Ursula Le Guin - Die Gräber von Atuan

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Die Gräber von Atuan: краткое содержание, описание и аннотация

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Tenar wird schon als sechsjährige zur Obersten Priesterin geweiht und damit zur Herrscherin über ein unterirdisches, labyrinthisches Reich der Dunkelheit. Bei einem ihrer Streifzüge überrascht sie den Magier Ged, der versucht den schicksalsträchtigen Ring von Erreth-Akbe zu finden. Er kann Tenar davon überzeugen, dass ihre Bestimmung sie letztlich zu einer Gefangenen macht. Gemeinsam versuchen sie zu fliehen. Doch die bösen Mächte lassen sich nicht so einfach abschütteln.

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Sie sprach wie in einer Trance, wie in Ekstase. Manan beobachtete sie. Auf seinem gepolsterten Gesicht lag gewöhnlich ein Zug von Trauer. Doch jetzt war es noch trauriger als sonst. »Ja, und du bist die Herrin über all das«, sagte er, »über das Schweigen und die Dunkelheit.«

»Stimmt! Aber sie zeigen mir nichts, nur die Räume, die sich hier oben befinden. Nicht einmal den Zugang zu den unterirdischen Gewölben haben sie mir gezeigt! Nur manchmal machen sie Andeutungen. Sie enthalten mir mein eigenstes Reich vor! Warum lassen sie mich warten und warten?«

»Du bist noch jung. Es kann auch sein«, sagte Manan in seiner rauhen Altstimme, »daß sie Angst haben, Kleines. Denn schließlich ist es nicht ihr Reich, sondern deines. Sie begeben sich in Gefahr, wenn sie es betreten. Du wirst keinen Sterblichen finden, der sich vor den Namenlosen nicht fürchtet.«

Arha erwiderte nichts darauf, aber ihre Augen funkelten. Wiederum hatte Manan etwas gesagt, worüber sie nachdenken mußte. Thar und Kossil waren ihr bislang immer so mächtig, so kalt, so erschreckend erschienen, daß es ihr niemals eingefallen wäre, zu vermuten, daß sie Angst haben könnten. Aber Manan hatte recht. Die beiden fürchteten sich vor diesen Gewölben, vor diesen Mächten, zu denen Arha gehörte, von denen sie ein Teil war. Sie hatten Angst, diesen finsteren Ort zu betreten, sie wollten nicht verzehrt werden.

Als sie jetzt mit Kossil die Stufen des Kleinhauses hinunterstieg und den Windungen des Pfades folgte, der zum Thronsaal hinaufführte, erinnerte sie sich wieder an diese Unterhaltung mit Manan und frohlockte in ihrem Innern. Ganz gleich, wohin sie diese beiden nehmen und was sie ihr zeigen würden, sie, Arha, würde keine Furcht haben. Ihr war der Weg vertraut.

Kossil, die einige Schritte hinter ihr auf dem Pfad folgte, begann: »Wie meiner Herrin bekannt ist, besteht eine ihrer Pflichten darin, gewisse Gefangene, Verbrecher aus adligen Häusern, zu opfern, die Hochverrat geübt oder sich gegen den Gottkönig versündigt haben.«

»Oder gegen die Namenlosen«, sagte Arha.

»Gewiß. Es wäre unpassend gewesen, wenn die Verzehrte, während sie noch ein Kind war, dieser Pflicht nachgekommen wäre. Aber meine Herrin ist kein Kind mehr. Im Kettenraum befinden sich Gefangene, die der Gottkönig in seiner Güte vor einem Monat von seiner Stadt Awabad hierher gesandt hat.«

»Ich wußte nicht, daß Gefangene gesandt wurden. Warum wurde mir das nicht gesagt?«

»Gefangene werden nachts gebracht, und ganz geheim, wie es das alte Ritual der Gräber vorschreibt. Wenn meine Herrin dem Pfad folgt, der sich der Mauer entlang windet, wird sie den geheimen Weg erkennen.«

Arha bog vom Weg ab und ging an der Mauer entlang, die die Grabsteine umschloß, die sich hinter dem Gebäude der Thronhalle befanden. Die Steine der Mauer waren massiv, der kleinste war schwerer als ein Mensch und die größten waren so groß wie Wagen. Obgleich sie nicht zugehauen waren, sah man, daß sie sorgfältig gefügt und zueinandergepaßt waren. Doch es gab Stellen, wo die Steine abgerutscht waren und jetzt in einem unordentlichen Haufen aufeinanderlagen. Diese Zerstörung mußte sich über einen unendlich langen Zeitraum erstreckt haben, über Jahrhunderte unerbittlichen Wüstenklimas, brennendheißen Sommern und frostigen Nächten, oder sie war auf das unmerkliche Verschieben der Hügel selbst zurückzuführen.

»Es ist sehr leicht, die Grabmauer zu übersteigen«, sagte Arha, als sie an ihr entlang gingen.

»Es gibt nicht genügend Männer, die sie wieder herrichten könnten«, erwiderte Kossil.

»Wir haben genügend Männer, um sie zu bewachen.«

»Das sind Sklaven. Ihnen kann man nicht trauen.«

»Man kann ihnen trauen, wenn sie sich fürchten. Man sage ihnen, daß sie genauso bestraft werden wie der Fremde, dem es gelingt, seinen Fuß auf den Boden innerhalb der Mauer zu setzen.«

»Welche Strafe steht darauf?« Kossil stellte diese Frage nicht, um etwas Neues zu erfahren. Sie selbst hatte Arha vor langer Zeit die Antwort darauf gelehrt.

»Er wird vor dem Thron enthauptet.«

»Wünscht meine Herrin, daß einWächter an der Gräbermauer aufgestellt wird?«

»Ja, das ist mein Wunsch!« antwortete Arha. Sie preßte ihre Finger, die in den langen, schwarzen Ärmeln ihres Umhangs verborgen waren, gegen ihre Handflächen, um ihre Freude zu unterdrücken. Daß Kossil keinen Sklaven zur Mauerbewachung verlieren wollte, war ihr ganz klar, im Grunde genommen war es auch ganz und gar unnötig, denn wer kam schon hierher? Es war fast ausgeschlossen, daß ein Mensch sich, sei es durch Zufall oder mit Absicht, der Stätte innerhalb eines Umkreises von einer halben Meile nähern konnte, ohne gesehen zu werden, und den Gräbern konnte er sich schon gar nicht nähern. Aber mit einem Wachtposten wurde ihnen eine Ehre erwiesen, die ihnen zustand, und Kossil konnte nichts dagegen einwenden. Siemußte Arha gehorchen.

»Hier«, sagte sie kalt.

Arha blieb stehen. So oft war sie schon an der Mauer entlanggegangen, daß sie diese genauso gut kannte wie die Stätte, wo sie jeden Zoll, jeden Stein, jeden Dorn und jede Distel kannte. Links von ihr erhob sich die Mauer, dreimal so hoch wie sie selbst, rechts von ihr fiel der Hügel stufenweise ab gegen ein flaches, dürres Tal, das sich auf der anderen Seite gegen die Ausläufer der westlichen Bergkette erhob. Sie ließ ihren Blick über den Boden schweifen, aber sie sah nichts Besonderes, alles sah aus wie sonst.

»Unter dem roten Felsen, Herrin!«

Etwas unterhalb des Hügels war ein treppenähnlicher Felsvorsprung aus roter Lava. Als sie zu dem Vorsprung hinuntergegangen war und direkt davor stand, kam er ihr wieeine ungefüge Tür, etwa eineinhalb Meter hoch, vor.

»Was muß ich jetzt tun?«

Sie wußte aus Erfahrung, daß es nutzlos war, zu versuchen, an geheiligten Stellen eine Tür zu öffnen, bevor man nicht genau wußte, wie sie geöffnet werden kann.

»Meine Herrin hat alle Schlüssel zu den dunklen Orten.«

Nachdem sie in die Gemeinschaft der Frauen aufgenommen worden war, hatte man ihr einen Schlüsselring gegeben, an dem ein kleiner Dolch und dreizehn Schlüssel hingen, manche groß und schwer, andere so klein wie Angelhaken. Diese hob sie nun hoch und breitete sie aus. »Der da«, sagte Kossil und deutete auf einen Schlüssel. Dann steckte sie ihren plumpen Zeigefinger in eine Spalte zwischen den beiden roten ausgehöhlten Felsen.

Der Schlüssel war lang und rund, mit zwei reichverzierten Bärten, und paßte in die Spalte. Arha packte ihn mit beiden Händen und drehte ihn nach links. Es ging schwer, und er bewegte sich langsam, doch er drehte sich ohne zu stocken.

»Und jetzt?«

»Miteinander …«

Gemeinsam drückten sie das rauhe Gestein links neben dem Schlüsselloch nach innen. Schwerfällig, doch lautlos und ohne hängenzubleiben, glitt ein ungleichmäßiges rotes Felsstück nach innen, bis ein schmaler Spalt sichtbar wurde. Innen war alles pechrabenschwarz.

Arha beugte sich nieder und trat ein.

Kossil, die beleibt und dazu noch dick angezogen war, hatte Mühe, sich durch den engen Spalt zu zwängen. Sobald sie drinnen war, lehnte sie sich mit dem Rücken gegen die Tür, nahm ihre Kraft zusammen und stemmte sich gegen das Felsstück, bis es sich hinter ihr schloß.

Es war völlig finster. Kein Lichtschimmer fiel in die Dunkelheit, die sich wie nasser Filz über die Augen legte.

Sie mußten sich tief beugen, denn dort, wo sie standen, war es nicht viel höher als ein Meter und sehr eng, Arha konnte den feuchten Fels links und rechts neben sich fühlen.

»Haben Sie ein Licht mitgebracht?« Arha flüsterte, wie man es oft in der Dunkelheit tut.

»Nein, ich habe kein Licht mitgebracht«, antwortete Kossil hinter ihr. Auch Kossil sprach leise, doch in ihrer Stimme lag ein fremder Ton, als lächle sie. Und Kossil lächelte nie. Arhas Herz begann laut zu schlagen; das Blut pulsierte in ihrem Hals. Sie redete sich inständig zu: Dies ist mein Besitz, hierher gehöre ich, ich will mich nicht fürchten!

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