bereit war, zu verteidigen. Polen erkannte diese Linie nicht an und stieß mit seinen Verbänden vor. Deutschland durfte sich zunächst verteidigen, jedoch ein Angriff auf polnisches Gebiet wurde ihm von den Siegermächten untersagt.

Die Polen stießen immer weiter vor und beanspruchten immer mehr Gebiete. Deutschland durfte sich nicht einmal mehr verteidigen. So kam es, dass die ganze Provinz Posen schließlich polnisch wurde. Wer unter den Polen nicht leben wollte, konnte auswandern. Immer mehr deutsche Bauern verkauften ihre Höfe an die Polen, die sie auch bezahlten.

Im August 1923 war es dann soweit, Vater wanderte mit der Familie aus. Zuvor hatte er hier eine Parzelle gekauft, wo wir uns niedergelassen hatten. Bis vor kurzem waren wir damit beschäftigt, einen neuen Bauernhof aufzubauen.

Der Ort, in dem wir wohnten, war eigentlich gar kein Ort, denn hier hatten sich zunächst nur sechs Siedler niedergelassen. Erst vor kurzem sind noch sechs Siedlerstellen dazugekommen. Wir wohnten alle sehr weit voneinander entfernt, jeder baute auf seinem Land. Straßen oder Wege gab es noch nicht, die wurden erst angelegt, als jeder wusste, wo er hingehörte. Die Domäne, zu der drei Dörfer gehörten und riesige Ländereien, musste 12 Parzellen zu je 12 Hektar zur Besiedlung abgeben.

Hier wohnten wir jetzt seit knapp drei Jahren. Der Hof war zum größten Teil aufgebaut, wir hatten ein Haus, einen Stall und eine Scheune. Noch sah es um den Hof herum sehr unaufgeräumt und kahl aus, denn zuerst wurden die Gebäude gebaut. Erst danach kamen die Gärten und alles andere, die Obstbäume und die Hecken. So hatten es alle Siedler gemacht und so taten wir es auch.

Unsere Familie war ja nicht klein. Jeder hatte tüchtig mitgeholfen, das neue Zuhause aufzubauen. Außerdem musste ja die täglich anfallende Arbeit auch gemacht werden und auf einem Bauernhof gab es genug zu tun. Wenn dann die Maurer kamen, mussten wir außerdem da sein, damit die Arbeit nicht ins Stocken geriet.

Wir, Paul und ich, saßen noch immer auf dem Geländer der kleinen Brücke und hatten uns über diese Selbstverständlichkeiten unterhalten, wobei wir auch über unsere Zukunft sprachen. Nun wird es aber Zeit, dass ich mir über meine Zukunft ernste Gedanken mache, sagte ich zu meinem Bruder. Gedanken mache ich mir schon lange, erwiderte er und lachte dabei. Aber dabei ist es bis jetzt geblieben. Wir sahen uns an und sahen auch im Moment keinen Ausweg aus diesem Wunschdenken. Einen Beruf wollten wir erlernen, das wussten wir.

Zu Hause ist ja die meiste Arbeit getan und wir werden nicht mehr gebraucht, das Bauen ist so gut wie beendet, so begann ich meine Ausführungen. Paul hörte interessiert zu. Den Hof kann nur einer bekommen und Vater denkt noch lange nicht daran, ihn abzugeben, denn er ist ja erst fünfzig. Ich bin im vorigen Jahr aus der Schule gekommen und seit einem Jahr arbeite ich zu Hause. Ich habe geholfen, wo ich konnte. An die Zukunft habe ich dabei noch nicht ernsthaft gedacht.

Das Elternhaus Bisher haben wir ja auch alle unsere Arbeit gehabt da gab es - фото 2

Das Elternhaus

Bisher haben wir ja auch alle unsere Arbeit gehabt, da gab es für solche Gedanken kaum Zeit, erwiderte Paul. Er hatte es viel nötiger als ich, denn er war bereits 18 Jahre alt. Hast du schon eine Idee, was du werden willst, fragte ich ganz unumwunden. Na klar, antwortete er frei heraus, für mich kommt nur der Beruf des Autoschlossers in Frage. Es fragt sich nur, ob ich eine Lehrstelle finde. Du hast es gut, erwiderte ich etwas neidvoll, du weißt wenigstens, was du werden willst. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich mir meinen Beruf vorstellen soll. Bisher kenne ich nur den Beruf des Maurers, weil sie bei uns das Haus und die anderen Gebäude gebaut haben. Das möchte ich doch nicht ein ganzes Leben lang machen.

Ja, wir können wirklich froh sein, dass das Bauen endlich ein Ende hat, nun können wir uns in Ruhe eine Lehrstelle suchen, sagte Paul in aller Seelenruhe. Gewiss hat Vater recht, unterbrach ich ihn, wenn er sagt, er könne uns nicht alle ernähren, dazu ist unsere Familie zu groß und zum Hof gehören eben nur 48 Morgen Land. Paul hatte aufmerksam zugehört und bestätigte durch eifriges Kopfnicken meine Ausführungen. Paul war 18 Jahre alt geworden und für ihn war das Problem noch dringender als für mich. Ich war 15 Jahre alt und für mich war es gerade an der Zeit.

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