Caledonia Fan - Geschichten zum Zurücklehnen

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Ein Junge, der sich aufmacht, um seine entführte Mutter zurückzuholen, und ein Mädchen, das der ersten Liebe begegnet. Ein Maler, der sein Versprechen nicht hält, und ein junger Mann, der in die Welt hinauszieht, um das Kostbarste zu suchen. Ein Förster, der beim Pilzesammeln Seltsames erlebt, und ein Kind, das im Wald Schätze entdeckt. Sie alle sind hier in diesem Büchlein zu finden.
Sechs Geschichten laden ein zum Zurücklehnen, Abschalten und – Eintauchen in die Welt der Fantasie und Märchen.

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„Dann lasst sie gehen“, stieß er stattdessen bittend hervor. „Gebt ihr ihre Seele zurück und lasst sie gehen.“

Noch immer stand er schwer atmend mit ausgebreiteten Armen vor der Säule, obwohl ein leichter Schubs des Trollkönigs mit einer der großen Pranken ihn in die nächste Ecke befördern konnte.

„Ich habe noch niemals jemanden gehen lassen“, war die geknurrte Erwiderung. Der König wandte den Kopf und schaute in den hinteren Bereich der Eiskammer.

Johannes wandte seinen Blick nicht von ihm ab. „Sie gehört Euch nicht“, widersprach er ausdruckslos, „es ist unsere Mutter.“

Mit bangem Herzen wartete er auf Antwort, doch der Herrscher der Trolle musterte ihn erneut so seltsam, dass er unwillkürlich den Kopf einzog.

„Ich habe dir ein Angebot zu machen“, meinte der König völlig unerwartet. „Komm mit.“ Er drehte sich um und wandte sich dahin, wo er hingeschaut hatte.

Zögernd ließ Johannes die Arme sinken und starrte auf den fellbedeckten Rücken des davon stapfenden Wesens. Er war so überrascht, dass er unschlüssig stehen blieb.

Der Trollkönig, der ein paar Schritte gegangen war, hielt an, als er es merkte.

„Komm mit!“, knurrte er unwillig. „Muss ich dir alles zweimal sagen?“

Hastig stolperte Johannes ihm nach, denn nichts wollte er weniger, als den Herrscher zu verärgern. Das würde jede Hoffnung auf ein gutes Ende seiner Reise zerstören.

Während sich seine Gedanken überschlugen, was das wohl für ein Angebot war, erreichten sie eine Tür in der hinteren Wand der geräumigen Eiskammer.

Der Trollkönig legte die Hand auf einen gewaltigen eisernen Riegel, der so hoch oben angebracht war, dass ihn nicht einmal ein erwachsener Mann erreichen konnte.

Johannes‘ Herz begann erneut wild zu hämmern. Was war hinter diesem Eingang, dass er so gesichert wurde? Immer wieder musste er an seine Antwort denken auf die Frage, was er zu geben bereit war.

Alles .

Entweder würde der Herrscher der Trolle ihm jetzt seinen Preis nennen oder ihn genauso einfrieren wie die Mutter. Gegen Letzteres würde er sich nicht wehren können und ein Entkommen aus dieser Eisfestung war unmöglich. Er hatte sich ihm selbst ausgeliefert.

Zwei Herzschläge lang tauchte Evas verzagtes Gesicht vor ihm auf, ihre tränenüberströmten Wangen an dem Tag, als sie vom Pilzesammeln zurückkamen und das Haus verwüstet fanden. Auch das sanfte Lächeln der Mutter sah er vor sich und hörte förmlich, wie sie seinen Mut lobte und ihn tröstete, weil er es nicht geschafft hatte.

Ein metallisches Scharren holte Johannes zurück in die Wirklichkeit. Der vereiste Riegel war mit einem kräftigen Ruck der behaarten Faust zurückgeschoben worden und der Trollkönig umfasste den mit Reif überhauchten Türknauf. Knarrend öffnete sich die Tür.

In dem Raum war es viel dunkler als in dem mit den Säulen. Das Blau hatte sich in Grau gewandelt. Die Augen von Johannes brauchten einen Moment, um etwas erkennen zu können. Es gab keine leuchtenden Finger aus Sonnenlicht, nur Nischen, immer mehrere übereinander, von groben Händen in die eisigen Wände gehauen.

Zögernd trat er näher, um zu sehen, was darin lag. Es waren Eisgebilde. Jedes hatte eine andere Größe. Manche waren so groß wie sein Kopf, einige nur so klein wie sein Finger. Staunend glitt sein Blick über die rauen, teils scharfkantigen Brocken. Warum hatte der Trollherrscher ihn hierhergebracht?

„Was sind das für Eisstücke?“, fragte er und reckte den Hals, um eines von ihnen näher betrachten zu können.

„Gefäße“, war die einsilbige Antwort.

„Man kann etwas in sie hineintun?“ Johannes wunderte sich, denn er sah weder einen Deckel noch eine Öffnung. „Darf ich?“ Seine erhobene Hand schwebte neben dem ihm am nächsten liegenden Eisklumpen und er sah fragend über die Schulter.

Ein knappes Nicken war die Erlaubnis.

Seine frostklammen Finger umschlossen das raue, kalte Gebilde und nahmen es aus dem Regal. Langsam drehte er es vor seinen Augen und betrachtete es sorgfältig. Es gab nichts Auffälliges daran. Ein einfacher Eisbrocken.

„Wenn du es fallenlässt, stirbt eines der Lebewesen in den Säulen.“

Beinahe wäre genau das passiert, weil Johannes bei diesen Worten erschrocken zusammenzuckte. Er verstand sofort, was der Trollkönig meinte. Gefäße hatte er die Gebilde genannt. Sie bargen die Seelen der eingefrorenen Menschen und Tiere im vorderen Raum.

Vorsichtig legte er den Eisklumpen wieder in die Nische. Bei dem Gedanken, dass dieser vielleicht die Seele des kleinen, blonden Mädchens beherbergte, schüttelte es ihn vor Grauen. Rasch zog er die Hände zurück.

Der Trollkönig hatte sein Verhalten wortlos verfolgt. Als der Brocken wieder an seinem Platz lag, drehte er sich um und ging zu einer Nische an der gegenüberliegenden Wand.

Johannes folgte ihm, wobei sein Blick über die unzähligen Fächer in den Eiswänden glitt. Manche waren leer, aber in den meisten lag etwas. Seelen , sagte er sich, geraubt und eingesperrt. Wie viele es wohl sind? Und ... ob es weh tut, wenn sie einem entrissen wird?

Er traute sich nicht, den Trollkönig zu fragen, denn schon die Vorstellung, dass die Mutter dabei Schmerzen gelitten hatte, ließ ihn sich innerlich krümmen.

„Das ist ihre Seele.“

Johannes starrte auf den Eisklumpen, der in der haarigen Handfläche vor ihm lag. Er war so groß, dass er beide Hände brauchen würde, um ihn zu halten. Hastig verbarg er sie auf dem Rücken. Er wollte das unförmige Gebilde nicht halten, aus Angst, es könne ihm entgleiten.

„Ich sagte dir bereits, dass noch kein Lebewesen, das einmal hier drin eingeschlossen wurde, die Höhle wieder verlassen hat“, erklärte der Herrscher der Trolle. „Aber es gibt etwas, was mich dazu zwingen kann, es freizugeben. Einen Preis, den ich für das Nutzen von Magie beim Entnehmen der Seelen zahlen muss: Verlangt jemand die Herausgabe eines meiner Sammelstücke, darf er darum kämpfen. Gewinnt er, bin ich gezwungen, einem Geschöpf seiner Wahl die Seele zurückzugeben.“

Ich muss also um meine Mutter kämpfen , wiederholte Johannes in Gedanken und er merkte, wie ihn der Mut verließ. Wie sollte er, ein zehnjähriger Junge, einen Kampf gegen einen Troll gewinnen, vielleicht gar gegen den König selbst?

„Ihr lasst meine Mutter gehen, wenn ich siege?“

Der Trollkönig nickte.

„Gegen wen muss ich kämpfen?“ Seine Stimme zitterte ein wenig und er hoffte, dass der Herrscher es nicht bemerkte.

„Gegen die Zeit.“

Der König neigte den Kopf, was ihm etwas Verschlagenes verlieh, und Johannes wurde klar, dass es nicht einfach werden würde, auch wenn er keinen Troll als Gegner bekam. Furcht kroch in ihm hoch und machte ihm das Atmen schwer.

„Wie – geht das?“, fragte er zaghaft.

„Ganz einfach“, gab der Troll schroff zurück. Er wandte sich abrupt ab und trug den Eisbrocken hinaus aus dem Raum direkt bis zu der Eissäule mit Johannes‘ Mutter darin. „Sieh her.“ Und mit diesen Worten ließ er seine Last fallen.

Als würde die Zeit langsamer laufen, sah Johannes mit offenem Mund dem Brocken hinterher. Er war wie gelähmt, machte nicht einmal den Versuch, die Hände vorzustrecken, um ihn zu fangen. Sogar der entsetzte Aufschrei blieb ihm im Hals stecken. Das kostbare Gebilde sauste an seinen Augen vorbei, schlug mit einem dumpfen Laut auf dem Eis des Höhlenbodens auf und zerplatzte vor seinen Füßen.

Fassungslos stierte er auf das, was vor seinen groben Winterschuhen lag. Splitter, kleinere Krümel und Bröckchen ...

Hatte das sein Kampf gegen die Zeit sein sollen? Den Eisbrocken rechtzeitig zu fangen? Dann hatte er versagt. Die Mutter war verloren und alle Anstrengung vergeblich gewesen.

„Nein!“, stöhnte er und sank auf die Knie. Seine Finger zitterten, als er eine der Eisnadeln in die Hand nahm. Er legte sie auf die Handfläche und betrachtete sie. Der Schandfleck , dachte er und seine Augen füllten sich mit Tränen, der Trollkönig hat seinen Schandfleck beseitigt.

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