Ulrich Hutten - Der Alp und die Kinder

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Das größte Staatsgeheimnis der DDR: «Operation Stern II». Die Stasi versteckt zehn in der Bundesrepublik fieberhaft gesuchte RAF-Terroristen. Nicht das Geringste darf schiefgehen, schon gar nicht, dass sich Stasi-Mann Werner und RAF-Aussteigerin Christine ineinander verlieben. Vierzig Jahre später: Der altersdepressive Journalist Leonhard Ross trifft im Tessin auf eine seltsame Obdachlose. Für beide beginnt eine dramatische Reise in ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

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„Danke, Genosse Oberst.“

„Sie sind jetzt schon so lange Jahre im Dienst, stets bereit, immer bereit.“ Der Oberst musste selbst schmunzeln angesichts des Pioniergrußes, bevor er fortfuhr: „Trauen Sie sich zu, einen ganz speziellen Auftrag zu übernehmen? Einen Auftrag, der an Verantwortungsbewusstsein, Anforderungen und vor allem an Geheimnisstufe bei Weitem alles übertrifft, was Sie je für uns geleistet haben.“

Werner hielt seinem Blick stand: „Ich denke schon, Genosse Oberst.“

Der Oberst schien fürs Erste mit dieser Antwort zufrieden. Abrupt erhob er sich und ging hinüber zum Fenster. Eine Weile starrte er hinaus in den milchweißen Dunst, der den braunkohleverrußten Hauswänden gegenüber etwas von ihrer Tristesse nahm. „Brause, es ist eine besondere Auszeichnung, dass ich Sie für diese Operation vorgesehen habe. Und es war nicht einfach, das bis ganz oben durchzusetzen. Wenn ich Sie jetzt weiter informiere, kommen Sie aus dieser Sache nicht mehr raus. Ist Ihnen das klar?

Werner stand auf und nickte.

„Gut, dann hören Sie mir jetzt gut zu. Weil wir diese Sache ganz von vorn beginnen müssen. Und so punktgenau erledigen, als hinge davon der Weltfrieden ab samt der Zukunft unserer sozialistischen Gesellschaft. Kapiert? Das muss alles absolut diskret und reibungslos ablaufen. Mit der notwendigen Distanz, mit Fingerspitzengefühl und absolut geheim. Im gesamten Ministerium bis hinauf in die Spitze wissen gerade mal ein Dutzend Leute davon. Sie gehören nun dazu. Es ist ein Vertrauensbeweis erster Klasse. Wenn Sie das hinkriegen, dann gibt es keine bessere Empfehlung für höhere Aufgaben. Sie sind doch 38, im besten Alter. Da hat man noch viel vor sich …“ Der Oberst blickte Werner vielsagend an.

„Hatten Sie in unserer Abteilung schon einmal direkten persönlichen Kontakt mit Terroristen aus dem Westen?“

„Nein.“

„Auch nicht im Rahmen der Operation ,Stern I’, also zu Leuten aus der RAF?“

„Nein, Genosse Oberst. Nur indirekt. Am Schreibtisch. In der Aufbereitung und Bewertung abgeschöpfter Informationen für die zuständigen Stellen. Persönlich und direkt noch nie.“

„Das ist gut, Brause, sehr gut, wegen der Distanz, die Sie brauchen. Aber das wird sich jetzt ändern, Brause. Und zwar grundlegend.“

Als sein Chef weitersprach, wurde Werner schnell klar: Diesen Auftrag mochte er nicht. Mehr noch, er ging ihm grundlegend gegen den Strich.

Es war, als könnte der Oberst seine Gedanken aus seinem Hirn holen, bevor er sie selbst zu Ende gedacht hatte. Und nicht nur das, auch auseinanderpflücken und wieder neu zusammensetzen: „Brause, Sie fragen sich natürlich, warum soll unser Staat, der es selbst schwer genug hat, sich gegen die ständigen Unterminierungsversuche der Imperialisten zu behaupten, nun auch noch verzogene westdeutsche Bürgerkinder schützen? Die sich als rote Revolutionäre aufgespielt haben und sich jetzt, nachdem sie alles an die Wand gefahren und Muffensausen haben, bei uns verstecken wollen? Ja, Sie haben Recht. Mit unserem historischen Kampf gegen den Imperialismus haben diese Irrlichter so viel oder so wenig zu tun wie Spielpuppen mit dem wirklichen Leben. Die hätten natürlich wissen müssen, dass sie dabei auch mit ihrem eigenen Leben spielen.“

Der Oberst redete sich in Fahrt. „Das alles sind vollkommen berechtigte Fragen. Aber Ihnen ist vermutlich ebenso klar, dass sich die führenden Genossen längst dieselben gestellt und im Interesse unseres Staates gründlich erwogen haben. Und das Ergebnis ist klar: Nein, Brause, wir haben keine grundsätzlich neue Einstellung gegenüber diesen Revolutions-Romantikern. Wir werden diese Leute selbstverständlich nicht aus falscher Solidarität in der DDR durchfüttern. Aber, Brause, trotz allem sind es Genossen. Und immerhin haben die, die jetzt bei uns unterkommen wollen, diesem ganzen RAF-Mist abgeschworen. Die haben was kapiert. Und vielleicht kapieren sie bei uns noch mehr.“

Ein paar Sekunden ließ der Oberst seine Worte wirken, offensichtlich in der Gewissheit, Werner alles Nötige erklärt zu haben. Dann verfiel er wieder in den geschäftsmäßigen und zugleich jovialen Jargon, der ihm eigen war: „Wissen Sie, Brause, wissen Sie, wie diese RAF-Typen ihre Aussteiger bezeichnen? Fehlfarben. Fehlfarben, so sagen die zu denen. Wie bei den Karnickeln. Als wären die eine Mutation. Als hätten die eine genetische Macke.“

H. lachte kurz. Es klang wie drei Schläge auf eine Trommel. „Aber klar, die können ja nicht gut acht oder zehn Fehlfarben in Schwarzafrika verstecken, vor allem wenn die Fehlfarbe weiß ist.“

Erneut fixierte er Werner: „Also noch einmal: Die brauchen uns, wir haben die am Wickel. Schon seit geraumer Zeit. Seit wir sie über Schönefeld ein- und ausfliegen lassen, wenn ihnen der Boden in der BRD wieder mal zu heiß geworden ist. Oder wenn sie zu ihren Freunden in den Nahen Osten wollen. Und manchmal päppeln wir sie bei uns auch wieder auf, wenn sie ganz heruntergekommen sind, und lassen sie bei uns ein wenig üben. Das wissen Sie vielleicht. So haben wir sie wenigstens unter unserer Fuchtel. Und wer weiß, zu was die noch gut sind. Der Genosse Mielke denkt sogar, dass sie uns eines Tages nützlich werden können, im Endkampf: als Saboteure hinter der Front, als Bazillen im Eingeweide des Klassenfeindes. … Na ja …“

So richtig schien der Oberst an diese Idee nicht zu glauben.

„Also, Brause, wir nehmen jetzt erst einmal ihre zehn Albinos und machen daraus ordentliche Kommunisten und DDR-Bürger. Da wartet viel Arbeit, von der Vorbereitung bis zur regelmäßigen Überprüfungskonzeption. Das ist kein Pappenstiel. Dann wollen wir mal.“

Das war es, das größte Staatsgeheimnis, das sein Staat im Kampf gegen die imperialistischen Kriegstreiber im Westen zu hüten hatte. Die Operation „Stern II“.

Was Oberst H. ihm vermittelt hatte, war wohl richtig. Und klar, es schmeichelte, dafür ausgewählt worden zu sein. Dennoch blieb bei Werner ein Befremden hängen, ein unterschwelliger Widerwille. Es ging ihm gegen den Strich, irgendwelche selbst ernannte Revoluzzer, Bildungsbürgerkinder und halbgare Spinner beschützen zu sollen, die so gar nichts mit echten Kommunisten gemein hatten. Sein Vater hätte die erst einmal zu einer richtigen Arbeit verdonnert, damit sie gelernt hätten, was es heißt, ein Werktätiger zu sein.

Als sie daran gingen, „Stern II“ in die Wege zu leiten, tat er es nicht so schwungvoll oder gar begeistert wie sonst, eher ein wenig mürrisch und kühl. Zumal sie sich tatsächlich einen Haufen Arbeit aufgeladen hatten. Zunächst bauten sie speziell dafür in der Unterabteilung XXII/8 Internationaler Terrorismus eine kleine operative Diensteinheit auf. Nur Werner und zwei ihm unterstellte Kollegen. Sie fungierten unter dem harmlosen Namen „Interne Verwaltungsabläufe und Revision“, offenkundig befasst mit rein bürokratischen Angelegenheiten. Keiner scherte sich um Innendienstkram, damit hatte niemand etwas am Hut. Aber es machte die Geheimhaltung ihrer Aktivitäten wesentlich einfacher. Auch innerhalb des MfS. Nicht einmal andere Abteilungen oder die lokalen Stasi-Diensteinheiten vor Ort wurden eingeweiht. Sie berichteten ausschließlich Oberst H. direkt.

Geräusche unterbrechen Werners Kreisel im Käfig. Er bleibt stehen. Auf dem Gefängnishof klacken schwere Stiefel, eine Stimme knarrt: „Brause, raustreten.“

Sie bringen ihn zurück in die Zelle. Der Himmel ist wieder weggesperrt. Sie werden ihn hier schmoren lassen, wahrscheinlich für Tage. Jetzt erst wird ihm in aller Klarheit bewusst, wie tief er in der Patsche sitzt. Warum hat ihn der Oberst nicht längst herausgeholt? Warum gehen sie das Risiko ein, dass er die Nerven verliert?

Kapitel 2 – Nackte Landung

Berlin, Hauptstadt der DDR, im November 1986

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