E. A. Kriemler - Dados Vermächtnis

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Gemeinsam werden sie Graatland wieder auf die Beine stellen! Das hat Jenny ihrer Freundin Lea versprochen, felsenfest. Damals vor vier Jahren, als sie an der großen Aktion dem Häuptling Dado zugejubelt, sich die Seele aus dem Leib geschrien haben. Und nun, nachdem die Revolution erfolgreich über die Bühne gegangen ist, wird Jenny ins Bürgerforum gelost. Sie, die einfache Malergesellin, die Schulabbrecherin.
Doch bereits nach einer Woche prallt sie im Parlament mit dem Großindustriellen Schipfer zusammen. Er hatte damals im Hintergrund dafür gesorgt, dass seine Partei umschwenkte und so der Bewegung zum Durchbruch verhalf. Diese unheilige Allianz ist für Jenny bis heute Desaster. Dem Schipfer, diesem verdammten Kapitalisten, traut sie nicht über den Weg.

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Schipfer blickt sie väterlich an. Jenny irritiert, keimt in ihr gerade so was wie Sympathie, Verbundenheit? Kämpft krampfhaft dagegen an, versucht sich an den Superschurken zu erinnern. Graatlands heimlicher Herrscher, der seine Interessen durchsetzt, das Volk täuscht, skrupellos in die Irre führt. Der Schipfer neben ihr ist nichts davon, der stammt aus einer Parallelgalaxie.

Seien spannende Zeiten, würde sich noch wundern, was in der Politik möglich sei. Könne viel erreichen, wenn sie den richtigen Zeitpunkt erwische. Die Eminenz tätschelt ihre Hand, gütig, wünscht ihr viel Glück. Die Berührung zu viel. Ruckartig zieht Jenny ihren Arm von der Lehne, ein böser Blick, viel zu kurz. Schipfer steht auf, müsse los, dreht sich nach zwei Schritten nochmals um. Habe gehört, sie hätte ihn vorhin gefilmt. Kurz fragen wäre angebracht, meine sie nicht? Sein Gorilla plötzlich neben ihr, Jenny zwischen ihnen eingeklemmt, zieht den Kopf ein, verkrampft sich. Habe sicherlich nichts aufgenommen, womit er nicht einverstanden, richtig? Lasse es daher mal gut sein. Hätte hervorragende Anwälte, wie sie sich vorstellen könne.

Wie angenagelt schaut Jenny der Eminenz, dem Leibwächter nach. Die Anspannung weicht erst aus dem Körper, als sie verschwunden, ´ne Weile weg. Dies nun eine Drohung, der Typ sie glatt versucht zu manipulieren? Sanfte, wohlwollende Worte, braucht nicht mehr in seiner Position. Jenny zögert, der Trotz gewinnt wieder an Terrain. Lea so was nie geschluckt! Soll doch kommen mit seiner Juristenschar. Sie kramt ihr Mobiltelefon hervor, lädt das Video hoch.

Szene 6

Ein Knall, Silvia die Tür des Fraktionszimmers hinter sich zugedonnert, verwirft die Hände, verkrampft, frustriert, ein stummer Schrei, verzieht ihr Gesicht, für Sekunden eine faltige, furchige Fratze. Mersad in sich zusammengefallen, blickt von seinem Stuhl kurz zu ihr hoch. Hätten das halbe Frühjahr verhandelt, schüttelt er den Kopf. Bei den Grünen diskutiert, über Monate, bis sie eine kompatible Kandidatin gefunden, sich für sie eingesetzt, gekämpft. Und nun das!

Severin den Weg als letztes geschafft, schlurft durch die Tür, schaut starr auf sein Telefon. Mit ihm die ganze Fraktion im Raum, von den Gängen her dumpf die aufregte, hechelnde Medienschar. Jenny geladen, Lust den Papierkorb in die Ecke zu treten. Die Wahl der Regierung heute auf dem Plan, der Abschluss der Revolution, der letzte Schritt. Jenny nervös, aufgekratzt, seit sie wach. Den rebellisch roten Schal umgeworfen, der Anstecker der großen Aktion, zu niedlich, nett sollte es heute nicht sein. Die Stimmung im Bürgerforum gespannt, der Zettel mit dem Zwölfervorschlag der Ex-Parteien, Jenny ihn vor Aufregung beinahe zerknüllt. Vorne beim Präsidium die Übergangsregierung, Vertreter der Bewegung, Parteipräsidenten, Staatssekretäre, für die Stabsübergabe komplett aufgereiht, bereit für den großen Akt. Dado mit Abstand der jüngste, an vorderster Front, in echt, Jenny konnte ihn beinahe berühren, kein Großbildschirm, keine Masse, die sie von ihm trennt. Lies den Blick nicht von ihm, seinen strahlenden Augen, seinem markanten, bärtigen Kinn. Das Lachen zuversichtlich, gewinnend wie immer, Vorfreude, würde ihn heute kennenlernen, die Hand schütteln, endlich, spürte es.

Aufs Mal fünf Bürgervertreter aufm Podest, einer der Nationalen Identität am Mikrofon, die übrigen von den Fraktionen Familie und christliche Werte, starkes Gewerbe, Recht und Ordnung, Landwirtschaft. Müssten leider die Feier stören, tät ihnen leid. Den Eindruck machten sie auf Jenny nicht. Seien letzten Donnerstag zusammengesessen, spontan, Feierabendbier. Am Tisch plötzlich die Frage, wieso das Bürgerforum seine Regierung nicht selbst bestimme, warum dieses neue, weltweit einzigartige Parlament sich freiwillig dem Willen abgetretener Parteien unterwerfe. Die hätten seit letzter Woche doch nichts mehr zu melden, verstünden es bis heute nicht. Eine Kunstpause, im Saal Gemurmel. An dem Abend den offiziellen Vorschlag durchgegangen, gestrichen, ergänzt, zuerst zum Spaß, doch als die Vorstellungen sich gedeckt, die Sache schnell konkret.

Unruhe, auf dem Podium irritierte Blicke, die Übergangsregierung vom Aufritt überrumpelt, ein Handzeichen Dados abzuwarten, sich nicht einzumischen. Ihr Führungsteam setze auf Stabilität, fuhr der Typ vorne weiter, auf den Fortbestand der Revolution. Währenddem flatterte eine Nachricht mit zwölf Namen rein, ihr Alternativvorschlag, Jenny zu aufgewühlt, um ihn genauer durchzuschauen. Hätten es sich nicht leicht gemacht, seien sich ihrer Verantwortung bewusst. Hätten mit Leitmeyer den idealen Regierungschef gefunden. Habe als Ex-Parteipräsident des Bundes für Freiheit und Recht der Bewegung zum Durchbruch verholfen, sei als Mitglied der Übergangsregierung mit den aktuellen Geschäften, der Lage der Republik vertraut. Ein Garant, dass die Revolution weitergeführt, werde Graatland in eine strahlende Zukunft führen. Dieser Überzeugung auch die Mitkandidaten, der Typ am Rednerpult wedelte mit dem Finger. Eine breit abgestützte Besetzung, für ihre Liste Vertreterinnen, Vertreter aller wichtigen Ex-Parteien gewonnen, darauf besonders stolz.

Fünf Kolleginnen, Kollegen rängen um freie Wahlen und stützten versehentlich die geplante Konsensregierung, so nebenbei, abends, an der Bar. Silvia lacht verzweifelt auf, schließt die Tür des Sitzungszimmers, muss niemand reinlatschen jetzt. Welch verlogene Geschichte, niemandem vorgeschrieben, wen sie wählen sollen. Die Verfassung umgangen, geheime Absprachen, ein hinterlistiger Putsch, von langer Hand geplant, das die Wahrheit. Übers Wochenende schnell, schnell eine zwölfköpfige Regierung aufgestellt, passend, genehm, von allen getragen, eine Koalition zusammengeschustert, doch unglaubwürdig so was.

Ob die Geschichte erfunden, zweitrangig. Mersad matt, fährt mit den Händen über den verspannten Nacken, drückt daran herum. Ihre Strategie aufgegangen, Leitmeyer an der Macht, mit fünf seiner engsten Mitstreitern. Vor zwei Jahren auf den hintersten Bänken der Opposition, danach in der Übergangsregierung und nun mit Stichentscheid in der Regierungsmehrheit. Ein Aufstieg wie im Bilderbuch, hätten die wenigsten Staatsmänner hingekriegt. Wohl eher Hampelmann, Silvia gehässig, fällt Mersad ins Wort, eine Marionette der Eminenz. Gesehen, wie der Leitmeyer neben seinen Ex-Kollegen gegrinst? Sein Glück wohl selbst kaum fassen können.

Als die Aufregung im Forum sich etwas gelegt, übernahm die Frau in der Fünfervertretung das Mikrofon. Ihre Fraktionen stünden geschlossen hinter der Liste Leitmeyer, unbeirrbar, eisern, konsequent. Dieser Pakt, der ginge über den heutigen Tag hinaus, teilten eine gemeinsame Vision für dieses Land, dies die letzten Tage gezeigt. Ihre Stimme eindringlich, schrill. Verkünde hier und jetzt die Geburt der Koalition für Volk und Nation, eine Zusammenarbeit über die thematischen Grenzen hinaus. Für ein Graatland in alter Größe, aufrecht, ruhmvoll, stark. Jenny beinahe gekotzt.

Die fünf Rädelsführer bereits während der Übergangszeit im Parlament, beim Bund für Freiheit und Recht gesessen, alle zusammen, nicht groß aufgefallen. Mersad entschuldigt sich, denke gerade laut. Leitmeyers Mitstreiter damals ihre Kollegen, alte Hasen, in der Hierarchie über ihnen. Hätte sich im Rat gefragt, ob sie denen die Idee eingeflüstert, zugeschoben. Die Beziehungen für einen solchen Coup, die kriege man in den zwei Jahren doch nie hin.

Die sechs Kandidatinnen und Kandidaten der übrigen Parteien pingelig genau zusammengesetzt, der Wahlzettel beinahe perfekt. Silvia holt die Liste hervor, geht sie anerkennend durch. Positionen, Bindungen, Wahlkreis, Alter, Geschlecht, greife alles ineinander, ergänze sich ideal. Da habe jemand gute Arbeit geleistet, wer auch immer das wahr. Wohl freie Auswahl gehabt, beim Entscheid Regierung oder Karriereende, sage dir keiner ab.

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