Martin Cordemann - Tenderbilt

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Die Chronik einer Chronik… gewissermaßen. So eine Art Familienchronik. Über die bekannte Familie Tenderbilt. Sie erinnern sich? Nun, bis vor kurzem war die Familie noch sehr bekannt und in aller Munde. Dabei kam natürlich heraus, dass sie alle unter erblichem Schwachsinn leiden. Jedenfalls nimmt man das an. Aber… soll das heißen, Sie haben den ganzen Tenderbilt-Boom nicht mitbekommen? Ist er wirklich an Ihnen vorbeigegangen? Nun, für alle, die ihn verpasst haben oder ihn noch einmal erleben möchten, gibt es nun dieses Buch. Es erzählt die Geschichte der Familie, der Chronik, der Familienchronik. Diverse Generationen Tenderbilts werden darin vorgestellt, von damals bis heute… oder gestern. Es erklärt, wie es seinerzeit zu dem Boom kam, der die Familie auf einmal so bekannt machte und ins Licht der Öffentlichkeit rückte – und natürlich dürfen ein paar Werke des Familienautors auch nicht fehlen. Das bislang umfassendste Werk zu den «Tenderbilts», ein Muss für jede Sammlung!

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Wenig später erschien, natürlich in einer Zeitschrift ähnlichen Formats, folgender Artikel Dr. Ferdinant Wentwents:

"Sie, Frau dipl.psych. E. Hilldyke, schaffen es immer wieder, Ihre Inkompetenz in Ihren Artikeln zum Ausdruck zu bringen. Ihre Verallgemeinerungen sind eine Schande für die ganze Psychoanalyse!"

Ohne erkennbaren Zusammenhang zu diesem Artikel veröffentlichte bald darauf eine Zeitschrift ähnlichen Formats einen Artikel von Frau dipl.psych. Emma Hilldyke, welcher sich folgendermaßen liest:

"Sie Nymphomann sind doch auch nicht besser als dieser Tenderbilt. Ich habe mir in Paris keine Geschlechtskrankheiten zugezogen! Sie sind doch nur einer von denen, mein lieber Herr. Dr. Ferdinant Wentwent, der immer nur das Eine will: Sex!!"

Diese merkwürdige Diskussion wurde bis zur Verhaftung seines Herausgebers in DER KLEINE SPIELGEFÄHRTE, einer Zeitschrift zweifelhaften Formats, fortgesetzt. Man befragte Experten, wie sie zu diesem Thema stehen würden.

"Schwachsinn", meinte Prof. Dr. Trilonis Penetrantis, der Leiter des Freud-Institutes in Wien und Athen.

Der bekannte Historiker Prof. Dr. Bertholt Brechtowskowitsch aus Ungarn hielt es sogar für möglich, dass Edurard Tenderbilt nur eine Erfindung der englischen Presse war.

In einer Fernsehdiskussion sagte Dr. Ferdinant Wentwent: "Ich weiß nicht, worauf Sie hinauswollen!" Die Frage ist in diesem Fall nebensächlich. Aufgrund dieses Satzes wurde ihm von dipl.psych. Emma Hilldyke unterstellt, er, Ferdinant Wentwent, Doktor der Psychologie, habe nie gewusst, worauf jemand hinauswolle, er sei ein Idiot, jemand, der von seinem Beruf nicht die geringste Ahnung habe. Ihr Kreuzzug, ihm seinen Doktortitel abzuerkennen, scheiterte jedoch.

Eines Abends, als Wentwent leicht angetrunken seine Praxis verließ, begegnete er Frau Hilldyke, ohne dass sie einander erkannten. Sie trafen sich im Supermarkt unten an der Ecke, wo ihr eine Tüte Milch hinfiel. Er lächelte sie an und reichte ihr eine neue. Später eröffneten sie eine Werbeagentur.

Ein Knacken hinter ihm ließ den bösen Ritter herumfahren. Hinter ihm stand ein muskulöser junger Mann, der ein Schwert in der Hand hielt.

"Was willst du?" fragte der Ritter, der nicht mit Widerstand gerechnet hatte.

"Ich befreie die Welt von Eurem Angesicht!" Der Muskelmann hob sein Schwert.

Ohne große Probleme, aus der Hüfte heraus, ließ der böse Ritter sein Schwert kreisen und befreite den Muskulösen von seiner Hand, in der er das Schwert hielt. "Höre ich Widerworte?" fragte er. Wieder zischte sein Schwert durch die Luft, diesmal entflog die andere Hand. "Das sieht nach Revolution aus." Ein weiterer Hieb und ein Bein des Mannes knickte weg. Der böse Ritter hatte nie viel von Folter gehalten, aber wo es angebracht war... Er ließ sich Zeit dabei, den Mann zu sezieren. Er hatte fast Spaß daran.

An diesem Tag hatte ein Bodybilder aus dem hiesigen Kraftstudio Frederic Tenderbilt seine Freundin ausgespannt!

Kapitel 8

Mit der Figur des bösen Ritters begann Frederico Tenderbilts Reise in die Kunst der Literatur. Er war die erste Figur, die er erfand, das erste, relativ ausgeklügelte 'nahezu real existierende' Produkt seiner Phantasie. Der böse Ritter nahm in seinem Geist immer mehr Gestalt an, bildete von der mordenden Bestie einen Charakter aus, der leicht der eines Romantikers hätte sein können, eine verkrachte Existenz, die durch ihr Morden zu sich selbst zu finden versucht; durch seine Taten kompensierte er, was er war. In gewisser Weise stellte der Ritter das Problem dar, welches auch Frederico selbst hatte – seine Umwelt hielt ihn für einen Außenseiter, einen Verrückten. Beide suchten einen Weg, dies für sich selbst auszubügeln, sich damit zurechtzufinden: der Ritter auf seinen Blutzügen, Frederico anfangs durch die Gestalt des Ritters, später auch durch andere Figuren, indem er sich in die Welt seiner eigenen Literatur hineinversetzte. Anfangs stellte der Ritter nur ein Ventil dar, mit dem er die Wut auf seine Umwelt kompensieren konnte, indem er den Ritter für ihn unliebsame Personen abschlachten ließ; natürlich steigerte sich die Ablehnung, die die Umwelt gegenüber dem Ritter aufbaute durch die steigende Zahl seiner Ermordungen. In Anbetracht dieser Tatsachen erscheint es merkwürdig, dass Frederico Tenderbilt nie eine Geschichte über den bösen Ritter niederschrieb.

Nach der Phase der Liebesgedichte wandte er sich einer anderen Gattung der Literatur zu: der Kurzgeschichte. Übrigens nahm er mit seinen Geschichten und Gedichten nie an einem Wettbewerb teil, dementsprechend verachtete er die Sorte von Schriftstellern, die lediglich für solche Anlässe schrieben, besonders dann, wenn sie auch noch erfolgreich waren. Seine erste Kurzgeschichte schrieb er, als er, von seiner Freundin verlassen, geknickt nach Hause kam und der böse Ritter gerade Urlaub im schottischen Hochland machte. Dementsprechend bitter klingt auch die Geschichte, es scheint fast so, als habe er Mühe gehabt, keinen seiner Protagonisten von einem kunstvoll geschwungenen Breitschwert ins Jenseits befördern zu lassen.

UND NUR DIE LIEBE BLEIBT

Erst vor wenigen Monaten hatten sie sich kennen gelernt. Sie war ein wundervolles Mädchen, hatte lange, brünette Haare, einen hübschen kleinen Mund und schöne braune Augen. Als er sie kennen lernte, hatte er sich sofort in sie verliebt. Es war auf einer kleinen Party gewesen, die einer seiner Freunde veranstaltet hatte. Ihr Name war Isobel; sie war die Cousine der Freundin des Gastgebers. Isobel, was für ein wundervoller Name, dachte er. Dort stand sie, keine drei Meter von ihm entfernt. Mutig lächelte er sie an. Er sah ihr tief in die Augen. Sie erwiderte seinen Blick, er lächelte breit, auch das erwiderte sie. Das war es, dachte er, Liebe auf den ersten Blick.

Sein Glas in der Hand trat er auf sie zu und stellte sich vor. Sie sagte, sie heiße Isobel, worauf er erwiderte, dass er das schon wisse. Sie lächelte verstehend. Er gab sich so locker er konnte und tatsächlich schien seine etwas laxe, humorvolle Art bei ihr Gefallen zu finden. Hin und wieder lachte sie so laut auf, dass die Umstehenden die beiden merkwürdig ansahen. Für ihn war dies die phantastischste Party, die er bisher erlebt hatte. Und sie wäre auch fast ein unvergessliches Erlebnis geworden. Er hätte es merken müssen, er hätte es an der Art merken müssen, wie Tim, der Gastgeber, mit ihnen sprach. Aber an diesem Abend merkte er es nicht, er war vor Liebe so entflammt und er sah nur sie. Erst später fiel es ihm auf.

Sie kamen zusammen, er und Isobel. Er sagte ihr, dass er sich in sie verliebt habe und sie sagte ihm, dass es ihr genauso ginge. Oft trafen sie sich, gingen zusammen ins Schwimmbad oder ins Kino, manchmal war auch Tim dabei, in dessen Beziehung es im Moment nicht so ganz klappte. Aber das würde schon vorbei gehn, meinte er, noch immer vom Liebesglück erfüllt. Dann sagte Isobel an einem Nachmittag, sie habe heute keine Zeit. Nichts Böses ahnend ging er ins Schwimmbad, um sich mit Tim zu treffen, der sich jetzt endgültig von seiner Freundin getrennt hatte. Und da sah er die beiden, Tim und Isobel. Wütend ging er zu ihnen, Tim lächelte breit, doch Isobel schien es ein bisschen peinlich zu sein. Sie sagte, es sei aus. Es sei nur ein Fehler gewesen, ein Versehen. Eigentlich hätte es nicht passieren dürfen. Er wusste, was passiert war. Es war Tims Schuld, auch ihre Schuld, aber wenn Tim nicht immer... Jetzt erinnerte er sich, wie Tim immer um sie herumschawenzelt war. Er hasste ihn dafür. Nicht aber Isobel. Merkwürdigerweise liebte er sie immer noch. Er fragte sich, was dauerhafter sein würde, seine Liebe oder sein Hass?

Bei der Veröffentlichung seiner Geschichte 'UND NUR DIE LIEBE BLEIBT' waren sich die Kritiker in ihrem Urteil einig, dass es sich, was bei einem ersten Werk eigentlich ganz verständlich ist, um eine sehr naive und einfache Ausdrucksweise handelte, es eigentlich nur erzählt wurde und die Dramaturgie eigentlich eine Menge zu wünschen übrig ließ. Jedoch, was der Geschichte und auch dem Autor eine große Anzahl an Pluspunkten einbrachte, war der Schluss, in Verbindung mit der Überschrift, sehr philosophisch und tiefgehend. Gerade dieser letzte Satz nach der Frage, was dauerhafter sein würde, Liebe oder Hass, faszinierte die Leser und auch die Kritiker und stellte in Frage, ob der Autor, bzw. der Erzähler, in diesem Fall aber eher der Autor, wirklich so naiv und einfach war, wie es sein Stil vermuten ließ. Ohne diesen Satz hätte man seine Geschichte zweifelsohne als billigste Trivialliteratur abgestempelt, so aber erwartete man möglicherweise ein literarisches Talent. Jegliche Glaubwürdigkeit würde sich Frederico wahrscheinlich genommen haben, wenn er den Tod als einen Ausweg gewählt hätte, vielleicht hätte es ihm aber auch einen Job als fest angestellter Autor für die Zeitung DER KLEINE SPIELGEFÄHRTE eingebracht. Dies war Fredericos erste und zum Glück, wie er später selbst sagte, auch seine letzte Liebesgeschichte.

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