Caledonia Fan - Geschichten zum Zurücklehnen

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Ein Junge, der sich aufmacht, um seine entführte Mutter zurückzuholen, und ein Mädchen, das der ersten Liebe begegnet. Ein Maler, der sein Versprechen nicht hält, und ein junger Mann, der in die Welt hinauszieht, um das Kostbarste zu suchen. Ein Förster, der beim Pilzesammeln Seltsames erlebt, und ein Kind, das im Wald Schätze entdeckt. Sie alle sind hier in diesem Büchlein zu finden.
Sechs Geschichten laden ein zum Zurücklehnen, Abschalten und – Eintauchen in die Welt der Fantasie und Märchen.

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„Aber ...“

„Schluss! Du bist nicht ihretwegen gekommen!“

Johannes zuckte zusammen bei den harschen Worten und er schluckte den Rest der Frage hinunter. Es stimmte, ihm konnte es egal sein, warum der Herrscher dieser hässlichen Wesen sich mit so viel Schönheit umgab.

Er war hier, um seine Mutter zu finden.

Zaghaft sah er sich um, denn gleichzeitig fürchtete er sich davor. Ob sie auch in einer der vielen Säulen eingeschlossen ist?, fragte er sich bang. Ihrer Seele beraubt und zu Eis erstarrt wie das kleine, blonde Mädchen?

Ihm wurde klar, dass er es nicht ertragen würde, sie in einer dieser blau leuchtenden Stelen zu sehen. Er wollte weitergehen und sie suchen, doch seine Beine waren schwer wie die Mühlsteine, die der dicke Müller ihm einmal gezeigt hatte.

Der Trollkönig nahm ihm die Entscheidung ab. „Komm!“, grunzte er und Johannes konnte sich wieder bewegen. Mit immer noch wild klopfendem Herzen folgte er dem schwarz behaarten Wesen tiefer hinein in den Saal. Ein Schmetterling mit rot schillernden Flügeln, ein Stück Stoff, glänzend wie Gold, noch ein Vogel, dessen ausgebreitete Schwingen durch den schmalen Lichtstrahl in herrlichem Dunkelgrün leuchteten ... Die Sammlung seines Gastgebers war grauenerregend und wunderschön zugleich. Erstarrtes Leben, eingesperrt in Eis.

Er wusste, dass die Mutter hier irgendwo war, und dieses Wissen wurde so übermächtig in ihm, dass er vor Aufregung zitterte. Irgendeiner dieser dünnen Strahlen aus Sonnenlicht beleuchtete auch ihre Stele.

Während sie durch das Labyrinth der Säulen immer tiefer in das blau leuchtende Gewölbe hineingingen, überschlugen sich seine Gedanken. Die Vorstellung, angesichts dieser Kostbarkeiten dem Trollkönig Ziegenkäse anzubieten, erschien ihm mit einem Male lächerlich. Doch was sollte er sonst vorschlagen? Welche Worte konnten das Wesen, das vor ihm her schlurfte und kein bisschen königlich wirkte, überzeugen?

Irgendwann blieb der Trollkönig stehen und wartete, bis Johannes neben ihn kam.

„Sieh hin“, forderte er und streckte den Arm aus. „Ist sie das?“

Bitte nicht , war alles, was Johannes denken konnte. Bitte, bitte nicht! Lieber Gott, lass es nicht sie sein. Eine andere Frau, mit kurzen, schwarzen Haaren, so dass sie der Mutter nicht ähnlich ist.

Er fühlte einen Stich seines schlechten Gewissens, weil jeder Mensch, der hier eingesperrt war, mit Sicherheit von jemandem schmerzlich vermisst wurde. Aber er wollte lieber eine Fremde sehen als seine schöne Mutter mit den strahlenden Augen und dem Lachen, das er so liebte.

„Sieh hin!“, wiederholte der Trollkönig ungeduldig und schob ihn näher heran.

Er starrte stur zu Boden und wagte nicht den Kopf zu heben. Das Zittern nahm zu und es war nicht die Kälte, die ihn schlottern ließ. Hilflos presste er die Lippen zusammen und knetete den Stoff des schweren Winterumhangs zwischen den schweißfeuchten, eiskalten Fingern seiner Linken. Schließlich gab er sich einen Ruck und sah auf.

Der Atem stockte ihm und gleichzeitig wuchs ein dicker Kloß in seinem Hals. Ein erstickter Laut entrang sich seiner Kehle, halb Schreckensschrei, halb Seufzer, und unwillkürlich streckte er die Hand aus. Wenige Zentimeter vor der kalten, glänzenden Oberfläche verharrten die Fingerspitzen.

Da war sie ...

Sie hatte die Hände gefaltet und rang sie flehend. Ihr Gesicht war verzerrt vom Schluchzen, das sie im Moment des Einfrierens geschüttelt haben musste. Die weit aufgerissenen Augen verrieten namenlosen Schrecken und der geöffnete Mund ließen Johannes die bittenden Worte, sie gehen zu lassen, fast hören.

„Mutter!“

Er trat einen Schritt vor und legte beide Hände aufs Eis, als könnte er ihr so näherkommen. Seine Lippen bebten, als er in ihr verzerrtes Antlitz starrte und unsagbare Angst ergriff ihn, lähmte sein Denken und ließ den Mut in seinem Herzen schmelzen wie den Schnee auf den Bergen in der Frühlingssonne.

Das letzte Mal, dass er sie so gesehen hatte, war an dem Abend gewesen, als Männer aus dem Dorf die Bahre mit dem Vater aus dem Haus getragen hatten. Ihre in das Hemd des Toten gekrallten Finger waren vom Dorfältesten mit Gewalt gelöst worden. Mit den hasserfüllten Worten „Fass ihn nicht mehr an, Hexe!“, hatte er sie zur Seite gestoßen. „Du hast ihn auf dem Gewissen mit deinen Zaubersprüchen und Tränken!“

Ihre flehenden Schreie gellten ihm noch heute in den Ohren. Er hatte damals zitternd in der Ecke gekauert, die Arme um Eva geschlungen, die sich schluchzend an ihn klammerte und ihr tränennasses Gesicht an seine Brust presste. Die Mutter war den Männern nachgerannt und am Gartentor mit einem letzten ‚ Ich habe ihm nichts getan!‘ zu Boden gesunken.

Er schüttelte den Kopf, als könnte er die Erinnerung an den schrecklichen Tag auf diese Weise vertreiben. Sanft und liebevoll strichen seine Handflächen über die Stelle, hinter der ihre gefalteten Hände erkennbar waren, und hinterließen feuchte Spuren. „Mutter“, flüsterte er rau, „ich bin’s, Johannes. Ich bin gekommen, um dich nach Hause zu holen. Evchen wartet so sehr auf dich.“

Sie hörte ihn nicht, das wusste er. Trotzdem konnte er nicht anders. Er musste ihr sagen, dass er da war.

Einen Augenblick schaute er noch in das vertraute Gesicht. Dann gab er sich einen Ruck, drehte sich entschlossen um und hob den Kopf.

„Was muss ich tun, damit Ihr sie gehen lasst?“

Der Trollkönig ließ sich erneut Zeit mit der Antwort. Er schob Johannes zur Seite und trat an die Säule heran. Lange musterte er die eingeschlossene Frau. „Was bist du bereit zu geben?“, fragte er zurück.

Johannes lauschte den Worten nach. Sollte er wirklich mit der Mutter nach Hause gehen können, wenn er etwas bieten konnte, was der König als ähnlich wertvoll oder schön ansah ...?

Tief atmete er ein.

„Alles“, flüsterte er dann und obwohl ihm klar war, was diese Antwort für ihn bedeuten konnte, bereute er sie nicht. Seine Stimme war fest und ohne Zittern.

Der Trollkönig wandte sich zu ihm um und kniff die Augen zusammen.

„Alles?“, fragte er gedehnt.

Johannes wummerte das Herz in der Brust, als er die kräftigen, haarigen Finger spürte, die ihn unter dem Kinn fassten und seinen Kopf anhoben, um ihn langsam hin und her zu drehen. „Weißt du, dass du ein wirklich schönes Kind bist?“

Eiseskälte fuhr ihm in die Glieder. Würde er sich in wenigen Minuten – seiner Seele beraubt – neben der Mutter in einer Stele wiederfinden?

Sein Magen fühlte sich an wie ein Stein und ihm wurde der Mund trocken. „Nein“, murmelte er und versuchte, sich aus dem Griff zu befreien.

Der Trollkönig ließ ihn los und musterte ihn noch einen Augenblick, bevor er sich wieder der im Eis eingeschlossenen Frau zuwandte.

„Ich bewundere deinen Mut“, knurrte er, „und sie hier“, sein gekrümmter Zeigefinger wies auf die Eissäule, „habe ich auch sehr bewundert. Eine der schönsten Menschenfrauen, die ich je gesehen habe. Doch davon ist nichts mehr zu entdecken! Verheult, das Gesicht verzerrt, Rotz an der Nase, das Haar aufgelöst und wirr, die Augen und der Mund aufgerissen – so, wie sie jetzt aussieht, ist sie ein Schandfleck in meiner Sammlung.“

„Hör auf!“, schrie Johannes wutentbrannt und ballte in ohnmächtigen Zorn die Fäuste. Mit einem Satz sprang er zwischen die Stele und den schwarz behaarten Wanst des Trollherrschers und breitete die Arme aus, als könnte er damit die Mutter vor der Beschimpfung schützen. Bebend starrte er den König aus zornfunkelnden Augen an. Seine Wut hatte ihn die förmliche Anrede gänzlich vergessen lassen. Erst als er sah, wie der Trollkönig die buschigen Augenbrauen zusammenzog, fielen ihm Freders Worte wieder ein. Behandle ihn mit dem Respekt, der ihm zusteht , hatte der Alte gemahnt. Trotzdem entschuldigte sich Johannes nicht, denn dieses Ungeheuer hatte seine Mutter einen Schandfleck genannt.

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