Arne Bourgh - WIEDERSEHEN MIT WANGENAU

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WIEDERSEHEN MIT WANGENAU: краткое содержание, описание и аннотация

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Es ist eine eigenartige Stadt, welche der Erzähler auf Einladung einer jüngeren Freundin besucht, die dort ein Kind zur Welt gebracht hat. Zwillinge, wie es sich herausstellt und mit denen es eine bestimmte Bewandtnis haben wird. Tatsächlich sind es eigenartige Dinge, die dort geschehen und die der Erzähler erfährt. Weder gibt es Verkehr, noch sichtbare Industrie. Auf seinen Gängen durch die Stadt trifft er kaum auf Leute. Im Theater geht es zu wie vor einigen Jahrhunderten. Eine grosse Wanderung geht für ihn gefährlich, aber gerade noch glimpflich aus. Schliesslich wird er und seine Freundin mit ihm ausgewiesen. Erst zuhause wird ihm klar, was dort vor sich ging. Und er erfährt schliesslich vom Untergang der Gesellschaft Wangenau.

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Nach einer weiteren Stunde flachte das Land ab. Die Vorgebirge links traten zur Seite und öffneten sich einer breiten Talebene. Ich trat wieder hinaus auf den Gang und schöpfte ein paar Atemzüge frische Luft.

Die Schaffnerin kam zurück und stellte sich neben mir auf. Sie blickte hinaus in das Land und schwieg.

Viele Fahrgäste? fragte ich.

Nicht um diese Jahreszeit. Nur ein paar Schwangere.

Sie schwieg erneut, und ich hatte keine Fragen an sie. Nebeneinander schauten wir aus dem Fenster. Langsam kam der Zug voran. Ein sanftes Tal tauchte vor uns auf.

Sie wies mit dem Kinn hinaus: Da unten liegt Wangenau. Kommen Sie das erste Mal hierher?

Ja, das erste Mal.

Das entsprach zwar nicht der Wahrheit, aber ich sah keinen Grund, sie darüber aufzuklären, dass ich hier geboren war. Und andrerseits stimmte es wieder, denn als Erwachsener und überhaupt besuchte ich Wangenau zum erstenmal.

Hinter einer Biegung schoben sich vereinzelte Häuser ins Gesichtsfeld. Rote Ziegeldächer mit grauen Schornsteinen darauf. Der Zug fuhr eine weitere zeitraubende Kurve. Als er sie endlich ausgekostet hatte, erschien vor uns die Stadt. Sie lag hinter einem ausgedehnten Waldstück, das ein Park sein mochte, tiefer gelegen als die Gleisanlage. Immer noch floss da unten die Wange, aber anscheinend durchquerte sie die Stadt nicht, sondern umschloss Wangenau in einem großen Halbkreis von der anderen Seite her. In alten Zeiten war eine solche Lage von strategischem Vorteil gewesen. Ausgedehnt schien die Stadt nicht zu sein. Ein niedriger kantiger Kirchturm mit schiefergrau gedecktem spitzen Dach überragte sie. Nicht weit davon entfernt ein höherer Zwiebelturm.

Zwei Kirchen?

In ihren Ohren klang es offenbar verwundert. Sie warf einen kurzen Blick auf mich und erwiderte: Der Zwiebelturm gehört zum Schloss.

Ach! Ich wusste nichts von einem Schloss.

Es hat in der Geschichte von Wangenau keine große oder wenigstens keine rühmliche Rolle gespielt. Einer der grossen Komponist hat dort vor drei Jahrhunderten im Alter von siebzehn Jahren seine Karriere als Konzertmeister des Hoforchesters begonnen, bis er sich mit dem Grafen überwarf und, ich kann es nicht anders sagen, schmählich entlassen wurde. Aber das war sein und unser aller Glück gewesen. Sie müssen wissen, dass eine solche Anstellung so gut wie Leibeigenschaft bedeutete. Der Betreffende durfte das Stadtgebiet nicht ohne Einwilligung des Grafen verlassen. Für Konzerte, zum Beispiel, die er irgendwo ausserhalb Wangenaus geben wollte oder zu denen er eingeladen worden war, musste er die persönliche Genehmigung des Grafen einholen. Dabei setzte es, je nach Laune des Grafen, Ermahnungen, häufig auch Schläge, abgesehen davon, dass der damalige Graf von Musik nicht das geringste verstand und hielt, sondern sich vorzüglich der Jagd widmete und Uniformen liebte. Musik hatte Marschmusik zu sein. Das Orchester gehörte zum Miltär und trug Uniform. Die Entlassung vom Hof kam der Entlassung aus der Leibeigenschaft gleich. Da er ein genialer Musiker war, bekam er andernorts eine Stelle als Kapellmeister, wo es ihm um einiges besser erging. Die Höfe rissen sich um ihn, und er konnte sein grosses Talent entwickeln. In Wangenau am Schloss wäre er ein kleiner unbekannter Hofmusikus geblieben. Trotzdem zählen wir ihn zu den bedeutenden Wangenauer Persönlichkeiten.

Nicht zu unrecht, wahrscheinlich.

Sie nickte: Durchaus nicht. Er stammte aus Bern. Aber Wangenau hat ein Anrecht auf ihn. Das Schloss zu besichtigen, macht wenig Sinn. In den Kriegen, zuletzt im Zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt und ist im Grunde verfallen. Ein Widerstandsnest hatte sich darin festgesetzt, und die Alliierten hatten alle Mühe mit seiner Einnahme. Dabei ging der Bau in die Brüche. Nach dem Kriege ist das Schloss nur notdürftig instand gesetzt worden. Gerade mal so saniert, dass es nicht gänzlich verfällt. Seine vollständige Restauration steht noch aus. Es mangelte an Geld und mangelt heute noch daran. Weil es aber kein historisch bedeutsames Gebäude ist, weder Renaissance, dafür haben schon die Brandschatzungen des Dreissigjährigen Krieges gesorgt, noch irgendetwas Wertvolles aus dem Barock, dem Rokokko, dafür waren der Herr Graf und das Land umher nicht wohlhabend genug, wird in der Regierung keine Stimme zu gewinnen sein. Auch Sammlungen haben wenig eingebracht und, wie Sie wissen, ist das Ausland in diesen Dingen nicht freigebig, weil es keinen Gewinn daraus ziehen kann. Im Grunde boykottiert es uns. Sie nennen das Sanktionen. Aber wir, die Bevölkerung, leiden darunter. Die inländischen und ausländischen Architekten haben Restaurationsentwürfe gezeichnet und Vorschläge für die Sanierung eingereicht. Ein englisches Architekturbureau, hat dafür den Wangenauer Kulturpreis gewonnen. Es könnte verwirklicht werden, doch wann das finanziell möglich sein wird, ist ungewiss. Das Schloss liegt übrigens in einem großen verwilderten Park mit einigen künstlichen Ruinen. Von hier oben können Sie es sehen, nur von hier oben. Im Park müssten sie nach ihnen suchen oder sich zu ihnen hinführen lassen. Der Park selbst ist durchaus sehenswert. Besuchen Sie ihn, wenn Sie die Zeit dafür erübrigen können.

Irgendetwas am Wangenauer Stadtbild, so wie es sich mir aus der Entfernung bot, befremdete mich, und ich brauchte einen Augenblick, ehe mir klar wurde, was es war: das vollständige Fehlen moderner Industriebauten, das Fehlen von Hochhäusern und diesen jedem von uns wohlbekannten Mietsblöcken, wie wir sie nennen, die unsere Städte einrahmen, hinaus ins Limmattal, zur Hardbrücke, Richtung Oerlikon, Betonklötze mit Kunststofffenstern und aussen übereinander wie Schwalbennester angeklebten winzigen Balkonen. Unterkünfte eher als Wohnungen. Nichts davon liess sich in Wangenau erkennen. Wohin ich blickte, waren nur roten Ziegeldächer zu sehen, wie wir ihnen in den Stadtzentren der kleineren heilen Städte begegnen. Kein einziger Flachbau, den ich hätte identifizieren können.

Keine Hochhäuser? fragte ich.

Die Schaffnerin nickte wieder:

Nicht hier in Wangenau.

Gibt es denn keine Industrie?

Sie antwortete nicht.

Irgendwo, draussen?

Sie schwieg.

Links erhöht, hinter sich einen unbebauten Hügel mit Wald obenauf, dunklem Buchenmischwald, lag der Bahnhof. Von dort ging es wohl abwärts, hinunter ins Zentrum der Stadt. Die Lokomotive pfiff schrill und anhaltend, und wenige Minuten später rollte der Zug in den Bahnhof ein, der aus einem einzigen halb überdachten Bahnsteig mit zwei Gleisen bestand und einem niedrigen, von aussen grauen Bahnhofsgebäude, zu dem ich ein Gleis hätte überqueren müssen, was wohl kaum gestattet war.

Wangenau Hauptbahnhof, Endstation, rief die Schaffnerin den Gang hinunter, und zu mir gewandt, sagte sie freundlich: Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit, einen angenehmen Aufenthalt, und vielleicht sehen wir uns auf der Rückfahrt wieder? Alles Gute noch.

Sie reichte mir ihre kleine feste Hand, die ich nahm.

Danke, vielleicht, warum nicht? Ich hoffe, man holt mich vom Bahnhof ab, damit ich mich zurechtfinde.

Als Fremder werden Sie sofort auffallen. Man wird Ihnen behilflich sein. Wangenau ist eine kleine Stadt, verglichen mit Zürich. Sie finden sich leicht darin zurecht. Der Bahnhof hat nur einen einzigen Ausgang: den Hauptausgang. Erst vom Gleis die Treppe hinunter ins Untergeschoss und dann nach rechts. Vorbei an den Schaltern. Melden Sie sich an. Alles ist angeschrieben. Sie werden schon sehen. Gehen sie dort hinaus. Leicht abwärts geradeaus hinunter in die Stadt. Oder, falls sie nicht abgeholt werden, nehmen sie das Taxi.

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