Henryk Sienkiewicz - Sintflut

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Der historische Roman «Sintflut» von Henryk Sienkiewicz ist ein Zeitdokument der polnischen Geschichte. Spannend und realistisch beschreibt Sienkiewicz das Geschehen im schwedisch-polnischen Krieg (1655 – 1660). Die Erzählung hebt besonders die glücklichen Umstände hervor, die schließlich zur Errettung Polens vor den Besatzern führte. «Sintflut» ist ein Klassiker der polnischen Literatur.
Henryk Sienkiewicz war Träger des Nobelpreises für Literatur.
Dieses E-Book enthält eine vollständige Ausgabe des Romans in der Übersetzung von Winikoff.

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»Ei, sieh einer an,« sagte der Fürst. »Sie sind also aus Litauen?«

»Ja, aus Litauen,« antwortete Zagloba, ohne sich zu besinnen.

»Jetzt verstehe ich, warum Sie bislang keine Auszeichnungen erhalten haben. Wir Litauer sind ja an Undank gewohnt, das wird schon so unser Schicksal sein. Wir bringen unser Blut und Leben und all unsere Habe dem Vaterlande zum Opfer dar, und niemand, niemand lächelt uns einmal dafür freundlich an. – Nun, wie die Saat, so die Ernte, – so befiehlt Gott und die Gerechtigkeit. – Das alles muß anders werden. Schon allein dafür, daß Sie hierher gekommen sind, stehe ich tief in Ihrer Schuld, Wenn ich auch nicht Ihr König bin, so glauben Sie, mit bloßen Versprechungen werden Sie alle nicht ausgehen.«

»Euer Durchlaucht,« unterbrach ihn lebhaft und mit einem gewissen Stolze Pan Skrzetuski, »Reichtümer und Auszeichnungen wegen sind wir nicht hierher gekommen. – Der Feind tritt unser Vaterland mit Füßen, wir sind gekommen, um unter dem Befehle eines berühmten Führers ihm unsere Kräfte zu weihen. Mein Vetter Stanislaus sah bei Ujscie unsere schreckliche Mißwirtschaf; er sah Feigheit, Verrat und zuletzt den Triumpf des Feindes. Hier aber wird der Feind nicht triumphieren, hier soll ihm das Verderben bereitet werden. – Darum sind wir zu Ihnen geeilt, Durchlaucht. – Wir sind Soldaten, uns treibt es in die Schlacht.«

»Nun, wenn das Ihr Wunsch ist, so wird er nicht lange mehr unerfüllt bleiben,« sagte der Fürst feierlich. – »Aber erst gilt's gegen einen anderen Feind zu marschieren; wir müssen den Brand von Wilna rächen! – Ich will Sie nicht länger aufhalten, meine Herren. Sie müssen sich erst noch ausruhen, und mich ruft die Arbeit. Ich lade Sie alle für heute abend zu mir ein; vor dem Ausmarsch ins Feld muß man sich auch ein wenig Vergnügen gönnen. – Pan Wolodyjowski, bewirten Sie meine teuren Gäste wie in Ihrem eigenen Hause. Vergessen Sie nicht, was mein ist, ist auch das Ihrige. Ich wünsche Ihnen, meine Herren, alles Gute! Seien Sie Radziwills Freunde. In Ihnen allein liegt jetzt meine ganze Kraft!«

Der stolze und mächtige Fürst drückte den Rittern der Reihe nach die Hände wie seinesgleichen. Sein finsteres Gesicht hellte sich durch ein freundliches Lächeln auf, und die Unnahbarkeit, die ihn bisher umgab, verschwand spurlos.

»Das ist ein Führer! Das ist ein Feldherr!« sagte Stanislaus, als die Ritter auf dem Hof anlangten.

»Durchs Feuer würde ich für ihn gehen!« rief begeistert Zagloba. »Habt ihr gehört, wie er alle meine Taten auswendig wußte? Heiß wird es den Schweden werden, wenn dieser Löwe brüllt, und wir alle werden ihm sekundieren.«

»Ich sehe nur eins,« sagte Jan Skrzetuski, »daß er die Leute für sich gewinnen will, und daß er irgend welche Pläne schmiedet, für die er Hilfe nötig hat.«

»Haben Sie denn von seinen Plänen nichts gehört?« ereiferte sich Zagloba. »Hat er nicht gesagt, erst müssen wir Wilna rächen?«

In den Hof ritten bald Truppenabteilungen, bald große Mengen bewaffneter Schlachta hinein. Oft kamen auch Kaleschen an, in denen Familienmitglieder der Pans der Umgegend saßen. Pan Michail drängte seine Kameraden zum Tor.

»Wer weiß, Pan Michail, vielleicht schlägt heute Ihre Stunde,« sagte Zagloba. »Vielleicht finden Sie heute eine Braut. Sehen Sie dort die offene Kalesche, dort sitzt jemand in weißem –«

»Das ist keine Braut, sondern im Gegenteil jemand, der mich trauen kann,« antwortete der weitsichtige Pan Michail. Das ist der Bischof Parczewzki mit dem Pater Vialozor, dem Archidiakon von Wilna.«

»Und die besuchen den calvinistischen Fürsten?«

»Was sollen sie tun? Wenn es sich um das öffentliche Wohl handelt, müssen sie sich eben bezwingen.«

Die Kalesche näherte sich dem Tore, und die Wache nahm in zwei Reihen Aufstellung, um vor dem Bischof zu präsentieren. Diesem Fuhrwerk folgten zwei andere, die von Dragonern eskortiert waren. In dem ersten war der Wojewod Pan Korf, im zweiten, das mit dem Wappen des Fürsten Janusz geschmückt war, saßen zwei Herren in fremdländischer Tracht, mit breitkrempigen Hüten und langen Locken, die auf ihre Spitzenkragen herunterfielen. Der eine war sehr stark, er trug einen Spitzbart und einen nach oben gedrehten Schnurrbart: der andere war noch jung und ganz in schwarz gekleidet. Er hatte ein wenig kriegerisches Aussehen, nahm aber allem Anscheine nach eine noch wichtigere Stellung ein als der erste; denn er trug um den Hals eine schwere, goldene Kette mit einem Orden. Beide betrachteten neugierig die im Hofe angesammelte Menschenmenge.

»Was sind das für Teufel?« fragte Zagloba.

»Keine Ahnung, habe sie noch niemals gesehen,« antwortete Wolodyiowski.

Der Wagen fuhr ins Tor hinein und hielt vor dem Hauptportal des Schlosses. Die Dragoner machten am Tor Halt.

Wolodyjowski erkannte ihren Offizier.

»Tokarzewicz!« rief er, »kommen Sie mal her!«

»Ich begrüße Sie, Pan Oberst.«

»Was für Schweine haben Sie uns hierher gebracht?«

»Schweden sind es.«

»Schweden?«

»Ja, und recht vornehme dazu. – Der Dicke ist Graf Löwenhaupt, der andere Benedykt Shitte, Baron von Duderhoff.«

»Duderhoff?« fragte Zagloba noch einmal.

»Was wollen die hier?«

»Das mag Gott wissen! – Wahrscheinlich wollen sie Unterhandlungen anknüpfen.«

»Ach, die Nichtsnutzigen! Sie haben wohl Angst bekommen!« sagte Zagloba. »Es lebe Radziwill!«

»Es lebe Radziwill!« wiederholte die am Tore stehende Menge den Ausruf.

Bald drängte sich um Zagloba eine große Unzahl Soldaten. Der alte Schlachtschitz kletterte auf einen Vorsprung des Tores und begann:

»Panowie! Hört! Wer mich nicht kennen sollte, dem werde ich sagen, daß ich ein alter Zbarazer bin, der den Burlaj, den zweiten Hetman nach Chmielnicki, mit dieser Hand in Stücke zerhackte. Wer von Zagloba nicht gehört hat, muß während des ersten Krieges Erbsen gedroschen oder Hühner gerupft oder Kälber geweidet haben, was ich von euch, nach eurem ritterlichen Aussehen zu schließen, nicht annehmen kann!«

»Das ist ein berühmter Krieger!« vernahm man viele Stimmen. »Es gibt keinen größeren in der Republik! Hört! hört!«

»Hört, Panowie! Wohl gelüstet es meinen alten Knochen nach Ruhe. Es wäre für mich angenehmer, jetzt Erbsen mit saurer Sahne zu essen oder mit den Händen auf dem Rücken den Schnitterinnen auf dem Felde zuzusehen. Der Feind würde mich in seinem eigenen Interesse schon in Ruhe lassen; denn die Schweden und auch die Kosaken kennen meine schwere Hand!«

»Was ist denn das für ein alter Hahn, der da so laut kräht?« rief plötzlich eine Stimme aus der Menge.

»Meine Herren, verzeiht diesem Küken,« schrie der alte Schlachtschitz, »er weiß noch nicht einmal den Kopf vom Schwanz zu unterscheiden!«

Die Schlachta brach in ein schallendes Gelächter aus, und der Opponent beeilte sich, vor dem allgemeinen Hohn in der Menge zu verschwinden.

»Zur Sache,« fuhr Zagloba fort. »Also, ich wiederhole. Mir täte Ruhe not. Da aber das Vaterland in Not ist, feindliche Armeen unser Land überschwemmen, so bin ich hergekommen, um mit euch, Panowie, gegen den Feind zu ziehen. Wir wollen unsere Mutter Heimat, die uns alle groß gezogen hat, verteidigen. Wer jetzt nicht sein Leben für sie opfert, der ist nicht wert, ihr Sohn zu heißen, der ist ihrer Liebe nicht würdig. Ihr habt die zwei Räuber gesehen, die in einem vergoldeten Wagen hier ankamen. Sie wissen, daß mit dem Fürsten Radziwill nicht zu scherzen ist, sie werden nicht von ihm ablassen, sie werden ihm die Schultern küssen, damit er sie in Frieden läßt. Aber der Fürst, von dem ich soeben herkomme, versicherte mir im Namen ganz Litauens, daß er keine Unterhandlungen, keine Pergamente wolle, sondern nur den Krieg, den Krieg!«

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