Otfried Müller - Zinsen sind verlorenes Geld

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Die Wirtschaftsunternehmen der Realwirtschaft müssen für die Kredite, die sie von den Geschäftsbanken erhalten haben, Zinsen bezahlen. Diese Zinsen verlassen über die Geschäftsbanken den Geldkreislauf der Realwirtschaft und wandern ab in den Geldkreislauf der Finanzwirtschaft. Dadurch nimmt die Menge des umlaufenden Geldes in der Realwirtschaft immer weiter ab. Tendenziell würgt dieser Aderlass an Geld die Realwirtschaft auf die Dauer ab. Das Spannende dabei ist, dass die Realwirtschaft für die Tilgung der aufgenommenen Kredite und für die jährlich fälligen Zinsen mehr Geld aufbringen muss, als in der Realwirtschaft überhaupt umläuft. Das muss langfristig zum Zusammenbruch der Realwirtschaft führen. Damit dieser Zusammenbruch aufgehalten wird, gibt die Zentralbank regelmäßig neues Geld in den Geldkreislauf hinein, aber wiederum in Form von Krediten. Diese neuen Kredite erfordern aber auch neue Zinsen. Das System aus Schuldentilgung und Zinszahlung über neue Kredite ist ein Schneeballsystem, an dem die Wirtschaft zwangsläufig zugrunde gehen muss. Unter diesem Zwang, das Geld für den Schuldendienst auftreiben zu müssen, werden die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten immer härter, und die Umwelt wird immer stärker belastet. Gleichzeitig sammelt sich das Geldvermögen zunehmend bei den Geldgebern an, und die arbeitende Bevölkerung geht weitgehend leer aus. Der Zwang zur Produktivitätssteigerung lässt die Arbeitslosigkeit langfristig wachsen. Eine Lösung des Problems sind einmal die zinsfreie Vergabe von Krediten und zum zweiten eine Umlaufsicherung für das Geld, um die Hortung von Geld zu vermeiden.

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Für die Versorgung der Wirtschaft mit Geld sind die Geschäftsbanken verantwortlich. Sie erhalten das Geld als Kredite von der Zentralbank des Staates. Aus diesem Grunde hat jede Volkswirtschaft eine Zentralbank, auch Notenbank genannt. Die Zentralbank ist verantwortlich für die „richtige“ Menge an umlaufendem Geld. (Im Euroraum gibt es jedoch nur eine Zentralbank für eine Vielzahl unterschiedlich produktiver Volkswirtschaften. Das ist die Hauptursache für die aktuelle Eurokrise.)

Für die Wirtschaft ist der Zugang zu Geld dringend notwendig. Je nach der Größe und rechtlichen Beschaffenheit eines Unternehmens kann es frisches Geld aus unterschiedlichen Quellen bekommen. Normalerweise nimmt ein Unternehmen bei Geldbedarf einen Kredit bei einer Geschäftsbank auf, sehr große Unternehmen können aber auch Anleihen auflegen, und Aktiengesellschaften können Aktien ausgeben. Bei Aktien geht das durch den Verkauf der Aktien eingenommene Geld in den Besitz des Unternehmens über, und dafür erhält der Käufer der Aktien einen ideellen Besitzanteil am Unternehmen und wird auch am Gewinn des Unternehmens beteiligt. Kleinere Unternehmen sind auf die Kredite der Geschäftsbanken angewiesen.

Die Zinsen, die das Unternehmen für einen Kredit bezahlen muss, erhöhen die Produktionskosten und mindern den Gewinn. Daher überlegt jedes Unternehmen sorgfältig, ob es sinnvoll ist, sich die benötigten Geldmittel als Kredit zu besorgen und dafür auch Zinsen zu bezahlen oder nicht. Ein Unternehmen wird nur dann einen Kredit aufnehmen, wenn es die für später erwarteten Einnahmen für so groß einschätzt, dass davon nicht nur die Zinsen abgedeckt werden, sondern auch noch ein Gewinn übrig bleibt. Die Kreditzinsen werden in die Verkaufspreise der mit dem Kredit hergestellten Waren eingerechnet.

Aber nicht nur produzierende Unternehmen brauchen Kredite, auch der Handel. Beispielsweise braucht ein Bekleidungsfachgeschäft, das seine neue Sommerkollektion einkaufen will und dafür den Bekleidungsgroßhändler bezahlen muss, ebenfalls einen Kredit. Ebenso auch ein Rechtsanwalt, der eine eigene Kanzlei gründen und dazu Geschäftsräume anmieten oder kaufen und ausstatten will. Und welche von den vielen Familien, die sich ein Eigenheim kaufen oder bauen wollen, könnte dies ohne einen Kredit tun?

Man muss unterscheiden zwischen den Marktgesetzen und einer Wirtschaftsordnung. Ein Marktgesetz ist eine verallgemeinerte Beschreibung von wirtschaftlichen Erfahrungen und Wirkungszusammenhängen. Beispielsweise hat sich durch vielfältige Beobachtung die Erkenntnis herausgebildet, welche Auswirkungen ein Preis auf das mengenmäßige Angebot einer Ware und die Nachfrage danach ausübt, oder umgekehrt, wie Angebot und Nachfrage zu einem marktüblichen Preis einer Ware führen.

Die Marktgesetze sind im Wesentlichen statistische Aussagen und beschreiben, wie sich eine große Anzahl von Menschen unter gegebenen Umständen erfahrungsgemäß verhält. Was der Einzelne tut, spielt dabei kaum eine Rolle, weil es bei statistischen Aussagen vor allem auf den Mittelwert der in Frage stehenden Erscheinung ankommt. So führt an der Wechselwirkung zwischen Preis, Angebot und Nachfrage einer Ware kein Weg vorbei, und es wäre hoffnungslos, an diesem erfahrungsgemäßen Zusammenhang etwas verändern zu wollen. Selbst dann, wenn eine Regierung den Preis einer Ware mit staatlicher Macht zu verändern versucht, wird sich neben dem staatlich kontrollierten Markt ein Schwarzmarkt mit eigenem Schwarzmarktpreis entwickeln, bei dem das Gesetz über Preis, Angebot und Nachfrage seine Verwirklichung erfährt. An solchen Marktgesetzen kann man so gut wie nichts verändern.

Anders als die Marktgesetze ist eine Wirtschaftsordnung ein rechtliches System, in dem festgelegt ist, wer was tun darf und was nicht, ob Verträge eingehalten werden müssen und wer im Bedarfsfall die Einhaltung eines Vertrages erzwingt, oder welche Dinge als Privateigentum gelten dürfen, usw. Die Sachlage, wem eine Fabrik gehört, hat Auswirkungen auf die Frage, wer wem Befehle erteilen darf, was mit dem erwirtschafteten Gewinn geschieht und wer darüber verfügen darf. Die Wirtschaftsordnung regelt also die Fragen, in welchem rechtlichen Rahmen wirtschaftliches Handeln erfolgen soll und darf. Solche Fragen der Wirtschaftsordnung werden von Menschen, zumeist vom Staat festgelegt und lassen sich deshalb auch von Menschen verändern.

Unsere kapitalistische Wirtschaftsordnung fußt auf zwei rechtlichen Säulen: auf der Vertragsfreiheit und dem Eigentumsrecht. Beides wird durch die bestehende Rechtsordnung gewährleistet. Die Vertragsfreiheit ermöglicht es dem Einzelnen, selber zu entscheiden, ob er wirtschaftlich aktiv werden will oder nicht, ob er etwas herstellen will und was. Der Unternehmer (bzw. das Unternehmen) entscheidet über die Herstellungsweise der Güter, wen er als Arbeitskraft einstellen will oder nicht, und wem, wann und zu welchem Preis er seine erzeugten Güter verkaufen will. Und vor allem gehört ihm allein der Gewinn. Theoretisch könnte in diesem Wirtschaftssystem jeder zum Unternehmer werden, und das suggeriert uns ja auch der Mythos vom amerikanischen System, bei dem es jedermann vom Tellerwäscher zum Millionär bringen kann. Allerdings muss man hier sorgfältig zwischen Theorie und Praxis unterscheiden.

3 Inflation, Deflation und Konjunkturzyklus

Stabile Preise sind die Voraussetzung für eine sinnvolle Planung in den Unternehmen und in den Haushalten. Geld, das eine Familie für die Heizung ausgibt, kann sie nicht gleichzeitig auch noch für andere Sachen ausgeben. Wenn zum Beispiel die Ölpreise steigen und deshalb das Geld bei vielen Haushalten für geplante Möbelkäufe fehlt, schwächt dies die Nachfrage nach Möbeln. Falls nun die Nachfrage nach Möbeln auf breiter Front fallen sollte, könnte man erwarten, dass die Hersteller ihre Preise für Möbel senken, damit die Kunden wieder zum verstärkten Kauf von Möbeln angeregt werden.

Gesamtwirtschaftlich bedeutet das, dass der Anstieg des Ölpreises durch den Verfall der Möbelpreise ausgeglichen wird. In solch einem Fall spricht man gesamtwirtschaftlich immer noch von stabilen Preisen, denn das Preisniveau als Ganzes bleibt erhalten. Die Tatsache, dass die Preise bei Möbeln fallen, während sie für die Heizung steigen, liegt vor allem daran, dass die Haushalte nur eine bestimmte Geldmenge verplanen und ausgeben können und nicht mehr. Auf die gesamte Volkswirtschaft übertragen, bedeutet das, dass bei einem konstanten Warenangebot auch die umlaufende Geldmenge gleich bleiben muss, wenn die Preise stabil bleiben sollen.

Wir hatten schon gesehen, dass im Idealfall das gesamte Sozialprodukt konsumiert wird. Das Geld, das über den Konsum zurück zur produzierenden Wirtschaft fließt, ermöglicht die Produktion des neuen Sozialprodukts für das nächste Jahr. Im Idealfall ist also die Kaufkraft auf der Nachfrageseite so groß wie das Sozialprodukt. Wenn aber aus irgendeinem Grund die umlaufende Geldmenge ansteigt, während die Herstellung von Sozialprodukt auf demselben Stand bleibt, entsteht ein Überhang von Geld gegenüber den hergestellten Waren und Dienstleistungen. Das hat zur Folge, dass sich ein neues, höheres Preisniveau einstellt. Die Menschen können jetzt zwar mehr Geld ausgeben, aber sie erhalten dafür genau so viele Waren wie vorher; sie müssen jedoch höhere Preise für die Waren bezahlen.

Wenn sich die Erhöhung der Preise bei sonst gleichem Angebot an Waren und Dienstleistungen auf breiter Front und über längere Zeit fortsetzt, dann spricht man von einer Inflation. Die Zentralbank druckt ständig frisches Geld und gibt es an die Geschäftsbanken oder an den Staat aus. Wenn die Gewerkschaften nun höhere Löhne fordern, weil die Preise gestiegen sind, erhöhen die Unternehmen die Preise, weil die Löhne gestiegen sind. Es kommt zur berühmten Lohn-Preis-Spirale. Was zuerst da war, die Lohnerhöhung oder die Preiserhöhung, lässt sich oft ebenso schwer entscheiden wie die Frage, ob die Henne oder das Ei zuerst da war.

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