Андреас Эшбах - Das Jesus Video
Здесь есть возможность читать онлайн «Андреас Эшбах - Das Jesus Video» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Год выпуска: 2001, Жанр: Фантастика и фэнтези, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Das Jesus Video
- Автор:
- Жанр:
- Год:2001
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Das Jesus Video: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Das Jesus Video»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Das Jesus Video — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Das Jesus Video», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Diesmal war es an Eisenhardt, verblüfft zu sein. Ich kenne Sie! entfuhr es ihm. Sie┘ Sie waren dabei, bei der Ausgrabung ┘ Judith Menez, nickte sie. Ich erinnere mich auch an Sie. Wir haben aber nie miteinander gesprochen, glaube ich. Ja. Verrückt, oder? Sein Blick wanderte zwischen Foxx und Judith hin und her. Das müssen Sie mir jetzt aber erklären. So viel gibt es da nicht zu erklären, meinte sie mit einem Seitenblick auf Stephen, der Bände sprach. Einen Tag nach dem Ende seines Einreiseverbots stand er vor meiner Tür, mit einem Blumenstrauss — und, na ja┘ Stephen nahm sie in den Arm und drückte sie an sich. Sie will damit sagen, dass ich davor ein wenig in mich gegangen war, was meine Einstellung zum Leben und zur Liebe anbelangte. Er war wie verwandelt, betonte sie. So, machte Eisenhardt, der unwillkürlich lächeln musste.
Nach siebzehn Jahren Ehe und zwei Kindern sehnte er sich manchmal auch nach den heissverliebten Anfangstagen zu — rück. Und dann, fuhr Judith fort, holte er eine Videocassette aus der Tasche und verwandelte mich auch. Sie küsste ihn auf die Wange. Ich muss noch schnell alles fürs Mittagessen vorbereiten. Ich komme später zu euch, okay? Das Lächeln war Eisenhardt auf dem Gesicht gefroren. Die Videocassette! Also war es doch so, wie er befürchtet hatte. In den letzten Jahren hatte sich eine regelrechte Untergrundbewegung um dieses angebliche Jesus-Video gebildet, und allem Anschein nach gehörte Stephen Foxx auch dazu. Sie bleiben doch bis morgen? Dann können wir heute abend ein bisschen zusammensitzen und über die alten Zeiten reden, schlug er vor un d fügte hinzu: Sie sind natürlich unser Gast. Ja. Gern. Obwohl┘ Vielleicht war es am besten, sich in Toleranz zu üben. Schliesslich sollte jeder nach seiner Fasson selig werden können. Eisenhardt kratzte sich am Kopf, auf dem sich das Haar zusehends gelichtet hatte seit ihrem letzten Zusammentreffen. Ich habe das Gefühl, ich bin heute noch überhaupt nicht vorangekommen. Dabei waren es von Flagstaff aus immerhin┘ Keine Ahnung. Dieses Land nimmt überhaupt kein Ende. Die ganzen letzten Tage bin ich mehr oder weniger durchgehend am Steuer gehockt und gefahren und gefahren, und wenn ich abends auf die Karte gesehen habe, waren es gerade ein paar Zentimeter. Unglaublich.
Deutschland kann man an einem Tag durchqueren, können Sie sich das vorstellen? Sie sind aber hoffentlich nicht nur quer durch das Land gefahren, um dieses architektonische Meisterstück von ei — nem Motel zu besuchen? meinte Foxx. Nein, eigentlich will ich an die Westküste. Es gab Tage, da kamen mir Zweifel, dass man die per Auto überhau pt erreichen kann. Ich habe einen Freund, der dort lebt und der mich eingeladen hat, ein paar Tage bei ihm zu wohnen. Er ist vor, na, fünfzehn Jahren ausgewandert, und wir haben uns vor zehn Jahren das letzte Mal gesehen. Ach, übrigens, fiel ihm ein, ich habe John Kaun getroffen. Was? staunte Stephen. Na so was. Und? Von dem hat man ja schon lange nichts mehr gehört, und davor nichts Gutes. Wie geht's ihm denn? Er schien sich zu freuen, als ich anrief, und lud mich ein, als ich sagte, dass ich die USA mit dem Auto durchqueren wolle.
Er ist jetzt Chef einer Kartoffelchipsfabrik in Oklahoma, wohl das letzte überbleibsel seines Konzerns, hat wieder geheiratet, hat ein Baby und sieht glücklich und zufrieden aus. Er trägt nur noch Jeans und Sweatshirts, können Sie sich das vorstellen? John Kaun? Ich glaube Ihnen kein Wort. Ich habe ihn auch fast nicht wiedererkannt. Woher hatten Sie seine Nummer? Ich meine, ausgerechnet in Oklahoma hätte ich ihn nicht gerade gesucht┘ Einer der Verlage, die wir besucht haben, gehörte früher zu Kaun Enterprises. Irgendwie kamen wir im Gespräch darauf.
Ich sagte, dass ich John Kaun kenne, und als ich fragte, ob jemand wisse, was aus ihm geworden sei, gab man mir seine Telefonnummer. Anscheinend steht sie aber auch ganz normal im Telefonbuch. Eisenhardt zuckte mit den Schultern. Es scheint ihm wirklich gut zu gehen. Obwohl er wieder ein ganz gewöhnlicher Mensch ist. Wahrscheinlich muss man das sein, ehe es einem gutgehen kann, meinte Stephen nachdenklich. Wenn ich daran denke ┘ Ich wollte mal so werden wie er. So wie er damals war, mächtig und reich und wichtig. Einer von den ganz Grossen. Am Anfang, ehe ich die Kamera gefunden hatte, wollte ich mir hauptsächlich beweisen, dass ich schlauer und schneller bin als er, all seiner Macht zum Trotz. Verrückt, was? Na ja, ich weiss nicht, meinte Eisenhardt und sah sich um. Ein bisschen Ehrgeiz muss schon sein im Leben, finden Sie nicht? Sie wundern sich, was ich hier mache. Offen gestanden, ja. Als ich Sie das erste Mal getroffen habe, waren Sie eine Art Wunderknabe, ein vielversprechender Jungunternehmer mit mehr Geld auf dem Bankkonto, als ich jemals haben werde. Und jetzt führen Sie ein Motel im Niemandsland. Nicht gerade das, was man sich unter beruflichem Aufstieg vorstellt. Stephen Foxx lächelte, zog ein Handtuch aus einer Schublade und fing an, Gläser abzutrocknen. Oh, meine Firma existiert nach wie vor. So virtuell wie eh und je. Nächste Woche fliege ich mal wieder an die Ostküste und besuche ein p aar Kunden, aber ansonsten agiere ich übers Internet, und da ist es völlig egal, wo ich lebe. Ich mache das hier nur vor — übergehend — ein paar Monate. Das Motel gehört einem guten Freund von uns, der eine schwere Operation hatte und Zeit braucht, um wieder ganz auf die Beine zu kommen. Er zuckte mit den Schultern. Es hat sich so ergeben. Ich komme mehr und mehr dazu, Dinge so zu nehmen, wie sie sich ergeben. Man erlebt phantastische Sachen auf diese Weise. Na ja, das kann schon sein. Eisenhardt legte die flache Hand auf die Theke. Offen gestanden, ich dachte vorhin, dass das hier vielleicht das Hauptquartier der Video-Sekte ist. Stephen lächelte dünn. Es gibt kein Hauptquartier. Das wäre viel zu gefährlich — ob Sie es glauben oder nicht, die Kirche ist noch immer hinter dem Video her. Plötzlich war Unruhe im Raum. Stühle scharrten über den Boden, als Leute aufstanden, nach ihren Taschen griffen und zur Tür drängten. Der Greyhound — Bus war angekommen.
Man sah draussen Passagiere aussteigen und auf das Gepäck warten, das der Fahrer aus weit geöffneten Stauraumklappen verteilte.
Stephen nutzte die Gelegenheit, rasch alles schmutzige Geschirr und alle Gläser von den Tischen einzusammeln, schnell darüberzuwischen, die Speisekarten zurück in ihre Halterungen zu stecken und neue papierne Platzdecken aufzulegen. Diese Arbeiten verrichtete er, wie Eisenhardt mit Verwunderung feststellte, mit bemerkenswerter Hingabe.
Als der Bus weiterfuhr und gleich darauf die ersten neuen Gäste das Restaurant betraten, sahen die verlassenen Plätze einladend frisch und neu aus, und Stephen stand schon bereit, um Bestellungen entgegenzunehmen.
Judith kam wieder aus der Küche, um einen prüfenden Blick auf seinen Bestellblock zu werfen. Nur Getränke, meinte Stephen. Komm, setz dich ein bisschen zu uns. Zu Eisenhardt meinte er: Die meisten steigen um in den Bus nach Los Angeles, der in zwanzig Minuten kommt. Was macht denn der da? fragte Judith, während sie ihre Kittelschürze abnahm. Sie meinte einen schmalen Jungen mit lohblondem Haar, der in der glühenden Hitze mit einer dicken Umhängetasche und einem gewaltigen Kleidersack immer noch da stand, wo der Bus gehalten hatte. Traut der sich nicht herein? Was sagen Sie denn zu dem Artikel? richtete Eisenhardt die Frage, die ihn schon lange beschäftigte, an Stephen Foxx. Welchem Artikel? fragte der, während er an der Zapf anläge hantierte. Dem Artikel von Uri Liebermann über das Jesus-Video?
Kennen Sie den etwa überhaupt nicht? Ich muss zugeben, nein. Liebermann, das ist dieser israelische Journalist, mit dem Sie zu tun hatten? Der uns im Kloster die Hubschrauber auf den Hals geschickt hat? Ja. In den letzten Jahren hat er sich zu einer Art Experte für die Jesus-Video-Bewegung entwickelt. Eine Zeitlang war er ständig in irgendwelchen Talkshows zu Gast. Vor einem halben Jahr hat er einen grossen Artikel über die Hintergründe des Videos veröffentlicht, der praktisch überall in Europa erschienen ist. Bei uns in Deutschland war er im Stern, und Reader's Digest hat ihn auch gebracht. Ich muss zugeben, das ging an mir vorüber. Was schreibt der Experte denn? Eisenhardt holte tief Luft. Es war keine angenehme Sache, jemandem die Illusionen zu nehmen, auf denen er sein Leben aufgebaut hatte. Er hat eine Gruppe von Amateurschauspielern ausfindig gemacht, die ungefähr ein Jahr, ehe Professor Wilford-Smith die Ausgrabungen in Bet Hamesh begonnen hat, im Auftrag eines unbekannten Auftraggebers ein Video in Israel produziert haben, erklärte er grimmig. Alle Beteiligten wurden zum Stillschweigen verpflichtet, und die wichtigste Bedingung war, dass alle Schauspieler Aramäisch ler nen mussten. Aramäisch!? wunderte sich Stephen und meinte zu Judith: Der Zapfhahn für das Cola spinnt wieder. Der Techniker kommt morgen. Zumindest hat er das ge — sagt. Aramäisch, bekräftigte Eisenhardt. Hörten die ihm zu?
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Das Jesus Video»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Das Jesus Video» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Das Jesus Video» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.