John Norman - Die Tänzerin von Gor

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Die Tänzerin von Gor: краткое содержание, описание и аннотация

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›Solche Männer würden dich nicht wieder loslassen, Doreen. Zweifellos würdest du in sicherem Gewahrsam landen, nicht einmal der kleinste Gedanke an Flucht wäre möglich. Ich frage mich, ob du schnell lernen würdest, auch den kleinsten Launen der Männer zu dienen. Ja, ich glaube, du würdest schnell und gut lernen. Es wäre nicht angenehm, ihre Peitschen zu fühlen.‹

Ich weinte und war verzweifelt, weil ich nicht in einer anderen Zeit geboren war, nicht in Ägypten oder Sumer, oder im felsigen Griechenland, warum ich nicht im großen Palast von Persepolis gehalten wurde, warum ich Alexander nicht sehen durfte, vor ihm kniend als seine persische Sklavin, warum ich nicht als barbarische Sklavin in Ketten Rom betreten durfte, vor dem Streitwagen des Generals hergetrieben und seinen Triumphzug schmückend, warum ich nicht als muslimisches Mädchen Kreuzfahrern in ihrer Festung dienen durfte oder als christliche Sklavin schamlos ausgestellt und auf einem arabischen Markt verkauft wurde, um dann beigebracht zu bekommen, vor meinen Herren zu tanzen.

Dann verbannte ich solche Gedanken aus meinem Kopf. Ich dachte nicht, dass die Erklärung für meine Begierden, für die mysteriösen Dinge in mir, die so unterschiedlich zu dem waren, was mir beigebracht worden war, so komplex oder so einfach sein könnten, wie Erinnerungen der Rasse oder Erinnerungen eines Individuums, das ich an anderen Plätzen und zu anderen Zeiten hätte sein können. Im Gegenteil, ich argwöhnte, obwohl ich nicht sicher sein konnte, dass sie das Erbe meines Geschlechts waren, aber dazu zu sagen war auch, wenn ich an einem anderen Platz oder in einer anderen Zeit leben würde, könnte ich vielleicht Erfüllung in meiner Weiblichkeit finden, die mir in meiner gegenwärtigen Welt versagt blieb, dieser neurotischen, anonymen Welt, die Individualität und Liebe feindlich gegenübersteht, in der ich eine Gefangene der Zeit und der Umstände war.

Ich sah in den Spiegel und lächelte.

›Vielleicht warst du einmal ein irisches Mädchen‹, dachte ich, ›gefesselt zwischen die Bänke eines Wikingerschiffs, unterwegs nach Island, oder auch eine blasse, affektierte englische Lady, die 1802 in die Berberei verschleppt wurde und lernen musste, schwarzen Herren in hilfloser Ekstase zu dienen, aber vielleicht warst du auch nichts dergleichen. Das war sie und nicht wirklich du. Aber wer bist du? Gibt es irgendwo ein Schiff, das dich abholen wird? Sind die Ketten für dich schon geschmiedet? Ist irgendwo ein Eisen, das darauf wartet, glühend gemacht zu werden und deinen Körper zu zeichnen? Gibt es irgendwo einen Kragen, du kennst ihn jetzt noch nicht, wirst ihn aber gut kennen lernen, weil er deinen Hals umschließen wird? Ich würde es gern wissen. Du bist schön. Ich denke nicht, dass Männer geduldig mit dir wären. Sie würden eine hervorragende Dienerin erwarten, ohne Zögern oder Kompromisse. Du bist so schön. Freue dich, Doreen, dass es Männer wie die in deinen Träumen nicht gibt, wegen ihrer Macht und weil du in ihren Armen vergewaltigt, gedemütigt und unbeschreiblich schwach werden würdest. Ich lache höhnisch, weil du nicht wissen kannst, wie hilflos du ihnen gegenüber sein würdest, sie würden mit dir machen, was sie wollen. Was würde aus dir werden? Wie anmaßend du bist! Glaubst du, ich kenne dich nicht und weiß nicht, wer du bist und was du bist? Vielleicht kannst du das vor der Welt verbergen, aber nicht vor mir! Ich kenne dich und das, was du bist! Gib es zu oder du wirst geschlagen! Was wirst du werden? Was du werden wirst, erwiderte ich scharf, du weißt es schon in deinem Herzen, und weißt es sehr gut, du kleine, liebliche Heuchlerin, die du schon bist!‹

Das Mädchen im Spiegel sah erschreckt aus, dann machte sie einen Schmollmund und wirkte ärgerlich.

»Ist das etwa nicht wahr?«, forderte ich sie heraus.

»Ja«, schluchzte sie, »es ist wahr!«

»Hast du nicht viel zuviel an?« fragte ich.

Sie zog das winzige Stück Seide aus. Ich beobachtete sie im Spiegel.

»Du kannst jetzt tanzen.« sagte ich zu ihr.

Sie sah mich trotzig an.

»Du willst tanzen«, sagte ich zu ihr, »also tanze.«

Erschreckt sah ich dann sie, mich, im Spiegel.

»Wer bist du?«, fragte ich. »Wer brachte dir bei, dich so zu bewegen? Woher kamst du? Kannst du wirklich Doreen sein? Du bist nicht die Doreen, die ich bis jetzt kannte. Bist du ich? Sind wir die Gleiche? Bestimmt kann das nicht ich sein! Niemand zeigte mir solch einen Tanz! Hat solch ein Tanz die ganze Zeit in dir geschlummert? Können wir dieselbe sein? Das kann nicht sein! Ich muss damit aufhören! Du bist die Doreen, die ich verstecken muss, die Doreen, der ich um keinen Preis erlauben kann, gesehen oder auch nur erahnt zu werden! Du bist die Doreen, die ich verleugnen muss. Die ich verstecken muss! Und doch bist du mein wahres Ich. Ich weiß das! Also muss ich mein wahres Ich verleugnen und verstecken!«

Ich sah sie an.

»Du Hure!« beschimpfte ich sie. »Du schamlose Hure! Du wertlose, schamlose kleine Hure!«

Ich sah sie an. Wie schamlos, wie wertlos, wie schrecklich sie war, dieses Mädchen im Spiegel, diese sich windende, erstaunliche, unkontrollierbar sinnliche kleine Hure!

Sie tanzte weiter. Ich sah, dass sie wirklich wertlos war, wertloser als der Schmutz unter den Füßen der Götter, aber in ihrer Schönheit und Weiblichkeit und in ihrem Tanz besaß sie unglaubliche Reichtümer und Macht. In der Hinsicht, in der eine freie Person unbezahlbar war, war sie wertlos, aber sie hatte auf ihre Art Wert, wie ein paar Stiefel oder wie ein Hund. Sie war eine Person mit einem begrenzten, messbaren Wert. Sie war die Art Frau, für die ein fairer Preis gezahlt werden könnte.

Ich brach nackt auf dem Teppich zusammen. Ich fühlte seine groben Fasern an meinen Schenkeln. Ich schlang meine Arme um mich. Ich zog meine Beine an. Mir graute. Ich weinte. Ich verstand nicht, was ich getan und gesehen hatte. Das Mädchen im Spiegel war gegangen. Wir waren jetzt eins. Ich zitterte. Ich glaube, ich lag dort über eine Stunde, in den flackernden Schatten, nackt auf dem Teppich. Ich lauschte auf die Geräusche, die von außen hereindrangen, vor allem den Verkehrslärm. Irgendwann war die Kerze heruntergebrannt.

2

Das Wörterbuch

»Das Buch ist hier«, sagte ich, »auf dem unteren Regal.«

»Nimm es.« sagte er.

Natürlich hatte ich es niemals wieder gewagt, das winzige seidene Gewand anzuziehen. Ich würde mich zu sehr erschrecken, wenn ich es noch einmal gewagt hätte. Es brachte Dinge aus mir hervor, zu tief und wunderbar, zu beschämend und schrecklich, zu kostbar und schön. Aber das Gewand blieb zwischen meinen Sachen in der Frisierkommode. Trotzdem hatte diese Nacht mein Leben in Perspektive oder Verständnis verändert, nicht so sehr in offenen Taten oder nahe liegenden Fakten, als ich mich im Spiegel gesehen hatte, wie ich wirklich war oder sein könnte, als ich meine wahre Natur kennen lernte, eine Natur, die für immer verborgen bleiben musste, vereitelt und frustriert, eine Natur, die keinen Platz in meiner Welt hatte.

»Ja?« hatte ich gefragt und hinter dem Schreibtisch hochgesehen.

Mein Herz war fast stehen geblieben. Er war groß und geschmeidig. Seine Hände und seine langen Arme sahen kraftvoll aus. Er hatte einen dunklen Anzug mit Krawatte an. Aber irgendwie schien dieser Aufzug eine Winzigkeit falsch zu sein. Er schien sich nicht wohlzufühlen in dieser Kleidung. Es war etwas Fremdes an ihm, etwas Ausländisches. Ich glaube, am meisten erschreckten mich seine Augen und wie er mich ansah. Ich war nicht sicher, ob ich diesen Blick verstehen konnte, aber er erschreckte mich. Ich hatte das unerklärliche Gefühl, als ob seine Augen durch meine Kleidung hindurch sehen könnten.

›Vielleicht‹, dachte ich, ›hat solch ein Mann schon auf viele Frauen gesehen und könnte Schwierigkeiten haben, die Natur meiner intimsten Charakterzüge zu ergründen.‹

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