Arne Bourgh - WIEDERSEHEN MIT WANGENAU

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Es ist eine eigenartige Stadt, welche der Erzähler auf Einladung einer jüngeren Freundin besucht, die dort ein Kind zur Welt gebracht hat. Zwillinge, wie es sich herausstellt und mit denen es eine bestimmte Bewandtnis haben wird. Tatsächlich sind es eigenartige Dinge, die dort geschehen und die der Erzähler erfährt. Weder gibt es Verkehr, noch sichtbare Industrie. Auf seinen Gängen durch die Stadt trifft er kaum auf Leute. Im Theater geht es zu wie vor einigen Jahrhunderten. Eine grosse Wanderung geht für ihn gefährlich, aber gerade noch glimpflich aus. Schliesslich wird er und seine Freundin mit ihm ausgewiesen. Erst zuhause wird ihm klar, was dort vor sich ging. Und er erfährt schliesslich vom Untergang der Gesellschaft Wangenau.

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Ganz ähnlich wie in der übrigen Kunst, meinte er, verhalte es sich auch mit der musikalischen Karriere. Noch viel rücksichtsloser eigentlich. Denn betrachte man die gedruckte Literatur, so wundere er sich, was da nicht alles an Verdummendem auf den Markt gelange, fantasy undsoweiter, nur weil es bestens verkäuflich sei und die Verlage nichts anderes im Sinne hätten, als ihren Profit; um Leistung, Qualität, hochwertige Kunst ginge es in der spätkapitalistischen Gesellschaft schon lange nicht mehr. Einzig um Darstellung und Gewinn.

Hausfrauenschrieb, meinte er leise pauschal und in abschätzigem Ton, ohne Namensnennung. Mit vorsichtigem Seitenblick auf Chronine und begleitet von einer wegwerfenden Handbewegung, so dass unklar blieb, wen er mit dieser Äusserung im Sinne hatte. Während doch in der Musik, selbst in großen Teilen der Unterhaltungsmusik, der strenge Qualitätsanspruch nicht zu leugnen sei. Der Musiker müsse stets technisch wie interpretatorisch etwas leisten, wolle er gehört und bekannt werden. Seine Leistung sei auch die Leistung des Augenblicks; sie dulde keine Unaufmerksamkeit. Gelänge sie nicht auf den ersten Anhieb, sei sie nicht perfekt, kurz: authentisch, dann lasse sie sich mit keiner noch so aufwendigen Anstrengung mehr korrigieren. Vorbei sei vorbei in der Musik; bliebe allein der Eindruck des Gelingens oder Versagens, letzterer sei unverwischbar, ja unauslöschlich.

Unauslöschlich, behauptete er und wiederholte: Unauslöschlich. Einmal versagt, ist immer versagt.

So die weitschweifige Entschuldigung für seine zu erwartende bevorstehende, dauerhafte Abwesenheit. Obwohl er sich wirklich darauf freue, komme das Kind, von seiten der Vaterschaft gesehen, allerdings doch im unrechten Augenblick. Diesbezüglich ginge das Jahr für die Beziehung zwischen ihm und dem Kinde verloren. Aber er müsse entscheiden und beides, soweit möglich, miteinander in Einklang bringen: Familie und Karriere. Im übrigen, fügte er noch hinzu, seien die Staaten für jeden, der eine Karriere anstrebe, ein absolutes Muss und unvermeidlich. Nur wer dort Karriere mache, habe bei Rückkehr eine Chance in Europa. Das gälte für alles, Wissenschaft wie Kunst, in erster Linie aber für die Kunst. Schauen Sie auf die Namen der Maler, der Musiker. Alle sind dort aufgestiegen.

Chronine ignorierte, was er an Klugem und Entschuldigendem vorbrachte, kommentierte auch nicht seine Anspielung auf die Literatur und ihre Abgrenzung der Musik gegenüber; sie war schon nicht mehr zu Hause, bereits unterwegs, weit weg in Gedanken bei irgendetwas, wovon wir nicht die Spur einer Ahnung hatten.

Ihr Freund und ich reichten einander die Hand, seine erstaunlich feste, ja fast hart zu nennende Hand, gegen die ich andrücken musste und die mir unangenehm in Erinnerung blieb. Musste ein Geiger von Berufs wegen eine solche harte Hand haben?

Dann gingen sie, und ich machte mich wieder an meine beruflichen Beschäftigungen.

3. Kapitel : Reise

Was sich auf der langen Bahnfahrt nach Wangenau tut

Mehrere Monate, ja nahezu, wenn auch nicht ganz ein Jahr lang dachte ich nur gelegentlich an Chronine, bis eines Tages der Brief eintraf, in dem sie mich aufforderte, sie nun doch unbedingt , sie hatte das Wort doppelt unterstrichen, in der gemeinsamen Heimat zu besuchen. Inzwischen sei sie Mutter geworden und würde sich über alle Massen freuen, wenn ich käme.

Mein Entschluss fiel nicht sofort, vielmehr zögerte ich ihn längere Zeit hinaus, ohne zu antworteten. Dann, ein paar Wochen später, kam ihr zweiter Brief. Sie schrieb, sie selbst denke bereits an Rückkehr. Wolle ich sie noch in Wangenau antreffen und wolle ich überhaupt Wangenau wiedersehen, so sei dies die allerletzte , auch dieses Wort hatte sie doppelt unterstrichen, Gelegenheit. Ein weiteres Mal nähme sie die beschwerliche Fahrt nicht auf sich.

Ich dürfe aber nicht glauben, sie bereue, gereist zu sein. Im Gegenteil: Die Gegend sei malerisch, die Leute zuvorkommend, der Lebensstandard nicht so niedrig, wie aus durchsichtig propagandistischen Gründen berichtet würde. Ich möge, wenn ich mich entschliessen könne, bitte, kommen. Die Rückreise könnten wir beide gemeinsam antreten, um, wenn ihr Freund im Frühjahr oder Sommer wieder einträfe, zurück in Zürich zu sein. Später dann solle die Hochzeit folgen, auf die sie sich, nachdem sie nun Mutter geworden sei, durchaus freue.

Dieser Brief gab den Ausschlag. Ich schrieb umgehend, ich käme, bat mein Reisebüro, die Fahrkarte auszustellen. Sie schüttelten die Köpfe: Eigentlich führen nur Frauen in jene Gegend, junge Frauen, setzten sie hinzu. Alle Information stamme einzig und allein von ihnen. Männer seien ihnen kaum erinnerlich; und wenn, dann höchstens eine geringe Anzahl und doch nur, um ihre Frauen abzuholen, die zumeist in Wangenau niedergekommen wären.

Das sei auch bei mir der Fall, antwortete ich nicht ganz wahrheitsgetreu.

Sie betrachteten mich zweifelnd.

Ach so, dann sei es etwas anderes.

Nehmen Sie keine Bücher mit, rieten sie mir. Die dortigen Behörden unterbänden die Einfuhr jeglicher Art von Literatur. Alles Schriftliche, auch Briefe, Notizbücher und dergleichen unterlägen der Zensur. Lebensmittel, Genusswaren, Kleidung, auch Geld seien erlaubt, erwünscht sogar und dürften ohne weitere Einschränkung in beliebiger Menge eingeführt werden, solange es sich nicht um Handelsware handle; Handel sei nur auf staatlicher Ebene gestattet.

Ich werde mich daran halten, nickte ich abwesend.

Weiter sagten sie nichts.

Also bat ich einen Kollegen, meine Vorlesungen zu übernehmen, bis ich wieder zurück sei, versprechend, dass ich, falls erforderlich, ein gleiches für ihn tun wolle. Ich nahm eine Woche Urlaub und machte mich mit meinem kleinen Koffer, in den ich nur das Nötigste eingepackt hatte, auf den Weg. In diese Gegend führe nur ein Zug am Tage, und obwohl die Entfernung per Luftlinie nicht besonders groß sei, ein paar Hundert Kilometer, nicht mehr, würde er den ganzen Tag unterwegs sein, hatten sie mir im Reisebüro bedeutet. Die Abfahrtzeit lag aus diesem Grunde auf dem frühen Morgen, während die Rückfahrt mit dem gleichen Zug über Nacht erfolgte.

Bereits um sechs Uhr morgens wankte ich, noch reichlich müde, den auf dem hintersten Gleis, Gleis 45, bereitgestellten Zug entlang und suchte mir meinen Platz. Ein frischer, kühler Wind wehte und blähte meinen Trench, so dass ich den Kragen aufstellte. Es überraschte mich, wie sehr dieser Zug von den leisen modernen Zügen abstach mit ihren Doppelstockwagen und Grossraumabteilen, die pausenlos auf den anderen Gleisen ein und aus rollten und in denen man den Komfort bequemer Sessel genoss. Dieser Zug bestand aus nur wenigen, aus der Vorkriegszeit stammenden Vehikeln, graugrüne erstaunlich kleine Gefährte mit geschlossenen Abteilen auf der einen und schmalen Gängen auf der anderen Seite.

Da ich gewarnt worden war, die Fahrt würde nicht nur lang, sondern wegen der Enge und dem geringen Komfort in den Abteilen auch beschwerlich werden, hatte ich mich entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten bei längeren Fahrten zur Ersten Klasse durchgerungen. Das war, wie sich herausstellte, vernünftig gewesen. In der Zweiten Klasse gab es noch Holzbänke.

Mein Abteil war rasch gefunden. Ich hängte den Trench an den Haken neben der Tür und liess mich in das knirschende, viel zu weiche, überalterte und durchgesessene Polster fallen, nachdem ich meinen Koffer in Ermangelung einer anderen Möglichkeit oben ins Netz gelegt hatte. Er passte, obwohl klein, kaum hinein und hing beängstigend tief und schräg durch. In den Reservierungsschlitzen steckte, ebenfalls schräg, weil für moderne Züge konzipiert und darum zu lang, eine einzige schmale gelbe Karte, die auswies, dass in diesem Abteil ein einzelner Fahrgast die gesamte Strecke von Zürich bis Wangenau zurückzulegen gedachte.

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