Arne Bourgh - WIEDERSEHEN MIT WANGENAU

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WIEDERSEHEN MIT WANGENAU: краткое содержание, описание и аннотация

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Es ist eine eigenartige Stadt, welche der Erzähler auf Einladung einer jüngeren Freundin besucht, die dort ein Kind zur Welt gebracht hat. Zwillinge, wie es sich herausstellt und mit denen es eine bestimmte Bewandtnis haben wird. Tatsächlich sind es eigenartige Dinge, die dort geschehen und die der Erzähler erfährt. Weder gibt es Verkehr, noch sichtbare Industrie. Auf seinen Gängen durch die Stadt trifft er kaum auf Leute. Im Theater geht es zu wie vor einigen Jahrhunderten. Eine grosse Wanderung geht für ihn gefährlich, aber gerade noch glimpflich aus. Schliesslich wird er und seine Freundin mit ihm ausgewiesen. Erst zuhause wird ihm klar, was dort vor sich ging. Und er erfährt schliesslich vom Untergang der Gesellschaft Wangenau.

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Ich würde allein sein.

Blaue, kurze, zerknitterte Vorhänge schaukelten vor dem schmalen Fenster. Ebensolche Vorhänge hingen an der Tür, die klemmte, sich aber mit etwas Kraft zur Seite schieben liess. Ich zog die Vorhänge vor die Tür. Sie verdeckten sie nur unvollständig. Den linken Fenstervorhang klemmte ich in einen dafür vorgesehenen Ring, weil ich Aussicht auf das Land haben wollte, durch das wir fahren würden. Auf der rechten Seite fehlte ein solcher Ring, und so wand ich einen festen Knoten in den rechten Fenstervorhang. Ich musste mehrmals ansetzen, ehe der Knoten hoch genug sass und der Vorhang ausreichend viel vom Fenster freigab. Schliesslich hatte ich es geschafft und nun zu meiner Zufriedenheit offene Sicht. Allerdings war das Fensterglas vom Alter in seinem oberen Teil milchig angelaufen und deshalb stellenweise nicht mehr gleichmässig durchsichtig. Die unregelmässig über das Fenster verteilten Flecken täuschten, wenn man sich über ihre Ursache keine Rechenschaft ablegte, leicht düstere stationäre Bewölkung vor.

In Zürich waren nur wenige Fahrgäste zugestiegen und hatten sich über den Zug verteilt. Ich wanderte den Gang hinunter und blickte in die Abteile. In der Ersten Klasse waren die Türvorhänge in drei Abteilen vorgezogen, schlossen jedoch wie in meinem Abteil nur unvollständig. Durch die Lücken von der Seite hineinspähend, sass in jedem von ihnen eine junge, anscheinend schwangere Frau.

Diese Frauen fuhren gleichfalls nach Wangenau. Wer sonst in diese Richtung, doch nicht bis Wangenau fahren wollte, nahm vernünftigerweise die schnellen Züge, zumal kein Preisunterschied bestand.

Hätte es nicht nur diesen einzigen Zug gegeben, dann würde auch ich bis zur letzten Station vor der Grenze mit den normalen Zügen gefahren sein und hätte von dort den Zug über die Grenze genommen. Aber keiner der schnellen Züge hatte direkten Anschluss nach Wangenau. An der letzten Station, von der ich wusste, dass sie touristisch nicht besonders interessant war, weiter nichts als ein früherer, nun bis auf den Grenzverkehr nach Wangenau stillgelegter Eisenbahnknotenpunkt, hätte ich mehrere Stunden warten müssen, um schlussendlich in diesen selben Zug einsteigen zu können, in dem ich es mir bereits so gut es ging bequem machte. Dazu hatte ich nicht die geringste Lust verspürt.

Mit etwas Verspätung setzte sich der Zug in Bewegung. Bis zur Grenze würde er wie üblich von den schweizerischen elektrischen Triebwagen gezogen werden. Danach sollte eine andere, möglicherweise gar dieselgetriebene Lok an ihre Stelle treten. Trotzdem fuhr der Zug bereits jetzt langsam und wechselte häufig auf Nebengleise, wo er die schnelleren Züge passieren liess. Diese betagten, klappernden Wagen, in denen es durch die Fester zog, durften nicht schneller bewegt werden, erklärte ich mir die anachronistische Langsamkeit. Vielleicht wurde der Zug auch von einer der langsamen Cargoloks gezogen.

So strich das Hügelland gemächlich vorüber. Im Dunst gegen den weisslichen Himmel richteten sich in der Ferne verschwommen die Silhouetten des Hochgebirges auf. Graue Kühe mit feuchten schwarzen, weiss umrandeten Nasen lagen zu beiden Seiten der Strecke wiederkäuend auf den Wiesen und vertrieben schwänzeschlagend die sie umschwirrenden Fliegen. In Halbkreisen zogen breitscheunige Bauerngehöfte vorbei. Sie erinnerten mich an schnaubende, fest auf der Erde stehende, den Boden stampfende Büffelbullen. Die Köpfe gesenkt warteten sie breitbeinig auf irgendetwas. Ein Storch, den Hals lang ausgestreckt, flog mit schwerem Flügelschlag und auf der Wiese schleifenden dünnen roten Beinen rechts neben dem Zuge her, überholte und liess sich auf einem Dach nieder, wo er sich wie ein Blitzableiter aufrichtete und eines der Beine einzog. Den Kopf neigend und drehend blickte er dem Zuge nach. Fast wollte ich sagen: spöttisch. Sauber verschnittene Weinstauden wuchsen auf den der Sonne zugewandten Hängen, aufgereiht wie Regimenter in der vollen Farbenpracht ihrer leuchtend grünen Uniformen. An den Rainen der ockerfarbenen Getreidefelder, auf denen das Korn heranreifte, wuchsen lange Reihen von akeleiblauen Glockenblumen mit ihren hängenden und im Winde schaukelnden Köpfen und weichblättriger sanftroter Mohn. Das gemächliche Tempo hätte es mir ermöglicht, sie zu zählen, doch mir stand der Sinn nicht danach.

Irgendwann um die Mittagszeit erschien das Helvetino-Railservice-Wägelchen mit seinem Klingelglöckchen. Der freundliche farbige Ausländer, der es schob, ein Inder oder Pakistani mit schwarz glänzendem kurz geschnittenem Haar und tiefbrauner glatter Haut, um die ich ihn hätte beneiden mögen, fragte mich in einem weder grammatikalisch, noch dialektmässig stimmigen Gemisch aus Schrift- und Schwyzerdütsch nach meinen Wünschen. Eine heisse Schokolade, bitte, bat ich, die er mir sofort etwas umständlich, sich dabei tief vorbeugend und mit seinen schmalen biegsamen Fingern hantierend in einen Kartonbecher abfüllte, der so heiss war, dass ich ihn nur am oberen Rande mit Daumen und Mittelfinger der linken Hand anheben konnte. Dazu liess ich mir ein Panettone geben, das er mir bereitwillig aus dem angeklebten Papier wickelte, das Papier zusammenfaltete und in einem seitwärts an dem Wägelchen hängenden und bei jeder Bewegung des Wagons schaukelnden blauen Abfallsack verstaute. Frisch, luftig und gelb schmeckte das Panettone köstlich zur Schokolade.

Gegen Nachmittag bog der Zug ein auf eine selten befahrene Strecke in die Berge, die sich unaufhaltsam dichter zusammenschoben. Wieder und wieder verschwand der Zug in einem System von sich anscheinend um sich selber windenden Tunneln, aus denen er nach einer mir endlos vorkommenden Zeit auf der anderen Seite des Gebirges auftauchte und, sich schräg am Hang haltend, nun in geringfügig erhöhtem Tempo hinunter in das immer noch hügelige, aber nicht mehr bergige Land glitt, um nach einigen weiteren Schwüngen in engen Kurven, wo er das Tempo auf Schritt reduzierte, neben einem kleinen Fluss her in die Grenzstation einzurollen, über der der leichte warme Fallwind eine vergilbte Schweizer Fahne unrhythmisch und klirrend gegen den Fahnenmast warf.

Kurz zuvor kam das Helvetino-Wägelchen noch einmal vorbei, und ich kaufte dem farbigen Ausländer ein Sandwich mit darin eingebackener heisser Wurst ab und nahm dazu ein Mineralwasser.

Sie tun gut daran, jetzt noch etwas zu essen. Zwar ist es nicht mehr weit bis Wangenau, nur noch dreissig bis vierzig Kilometer, doch es geht auf den Abend, und die Fahrt zieht sich in die Länge, wie Sie selbst sehen werden.

Er nickte mir freundlich zu, froh darüber, bei den wenigen Fahrgästen noch vor Ankunft eine Kleinigkeit abgesetzt zu haben.

Jenseits der Grenze darf ich nichts mehr verkaufen. Sie kontrollieren, was mir an Waren verblieben ist; und bei der Rückfahrt heute Nacht prüfen sie es Stück für Stück nach.

Tatsächlich? fragte ich ungläubig.

Er nickte bestätigend und in Eile, ehe er sich zu seinem, wie er verriet, vom Wangenauer Zoll vorgeschriebenen Standort ganz hinten auf der letzten Plattform im Zuge begab.

Ich erinnerte mich, dass Wangenau an einem Fluss jenseits der Wasserscheide lag, der sich später mit einem anderen Fluss und dieser wiederum mit einem großen Fluss vereinigte, der schliesslich und endlich ins Schwarze Meer mündete, der Donau. Aber mir wollte der Name der ersten beiden Flüsse nicht einfallen, des Flusses, an dem Wangenau liegt und des Flusses, der selbst – oder seine Fortsetzung – irgendwo in einem anderen Lande in die Donau mündet.

Der Schweizer Zoll sparte sich die Mühe einer Kontrolle. Stattdessen kam von Wangenauer Seite eine Grenzbeamtin durch den Zug und liess sich meinen Pass zeigen.

Die junge Frau war hübsch. Ihre grüne Uniform stand ihr gut, ein tailliertes, mit militärischen Schulterstücken besetztes Jackett, ähnlich dem, wie Jäger es tragen. Unter der Brust schloss es auf zwei Knöpfe. Vielleicht ging das Grün ein wenig mehr ins Gelbe als das der Jäger. Der passende grüne Rock war erstaunlich kurz und eng. Er liess die Knie und sogar noch ein Grossteil der wohlgeformten Oberschenkel frei. Sie hatte ihr Schiffchen keck schräg auf die braunen Locken gesetzt. Vor der gleichfalls wohlgeformten Brust trug sie eine Schreibplatte, die an einem raffiniert ausgeklügelten Hängesystem von Lederriemen so angebracht war, dass sie, ohne im geringsten in ihren Bewegungen behindert zu werden, bequem im Stehen darauf schreiben konnte.

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