E. A. Kriemler - Dados Vermächtnis

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Gemeinsam werden sie Graatland wieder auf die Beine stellen! Das hat Jenny ihrer Freundin Lea versprochen, felsenfest. Damals vor vier Jahren, als sie an der großen Aktion dem Häuptling Dado zugejubelt, sich die Seele aus dem Leib geschrien haben. Und nun, nachdem die Revolution erfolgreich über die Bühne gegangen ist, wird Jenny ins Bürgerforum gelost. Sie, die einfache Malergesellin, die Schulabbrecherin.
Doch bereits nach einer Woche prallt sie im Parlament mit dem Großindustriellen Schipfer zusammen. Er hatte damals im Hintergrund dafür gesorgt, dass seine Partei umschwenkte und so der Bewegung zum Durchbruch verhalf. Diese unheilige Allianz ist für Jenny bis heute Desaster. Dem Schipfer, diesem verdammten Kapitalisten, traut sie nicht über den Weg.

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Jenny sich auf ihren Platz geschlichen, beobachtet die Szene aus sicherem Abstand, stumm, ihr Bein angezogen, die Lehne an die Täferwand gekippt, erschlagen, keine Kraft zum Mitdiskutieren. Beschissene Berufspolitiker, denen noch nie über den Weg getraut. Angepasste Mitläufer, verzweifelte Sesselkleber, Arschkriecher ohne Rückgrat, schon immer gewusst. Sollen sich verpissen, kein Wunder wollte Dado die weg. Wird Leitmeyers Antrittsrede morgen boykottieren, so was von. Und dann stellen sich die Säcke als Retter der Revolution dar, verfickte Frechheit. Was die denn geleistet, die irgendwo mitmarschiert? Umgeschwenkt, als es nicht mehr anders ging, mehr nicht. Wie wagen die es, ihre Klappe aufzureißen? Die Revolution, das sind Dado, die Bewegung, sie hier.

So geheim der Plan dann doch nicht gewesen, bloß weil die nicht an die Medien damit. Dres am Fenster, mischt sich in die Diskussion ein, den Blick nach draußen, zu den Übertragungswagen vor dem Forum. Die Ausrufe verhalten, gefasst, als die fünf Nasen das Podest geräumt, nicht das große Chaos. Stattdessen das Bündnis Fortschritt und Innovation ausgerufen, gerade zwei Redner später. Die liberalen, wirtschaftsnahen Fraktionen vorzeitig davon Wind gekriegt, lässt sich nicht anderes erklären.

Und die Armleuchter verkünden gleich, die Liste Leitmeyer zu unterstützen, zu tolerieren! Silvia gibt sich Mühe nicht zu fluchen. Die Wahl damit gelaufen, aufgegeben, bevor das Spiel begonnen. Volk und Nation nicht mal die Mehrheit, bloß zweiundneunzig von zweihundert Sitzen. Eine anständige Debatte hätte Löcher in deren Front gerissen, einige umgestimmt, doch nicht alle auf Linie nach ein paar Tagen Ratsbetrieb.

Dennoch, als Opposition seien die riesig, viel zu mächtig. Mersad winkt ab. Das Bürgerforum würde dadurch lahmgelegt, die Drohkulisse beängstigend, den Leitmeyer mal machen zu lassen, wohl keine schlechte Strategie. Entgeistert starrt Jenny ihn an, knickt der jetzt auch einfach ein?

Von ihnen schlussendlich Silvia am Rednerpult, die Liste der Ex-Parteien beworben so gut es ging, spontan, unvorbereitet, improvisiert. Jenny ihr angesehen, dass sie am liebsten einfach losgewettert, sich bloß knapp beherrschen konnte. Eine von fünf erfolglosen Beiträgen, zwei Fraktionen meldeten sich schon gar nicht zu Wort. Dado, die Übergangsregierung den Saal für die Debatte verlassen, kehrten zur Verlesung des Wahlresultats nicht mehr zurück.

Ja, ja, die Lage unerfreulich, es beschäftige ihn gerade mehr, wieso sie davon nichts mitgekriegt. Dres schaut Severin herausfordernd an. Das halbe Bürgerforum im Bilde, offenbar, und sie heute morgen ahnungslos im Saal, unvorbereitet, liefen direkt in den Hammer hinein. Möchte sich nicht gewöhnen an so was. Die Bewegung doch vernetzt, Severin mit Beziehungen zum großen Häuptling Dado selbst, seit Jahren mit dabei! Was laufe da denn schief? Severin zuckt wortlos mit den Schultern, betreten, ein entschuldigender Hundeblick.

Ein Klingeln, Schellen und Summen, Jenny zuckt zusammen, auf ihren Geräten die Medienmitteilung der Bewegung: Wahl der Liste Leitmeyer: Ernüchterung und Zuversicht. Zur Kenntnisnahme, bevor die offiziell raus. Angespannt, hektisch liest Severin daraus vor:

«Mit dem Geist der Verfassung ist die heutige Wahl ... nur bedingt vereinbar. Diese sieht eine fraktionsübergreife Regierung vor, basierend auf der Unterstützung der Bürgerinnen und Bürgern in der staatlichen Plattform... In einem aufwendigen Prozess habe der Zwölfervorschlag der Ex-Parteien versucht, diesem Ansinnen so nah als möglich zukommen... Die Bewegung zeigt sich enttäuscht, dass die Liste verworfen... akzeptiert das Resultat jedoch im Vertrauen, dass das Bürgerforum die ihr zugewiesene Aufgabe verantwortungsvoll, in bestem Wissen und Gewissen ausgeführt... Zu einzelnen Personalien der heutigen Regierungswahl werden sich weder die Bewegung noch Häuptling Dado äußern.»

Hilfloses, inhaltsleeres Gefasel! Dres verdreht die Augen, wirft sein Telefon auf den Tisch. Ein lausiger Versuch ihre Schlappe zu vertuschen, nicht mal Verantwortliche gefunden, denen mit Konsequenzen gedroht. Nein, ernsthaft, woher wollten die wissen, welches Resultat der gesetzmäßigen Prozedur am nächsten? Ihr Zwölfervorschlag, der Leitmeyer, sonstige Fritzen. Haarspalterei, ne Kristallkugel vertrauenswürdiger. Das Bürgerforum habe heute zwölf ihrer Vorgänger in die Regierung gehoben, wie verlangt. Gäbe keine Garantie, dass einem alle genehm, sei Politik, das Parlament habe einen freien Willen, zum Glück. Jenny, die anderen verdattert, betrachten ihn misstrauisch, besorgt. Ihre ungläubigen Gesichter stacheln Dres weiter an. Ja nicht ihre Schuld, dass die Plattform erst jetzt aufgeschaltet, keine Wertung ehemaliger Politiker rausspuke. Und wenn der Häuptling Dado damit nicht zufrieden, hätte er und seine Übergangsregierung halt sechs Jahre anhängen sollen. Die letzten Worte laut, verhallen unerwidert im Raum.

Ein Koalitionsverbot. Der Einschub von Mersad, nüchtern, trocken, schiebt seine Brille zurecht. Letzte Woche die Geschäftsordnung behandelt, niemand einen Gedanken daran verloren, dabei schlicht konsequent. Volk und Nation in ihren Kommissionen nun mit der absoluten Mehrheit, ein schlauer Schachzug, gar bei den Finanzen. Dabei die Regel, dass keine Fraktion irgendwo mehr als dreiunddreißig Prozent. In der Kommission für Nationale Identität und Autonomie die nun quasi allein.

Den Faden mag von ihnen niemand aufnehmen, die Wahl durch, lässt sich nicht ändern, können noch lange rumdiskutieren. Die Runde abgekämpft, müde, matt, der Morgen sie alle geschafft. Stille. Gar nie ´ne Chance gehabt. Jenny dreht die gestrige Begegnung mit der Eminenz im Kopf. Der nach dem Rechten geschaut, sich vergewissert, dass der Plan funktioniert, deshalb hier, das alles längst gewusst. ‹Würde sich noch wundern, was in der Politik alles möglich sei.› Sie angegrinst, sich über sie lustig gemacht, der Arsch. Und sie’s nicht mal kapiert. Jenny fühlt sich gerade nochmal so schwer. Verdammter Bund für Freiheit und Recht, sollen zur Hölle fahren. Raunt vor sich her. Den Schipfer zur Revolution zuzulassen, von Anfang an eine doofe Idee.

Schwachsinn! Dres fährt Jenny an, mürrisch, gereizt, quer durch den Raum, stöhnt, als wäre er von Idioten umgeben. Die Revolution sonst versandet, müsse er wohl nicht erklären. Die Bewegung könne lange Hunderttausende auf die Straßen treiben, Vereine, Gruppierungen und Kleinstparteien hinter sich scharen. Wenn keine großen Tiere an Bord springen, verpuffe der Druck, nach Wochen, Monaten irgendwann. Schaffe keine Mehrheiten mit Gemüsebeilage. Dado das sicher bewusst, der Eminenz sonst an den Karren gefahren, wenn nicht in dessen Schuld, stimmt’s Severin?

Jenny zeigt Dres den Finger, schlaff, aus dem Handgelenkt. Der bemerkt es gar nicht, sich mit Severin bereits ein neues Opfer gesucht. Weshalb stehe er die ganze Zeit schlapp, hilflos rum, wie ein begossener Pudel, solle das Maul aufmachen, was tun, irgendwas. Bevor sich Severin wehren kann, melden sich ihre Geräte erneut im Chor. Eine Eilnachricht, fünf Fraktionen sich zur Solidarischen Gesellschaft zusammengefunden. Jenny steckt ihr Telefon in die Tasche, mag nicht weiterlesen. Silvia geht die Beteiligten durch, rechnet kurz, fährt mit der Hand über Mund, Kinn, flucht. Außer ihnen nur noch die Kulturfraktion ohne Koalition. Schaut besorgt zu Mersad, Severin, kraftlos, ausgebrannt, schließt die Augen, schüttelt den Kopf. Ein Putsch und sie stünden allein.

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