Caledonia Fan - Geschichten zum Zurücklehnen

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Ein Junge, der sich aufmacht, um seine entführte Mutter zurückzuholen, und ein Mädchen, das der ersten Liebe begegnet. Ein Maler, der sein Versprechen nicht hält, und ein junger Mann, der in die Welt hinauszieht, um das Kostbarste zu suchen. Ein Förster, der beim Pilzesammeln Seltsames erlebt, und ein Kind, das im Wald Schätze entdeckt. Sie alle sind hier in diesem Büchlein zu finden.
Sechs Geschichten laden ein zum Zurücklehnen, Abschalten und – Eintauchen in die Welt der Fantasie und Märchen.

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Der Troll führte ihn bis an ein großes, zweiflügeliges Tor in der dritten Ebene. Dort brummte er für eine der beiden davorstehenden Wachen wieder ein paar seiner unverständlichen Worte und deutete auf seinen menschlichen Begleiter. Dann drehte er sich um und verschwand.

Verblüfft sah Johannes dem Davonschlurfenden nach, doch ihm blieb keine Zeit, sich zu wundern. Einer der Trolle vor dem Tor, der inzwischen einen Türflügel geöffnet hatte, winkte ihm.

Der Raum, den er betrat, hatte nichts gemein mit den Geschichten, die Lene über die märchenhaften Thronsäle von Königen erzählt hatte. Es gab keinen Thron, keine Diener, keine Krone.

Der Herrscher der Trolle saß an der Stirnseite eines gewaltigen Holztisches in einem überdimensionalen, ins Eis gemeißelten Sitz, der mit weichen Fellen ausgelegt worden war. Er hatte den Kopf an die Lehne gelegt und schnarchte. Auf der Tischplatte vor ihm standen ein wuchtiger Kerzenleuchter und ein mächtiger Trinkkelch aus Zinn, ähnlich denen, die Johannes im Wirtshaus bei Freder gesehen hatte.

Auf einen kurzen, bellenden Laut des Begleiters hin öffnete der Schlafende träge ein Auge. Als er Johannes erblickte, riss er beide auf und setzte sich gerade hin.

„Was haben wir denn da?“, knurrte er und schickte seine Wache mit einer Handbewegung wieder zurück nach draußen.

Johannes stand stocksteif, unfähig, sich zu rühren. Er starrte den Troll an, dessen breite Schultern und dunkles Fell ihn schon rein äußerlich aus der Masse hervorstechen ließen. Sein deutlich verständlicher Satz in der Menschensprache zeigte, dass er nicht nur stärker, sondern auch klüger zu sein schien als seine Untertanen. Der Blick, mit dem er ihn musterte, verriet im Unterschied zu dem stumpfen Glotzen der Wächtertrolle und Türsteher eine gefährliche Schläue.

Instinktiv spürte Johannes, dass er sich vor dem Trollkönig in Acht nehmen musste. Er räusperte sich einmal, bevor er entschlossen seinen Namen nannte.

„Johannes“, wiederholte sein Gegenüber bedächtig und lehnte sich wieder zurück in die Felle. Die Stimme war tief, sonor, nicht so knarrend wie die des Wächtertrolls. „Was führt ein Menschenjunges hierher ins ewige Eis?“

„Ich suche meine Mutter.“ Er hatte keine Sekunde gezögert mit seiner Antwort und bemühte sich um Festigkeit in der Stimme. „Eure ... Untergebenen haben sie mitgenommen.“

„Deine Mutter.“ Der Trollkönig zog das Wort in die Länge, als müsse er überlegen.

Johannes wartete ungeduldig, obwohl er am liebsten laut „Gib sie uns zurück!“ geschrien hätte. Es fiel ihm schwer, ruhig stehen zu bleiben, doch er durfte den Herrscher nicht verärgern. Dann wäre alles verloren. „Ist sie hier? Kann ich sie mit ... nach Hause nehmen?“ Ein Kloß bildete sich in seinem Hals und er war sicher, dass er kein weiteres Wort hervorbringen konnte, ohne zu weinen anzufangen.

Das schwarzbehaarte Wesen erhob sich aus dem Stuhl. Eines der Felle rutschte zu Boden und Johannes sah, dass die Sitzfläche aus blankem Eis bestand. Unwillkürlich schauderte er.

„Meine Untergebenen haben viele Dinge von ihrem letzten“, der Herrscher der Trolle stockte kurz, „Ausflug mitgebracht. Kostbare, nützliche und welche, die einfach nur schön anzusehen sind.“ Die Worte kamen langsam, er war es offenbar nicht gewohnt, in der Sprache der Menschen zu reden.

Johannes sank der Mut. Es heißt, der Trollkönig sammelt schöne Sachen wie Trophäen , hörte er Freder in seinem Kopf. Was, wenn die Mutter tatsächlich als eines dieser Mitbringsel angesehen worden war und die Trolle sie gar nicht wegen des Ziegenkäses mitgenommen hatten?

Sein Herz hämmerte in der Brust und seine eiskalten Hände umklammerten den dicken Knoten des Bündels. Bebend ließ er die Musterung des Königs über sich ergehen. Sein Gefühl sagte ihm, dass, je länger dieser mit einer Antwort zögerte, die Wahrscheinlichkeit zunahm, die Mutter zurückzubekommen.

„Wir brauchen sie“, wisperte er erstickt. „Meine Schwester ist noch so klein.“

Immer noch schwieg der Troll, der wie ein Turm hinter dem Tisch aufragte. Sein behaartes Gesicht zeigte keine Regung, während die schwarzen Augen ihn musterten. Es war nicht zu erkennen, was er dachte, und Johannes fühlte sich unter dem forschenden Blick zunehmend unbehaglich.

„Komm mit“, befahl der König und schlurfte an ihm vorbei zur Tür.

Johannes folgte, ohne zu wissen, wohin es ging und ob er die Höhle je wieder verlassen würde. Eva , flüsterte er in Gedanken, ich finde Mutter und bringe sie mit nach Hause, versprochen .

Sie traten auf den blau schimmernden Korridor hinaus. Ihr Weg führte aufwärts. Eine Ebene nur und es wurde wieder heller. Am Ende eines schnurgeraden Ganges angekommen, blieb der König stehen.

Johannes hob den Kopf und riss die Augen auf. Ungläubig staunend ließ er den Blick über den Anblick wandern, der sich ihm bot. Eine Tür gab es nicht, nur eine Verbreiterung des Ganges zu einer Art Saal, angefüllt mit Säulen aus Eis. Manche so hoch, dass sie die gewölbte Decke trugen, andere kleiner als er selbst. Ein dünner Lichtstrahl fiel auf jedes der weißen Gebilde und erleuchtete es.

Sonnenlicht?

Wie ist das möglich , fragte er sich erstaunt. Sie befanden sich weit unten in einer klaftertiefen Eishöhle. Er hob den Kopf noch höher, um zu sehen, wo die zarten Lichtfinger herkamen, doch geblendet musste er den Blick wieder senken.

Zögernd trat er näher an die Säulen heran, obwohl er am liebsten davongerannt wäre. Die durchsichtigen, leuchtenden Stelen beherbergten Dinge. In der ersten befand sich eine Muschel. Das Eis hatte man so poliert, dass es glatt wie eine Fensterscheibe war. Jedes Detail auf der makellosen Schale konnte er erkennen.

Wie im Traum ging er weiter, obwohl sein Herz hart gegen die Rippen hämmerte. Dampfwölkchen kamen aus seinem halbgeöffneten Mund und die klammen Finger schob er in die Achselhöhlen.

Freder hatte recht behalten. Der Raum war die Trophäensammlung des Trollkönigs. Er sah einen wundervollen, blaugrün glänzenden Vogel mit einem Federkrönchen auf dem Kopf, dessen Schwanz ausgebreitet und rund wie ein Wagenrad war. Eine Kette aus rosa schimmernden Perlen. Einen auf die Hinterbeine aufgerichteten Bären, geschnitzt und nur so groß wie seine Faust, aber so fein, als wäre er lebendig. Eine Feder, die in nie gesehenen Farben leuchtete, eine gerade erblühte dunkelrote Rose, ein ...

Ein überraschter Laut entschlüpfte ihm. In der Säule war ein Kind. Ein wunderschönes, blondes Mädchen. Sein Herz schmerzte, so sehr erinnerte ihn die Kleine an Eva. Ihr Gesicht zeigte Staunen und ihre großen Augen blickten verständnislos. Die Hände hielt sie erhoben, als würde sie von innen gegen das Eis drücken.

Das Entsetzen verschlug ihm die Sprache. Muscheln, Federn, Perlen – das alles waren wirklich wunderschöne Dinge. Auch er hatte sie bewundert. Doch bereits der Vogel hatte ihm leidgetan. Aber ein Kind in Eis einzuschließen, war ...

Langsam hob er die Hand und berührte mit einem Finger die spiegelglatte Fläche. „Ist sie ... tot?“, stammelte er verstört.

Vom Trollkönig kam ein Schnauben. „Nein“, grunzte er, „seelenlos.“

„Seelenlos?“ Johannes konnte sich nichts darunter vorstellen. „Was bedeutet das?“

„Ich habe ihr ihre Seele genommen. So ist ihr Körper erstarrt. Erst wenn sie sie zurückerhält, lebt sie wieder.“

„Wie kann man jemandem die Seele nehmen?“ Sein Blick glitt ungläubig über das Kind. Sie sah so lebendig aus. „Und erfriert sie nicht da drin?“

„Nein. Sie fühlt nichts, auch keine Kälte. Ihr Körper ist genauso eingefroren wie ihre Lebenszeit.“

„Was ist mit ihren Eltern? Ihrem Zuhause?“

„Was kümmert mich das?“, knurrte der Trollkönig gereizt. „Sie haben sie nicht beschützt, ganz allein gelassen. Jetzt bleibt sie bei mir.“

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