Terry Brooks - Die Elfensteine von Shannara

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Den Raffer zu finden, brauchte der Dagda Mor etwas länger. Er entdeckte ihn schließlich kaum fünf Schritte entfernt. Völlig reglos, wenig mehr als ein Schatten im blassen Licht des frühen Morgens, stand er da, ein Stück verbleichender Nacht vor dem Grau des öden Flachlands. Von Kopf bis Fuß in Gewänder gehüllt — in der Farbe feuchter Asche —, war der Raffer beinahe unsichtbar, zumal sein Gesicht im Schatten seiner weiten Kapuze verborgen war. Keinem lebenden Wesen war es gestattet, diese Züge öfter als einmal zu sehen. Der Raffer zeigte sie nur seinen Opfern, und seine Opfer ereilte der Tod.

Um vieles gefährlicher noch als der Wandler war der Raffer, denn er war ein Töter. Sein einziger Lebenszweck lag im Töten. Er war ein massiges Geschöpf, muskulös, kräftig und groß wie ein Bär, wenn er sich zu seiner vollen Höhe aufrichtete. Doch diese Massigkeit täuschte, denn er war keineswegs schwerfällig. Er bewegte sich mit der Geschmeidigkeit und Anmut des geschicktesten Elfenjägers — behende, gewandt, schnell und lautlos. Und wenn er einmal die Jagd aufgenommen hatte, gab er nicht eher auf, als bis er sein Opfer erlegt hatte. Etwas, was sich der Raffer einmal als Beute ausgesucht hatte, entkam ihm nie.

Selbst der Dagda Mor begegnete dem Raffer mit Vorsicht, obwohl dieser seine Kräfte nicht mit den seinen messen konnte. Er war auf der Hut, weil der Raffer ihm aus einer Laune heraus diente, nicht aus Furcht oder Respekt wie die anderen. Der Raffer fürchtete nichts. Er war ein Ungeheuer, dem das Leben nichts galt, nicht einmal sein eigenes. Und er tötete nicht, weil er Freude daran hatte, obwohl er in Wahrheit tatsächlich auch Freude am Töten fand. Er tötete, weil sein Instinkt es ihm befahl, weil er es notwendig fand zu töten. In der Finsternis der Verfemung, abgesondert von allen Lebewesen außer von seinen eigenen Brüdern, war er manchmal kaum zu bändigen gewesen. Der Dagda Mor hatte ihm niedrigere Dämonen zum Töten opfern müssen und hatte ihn nur mit einem Versprechen zähmen können. Wenn sie erst einmal aus dem Bann der Verfemung befreit waren — und dieser Tag der Freiheit würde kommen —, dann würde dem Raffer sich eine ganze Welt voller Lebewesen auftun, an der er sich laben konnte. Dann konnte er jagen, solange es ihm beliebte. Am Ende würde er sie vielleicht alle töten.

Der Wandler und der Raffer. Der Dagda Mor hatte eine gute Wahl getroffen. Der eine sollte ihm Auge sein, der andere Hand, und dieses Auge und diese Hand würden tief in das Herz des Elfenvolkes eindringen und auf immer jede Möglichkeit einer Wiedergeburt des Ellcrys zunichte machen.

Mit scharfem Blick spähte er nach Osten, wo hinter den Spitzen des Grimmzacken-Gebirges jetzt die Morgensonne unaufhaltsam aufstieg. Es war Zeit zum Aufbruch. Noch an diesem Abend mußten sie in Arborlon sein. Auch dies hatte er mit Sorgfalt geplant. Die Zeit war kostbar; keine Minute durfte er vergeuden, wenn er die Elfen übertölpeln wollte. Sie durften erst dann von seiner Rückkehr in die Welt erfahren, wenn es schon zu spät war, irgend etwas dagegen zu unternehmen.

Mit einer Geste winkte der Dagda Mor seinen Gefährten, dann wandte er sich ab und schlurfte schweren Schrittes in den Schatten der zerklüfteten Berge. Seine schwarzen Augen schlossen sich in innerer Genugtuung, als er im Geist schon den Erfolg auskostete, den der kommende Abend ihm bringen würde. Wenn dieser Abend vorüber war, gab es für die Elfen keine Rettung mehr.

Wenn dieser Abend vorüber war, würden sie nur noch tatenlos zusehen können, wie ihr geliebter Ellcrys dahinsiechte, ohne daß auch nur Hoffnung auf eine Wiedergeburt bestand.

Ja, so war es. Denn wenn dieser Abend vorüber war, würden alle Erwählten den Tod gefunden haben.

Tief im bergenden Schatten der felsigen Gipfel verharrte der Dagda Mor. Mit beiden Händen umschloß er den Stab der Macht, stellte ihn aufrecht, die Spitze fest in die trockene, rissige Erde gerammt. Leicht senkte er den Kopf, und seine Hände umspannten den Stab fester. Lange stand er so, regungslos. Seine beiden Gefährten hockten zusammengekauert hinter ihm und beobachteten ihn neugierig aus gelbfunkelnden Augen.

Plötzlich begann der Stab der Macht schwach zu glühen, er leuchtete in einem bleichen roten Schein, der die massige Gestalt des Dämonen aus der Dunkelheit heraushob. Gleich darauf erglühte der Stab in einem Licht von tieferem Rot, das zu pulsieren begann. Es strömte von dem Stab in die Arme des Dagda Mor und färbte seine grünliche Haut blutrot. Der Dämon hob den Kopf, und Feuer züngelte aus dem Stab himmelwärts, schoß in einem feinen, leuchtenden Flammenstreif in den Morgen hinein wie ein erschrecktes lebendes Wesen. In Sekundenschnelle war es verschwunden. Das Glühen, das den Stab der Macht erleuchtete, flammte noch einmal auf und erstarb.

Der Dagda Mor trat einen Schritt zurück und senkte den Stab. Die Erde rund um ihn war schwarz und verkohlt, und die feuchte Luft roch nach verglimmender Asche. Auf dem weiten Ödland herrschte Totenstille. Der Dämon ließ sich nieder, und seine schwarzen, unergründlichen Augen schlossen sich befriedigt. Danach rührte er sich nicht mehr. Und seine beiden Gefährten blieben so reglos wie er. Gemeinsam warteten sie — eine halbe Stunde, eine Stunde, zwei Stunden. Und noch immer warteten sie.

Bis schließlich aus den endlosen leeren Weiten des Nordlands auf gewaltigen Schwingen der geflügelte Nachtalp herabschwebte, den der Dämon herbeigerufen hatte, um ihn und seine Gefährten nach Arborlon zu tragen.

»Jetzt werden wir sehen«, flüsterte der Dagda Mor.

3

Gerade erst war die Sonne hinter dem Horizont emporgetaucht, als Andor Elessedil aus der Tür seines kleinen Hauses trat und den Fußpfad hinaufschritt zum eisernen Tor des Schloßparks. Als zweiter Sohn Eventines, des Königs der Elfen, hatte er im königlichen Palast leben können; doch vor Jahren schon hatte er sich mit seinen Büchern in das kleine Haus zurückgezogen und sich auf diese Weise ein Leben der Ruhe und Ungestörtheit gesichert, das ihm im Palast nicht vergönnt gewesen wäre. Zumindest hatte er das damals geglaubt. Jetzt war er davon nicht mehr so überzeugt; da die Aufmerksamkeit seines Vaters nahezu ausschließlich dem Ältesten, Arion, galt, hätte Andor wahrscheinlich auch im Palast ungestört seinen Neigungen leben können. Er atmete die frische und frühe Wärme der Morgenluft und lächelte flüchtig. Ein idealer Tag für einen Ausritt. Die Bewegung würde ihm und dem Pferd gut tun. Er zählte vierzig an Jahren, kein junger Mann mehr. Das magere Elfengesicht durchzogen kleine Fältchen an den Winkeln der schmalen Augen, und die scharfkantige Stirn durchschnitt eine tiefe Furche; doch sein Schritt war leicht und schnell, und seine Züge beinahe jungenhaft, wenn er lächelte — wenn das auch dieser Tage selten vorkam.

Als er sich dem Tor näherte, sah er Went, den alten Gärtner, schon bei der Arbeit. Eine kleine Hacke in der Hand stand er, dürr und betagt, über eines der Blumenbeete gebeugt. Als er Andor herannahen hörte, richtete er sich mühsam auf, und eine Hand griff zum Rücken.

»Guten Morgen, Prinz. Ein schöner Tag, nicht?«

Andor nickte. »Ein herrlicher Tag, Went. Bereitet der Rücken noch immer Kummer?«

»Hin und wieder.« Der alte Mann rieb sich vorsichtig über den Rücken. »Man wird eben alt. Aber mit den Jungen, die mir als Helfer zugeteilt werden, kann ich’s immer noch aufnehmen.«

Wieder nickte Andor. Er wußte, daß diese prahlerisch klingenden Worte des Alten der schlichten Wahrheit entsprachen. Schon vor Jahren hätte Went in den Ruhestand gehen sollen, doch er hatte sich hartnäckig geweigert, seine Arbeit aufzugeben.

Die Wachposten nickten grüßend, als Andor durch das Tor schritt, und er erwiderte den Gruß. Lange schon hatten die Wachen und er beschlossen, auf Formalitäten zu verzichten. Arion, der Kronprinz, mochte darauf bestehen, mit ehrfürchtigem Respekt behandelt zu werden; Andor, von niedrigerem Rang, gab sich auch mit weniger zufrieden.

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