Ричард Бах - Heimkehr. Ein Abenteuer des Geistes

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Heimkehr. Ein Abenteuer des Geistes: краткое содержание, описание и аннотация

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«Gilt das für ausnahmslos jede Entscheidung?«

«Ja.«

Er preßte seine Daumenkuppe mit den Fingern zusammen. «Gilt das für jede winzige Kleinigkeit?«

«Probier es aus«, sagte ich.»Welche Entscheidung bleibt ohne Folgen?«

«Ich stieß das kleine Flugzeug zum dritten Mal ab. Es setzte wieder zu einem Sturzflug an, fing sich über den Spitzen der Grashalme und schwebte dreißig Fuß weit geradeaus, bis es sanft wie ein Nachtfalter landete. Nicht schlecht für drei Flugversuche.

«Hat es Folgen, wenn man ein Schriftsteller ist?«

«Ja«, antwortete ich.»Jeden Tag kann ich bis mittags schlafen.«

«Na, na!«

Ich ging, um das Segelflugzeug aus dem Gras zu fischen.»Dickie, verstehst du nicht? Es gibt immer irgendwelche… Auswirkungen, gute und schlechte…«

«… Es macht uns glücklich oder unglücklich…«, rief er, stellvertretend für uns beide.

«… irgend etwas zu machen, wozu wir uns entschlossen haben, oder irgend jemand zu sein, der wir sein wollen«, beendete ich seinen Satz.

«Hat die Schriftstellerei schlimme Folgen?«fragte er.

Als ich wieder zu ihm zurückging, wußte ich seinen Blick nicht zu deuten und konnte mir nicht erklären, warum er das wissen wollte.

«Ich habe vor Jahren ein Buch über die Ernährung verfaßt und darin geschrieben, daß es für manche von uns gut wäre, zehn Pfund Gewicht zu verlieren.«

«Und das sind die schlimmen Folgen der Schriftstellerei?«

«Nein. Was mich in diesem Zusammenhang unglücklich gemacht hat, war, daß einer meiner Leser meine Auffassung teilte, sich auf mich als Kapazität berief und sich, um sein Gewicht zu vermindern, den Kopf abtrennte.«

Er bekam Augen so groß wie Suppenteller.»was sagst du da?«

«Er hatte nicht verstanden, was ich meinte, Dickie, aber er verlor zehn Pfund Gewicht.«

«Du nimmst mich auf den Arm!«

«Ein wenig«, entgegnete ich.»Ich habe vor Jahren ein Buch über jemanden geschrieben, der keine Angst vor dem Sterben hatte. Ein junger Mann las das Buch, kam zu dem Schluß, daß er sich auch nicht vor dem Sterben fürchtete, und beging Selbstmord.«

«Du nimmst mich immer noch auf den Arm.«

«Nein. Die Geschichte ist wahr. «Ich saß im Gras und hielt das Flugzeug in der Hand.

«Warum hat er das gemacht?«

«Er war verliebt, die Eltern seiner Freundin lehnten ihn ab und sagten, sie würden ihre Tochter fortschicken, damit sich die beiden niemals wiedersehen. Das Paar beschloß, zusammen Selbstmord zu begehen, und fuhr mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Mauer. Das Mädchen überlebte den Aufprall, er nicht.«

«Weshalb sind die beiden nicht einfach zusammen durchgebrannt?«

«Eine gute Frage.«

«Wenn ich über etwas nicht hinwegkäme, Richard, würde ich mich sicherlich nicht umbringen. Aber ich würde einige ziemlich drastische Sachen machen.«

«Zum Beispiel?«Was hatte ich schon als drastisch angesehen, als ich neun Jahre alt war?

«Ich würde mein Pfadfindermesser und Streichhölzer einpacken, etwas zu essen mitnehmen und mit dem Mädchen in die Berge radeln.«

Mir fiel meine letzte verzweifelte Flucht ein, die ich vor langer Zeit in die bergige Wildnis, die von meiner Heimatstadt aus undeutlich am Horizont zu sehen war, unternommen hatte. Ich wartete auf weitere Beispiele.

«Wenn ich autofahren könnte, würde ich mit ihr nach Montana fahren. Oder wir würden auf einem Frachter nach Neuseeland schippern.«

Natürlich war Flucht sein erster Gedanke. Wenn heute bei mir etwas Drastisches angebracht wäre, würde ich mich auch dazu entschließen zu fliehen.

«Ich würde mit ihren Eltern reden, «fuhr er fort,»ihnen versprechen, ihnen bis an ihr Lebensende den Rasen zu mähen, ihnen meine hervorragenden Zeugnisse zeigen und fünfzig Freunde mobilisieren, die ihnen erzählen, daß ich ein wirklich netter Bursche bin.«

Ich nickte.

«Du lieber Gott, sie ist doch nicht das Eigentum ihrer Eltern, oder?«

«Niemals, «sagte ich,»nicht für eine Sekunde, das ist meine Auffassung, aber sie waren wahrscheinlich anderer Meinung.«

«Soll sie doch fortziehen«, sagte er.»Ich würde ihr, wo auch immer sie wäre, Briefe schreiben, bis ich alt genug wäre, das Mädchen zu kriegen.«

«Das könnte klappen.«

«Ich würde arbeiten und ihr Geld schicken, damit sie mich anruft, wann immer sie will. Wir würden am Telefon Pläne schmieden und wieder zueinander finden.«

Ich wartete.

«Geduld. Früher oder später würden wir auf eigenen Füßen stehen, ohne die Eltern zurechtkommen, und niemand könnte uns daran hindern, zusammenzusein.«

Binnen fünf Minuten hatte der Junge fünf Pläne als Alternative zum Selbstmord ersonnen, einen Plan pro Minute, um den Eltern des Mädchens wirksam Widerstand zu leisten. Hätte mein junger Leser, so dachte ich, binnen eines Tages nicht das gleiche tun können?

Hätte das arme Kind an einem durchgescheuerten Strick über einem See voller Alligatoren gebaumelt, hätte selbst ich zugegeben, daß die Zahl der Alternativen zusammengeschrumpft war, aber selbst dann ist der Tod noch nicht unvermeidlich. Ich bin des öfteren in Florida mit Alligatoren zusammen im Wasser gewesen; sie sind überhaupt keine Menschenfresser. Selbst wenn sie es wären, ist es wie jedes andere kurze Bad in einem See — falls sie nicht gerade hungrig sind oder man sie beim Meditieren stört, während man an ihnen vorbeitreibt.

Mit Schwung warf ich das kleine Flugzeug in die Luft. Es stieg hoch, flog dann in gleicher Höhe weiter, segelte über den Berg hinweg und war nicht mehr zu sehen.

Sterben ist ein Statement, das nur einmal im Leben abgegeben werden kann, dachte ich und wünschte, daß mein leichtfertiger Leser hier bei Dickie und mir wäre. Begeht man im Alter von sechzehn Jahren Selbstmord, erweist man sich als nicht tauglich, das Spiel zu gewinnen, dessentwegen wir hierher gekommen sind.

Um Mißverständnissen vorzubeugen, sagte ich in Gedanken zu ihm: Wenn du dich, um deinen Selbstmord zu rechtfertigen, auf mein Buch berufen willst, benötigst du, bevor du es tust, meine schriftliche Zustimmung, und zwar in Form eines Einschreibens. Mißachtest du das, werde ich mich zu Tode ärgern, weil irgendein Leser meines Buches vergessen hat, daß die Raumzeit unser Sport ist und sich vor einer Welt der Spiegel so tief verbeugt hat.

Ich schwieg eine Weile. Während ich über seine Entscheidung nachdachte.

«Wie würdest du das finden, Dickie? Du bringst dich um, indem du dein Auto zuschanden fährst, du verläßt den völlig zerquetschten Körper, der hinter dem Lenkrad zusammengesunken ist, und dann besinnst du dich: O nein! Wir hätten nach Auckland abhauen können! War ich ein Esel, oder was?«

«Zu spät«, sagte er.»Deiner Meinung nach muß ich mich wieder hinten anstellen, ich muß wieder als Baby geboren werden, das noch viel hilfloser ist als der Teenager, ich müßte noch einmal von vorn anfangen und zählen lernen, in den Kindergarten gehen und das machen, was die Erwachsenen sagen, weil ich klein bin und sie groß sind…«

Wir müssen uns nicht wieder hinten anstellen, dachte ich. Wir müssen überhaupt nichts tun. Wir möchten es erneut tun, wir möchten versuchen, die Sache wieder ins rechte Lot zu bringen und eine unüberlegte Tat zu korrigieren.

Zum ersten Mal, seit wir uns begegnet waren, bedauerte der Junge, der ich gewesen, den Mann, der ich bin.»Welche Folgen hat es für dich gehabt, daß du ein Buch geschrieben hast, das irgend jemand nicht verstand?«

«Ich verspürte eine starke innere Spannung, Dickie, und verspüre sie immer noch. Ich möchte mit ihm sprechen, ich möchte, daß er mir seine Alternative sagt.«

«Das ist nicht möglich. Er ist tot.«

Wer weiß, dachte ich. Vielleicht wird er in der Lage sein, das nächste Buch zu lesen, sobald es fertig ist.

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