Martin Cordemann - Tenderbilt

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Die Chronik einer Chronik… gewissermaßen. So eine Art Familienchronik. Über die bekannte Familie Tenderbilt. Sie erinnern sich? Nun, bis vor kurzem war die Familie noch sehr bekannt und in aller Munde. Dabei kam natürlich heraus, dass sie alle unter erblichem Schwachsinn leiden. Jedenfalls nimmt man das an. Aber… soll das heißen, Sie haben den ganzen Tenderbilt-Boom nicht mitbekommen? Ist er wirklich an Ihnen vorbeigegangen? Nun, für alle, die ihn verpasst haben oder ihn noch einmal erleben möchten, gibt es nun dieses Buch. Es erzählt die Geschichte der Familie, der Chronik, der Familienchronik. Diverse Generationen Tenderbilts werden darin vorgestellt, von damals bis heute… oder gestern. Es erklärt, wie es seinerzeit zu dem Boom kam, der die Familie auf einmal so bekannt machte und ins Licht der Öffentlichkeit rückte – und natürlich dürfen ein paar Werke des Familienautors auch nicht fehlen. Das bislang umfassendste Werk zu den «Tenderbilts», ein Muss für jede Sammlung!

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Als ihm Veronika, seine Frau, den neuen Druck des Bandes in die Hand drückte, war selbst Frederico verwundert, was er da geleistet hatte. Er musste es dreimal lesen, bis er endlich wusste, was passiert war. Jetzt wurde ihm alles klar. Deswegen hatte er die erste Version seines Gedichtes 'Eichenlaub im Schnee' nicht wieder gefunden. An einem Herbsttag hatte sich der fatale Irrtum ereignet, der für seinen Aufstieg in den literarischen Olymp verantwortlich war.

Er hatte gerade einen Brief von seinem Verleger gelesen, in dem er ihn bat, für die Neuausgabe seines Gedichtbandes noch ein neues Werk zu schreiben. Tatsächlich hatte er gerade erst eines geschrieben und fasste nun, da er es sonst vielleicht vergessen hätte, einen Brief an seinen Verleger ab, in dem er von dem neuen Gedicht sprach. Leider hatte er an diesem Tag starke Kopfschmerzen und konnte sich nicht richtig konzentrieren. Als er ein Blatt eingespannt hatte, begann er mit dem Satz: "Ich weiß nicht, ob das neue Gedicht in deine Sammlung passen wird, aber..." Er vertippte sich fast, als das Telefon klingelte, sein Kopf dröhnte, er drückte die Returntaste und sein gerade begonnener Satz verschwand irgendwohin. Jemand hatte sich verwählt.

Ohne darauf zu achten, was er tat, schrieb er etwas über seinen Kopf. Dann, als er sich dessen bewusst wurde, wollte er denken: "Bin ich denn verrückt?", schrieb es jedoch teilweise. Dann schob er es wieder auf seine Kopfschmerzen. Er drückte noch ein paar Mal Return und wollte dann von vorne beginnen. Der Name seines Verlegers war Tigington. Was auf dem Blatt stand hatte damit jedoch nur entfernte Ähnlichkeit.

Er zog das Blatt aus der Maschine, legte ein neues ein und begann dann in voller Konzentration einen kurzen Brief abzufassen. Den anderen Zettel warf er weg. Leider, so stellte sich jetzt heraus, warf er den Zettel weg, auf dem die erste Version seines Gedichtes 'Eichenlaub im Schnee' stand und schickte den missglückten Brief an seinen Verleger. Als Frederico endlich herausgefunden hatte, was sich ereignet hatte, brach er vor Lachen fast zusammen. Niemand außer ihm wusste, was passiert war und niemand erfuhr es je, wenn auch sein Verleger gewisse Zweifel hegte. Die Weltpresse war begeistert, was wollte man mehr?

Kapitel 7

Die Tür zum Gasthof zersplitterte; die breite Klinge schlug nur noch wenige Male zu, dann stand dem ungehinderten Eintreten nichts mehr im Wege. Lächelnd trat der böse Ritter ein und schlenderte so gemächlich es in seiner Rüstung möglich war zur Theke. Freundlich lächelnd bestellte er einen großen Krug Bier und ließ dann seinen Blick durch den Raum schweifen. Angsterfüllt sahen ihn die Gäste der Schenke an, ein Mädchen begann laut zu beten. Als er sich wieder der Bedienung zuwandte, hörte er leises Getuschel in seinem Rücken.

"Seit wann bestellt er, bevor er tötet?" fragte sich jemand.

"Wir sind verloren!" stellte ein anderer fest. "Das ist das Ende!"

Mühsam verkniff sich der böse Ritter ein Grinsen. Es war das erste Mal, dass er etwas über sich hörte, über seinen Ruf. Er war sehr an Kritik interessiert. Den Krug, den ihm die zitternde Wirtin gab, in der Hand nahm er an einem Tisch mit drei Gesellen Platz. Er lächelte freundlich, hob seinen Krug und prostete ihnen zu. Sie wussten nicht was sie tun sollten, waren aber zu angsterfüllt, um den Tisch zu verlassen.

"Na, was erzählt man sich denn so?" fragte der Ritter.

"Im Nachbardorf soll eine neue Schenke eröffnet werden", murmelte jemand.

"Schade, dass wir sie jetzt nicht mehr besuchen können", murmelte ein anderer.

Böse schlug der Ritter mit der Hand auf den Tisch. "Ich will nichts davon hören. Tut nicht immer so, als wollte ich euch nichts Gutes!"

Überrascht sahen ihn die Burschen an. "Wollt Ihr uns denn nicht umbringen?"

"Natürlich, aber das heißt doch nicht, dass wir uns nicht unterhalten können, wie vernünftige Menschen!" Nachdem er schweigend seinen Krug leer getrunken hatte, tat er seine Arbeit und setzte seine Reise fort.

Über Benedict Tenderbilt wird gemunkelt, dass er in seiner Jugend selbst die Neigung verspürt habe, Menschen ins Jenseits zu befördern. Zwar sah ihn niemand je mit einem breiten Schwert herumlaufen, doch wenn man ihn beim Autofahren beobachtete, stellten sich berechtigte Zweifel ein. Dass er jedoch schon sehr früh in die Armee habe eintreten wollen, ist ein dummes Gerücht; Benedict Tenderbilt verspürte nie die Lust, sein Vaterland zu verteidigen. Viel eher verspürte er die Lust, die Bevölkerung eines Vaterlandes zu vergrößern.

Was also den Bezug der männlichen Tenderbilts zum weiblichen Geschlecht angeht, lässt sich aus der Chronik folgendes entnehmen:

"Wenn wir von Frauen reden, reden wir von Frauen. Das weibliche Geschlecht war in der Familie Tenderbilt schon immer sehr beliebt, wenn nicht gerade als Tochter, dann schon als Geliebte. Abgesehen davon, dass fast alle Tenderbilts von Geburt an männlich sind, waren die Töchter dieser Familie nie am weiblichen Geschlecht interessiert. Im Gegensatz zu den Männern. Zwar ist nicht bewiesen, dass Eduard Tenderbilt auf seiner Europareise die Hälfte der Frauen des Kontinents geschwängert haben soll, von William Tenderbilt dagegen kann man mit Fug und Recht behaupten, dass er die Hälfte aller Frauen in der Umgebung von Brindige beglückte, bevor er in den Hafen der Ehe einlief. Sein Enkel Benedict, so kann man sagen, hatte viel von ihm gelernt."

Noch immer wird auf Eduards angebliche Europatournee angespielt, ein trauriges Zeichen. Der Psychologe Dr. Ferdinant Wentwent, der in seiner Jugend immer gehänselt wurde, weil er lispelte, erklärte das Phänomen folgendermaßen:

"Alles Neid. Diese Geschichte über Eduard Tenderbilt wird, wenn Sie mich fragen, nur deshalb erzählt, weil eine derartige Reise eine Wunschvorstellung desjenigen darstellt, der sie erzählt. Wer würde denn nicht gerne durch Europa reisen und jedes hübsche Mädchen schwängern? Ich habe es mal versucht, zog mir aber schon in Paris eine kleine Geschlechtskrankheit zu. Dennoch möchte ich jedem raten, es zu versuchen. Gerade dadurch wird es ihm möglich sein, seine Komplexe abzubauen und sich selbst zu finden. Und seien Sie vorsichtig in Paris, ja?"

Leider hat Dr. Ferdinant Wentwents Erklärung einen kleinen Haken: die Geschichte über Eduard Tenderbilt wird meistens von Frauen erzählt. So äußert sich die Diplompsychologin Emma Hildyke in ihrem Buch 'Die Unergründlichkeit des Mannes oder Die Unergründlichkeit der Männer oder Die Unergründlichkeit es männlichen Geschlechts' (Selbstbiographie in 23 Bänden, erschienen im Hillcrest Verlag, Leningrad 1974) völlig konträr zu Wentwents Hypothese:

"Dieser Eduard Tenderbilt ist ein Schmutzfink. Natürlich ist er durch Europa gefahren und hat überall zugeschlagen, wo er nur konnte. So sind die Männer eben, sie wollen immer nur das Eine: Sex."

Merkwürdigerweise wurde dieser Artikel, der hier in gekürzter Fassung wiedergegeben wurde, im Playboy erstveröffentlicht. Über diesen Artikel schrieb Dr. Ferdinant Wentwent in einer Zeitschrift ähnlichen Formats:

"In ihrem Artikel über den Mann stellt Frau Diplompsychologin Emma Hilldyke Eduard Tenderbilt als einen sexlüsternen geilen alten Mann dar, der nur nach Europa gefahren ist, um sich durch die Betten aller Damen zu schlafen. Wer hat Ihnen Ihr Diplom gegeben?"

Dieser Artikel sollte nicht ungesühnt bleiben, denn Frau Diplompsychologin Emma Hilldyke antwortete, diesmal in einer anderen Zeitschrift ähnlichen Formats:

"Ich gebe zu, dass ich mich bezüglich Eduard Tenderbilts geirrt habe. Er war nicht alt! Und was diesen heruntergekommenen Psychologen angeht, wer hat Ihnen denn Ihren Doktor gegeben? Sie sind doch nicht besser als dieser verrückte Tenderbilt. Alle Männer sind so. Alle wollen sie immer nur das Eine: Sex!"

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