"Diese Geschichte drückt eine jugendliche Naivität aus", schrieb Prof. Dr. Dr. phil. etc. Allessandro Garivelli, "wie sie bei jungen Autoren üblich ist. Auch in den ersten Geschichten von Bertrant Hohenfälls, Stilgert Fellgert, Hinnrich Bull und Ernst Hemmerweii lassen sich die gleichen Symptome für die anfängliche Ungeschicklichkeit des beginnenden Künstlers erkennen, die F.T. in seiner ersten Kurzgeschichte zeigt. Sie gleicht eher der Eintragung in einem Tagebuch als ernstzunehmender Literatur, doch lässt die essentielle Frage zum Schluss den Leser sich fragen, ob damit alles Lügen gestraft ist, was er sich zuvor über den Erzähler gedacht hat. Für ein Erstlingswerk beeindruckend!"
"Viele Experten glauben, diese Geschichte habe Tiefe", schrieb Frau Dr. Vera Allenstoon, zu dieser Zeit weder Ehe- noch Ex-Frau Prof. Dr. Dr. phil. etc. Allessandro Garivellis, "doch sie irren sich. Es handelt sich um die eindeutigste Form von Trivialliteratur ohne Aussage, die ich je in meinem Leben gelesen habe. Es ist unschwer zu erkennen, dass der Autor den Geliebten seiner Freundin lieber umgebracht hätte, als sich zu fragen, wie lange er noch den Wunsch danach verspüren würde, ihn umzubringen. Es ist anzunehmen, dass sich der Autor hier des literarischen Diebstahls schuldig gemacht hat, da der letzte und so hoch gelobte Satz nicht von ihm sein kann. Wie jedes Erstlingswerk beschissen!"
Diese beiden Kritiken erschienen lange nachdem 'UND NUR DIE LIEBE BLEIBT' zum ersten Mal in der kleinen Zeitung TIMES BY TIME, die ihr Erscheinungsfeld um Brindige herum hatte, erstveröffentlicht wurde. Ein Mädchen namens Isabella, dem sich Frederico wenig zuvor nahe gefühlt, in deren Beziehung es dann aber eine problematische Wende gegeben hatte, erfuhr auf diese Weise, wie hart es Frederico getroffen hatte, Timothy, inzwischen wieder mit seiner alten Freundin zusammen, war im Nachhinein froh, dass die Tenderbilts Gewalt vermieden. Frederico selbst, der inzwischen fast über die Geschichte hinweg war, malte sich in seiner Phantasie aus, wie der böse Ritter sich in einer solchen Situation verhalten hätte.
Anerkennend hob Benedict eine Braue, als er die Geschichte gelesen hatte. Ihm gefiel sie, irgendwie. Eigentlich, gab er sich selbst gegenüber zu, hatte er schon Besseres gelesen. Überhaupt mochte er keine Liebesgeschichten. Aber immerhin war Frederico ein Tenderbilt, und, was noch hinzukam, er war ein Tenderbilt! Zum einen war er sein Sohn, schon deshalb fand er die Geschichte oder die Vorstellung ganz reizvoll, einen Schriftsteller zum Sohn zu haben, oder umgekehrt. Außerdem würde er der erste Schriftsteller in der langen Ahnenreihe der Tenderbilts sein, was Stefano di Calbrizzi anging, so hielt er ihn entweder nicht für einen Schriftsteller, oder nicht für einen Tenderbilt, je nachdem, was ihn gerade mehr aufregte.
Aber dass sein Sohn ein Schriftsteller sein sollte, eine völlig neue Perspektive. Er, Benedict, hatte zwar immer viel gelesen, aber wenn es ums Schreiben ging, hatte er doch die Frauen vorgezogen, allerdings nicht zum Schreiben. Besonders gefiel ihm der letzte Satz, eigentlich nur! Außerdem hatte er nie viel von Liebesgeschichten gehalten, aber das war eine andere Geschichte.
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