Caledonia Fan - Geschichten zum Zurücklehnen

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Ein Junge, der sich aufmacht, um seine entführte Mutter zurückzuholen, und ein Mädchen, das der ersten Liebe begegnet. Ein Maler, der sein Versprechen nicht hält, und ein junger Mann, der in die Welt hinauszieht, um das Kostbarste zu suchen. Ein Förster, der beim Pilzesammeln Seltsames erlebt, und ein Kind, das im Wald Schätze entdeckt. Sie alle sind hier in diesem Büchlein zu finden.
Sechs Geschichten laden ein zum Zurücklehnen, Abschalten und – Eintauchen in die Welt der Fantasie und Märchen.

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„Das ist nicht schlimm“, versicherte sie.

„Gut.“ Johannes seufzte und sah zurück zum Hügel, wo wie ein Gruß zum Abschied der Dachfirst ihrer Kate zwischen den Baumwipfeln hervorlugte. „Dann gehen wir jetzt.“

Sie wanderten vier Tage. Die erste Nacht verbrachten sie in einer Höhle im Wald, eng aneinandergeschmiegt und trotzdem vor Kälte zitternd. In der zweiten schliefen sie am Feuer eines Holzfällers und in der dritten in der Hütte eines Köhlers. Jeden, dem sie begegneten, fragten sie nach den Trollen. Die Spur, welche die wüste Horde hinterlassen hatte, war unübersehbar und die beiden Kinder folgten ihr.

Der Weg führte vorbei an zerstörten Gärten und geplünderten Häusern. Oft fanden sie nur noch rauchende Trümmer und so mancher Bewohner hatte den todesmutigen Versuch, Heim und Habe zu verteidigen, mit dem Leben bezahlt. Deshalb ging Johannes immer allein in die verlassenen Behausungen und suchte nach Essbarem. Den Anblick wollte er Eva ersparen.

Am Abend des vierten Tages begegneten sie Elmar, einem reisenden Händler, der schon öfter bei ihnen gewesen war und der Mutter Ziegenkäse abgekauft hatte. Er erkannte sie wieder und nahm sie auf seinem Eselskarren mit ins nächste Dorf. Im Wirtshaus bezog er ein Zimmer und bestellte für die ausgehungerten Geschwister heiße Suppe. Als Eva satt und zufrieden im Bett lag und schlief, erzählte Johannes dem freundlichen Mann, wohin sie unterwegs waren.

Der Händler machte ein bedenkliches Gesicht. „Nur ihr beide?“, fragte er zweifelnd. „Habt ihr keine anderen Verwandten?“

Johannes schüttelte den Kopf.

„Am liebsten würde ich ganz allein gehen“, gestand er, „aber ich weiß nicht, wem ich meine Schwester anvertrauen soll.“

Elmar nickte verstehend. „Dein Mut ehrt dich, mein Junge“, meinte er nach einer Weile. „Ich halte deinen Plan für sehr gefährlich, aber vielleicht schaffst du es ja tatsächlich. Deshalb werde ich für drei Nächte ein Zimmer bezahlen, damit die Kleine ein Dach über dem Kopf hat. Bis dahin musst du die Trollfeste erreicht haben. Du hast großes Glück: Unten im Gastraum sitzt der alte Freder. Er ist in seiner Jugend einmal dort gewesen und weiß, wie du hingelangen kannst. Komm, lass uns hinuntergehen und mit ihm reden.“

Nachdem Johannes dem Alten die ganze Geschichte erzählt hatte, stützte der mit sorgenvollem Gesicht die Ellenbogen auf den Tisch und faltete die Hände. Er überlegte lange und rieb sich ab und zu das von einem eisgrauen Bart bedeckte Kinn. „Die Trolle sind nicht die Monster, als die sie gelten“, meinte er bedächtig und sog an seiner Pfeife. „Einst lebten sie und die Menschen friedlich nebeneinander. Mein Großvater hat noch Handel mit ihnen getrieben. Aber irgendwann setzte jemand das Gerücht in die Welt, dass sie kleine Kinder fressen und Neugeborene aus ihren Wiegen rauben. Von da an wurden sie verfolgt und gejagt.“

Er nahm einen Schluck Bier aus seinem Humpen, stellte ihn wieder auf die fleckige, hölzerne Tischplatte und wischte sich mit dem Handrücken den Schaum vom Bart. „Sie rotteten sich zusammen, zogen sich in eine riesige Eishöhle tief in den Schneebergen zurück und wählten den Stärksten aus ihrer Mitte zum König.“

Er hob die Hand und deutete aus dem Fenster auf eine weiß überzuckerte Gebirgskette in der Ferne, über deren Grat gerade die Sonne versank. „Da sie aber dort nichts anbauen können und niemand mehr mit ihnen handelt, gehen sie auf Raubzüge und sammeln Vorräte. Ja, sie sind nicht zimperlich dabei, doch sie sind keine Mörder.“

„Keine Mörder?!“ Johannes war empört aufgesprungen und ballte die Fäuste. „Die alte Lene ist tot und wir ... ich habe auch andere Tote gesehen!“

„Setz dich wieder“, beschwichtigte Freder ihn und nickte den besorgt herüberspähenden Tavernengästen beruhigend zu. „Ich bin sicher, der Tod der Greisin war ein Unfall. Sie ist gebrechlich gewesen. Ein kräftiger Schubs, ein Anschlagen mit dem Kopf und bumm – aus. Die anderen Toten waren Männer mit Waffen, die meinten, die Trolle aufhalten zu können, stimmt’s? Und auch wenn diese nicht morden – wehren tun sie sich wohl.“

Er nickte bekräftigend.

„Sie haben unsere Mutter mitgenommen!“, klagte Johannes. Für einen Moment bröckelte seine Tapferkeit und Tränen traten ihm in die Augen. Ärgerlich blinzelte er sie weg.

„Du sagtest, sie kann guten Ziegenkäse machen. Die Trolle sind grobschlächtig, aber nicht dumm. Sie werden sie für sich arbeiten lassen. Schließlich haben sie eure Ziegen mit weggeschafft. Zugegeben, das war nicht sonderlich klug, denn die haben in der Höhle im Berg kein Futter und werden deshalb keine Milch geben. Wenn du den Trollkönig so weit bringen kannst, dass er sich auf einen dauerhaften Handel mit Käse einlässt, darf deine Mutter vielleicht heimkehren. Oder –“, er stockte kurz, „ist sie sehr schön?“

„Die Schönste der Welt“, gab Johannes leise, aber inbrünstig zurück.

Freder wiegte sorgenvoll den Kopf. „Hm, das ist nicht gut“, meinte er bedächtig. „Es heißt, der Trollkönig sammelt schöne Dinge wie Trophäen. Er schließt sie in Eis ein, damit er sie immer wieder betrachten kann. Ich weiß nicht, ob an den Geschichten etwas Wahres ist, aber sollte deiner Mutter dieses Schicksal zugedacht sein, wirst du sie wahrscheinlich nicht zurückgewinnen.“

„Ich werde es auf jeden Fall versuchen“, versicherte Johannes mit fester Stimme.

Sie redeten bis in die Nacht. Freder erklärte den Weg und alles, was er über die Trollfeste wusste. „Wenn du angekommen bist, suche einen Troll, der dich verstehen kann. Einige von ihnen sprechen noch die Sprache der Menschen. Hast du einen gefunden, erkläre ihm, warum du gekommen bist. Lass dich nicht abweisen! ​Er wird dich zu seinem König bringen. Erweise ihm den Respekt, der ihm zusteht, und halte deine Gefühle im Zaum. Du hilfst deiner Mutter nicht, wenn du ihn verärgerst. Sei also schlau und vorsichtig. Überlege, bevor du sprichst. Schlage ihm einen Handel mit Ziegenkäse vor. Er wird nicht widerstehen können. Und ... falls du nichts erreichen kannst, komm zurück. Deine Schwester braucht dich. Du bist für sie verantwortlich. Sie kann hierbleiben, solange du unterwegs bist, aber du musst zurückkommen. Egal, ob mit oder ohne Mutter.“

Johannes schluckte. Die beiden Männer sahen ihn ernst an, als würden sie erwarten, dass er nach dieser langen Reihe von Ermahnungen und Anweisungen seinen Plan aufgeben würde.

Doch das kam nicht in Frage. Tief atmete er durch. ​„Ich gehe bei Sonnenaufgang“, verkündete er entschlossen.

Das Tal lag noch in Nebel gehüllt, als er sich auf den Weg machte. Elmar, der Händler, hatte ihn bis ans Dorfende begleitet und war dort stehen geblieben. Ein letztes, aufmunterndes Nicken und Johannes wandte sich dem Gebirge zu.

Ihn plagte ein schlechtes Gewissen, denn er hatte sich nicht von Eva verabschiedet. Die Schwester schlummerte noch selig, als er in die Kleider geschlüpft und hinter Elmar aus dem Zimmer geschlichen war. Der Händler hatte versprochen, ihr alles zu erklären, und auch Freder wollte sich um die Kleine kümmern.

Rasch schritt der Zehnjährige aus, denn der Weg, der vor ihm lag, war weit und gefahrvoll. Morgen würde er die Schneeberge erreichen und hinaufsteigen. Der Zugang zur Feste war für Trolle gemacht und nicht für Kinder, die nur halb so groß waren wie diese. Doch Johannes war voller Zuversicht. Nach all dem, was Freder erzählt hatte, erschien ihm seine Mission nur noch halb so gefährlich. Er würde bis zum Trollkönig vorstoßen und von ihm angehört werden. Und wenn der auch nur einen Funken Verstand besaß, dann ließ er die Mutter und die Ziegen ziehen, denn nur so konnte er weiter Käse erhalten.

Bis zum Mittag kam er gut voran. Ab und an hob er den Blick zu den schneebedeckten Gipfeln. Seine Augen suchten nach dem Eingang einer Höhle. Immer wieder vergewisserte er sich anhand der einfachen Zeichnung, die ihm Freder gemacht hatte, dass er auf dem richtigen Weg war. Nachdem er im Schatten einer hohen Kiefer die Hälfte seines Brotkantens und einen Apfel hungrig verschlungen und sich mit einigen Handvoll kalten Wassers aus dem Bach erfrischt hatte, wanderte er weiter. Der Weg stieg beständig an.

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