Arne Bourgh - WIEDERSEHEN MIT WANGENAU

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WIEDERSEHEN MIT WANGENAU: краткое содержание, описание и аннотация

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Es ist eine eigenartige Stadt, welche der Erzähler auf Einladung einer jüngeren Freundin besucht, die dort ein Kind zur Welt gebracht hat. Zwillinge, wie es sich herausstellt und mit denen es eine bestimmte Bewandtnis haben wird. Tatsächlich sind es eigenartige Dinge, die dort geschehen und die der Erzähler erfährt. Weder gibt es Verkehr, noch sichtbare Industrie. Auf seinen Gängen durch die Stadt trifft er kaum auf Leute. Im Theater geht es zu wie vor einigen Jahrhunderten. Eine grosse Wanderung geht für ihn gefährlich, aber gerade noch glimpflich aus. Schliesslich wird er und seine Freundin mit ihm ausgewiesen. Erst zuhause wird ihm klar, was dort vor sich ging. Und er erfährt schliesslich vom Untergang der Gesellschaft Wangenau.

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Sie warf einen flüchtigen Blick auf mich und blätterte dann in meinem Pass, klappte ihn auf der letzten Seite auf, wo sich Visastempel von den USA, Japan, Israel, Australien und ein paar weiteren Ländern befanden und setzte einen weiteren Stempel hinzu.

Sie scheinen in der Welt weit herumgekommen, meinte sie freundlich. Führen Sie irgendwelche Literatur mit sich?

Nur eine Zeitschrift, die ich unterwegs gelesen habe.

Wirklich nichts? Keine Bücher, nichts Erotisches, Präservative, Stimulatoren? Männer haben doch immer derartiges dabei.

Nichts dergleichen, antwortete ich etwas verwundert.

Sie sah sich im Abteil um.

Darf ich in Ihren Koffer hinein schauen?

Selbstverständlich, nickte ich.

Ich nahm den Koffer aus dem Netz und öffnete ihn, hob den Pyjama und das Rasierzeug an. Sie warf wieder nur einen kurzen professionellen Blick darauf.

Sie können ihn wieder schliessen. Geben Sie mir die Zeitschrift. Sie hielt mir die geöffnete Hand hin, und ich legte das Journal hinein. Ah, der neueste Spiegel. Interessant. Sie interessieren sich für Politik? Sind Sie Politiker? Reisen Sie in Sachen Politik, zu Verhandlungen ein, oder als Geschäftsmann?

Ich hole nur eine junge Frau ab.

Ach so, privat. Das übliche. Nun dann also. Einen guten und erfolgreichen Aufenthalt.

Sie hielt mir wieder die Hand hin. Diesmal zum Abschied. Ich ergriff sie. Sie war angenehm warm und hatte einen kräftigen Druck.

Danke, antwortete ich. Vielleicht können Sie mir, bitte, noch sagen, wie der Fluss heißt, an dem wir entlang fahren werden?

Sie lächelte freundlich: Das ist die Wange. Wangenau liegt an der Wange. Daher der Name. Die Wange durchquert die Region Wangenau, bevor sie weit jenseits der Grenze in die Arle, die ihrerseits in die Spaerbe und die schliesslich in die Donau mündet, deren Wasser ins Schwarze Meer fliessen. Sie sollten Ihre Geographiekenntnisse auffrischen, mein Herr.

Der Spott in ihrer Stimme war nicht zu überhören. Aber sie nickte mir noch einmal freundlich zu, während ich für die erschöpfende sachliche Auskunft dankte, und verliess das Abteil, in der einen Hand den Spiegel, während sie mit der anderen die Tür hinter sich schloss. Dabei spannte sich, was mir angenehm in Erinnerung blieb, der kurze enge Rock, eine schräge Falte werfend, aufregend über ihre Hüften.

Ich packte das warme Sandwich aus und ass, das Sandwich mit der weissen Papierserviette haltend, die der farbige Ausländer beigelegt hatte, und genoss den Geschmack des eingebackenen Buureschübli.

Wenig später ging ein Ruck durch den Zug. Die Lokomotiven waren ausgewechselt worden. Es dauerte noch eine Viertelstunde, und der Zug setzte sich wieder in Bewegung und ratterte, diesmal unsäglich langsam, schneckengleich fast, über ungeschweisste Schienen die gewundene leicht abschüssige Strecke hinab. Die Schienenstösse versetzten den Wagon in rhythmische Schwingungen. Ich fürchtete, der Zug fuhr so lagnsam, weild die Amplituden der Schwingungen sich bei höherem Tempo aufsteilen und die Wagen aus den Gleisen springen könnten. Im Abteil breitete sich der Geruch von Dieselabgasen aus. Dem Anschein nach funktionierte die Belüftung nicht. Ich öffnete die Tür auf den Gang, um frische Luft einzulassen, aber auch dort roch es nach verbranntem Diesel. Darum schob ich das Gangfenster ein Stück herab.

Gerade in diesem Moment betrat die Schaffnerin den Wagen, eine zierliche, blonde Frau im nachtblauen Dienstkostüm, und verlangte nach meiner Fahrkarte.

Die Fenster müssen während der Fahrt geschlossen gehalten werden. Aber ich werde ein Auge zudrücken. Es riecht wirklich unangenehm nach Diesel, und es soll ungesund sein, diese Abgase einzuatmen, nicht nur für Sie, sondern auch für mich.

Sie hustete vielsagend.

Danke, antwortete ich, es kommt ja auch keine wirklich kalte Luft herein.

Im Winter muss ich leider auf geschlossenen Fenstern bestehen, sonst kühlen die Wagen zu sehr aus, und für die Schwangeren im Zuge kann das gefährlich werden.

Ich nickte verständnisvoll, bevor wir ins Abteil zurückgingen und ich ihr meinen von der Schweizer Bahn ausgestellten Anschlussfahrschein hinhielt.

Sie haben die Rückfahrt nicht eingetragen, sie tippte mit dem Finger auf ein Kästchen, über dem “Datum der Rückfahrt” stand.

Weil ich nicht weiss, wann es sein wird. Ich hole eine junge Frau mit Kind ab, kann aber nicht sagen, ob wir morgen oder erst kommende Woche wieder zurückfahren werden. Offiziell habe ich eine Woche Urlaub.

Dann legen wir uns auf nächsten Sonntag fest. Das erlaubt ihnen, zu jedem früheren Termin abzureisen. Sie zückte ihren Kugelschreiber und machte sich daran, selbst das Datum einzutragen. Als sie damit fertig war, händigte sie mir den Fahrschein wieder aus. Einen angenehmen Aufenthalt noch.

Sie ging davon, den Gang hinunter und blickte dabei in die Abteile.

Ich schaute aus dem Fenster. Der Himmel hatte sich bezogen. Ein kühler Wind wehte; es sah nach Regen aus, aber es regnete nicht, noch nicht. Gut, dass ich meinen Trench mitgenommen hatte.

Neben dem Zug, teilweise von Buschwerk verdeckt und etwas tiefer gelegen, floss die Wange dahin, ein quirliger kleiner Fluss, schmal und angefüllt mit Steinen, dessen viele Windungen die Bahnstrecke voll auskostete. In manchen Flussbiegungen schien der Fluss ausgetrocknet. Steine füllten das gesamte Flussbett, glattgewaschene flache graue Steine. Hier floss das Wasser unterirdisch oder in einem schmalen Streifen unterhalb der Grasüberhänge, so dass es für mich unsichtbar blieb. Die ganze Zeit über hielt sich der Zug auf der linken Seite des Flusses, ohne ihn auch nur ein einziges Mal auf einer Brücke zu überqueren. Links von uns befand sich immer noch das Gebirge, genauer gesagt, das Vorgebirge, mit seinen dichten dunklen Nadelwäldern, welche die Hänge hinauf anstiegen. Rechts über den Fluss hinweg blickte ich in die sich zögernd öffnende Landschaft, ein sanftes Hügelland mit kleinen und großen Weideflächen, grün in den verschiedensten Tönungen und Schattierungen, von Hainen und Baumgruppen unterbrochen, die auf die Hügelkuppen hinaufkletterten. Endmoränenlandschaft, dachte ich. Die steinigen, lehmigen Hügel sind für die Landwirtschaft nicht zu brauchen. Aber wahrscheinlich enthält der Boden in den Niederungen zwischen den Hügeln Löss und muss nicht unfruchtbar sein. Mir schien allerdings, als gäbe es hier praktisch keine Landwirtschaft. Weder weideten Rinderherden auf den ausgedehnten Wiesen, noch waren größere Weideflächen eingezäunt worden. Mir war nicht ersichtlich, ob die Wiesen bestellt und gepflegt wurden oder ob sie sich selbst überlassenes Brachland bildeten.

Vorerst gab es keinerlei Anzeichen von Dörfern, Ställen, Silos. Am Fenster stehend registrierte ich die geringe Zahl der Wege und Strassen zwischen den Wiesenflächen. Endlich, in weiterer Ferne eine kleine Ansammlung von Häusern, flache Gebäude. Also doch Ställe, also doch Landwirtschaft. Kollektive Landwirtschaft, allem Anschein nach, keine kleinen Bauerngehöfte, dachte ich. Oder eine Art Industrie, Chemieindustrie unter Verwendung landwirtschaftlicher Produkte, Biogas, Bioenergie? Ich erinnerte mich, etwas dergleichen von der Region Wangenau gehört zu haben. Irgendwo hatte ich gelesen, Wangenau produziere Biotreibstoffe. Eine sehr einseitige Form von Industrie. Wovon lebten sie eigentlich? Welcher Art war ihre Wirtschaft?

Wenig später erkannte ich Weinberganlagen an den lehmigen und steinigen Südhängen der Endmoränenhügel, und eine Anzahl Wiesen hatten niedrigem Obstbaumbestand Platz gemacht, säuberlich in einige Meter auseinander stehende Baumreihen eingeteilte Flächen, zwischen denen automatische Pflückmaschinen bequem herumfahren mochten. Aus der Entfernung war es mir nicht möglich, die Art der Bäume zu identifizieren. Äpfel, Kirschen, Birnen? Jedenfalls gab es hier Obstanbau, und ich erinnerte mich, in der Migros die Aufschrift Wangenauer Obst gelesen und auch erstanden zu haben, schmackhafte ausgereifte Äpfel zu erschwinglichen Preisen.

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