E. A. Kriemler - Dados Vermächtnis

Здесь есть возможность читать онлайн «E. A. Kriemler - Dados Vermächtnis» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Dados Vermächtnis: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Dados Vermächtnis»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Gemeinsam werden sie Graatland wieder auf die Beine stellen! Das hat Jenny ihrer Freundin Lea versprochen, felsenfest. Damals vor vier Jahren, als sie an der großen Aktion dem Häuptling Dado zugejubelt, sich die Seele aus dem Leib geschrien haben. Und nun, nachdem die Revolution erfolgreich über die Bühne gegangen ist, wird Jenny ins Bürgerforum gelost. Sie, die einfache Malergesellin, die Schulabbrecherin.
Doch bereits nach einer Woche prallt sie im Parlament mit dem Großindustriellen Schipfer zusammen. Er hatte damals im Hintergrund dafür gesorgt, dass seine Partei umschwenkte und so der Bewegung zum Durchbruch verhalf. Diese unheilige Allianz ist für Jenny bis heute Desaster. Dem Schipfer, diesem verdammten Kapitalisten, traut sie nicht über den Weg.

Dados Vermächtnis — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Dados Vermächtnis», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

«Bin bei der digitalen Gemeinschaft, wo denn sonst. Die nächsten drei Monate geht’s nach Spalenberg, Sommeruni nennen die das. Kannst du dir das vorstellen, Malergesellin Jenny an der Universität? Politik, Wirtschaft, Recht, und und und. Hoffentlich pack ich das, macht mein Hirn bei der Hitze nicht schlapp. Lag die letzte Brutsaison nur faul im Schatten rum. Gibt unterschiedliche Stufen, zum Glück, Extrakurse für Schulverweigerer wie mich. Im Herbst geht’s dann richtig los, brauch bloß noch ´ne Wohnung in Lehenstädt. Mamma gemeint, sie freue sich für mich, soll 'nen Teil vom Taggeld mitbringen, wenn ich zu Besuch. Dass dann bloß das Bahnnetz nicht wieder zusammenbricht.»

Auf dem Bildschirm ein schelmisches Grinsen. Jenny mit ihrer Visage für wenige Sätze vollauf zufrieden. Attraktiv, unabhängig, schlau. Wieso kriegt sie das nicht über die paar Minuten so hin? Unglaublich, wie der Blick der Kamera einen verzerrt. Jenny kratzt sich am Kopf. Immerhin wirkt es weder arrogant oder allzu naiv. Und die Vorfreude, die drückt durch. Ist das Wichtigste, nicht?

«Scheiße Lea, ich bin so was von aufgeregt, werde den Häuptling Dado treffen, die Schaltzentrale wiedersehen, all die Leute hinter der Bewegung. Werden Graatland wieder auf die Beine stellen, gemeinsam! Vermisse dich, Lea, wünschte du wärst hier.»

Bereits der fünfte Anlauf, passt schon, irgendwie. Kann ihre Einträge als Bürgervertreterin nicht mehr überarbeiten, löschen, müssten fix, überprüfbar sein, für die Ewigkeit. Ein leichtes Zittern, Schweißperlen auf der Stirn. Abgabestress, mochte den schon in der Schule nicht. Besser wird’s eh nicht. Jenny tippt auf den Sendeknopf, lädt das Video hoch. Mal schauen was damit geschieht.

Szene 2

Ah, eine junge Aktivistin, voller Eifer, Energie, sehr schön, prächtig, toll. Ohne zu fragen setzt sich die ältere Frau neben Jenny, graues krauses Haar, die Bluse in Flieder, stupst sie in den Oberarm, ignoriert die beiden Männer im Raum. Gejubelt, als gesehen, dass keine alten Schachteln in der Fraktion. Die Rentnerkurse über den Sommer hätten ihr gereicht, zu viele stur, starrsinnig, borniert im Alter, vermiesen den anderen die Freude. Werde am Ende nicht selbst so, hoffentlich. Jenny nickt aufmerksam, schmunzelt leicht irritiert. Hieße Silvia, streckt ihr entschuldigend die Hand entgegen, lächelt, Jenny, sehr erfreut, frisches Blut, genau was dieses Land brauche.

Da wäre sie also, das graatländer Parlamentsgebäude, die Situation unwirklich, auch wenn sich Jenny seit drei Monaten auf diesen Tag vorbereitet. Schon der Wachposten. Sie im ganzen Leben noch nie so ehrfürchtig, respektvoll begrüßt. In der Eingangshalle die Landesväter, riesig, aus weißem Stein, imposant, die Hände beim Schwur zum Himmel. Daneben Säulen, weit über ihr zu einer hell beleuchteten Kuppel vereint, roter Granit. Den Kopf in alle Richtungen gedreht, beinahe die Treppe hochgestolpert. Die Gänge voller Stuck, leicht schimmernder Kalkanstrich, Handläufe, Türen mit Silberbeschlag. Selbst der kleine Fraktionssaal mit edlen Hölzern, haarfeinen Schnitzereien bestückt. Getraut kaum was anzufassen, sich zu rühren. Im Sitzungszimmer ein Typ mit Hemd, Krawatte, über den Rechner gebeugt, daneben ein angefressenes Käsebrot, leicht verschwitzt. Kurz hochgeschaut, genickt, als sie gefragt, ob hier die Fraktion der digitalen Gemeinschaft. Dres, sei hier richtig. Sie weggewinkt, müsse noch was erledigen, wichtig, dringend, sei bald bei ihr. Er seither mehrmals laut geflucht. Muss aus Lehenstädt stammen, typisch Hauptstädter, sieht man dem an. Alle ungeheuer beschäftigt, hetzen durch die Straßen, laut gestikulierend, herausgeputzt, als kämen sie aus einer wichtigen Sitzung, ein Knopf im Ohr. Dabei die Arbeitslosenquote hier genauso hoch. Auf den zweiten Blick entdeckt man die Flicken an ihren Kleidern, hört, dass am Ende der Leitung bloß die Tante, ein aufgebrachter Vermieter. Lächerlich. Jenny in den ersten Tagen ständig angerempelt, umgerannt, angefahren, solle schauen, wohin sie latsche. Macht sie irre. Ihr Stadtteil zum Glück gemächlicher, die Hektik nicht ganz so groß.

Letzte Woche in ihre Anderthalbzimmer-Wohnung gezogen, Arbeitersiedlung, Altbau, notdürftig saniert, eine halbe Stunde außerhalb der Stadt. Das Taggeld muss ja nicht gleich für die Miete draufgehen. Ihre Brüder die Matratze vom Dachboden geholt, eine Kommode ausgeräumt, zwei Lampen, ihre besten Kleider, ein paar alte Kochtöpfe in den Wagen gepackt. Zu dritt über die Autobahn gedüst, den Übergabetermin gerade noch erwischt. Herd, Kühlschrank vom Vormieter übernommen, dazu Tisch, Stühle, Geschirr aus dem nächsten Gebrauchtwarenhaus. Das neue Zuhause in einer Stunde eingerichtet, gemeinsam auf ihren Auszug angestoßen, einen Teller Nudeln verdrückt. Um acht sich die beiden Großen auf den Heimweg gemacht, seither allein in dieser Stadt. Von Mamma am nächsten Tag eine Textnachricht.

Nach ihr ein junger Kerl im Fraktionszimmer aufgekreuzt, paar Jahre älter als sie, zerzauste Frisur, Sportschuhe, knittriges Hemd. Bei der Türe stehen geblieben, dürftig gegrüßt, drückt seither auf dem Telefon rum, sichtlich nervös. Linst zur Tür hinaus, ein Blick zur Uhr, ein halber Schritt nach vorn. Bis vorhin nicht gewusst, dass er die Einführung halte, stammelt jäh los, sollte eine Kollegin von der Bewegung übernehmen, eigentlich, stecke fest, eine gesperrte Brücke, ihr Bus seit einer Stunde keinen Meter vorwärtsgekommen. Schaut verlegen in die Runde. Na, dann wolle er mal: Sein Name sei Severin, der Fraktionssekretär, das Du für alle in Ordnung, in der Bewegung üblich, quasi die Regel, und, ja. Stockt, fummelt am Kragen herum.

Wie gesehen, sich alle mit der Bürgerplattform bereits vertraut gemacht, die Abläufe hoffentlich klar. Herzstück die Bürgeranträge, die sie übernehmen, in Kommission und Bürgerforum vertreten können, sobald diese genügend Unterstützer gefunden. Severins Worte nehmen Fahrt auf, drücken Jenny in ihren Sitz. Er offensichtlich wohler in formellen Dingen. Die Bürgeranträge in der Sommeruni zum Glück bis zum Umfallen geübt, Jenny bei dem Tempo sonst Panik gekriegt. Das Formular gleich nach der Vereidigung aufgeschaltet, dann stünde auch der Zugang zu sämtlichen Geschäften.

Zu den eigenen Dossiers erhielten sie montags jeweils aktuelle Ausdrucke, zur Sicherheit, der Zustand des hiesigen Datennetzes ja kein Geheimnis, Severin schaut kaum auf, hakt ein Punkt nach dem anderen ab, voll auf seine Notizen fokussiert. Zudem die älteren Semester Papier noch gewohnt, und wer bloß das schmale, staatliche Mobilgerät besäße, wohl auch froh darum, könnten es auch abbestellen. Das Ganze käme halt ohne Kommentare der Bevölkerung, Video- oder Tonabschrift, würde den Umfang sprengen. Alle wichtigen Kontakte fänden sie online oder in den Unterlagen, eine Führung durchs Gebäude gäbe es morgen in den Kommissionen, dort auch die laufenden Geschäfte erklärt und unter den Bisherigen verteilt, das erste reguläre Bürgerforum fände dann am Mittwoch statt. Er holt zum ersten Mal Luft. Hierzu noch Fragen?

Jennys Schädel sturm, knapp die Hälfte davon aufgenommen, zögert, ob sie die Hand heben soll. An der Tür ein leises Klopfen, ein hagerer Mann streckt zaghaft den Kopf herein, entschuldigt sich für die Verspätung. Mitte Dreißig, halblange dunkle Locken, Hornbrille, leichte Bräune, Dreitagebart. Solle er sich gerade vorstellen? Mersad, Antiquitätenhändler aus Markheim. Bereits für die Übergangszeit ausgelost, die letzten zwei Jahre bei den Grünen zu Gast, aus Gewohnheit jetzt ins falsche Fraktionszimmer gelatscht. Schaut in die Runde, wie’s aussieht, er nicht der Letzte, kratzt sich verlegen am Arm.

Nein, wären mit ihm komplett. Dres schaut zum ersten Mal vom Bildschirm auf, blickt in die Runde, klappt den Rechner zu, schiebt ihn beiseite. Sie vier quasi die Vertretung der Bewegung, was davon übrig geblieben, seit der großen Aktion. Die Unterstützung an der landesweiten Ziele-und-Werte-Erhebung bescheiden, nicht zu ihm gedrungen? Könne ja nicht ewig andauern, die Begeisterung. Falls er jemanden vermisse, habe sich der sicher aus dem Staub gemacht. Wie viele sich nach der Übergangszeit wieder aus dem Parlament verabschiedet, achtundzwanzig? Blickt zu Severin, dieser irritiert, überlegt, ob er darauf antworten, wie er den Faden wieder aufnehmen soll. Dres zuckt mit den Schultern, Entschuldigung, dass er das so sagen müsse.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Dados Vermächtnis»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Dados Vermächtnis» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Dados Vermächtnis»

Обсуждение, отзывы о книге «Dados Vermächtnis» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x