Ernst von Wegen - Der Nackt-Scanner

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Es geht um den Stellenwert von Sex und Erotik im öffentlichen Raum. Der Nackt-Scanner nimmt unseren täglichen Umgang mit der Sexualität aufs Korn. Er stößt auf unterhaltsame und gleichzeitig bissige Art in die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Er zeigt was passieren kann, wenn einer auf dem schmalen Grat zwischen Trieb und Vernunft ausrutscht.

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Hinter solchen Überlegungen versteckte sich mein schlechtes Gewissen, um Katja in die Augen sehen zu können.

Katja kam müde aber gut gelaunt zur Tür herein. Sie hatte einen guten Abschluss gemacht und konnte mit dem Rückenwind dieses Erfolges in Ruhe ihr nächstes Projekt vorbereiten. Wir knackten eine Flasche Dietrich Sauvignon Blanc (ein Geheimtipp von der Südsteirischen Weinstraße) und stießen auf ihren Erfolg an. Das war unser Ritual: wenn Katja einen dicken Fisch an Land gezogen, oder ich ein Buch oder einen wichtigen Artikel veröffentlicht hatte, machten wir einen besonders guten Wein auf und ließen uns was zu essen kommen. Dabei besprachen wir das Erreichte und planten die nächsten Schritte.

Als wir den edlen Tropfen geleert hatten und ins Bett gingen, war ich plötzlich so wild auf Katja, wie lange nicht. Sie war glücklich und gab sich willig hin. Hinterher hauchte sie:

„Na, du scheinst ja auch einen guten Tag gehabt zu haben?!“

„Nun“ sagte ich, „eine nette Idee, mehr ist es noch nicht.“

„Eine Idee, die dich zu solch erotischen Ausbrüchen anspornt? Davon will ich mehr hören, erzähl!“

„Da gibt’s noch nicht viel zu erzählen, außerdem ist es nicht meine, sondern die Idee von Hugenbach...“

„Wie bitte? Dein Verleger sorgt dafür, dass wir nach mehr als zwei Wochen endlich wieder Sex haben?“

„Nein! Ja, irgendwie schon, hör zu: Der Verlag steht vor der Pleite, wir brauchen dringend einen Verkaufserfolg. Erotik! Sex! Stell dir vor, ich solle eine Art Intellektuellenporno schreiben! Klugscheißer hätten auch ein Triebleben, so seine Theorie!“

„Und was für eines!“ lachte Katja, „das hast du gerade gezeigt. Aber was war das für eine Idee, die dich so beflügelte?“

„Ja, Mensch, wo soll denn einer wie ich einen Stoff dafür hernehmen, wenn nicht stehlen? Also habe ich aus dem Fenster geschaut, wie immer, wenn ich nachdenke. Und was glaubst du, wen ich sah, na?“

„Nun sag schon, wen denn?“

„Weißt du, wer neuerdings Essen auf Rädern ausfährt? Claudia Springer!“

Ich erzählte ihr das Beziehungschaos unserer gemeinsamen Bekannten. Katja meinte:

„Ja, ich hab‘ davon gerüchteweise gehört, es aber nicht glauben wollen. Ist ja irre traurig, aber was hat deine Idee mit Claudias kaputter Ehe zu tun? Nee, oder?“

„Ja nun, in meiner Verzweiflung habe ich mir einfach vorgestellt, sie käme mit rauf und wir schöben eine flotte Nummer, so eine Art Trostvögeln, verstehst du?“

Katja verschluckte sich fast vor Lachen:

„Erstaunlich, was so eine drohende Pleite alles bewirken kann. Not macht tatsächlich erfinderisch. Erzähl es mir, erzähl mir alles haarklein.“

Ich holte meinen Schreibblock und las ihr vor, wie ich ihre Freundin getröstet hatte, so als wäre es bloß eine geistige Schöpfung gewesen.

„Immanuel, mein Genie!“ sagte Katja verzückt, „Es steckt ja doch mehr in dir als nur die reine Vernunft!“

In der Nacht aber trat das schlechte Gewissen offen auf und die Angst schüttelte mich: so leichtfertig hatte ich unsere wirklich gute Ehe aufs Spiel gesetzt - wofür? Um Stoff für ein unmögliches Buch zu sammeln? Oder gar aus Geilheit? Oder beides? Wie auch immer, mir zitterten die Glieder wie nach einem knapp vermiedenen Verkehrsunfall. Im übertragenen Sinne war’s ja auch einer. Schweißgebadet warf ich mich im Bett hin und her. Katja störte das nicht, sie schlief den tiefen Schlaf der Tüchtigen.

*

Auch tags darauf hatte ich „zufällig“ im Hof zu tun, als Claudia kam. Sie ließ sich wieder zu einer Tasse Kaffee einladen. Sie bedankte sich für das schöne Erlebnis gestern und fragte:

„Wir können doch ganz offen miteinander reden?“

Sicher, das konnten wir.

„Worum geht’s denn?“

Ja, sie hätte gestern erst so richtig erfahren, was Frau zu sein alles bedeuten konnte:

„Ich hatte ja nie den Mut, was zu äußern, und mein Othmar, oh Gott, der wollte ja, wenn er überhaupt wollte, immer nur...“

Othmar wollte immer nur die Missionarsstellung: rauf auf die Mutti, ein bisschen rumjuckeln, ejakulieren, fertig. Nie was anderes ausprobieren. Claudia dagegen wollte einmal „so richtig von hinten gefickt“ werden! Sorry, genauso sagte sie es. Für mich auch sprachlich interessant. Man benutzt vor allem dann drastische Ausdrücke, wenn man zu arg unter Druck gerät und sich aus der Defensive befreien möchte: der wütende Vorgesetzte, der sich „nur noch von Idioten umgeben“ sieht, der kleine Mann, der „alle Politiker in einen Sack stecken und mit dem Knüppel draufschlagen“ möchte. Und nun die frustrierte Ehefrau, die bislang bei dem Ausdruck „vögeln“ schon errötet war und nun plötzlich „so richtig von hinten gefickt werden“ wollte.

‚Ich werde bei Gelegenheit einen Essay über verbalen Gefühlsabbau schreiben‘, dachte ich.

Othmar also war „von hinten“ immer zu tierisch gewesen, unchic, irgendwie. Vielleicht sah er in dieser Stellung, was er nicht sehen wollte, wer weiß. Jedenfalls wollte Claudia das mit mir nachholen, nach dem gestrigen Erlebnis traute sie mir offenbar alles zu. Sie hatte einen runden, niedlichen Hintern, wirklich reizend, aber als sie sich auszog und in Stellung brachte, konnte ich Othmar schon verstehen: tatsächlich ein bisschen wie eine Kuh.

„Claudi“ sagte ich, „nicht so! Du musst deinen Po wie eine Zielscheibe anbieten. Und vergiss den Rest deiner Reize nicht.“ Mit einigen sanften Handgriffen verhalf ich ihr zur Verführerpose. Sie kapierte rasch, schon drückte sie mir ihr Hinterteil entgegen, ich streichelte ihre Hüften und drang ein. Meine Hände glitten vor zu ihren Schultern, ich zog langsam ihren Oberkörper hoch, Claudi stützte sich mit den Händen an der Wand ab, so dass ich ihren Bauch, ihre Brüste streicheln, ihre Kugelbrüste in meinen Handschalen wiegen konnte, Claudi stöhnte, jaaaah!, das war zu viel des Guten, schon nach wenigen Schüben entleerte ich mich.

„Oooh!“

Claudia war zu recht enttäuscht. Sie hatte gehört, in solchen Fällen würde reden helfen, aber ich legte ihr einen Zeigefinger auf die Lippen, küsste ihre Brüste und streichelte ihr Becken, bis ich wieder bereit war für ihren Wunsch, sie „von hinten zu ficken“. Nach sanft und weich vorhin, nun rasch und hart, bis auch sie ihr Ziel erreichte.

*

Am Abend wollte Katja den „Stand der Dinge“ erfahren.

„Wie meinen?“

Ja, nun, wie weit die Geschichte gediehen sei?

„Ach“ sagte ich, „irgendwie ist das doch nicht mein Ding. Mangels anderer Einfälle musste ich wieder auf Claudia zurückgreifen.“

„Nun spann mich nicht auf die Folter, lies vor!“

Katja lachte sich schlapp:

„Die hüftsteife Claudia von hinten, entzückend!“

‚Von wegen Hüftsteif‘ dachte ich, ‚Wenn du wüsstest! ‘

„Nun lies schon vor“ sagte Katja, „ich bin gespannt, wie du das aufgelöst hast.“

Lachend über die „arme Claudi“ die nicht wüsste, wie wir sie durch den Kakao zögen, spielte Katja die hüftsteife Claudia, bot mir ihren Hintern und gluckste vergnügt:

„Lass uns das eins zu eins nachvögeln“. Ich nahm all meine Kräfte zusammen und vögelte die Szene nach, eins zu eins. Danach war mein Pulver vollends verschossen, todmüde fiel ich in den Schlaf, zwei, drei Stunden lang - bis das schlechte Gewissen wieder seine Nachtschicht begann.

*

In den nächsten Tagen lauerte ich schon im Hof oder in der Garage auf den Wagen, der Nachbars Essen brachte. Ich schob es darauf, dass ich unsere Affäre weiterhin „literarisch“ verarbeiten wollte, auch auf den Reiz des Neuen, tatsächlich aber suchte ich insgeheim was ganz anderes: diese verstörende Selbstvergessenheit unseres ersten Seitensprungs, das zeitweilige Aussetzen des Verstandes! Das erschreckte und reizte mich gleichermaßen.

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