Charlotta Pinot - Vergessenes Blut

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Endlich kommt der Anruf, auf den der junge Ray Fox, ein erfolgloser Makler aus South Central, so lange gewartet hat. Doch als sich dieser mysteriöse Job ganz anders als erwartet herausstellt, gerät er, ohne es zu ahnen, immer mehr in die vergessenen Fänge seiner eigenen Vergangenheit. Angetrieben von seiner düsteren Gabe fühlt er sich verpflichtet, das Böse zu vernichten. Bei einem seiner nächtlichen Streifzüge als Rächer der Unschuldigen trifft er auf die schöne Jules, eine knallharte Kämpferin, die scheinbar die gleichen Ziele verfolgt. Sie ist es auch, die erkennt, wer Ray wirklich ist und dieser ahnt keineswegs, wie lange sie schon auf der Suche nach ihm ist. Sie offenbart Ray die Welt eines Jahrhunderte währenden Krieges zwischen den Beschützern der Menschen und dem Volk der Hotheri, deren blutrünstigen Feinden. Während Ray sich sichtlich verwirrt auf die Suche nach Antworten begibt, regt sich in ihm ein maßloses Verlangen, welches Jules durch eine Leichtsinnigkeit aus den Tiefen seiner Seele hervorlockt. Und diese entfesselte Dunkelheit hat es nicht nur auf ihr Blut abgesehen. Zu welcher Seite gehört Ray wirklich?

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»Jack Dooley«, sagte der dicke Mann und grüßte mit einem kurzen Nicken.

Mit einer Handbewegung bot Ray ihm einen Platz an und sie setzten sich in die abgewetzten Lederstühle. Lässig wühlte Ray in seiner Schublade, in der sich ein paar Projekte befanden, die er ihm präsentieren wollte.

Dooley winkte gelangweilt ab.

»Ich habe einen Auftrag zu vergeben und Sie wollen einen Auftrag, richtig?«

So ein arroganter Fatzke, dachte Ray, lächelte ihn aber weiter abgeklärt an.

»Was auch immer Sie suchen, ich bin Ihr Mann«, entgegnete er stattdessen und hoffte, dass seine Aversion ihm gegenüber nicht auffiel.

»Gut, dann sind wir im Geschäft?«, hakte Dooley voreilig nach.

»Moment, um welche Art Auftrag handelt es sich denn genau?« Irgendetwas stimmte mit dem Kerl nicht, witterte Ray, dessen unsichtbaren Alarmglocken sich plötzlich meldeten. Er wurde misstrauisch.

»Ich dachte, Sie sind der Typ Geschäftspartner, der keine lästigen Fragen stellt, Mr. Fox?« Er betonte Rays Nachnamen wie einen pharaonischen Fluch. »Ich werde Ihnen die Details in ein paar Tagen zukommen lassen.«

Rays Verstand warnte ihn, schrie ihn an, doch sie brauchten das Geld. Schon seit Wochen hatte er die Miete für sein Apartment nicht mehr bezahlt und auch Patt konnte mal wieder etwas Bargeld gebrauchen. Ein Kopfnicken signalisierte seine Zustimmung.

Dooley stand auf und streckte ihm seine verschwitzte Hand entgegen, um den Vertrag zu besiegeln.

Ray zögerte, denn er hatte da so eine Ahnung, was gleich passieren würde. Die Luft flimmerte und ihm wurde heiß. Sein Körper glühte. Patt sah zu ihm rüber, schüttelte den Kopf und ihre Lippen formten sich zu einem stummen Nein. Doch es war zu spät.

Ihre Hände berührten sich und schon floss der vertraute Schmerz durch seinen Körper.

Es brannte wie Feuer und seine Lungen weigerten sich, tief zu atmen. Ein heftiges Pochen ließ ihn innerlich vibrieren. Es war sein rasendes Herz, das gegen seine Rippen schlug, beim Versuch aus der Brust zu springen. Binnen einer Sekunde liefen die Bilder durch Ray hindurch …

Er sah Dooley. Dieser saß mit seiner Frau und den Zwillingen am reich gedeckten Frühstückstisch. Er küsste Emily und strich den Mädchen sanft durch die Haare. Dooley nahm seine schwarze Aktentasche und verließ die Veranda durch den überwältigend schönen Garten.

Plötzlich wieder dieser Schmerz, jetzt in seiner vollen Intensität. Quälend langsam brannte sich ein Strom aus flüssigem Feuer einen Weg tief in Rays Verstand. Verkrampft presste er das letzte Quäntchen Luft aus seinem Brustkorb.

Jetzt bloß nicht umkippen, du Waschlappen, ermahnte er sich selbst in Gedanken und konzentrierte all seine Kräfte. Dann boten sich ihm neue Geschehnisse …

Dooley stand in einem unterirdischen Verlies. Die modrige Luft war stickig und schwer. Hier war es nass, kalt und es roch nach abgestandenem Blumenwasser. Wie Diamantenstaub glitzerte die Feuchtigkeit auf den felsigen Wänden.

Ray drehte sich um. Fenster gab es keine. Nur die rostigen Gitterstäbe, die den Raum zu einem Gefängnis machten, sorgten für ein wenig Luftzirkulation. Im Zentrum der mittelalterlichen Zelle befand sich ein Schlafplatz, wenn man das so nennen konnte. Er war weder bezogen noch in sonst einer Weise ein Bett im herkömmlichen Sinn. Ein versifftes Stück Schaumstoff diente als Basis auf einem von Nässe aufgequollenen Lattenrost.

Durch Dooleys Augen sah er ein Mädchen. Sie hatte kaum die Pubertät erreicht und hockte nackt und kümmerlich auf der provisorischen Unterlage. Ihre Haut war so schmutzverschmiert, dass man nicht mal mehr ihre ethnischen Wurzeln erkennen konnte.

An ihrer linken Schulter entdeckte Ray eine Verletzung. Frisches Blut rann in zwei feinen Linien ihre kaum vorhandenen Brüste hinab. Die Haare hingen ihr verfilzt ins Gesicht und waren vom Blut ganz verklebt.

Dooley kniete auf dem Boden. Mit runter gelassener Hose sprach er zu ihr. Was er sagte, konnte Ray nicht verstehen. Ruckartig riss der Mistkerl an ihrem Bein und versuchte, sie zu sich herunterzuziehen.

Das Mädchen strampelte und wehrte sich, schlug Dooley ins Gesicht, spuckte ihn an. Was für eine kleine Kämpferin, dachte Ray. Ihre Lippen bewegten sich, während es für Ray weiterhin ein Stummfilm blieb.

Plötzlich griff Dooley nach ihrer kleinen Hand und steckte sie mit Gewalt in seine Hose. Sie blickte kurz auf und wich dann so schnell zurück, dass Ray für eine Sekunde die Verbindung verlor. Gleich darauf hatte er wieder vollen Empfang.

Dooley ließ von ihr ab und knöpfte sich die Hose zu. Während er aufstand, schleuderte er ihr einen Geldschein entgegen. An ihrer blutenden Schulter blieb das knittrige Papier haften wie eine Briefmarke, die man angeleckt und auf ein Kuvert geklebt hatte. Dann machte er kehrt und ließ das ängstliche Kind allein.

Dooley ließ seine Hand los und hatte nichts bemerkt. »Dann bis bald, Mr. Fox.« Er wandte sich ab und verließ das Büro.

Dieses Schwein!

Es dauerte immer nur den Bruchteil einer Sekunde und Ray hatte alle Bilder in seinem Kopf. Bilder, welche die moralisch schlimmsten Taten derer, die er berührte, widerspiegelten. Bei besonders durchtriebenen Menschen sah er ihr ganzes verdorbenes Leben binnen weniger Augenblicke. Wie bei einem Horrorfilm im Schnelldurchlauf war er gezwungen, sich diese Widerwärtigkeiten anzusehen. Er hatte diese Gabe schon sein ganzes Leben. Es passierte nicht immer, aber vielleicht hatten manche Menschen einfach ein reines Gewissen.

Patt sagte immer, es wäre ein Geschenk Gottes, für das er dankbar sein sollte. Für ihn hingegen war es ein unbarmherziger Fluch. Ray wollte dieses Geschenk nicht, er hasste es abgrundtief.

Kapitel 2

Pasadena, 2003-01-26

Er war wieder da. Dieser schreckliche Traum, der mich jedes Mal schonungslos in jene Nacht zurückversetzt, keimte von Neuem auf. Ständig vergesse ich Dinge, habe Lücken in meiner Erinnerung. Tiefe Schnitte, die nicht mehr verheilen wollen. Aber die besagte Nacht kann ich nicht vergessen – verdrängen vielleicht, aber niemals auslöschen.

Ich hasse diesen Ort, das war damals mein erster Gedanke, als ich begriffen hatte, wo ich da überhaupt gelandet war. Ich hasse diese Kinder, war mein Zweiter gewesen. So gut es ging versuchte ich, mich von den anderen fernzuhalten. Das machte meine Position als verstörter Sonderling nicht gerade besser. Und diese Rolle war mir gewiss, denn die teuflischen Visionen, die mir in die Wiege gelegt worden waren, verdammten mich in eine Schublade, aus der ich nicht mehr herauskam. Ich hatte keine Freunde, ich wusste ja nicht einmal, wer ich überhaupt war. Als hätte sich ein Spalt im Boden aufgetan, kam ich aus dem Nichts und wurde in die Welt hineingespuckt. Man erzählte mir, meine Eltern wären bei einem Brand in unserem Haus in L.A. ums Leben gekommen. Nähere Informationen gab man mir keine, nicht mal ihre Namen wollte man mir verraten. Die einzigen Erinnerungen, die mir aus meiner Vergangenheit blieben, waren eine verkohlte Actionfigur und eine antike Taschenuhr – angeblich die Uhr meines Vaters. Die goldene Rückseite schmückte eine Gravur in wunderschön geschwungener Schrift. Die Buchstaben waren so verspielt ineinander verschlungen, dass man denken konnte, die Sprache wäre aus einer anderen Welt. „Dein Blut zeigt dir den Weg, wenn du bereit bist, ihm zu folgen“. Das antiquarische Schmuckstück lief zwar nicht mehr, doch obwohl sie sehr alt zu sein schien, befand sie sich in einem tadellos gepflegten Zustand und glänzte wie ein nagelneuer Kupferpenny. Die anderen Kinder waren nicht sonderlich nett zu mir gewesen. Viele waren um einiges sadistischer als die Erzieher selbst und schikanierten die Schwächeren auf eine Art und Weise, die ich am liebsten vergessen hätte. Vor 4 Jahren, in der Nacht zum 4. Juli, hatten sie Tommy Wilson ans Bett gefesselt. Er war gerade mal acht Jahre alt und gleich nach mir das schwächste Glied in der Kette. Wobei die Schwäche eines Einzelnen nicht unmittelbar am Alter gemessen wurde. Die interne Hackordnung ging nämlich streng nach dem Aggressionspotenzial und der jeweiligen Gewaltbereitschaft des körperlich Überlegeneren. Tommy war ein netter Junge. Er war hilfsbereit und steckte nie in Schwierigkeiten. Genau wie ich versuchte er, einfach so wenig wie möglich aufzufallen, um die Jahre unbeschadet zu überstehen oder besser noch, eine Familie zu finden, die ihn adoptieren würde. Mit seinen frechen Augen und den rosigen Wangen hätte er wirklich gute Chancen gehabt. Aber war man einmal im Kreislauf des Systems gefangen, gab es nur für die Wenigsten ein Zurück in ein normales Leben inmitten einer fürsorglichen Familie. Im Heim sollte man sich besser beeilen mit dem Erwachsenwerden. Wie eine junge Antilope musste man schnell auf die Beine kommen und in rasender Geschwindigkeit wachsen, wenn man den hungrigen Löwen entkommen wollte. Doch Tommy sollte es diesmal nicht gelingen. Er weinte bitterlich und strampelte heftig mit den Füßen, was seine Fesseln nur noch fester zusammenzog, bis die Sehnen an seinen Fäusten ganz weiß hervortraten. Zweifelsohne, er hatte Todesangst. Immer wieder schlugen sie ihn mit einem Gürtel und amüsierten sich dabei prächtig. Das laute Klatschen des harten Leders hallte in dem spärlich eingerichteten Zimmer wie der Peitschenknall eines Dompteurs im Zirkus. Umso lauter er brüllte und bettelte, desto mehr Freude bereitete ihnen dieses makabre Spiel. Sein Blut drang scharlachrot durch den Schlafanzug, an den Stellen, wo die Haut unter den Gürtelschlägen aufplatzte wie eine heruntergefallene Melone. Nacheinander warfen sich diese kleinen Monster über ihn und sprangen auf Tommy herum. Seine Augen drehten sich nach innen, bis man nur noch das Weiße sah. Er schnappte rasselnd nach Luft, würgte. Sie machten weiter. Ein Knacken. Noch einmal. Etliche Male knackte es in Tommys kindlichem Körper. Die Geräusche, die er ausstieß, während er vergebens um Sauerstoff kämpfte, wurden dann von einem röchelnden Gurgeln abgelöst. Dunkler Schaum quoll aus seinem weit geöffneten Mund. Er versuchte zu sprechen, konnte es aber nicht. Anstatt von ihm abzulassen, lachten sie und droschen abermals auf ihn ein. Ich rief um Hilfe, schrie sie an, sie sollen aufhören, doch das stachelte diese schrecklichen Kinder nur noch mehr an. Kevin Tall, dessen Name sein bulliges Erscheinungsbild unterstrich, war der Schlimmste. Immer schon. Seine abscheuliche äußerliche Erscheinung war nichts im Vergleich zur Hässlichkeit in seinem Inneren. Seine Seele war so schwarz und klebrig wie Teer. Pausenlos prügelte Kevin auf den fast bewusstlosen Jungen ein. Er nahm den Kippenstummel aus seinem Mund und brandmarkte damit Tommys winzige Stirn mit seinem persönlichen Sklavenmal. Wenngleich dieser schon viel zu weit weg war, um es noch zu registrieren. Mir wurde schlecht. Kaum bemerkte ich, wie ich auf den Boden erbrach und mich in einer Ecke des Zimmers zusammenrollte. Die Hände hatte ich fest auf meine Ohren gedrückt, um Tommys Keuchen zu entfliehen. Die Zeit stand still – eingefroren. Ich sah nur noch Blut, überall um mich herum. Es war die Farbe aus meinen Albträumen. Ein Rot, das mir seit jeher Angst machte – welches mich, seit ich denken konnte, verfolgte. Kevin und seine Jungs lachten immer lauter, während Tommys Hecheln allmählich leiser wurde. Dann war es ruhig. Es war die unheimliche Stille im Auge eines Tornados. Leicht und schwerelos betäubte sie meine Qualen. Da wusste ich, dass Tommy keine Schmerzen mehr hatte. Ich wusste, er war gegangen und ich war froh darüber. Dankbar, dass dieser grauenhafte Todeskampf endlich ein Ende gefunden hatte. Und ich hasste mich dafür. Die Jungs rannten aus dem Zimmer und ließen mich mit Tommy allein. Auf wackligen Beinen stolperte ich zu seinem Bett. Die festen Knoten der Wäscheleine ließen sich nicht öffnen. Bei jedem meiner Versuche, sie zu lösen, schnitt sie noch tiefer in sein Fleisch. Ich schüttelte ihn, flehte ihn an: „Aufwachen Tommy, wach bitte auf!“ Natürlich rührte er sich nicht. Ein lauter Knall. Fast wäre die Tür aus den Angeln geflogen, als einer der Erzieher ins Zimmer gestürmt kam. Er fand mich über Tommy gebeugt, rüttelnd an seinem leblosen Körper. Kevin stand auf der Türschwelle und lächelte zufrieden. Dieses abstoßend sonnige Grinsen werde ich mein Lebtag nicht mehr vergessen. „Was hast du getan, was hast du nur getan, du kranker Bastard?“, murmelte Mr. Butcher immer wieder vor sich hin.

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