Ulrich Hutten - Der Alp und die Kinder

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Das größte Staatsgeheimnis der DDR: «Operation Stern II». Die Stasi versteckt zehn in der Bundesrepublik fieberhaft gesuchte RAF-Terroristen. Nicht das Geringste darf schiefgehen, schon gar nicht, dass sich Stasi-Mann Werner und RAF-Aussteigerin Christine ineinander verlieben. Vierzig Jahre später: Der altersdepressive Journalist Leonhard Ross trifft im Tessin auf eine seltsame Obdachlose. Für beide beginnt eine dramatische Reise in ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

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Er ist kein Hans, kein Sonnenschein, kein Frauenheld und Hallodri, nicht immer gut drauf, nicht dauernd was zu lachen. Kaum zu glauben, dass sie dieselben Eltern haben. Christine hat es auf den Punkt gebracht: „Du, Vatersohn, Dein Bruder Hans, Muttersohn.“ Na ja, Christine hat eben Psychologie studiert. Aber mit Hans, dem Muttersohn, da war was dran. Sogar auf Arbeit. Sonst wäre er nicht wie sie zum Bako gegangen, als Konditor in die Mauerstraße, wo sie auf drei Etagen in der Manufaktur Leckereien für Devisen backen und sich seine Mutter ihren Orden redlich verdient hat.

Hans hat oft Nachtschicht. Tags fährt er dann mit der Schwalbe bei seinen Frauen vor und versorgt sie aus dem Bako mit Eiern, Milch und Marzipan. Kürzlich hat ihn die Polizei gestoppt und befragt, warum er drei Stiegen Eier auf seinem Motorroller hat. Aber Hans ist nie um eine Antwort verlegen. Große Familie, hat er gesagt. Müsste es nicht genau anders herum sein? Er, Werner, der Kleinere, der Jüngere, die Zugabe letzter Liebe, müsste nicht er der Muttersohn sein? Vielleicht war er gegenüber Hans von Anfang an im Nachteil.

Werner bleibt zwischen den Mauern seines Käfigs stehen, genau in der Mitte. Wie lange dreht er sich hier schon im Kreis? Er blickt hoch.

Über dem Maschendraht hat sich der Goldschimmerhimmel in eine Grauwolkendecke gewendet.

Er hatte es anders gemacht als Hans. Er hatte seine Familie bei der Firma gefunden.

Oder vielmehr die Firma ihn, vor 26 Jahren. Es war kein Zufall, dass sie gerade ihn beiseitegenommen hatten: einen ernsthaften jungen Mann, Sohn eines anerkannten Verfolgten des Naziregimes (VdN), mit 18 Jahren charakterlich so reif und politisch so zuverlässig, einfach schon so weit, dass er in die Partei aufgenommen wurde. Schon in jungen Jahren eine „allseitig gebildete sozialistische Persönlichkeit“, das bescheinigten sie ihm in der Beurteilung, einer aus der Arbeiterklasse mit gefestigter antifaschistischer, marxistischer Weltanschauung, ohne Verbindung in den Westen, bereit, dem Aufbau und Schutz des Sozialismus zu dienen und die DDR gegen feindliche Angriffe jeder Art zu verteidigen. Schlicht das zu tun, was sein Vater selbst nicht mehr tun konnte.

Er wollte es. Es störte ihn auch nicht, dass sie ihn noch einmal durch die Mühle drehten, nicht nur ihn, auch seine engen Verwandten und Bekannten, dass sie überall herumwühlten und peinlich genau wissen wollten, ob bei Werner Brause tatsächlich Wort und Tat stets so sauber und immer eins waren. So wie es sich für einen künftigen Angehörigen des MfS gehört. Das musste sein, um Opportunisten, Karrieristen, Leute mit Westverbindungen und andere charakterschwache Personen auszusortieren.

Alles lief nach Plan: ein halbes Jahr Wachdienst, Grundausbildung in Potsdam-Eiche, später die anderthalbjährige Ausbildung in Golm für seinen Einsatz in der Hauptverwaltung Aufklärung, der HV A. Er war jung. Seine einzige kleine Schwäche waren James Bond und Sean Connery. Wenn er sich dienstlich in Westberlin aufhielt, zweigte er ein wenig Zeit ab und ging ins Kino. Er ließ keinen der 007-Filme aus, trotz der plumpen Feindbild-Propaganda, die er natürlich durchschaute. Aber dieser smarte Typ faszinierte ihn und zugleich fühlte er sich ihm moralisch haushoch überlegen. Er hätte ihn besiegt im realen Leben. Denn er kämpfte nicht für eine morsche Monarchie, er war James Bond im Auftrag des Genossen Mielke, mitten im Kalten Krieg, in Berlin, der Hauptstadt der DDR und der Hauptstadt aller Nachrichtendienste aus Ost und West, an der Westfront des Klassenkampfs und der Nahtstelle zwischen den Systemen.

Man müsste eigentlich, dachte Werner schon damals, einen eigenen 007 erfinden. Genauso überlegen und unwiderstehlich. Aber richtig herum. Es wollte ihm nicht aus dem Kopf, schließlich sprach er darüber mit seinen Vorgesetzten. Kopfschütteln zuerst, Bedenken, Achselzucken dann. Aber am Ende war es seine Idee, die im Fernsehen eine Erfolgsrakete ohnegleichen zündete: Sie hieß „Das unsichtbare Visier“, die ersten Folgen ab 1973 in DDR 1, Einschaltquoten, die das Westfernsehen alt aussehen ließen. James Bond hieß nun auf gutddrdeutsch Werner Bredebusch und statt Sean Connery machte Armin Mueller-Stahl die Bösewichte fertig. Er tat es mindestens so gut mit seinen endlos blauen Augen, dem verwegenen Schnauzer und seiner speziellen Wirkung auf Frauen. Schon die erste Folge war ein Straßenfeger. Und die Filmmusik wurde ein Hit.

Werner war ein findiger Kopf. Als er noch bei der HV A war, lautete der operative Auftrag, feindlichen Agenten-Verkehr zwischen den Fronten aus dem Hintergrund zu überwachen und zugleich die eigenen Leute möglichst unauffällig hinüber und herüber zu schleusen. Die Überwachung des Feindes war schwer, das Schleusen leicht, solange die Grenze offen war. Nach dem Bau des antifaschistischen Schutzwalls war es umgekehrt. Jetzt wurde die Überwachung an den Kontrollstellen wesentlich einfacher, aber es machte mehr Probleme, die eigenen Einsatzkräfte unbemerkt hin und her zu bewegen. Anfangs waren sie noch viel in den Kellern und Gewölben der Gebäude nahe der Mauer unterwegs, hörten sich um, lagen auf der Lauer. Manchmal zahlte sich ihre Geduld aus und sie entdeckten Tunnel, die unter den Grenzsicherungsanlagen hindurch hinüber in den Westen führten. Dann warteten sie ab und überführten Republikflüchtlinge und kriminelle Helfer auf frischer Tat. Anschließend legten sie die Gänge still. Es war wiederum Werners Idee, einige zu reaktivieren. Für den eigenen Gebrauch.

Sie identifizierten drei besonders geeignete Objekte, bauten sie aus, sicherten und tarnten sie, um Agenten, Kuriere und Material, auch Sprengstoff und Waffen, nach West-Berlin zu bringen oder von dort abzuholen. Ein kleiner, unterirdischer, diskreter Ost-West-Verkehr, auf den sie bald häufiger zurückgriffen, und Werner war immer dabei. Er lernte alle möglichen Kollegen kennen, eigene Leute, die für die HV A ins feindliche Ausland mussten, aber auch Auslands-Agenten befreundeter Dienste. Oder Menschen, die ihm fremd waren, aber avisiert wurden, weil sie mit der Firma zu tun hatten, zum Beispiel als IM in Westdeutschland. Sie mieteten im Westen die Wohnungen mit den Kellern, in die die Gänge mündeten, eines der Häuser kauften sie sogar über einen Strohmann an. Für den Fall, dass er selbst bei einem Einsatz in West-Berlin auffliegen sollte, war er intensiv vorbereitet worden. Auch für ein verschärftes Verhör unter Einsatz amerikanischer Lügendetektoren.

Alles lief wie am Schnürchen. Sie waren zufrieden mit ihm, sonst hätten sie ihn nicht befördert und von der HV A in die 1976 neu gegründete Abteilung XXII versetzt: Terrorabwehr. Seit sich unkontrollierter Terrorismus in der Welt verbreitete, mussten auch sie sich darum kümmern, mussten diesen gefährlich um sich greifenden Bazillus vom Staatsgebiet der DDR fernhalten oder ihn umleiten, am besten in feindliche Regionen.

„Brause, sofort zum Oberst“, hieß es eines Tages nach einer Dienstbesprechung. Das war nicht unbedingt ein gutes Zeichen und Werner konnte es nicht deuten, als er alles stehen und liegen ließ, um sich auf den Weg zu seinem Vorgesetzten zu machen. Zwar hatte er bei seinem Chef einen Stein im Brett, weil er ihn über seine alten Kurier-Verbindungen aus HV A-Zeiten kontinuierlich mit echtem Hennessy Cognac aus dem West-Berliner KaDeWe versorgte. Was eigentlich nicht zu Oberst H. passte, der so gar nichts französisch Feines an sich hatte, sondern eher daherkam wie ein Sachse vom Bauerndorf, kumpelhaft, jovial und häufig ein wenig derb. Aber Werner wusste, dass dieser Mann mit allen Wassern gewaschen war. Und es angezeigt war, auf der Hut zu sein, ihn auf keinen Fall zu unterschätzen.

„Kommen Sie rein, Brause.“ Oberst H. wirkte sichtlich aufgeräumt und Werner entspannte sich. „Nehmen Sie doch Platz, da ist heute etwas ganz Besonderes, das ich Ihnen anvertrauen möchte. Zuhause alles in Ordnung?“ H. wartete die Antwort nicht ab. „Fein.“ Er lehnte sich zurück. Seine Augen fixierten Werner, als wolle er ihn hypnotisieren. „Brause, Sie wissen, dass ich Sie aufgrund Ihrer Haltung, Zuverlässigkeit, aber vor allem wegen Ihrer guten Ideen und herausragenden Leistungen besonders schätze.“

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