Андреас Эшбах - Das Jesus Video
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- Название:Das Jesus Video
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Der Schock schien die Zeit angehalten zu haben. Eine Weile war es so still wie nach einer Explosion, und keiner wollte es wagen, zu atmen.
Der Professor stand schliesslich schwerfällig auf, tappte zu den Fenstern hinüber und besah sich den Schaden. Beide Fenster, brummelte er und schob unentschlossen einige der Scherben mit den Schuhen zusammen. Als ob eines nicht gereicht hätte. So eine übertreibung. Er machte einen Schritt hinaus in den Garten, vorsichtig, um sich an hervorstehenden Splittern nicht zu verletzen, und sah skeptisch zum Himmel hinauf. Es regnet heute bestimmt noch.
ärgerlich, das alles. Er kam wieder herein, besah sich kopfschüttel nd das Durcheinander aus geborstenem Holz und zersplittertem Glas. Heute bekomme ich keinen Handwerker mehr her. Ich muss die Fenster anders abdichten. Mit Plastikfolie vielleicht.
Ja, das müsste gehen. Eisenhardt hockte mit eingezogenem Nacken auf seinem Stuhl und beobachtete den Archäologen misstrauisch. Kann mir bitte einmal jemand sagen, begann er schliesslich, was das Ganze eigentlich sollte? Sie haben das Video, hörte Stephen sich tonlos sagen. Es war eher ein fassungsloses Flüstern.
Wilford-Smith sah ihn unter seinen buschigen weissen Augenbrauen hervor an. Erinnern Sie sich an einen Mann namens Scarfaro, Mister Eisenhardt? Sie erinnern sich, Stephen. Scarfaro war einmal im Ausgrabungslager von Bet Hamesh, um mit Kaun zu sprechen. Ja, nickte der Schriftsteller. Ich erinnere mich. Er kam aus Rom. Ein Inquisitor, oder so etwas in der Art. Scarfaro ist so etwas wie ein dunkler Agent des Vatikans. Er war es, der die Kamera zerstört und ihre Trümmer an sich genommen hat. Er war es auch, der diese Männer geschickt hat. Aber wieso ausgerechnet jetzt? entfuhr es Stephen. Wieso ausgerechnet heute und hier? Der Professor sah ihn durchdringend an. Ich fürchte, Sie waren es, der sie auf mich aufmerksam gemacht hat. Ich? Sie waren es, der die Kamera gefunden hatte. Erinnern Sie sich? Scarfaro wusste das. Bestimmt hat er Sie überwa — chen lassen. Mister Eisenhardt war wohl nicht wichtig für sie, und ich war es bis heute sicher auch nicht, denn sonst wären sie viel früher dagewesen. Sie müssen Sie verfolgt haben, Stephen, müssen uns belauscht und dann sofort zugeschlagen haben. Stephen hörte mit steinernem Gesicht zu. Er versuchte, sich zu erinnern, aber da war nichts. Keine Verfolger, keine verdächtigen Anrufe, keine durchwühlte Wohnung, kein Knacken in der Leitung. Falls er überwacht worden war, dann hatte er jedenfalls nichts davon gemerkt.
Aber er hätte damit rechnen müssen. Es war unverzeihlich gewesen, nicht einmal daran zu denken. Kommen Sie, Professor! schüttelte Eisenhardt den Kopf. Was soll das? Wollen Sie im Ernst behaupten, jemand sei hinter diesem Video hergewesen? Bitte? Wilford-Smith hob fragend die Augenbrauen. Wer soll dieses Machwerk wollen? Der Vatikan? Dass ich nicht lache. Sie wollen uns mit diesem ganzen Schauspiel doch für dumm verkaufen. So, wie Sie es mit uns schon in Israel und davor wahrscheinlich mit John Kaun getan ha — ben. Stephen sah den Schriftsteller fassungslos an. Peter? Was reden Sie? Sie haben das Video doch gesehen! Ja, eben! In meinem ganzen Leben habe ich mir noch nie ein so dilettantisches, blutarmes Schauspiel ansehen müssen.
Und das versucht der Professor uns als das Video aus der Vergangenheit anzudrehen? Lachhaft, sage ich. Absolut lach — haft. Wie können Sie so etwas sagen? wunderte Stephen sich. Sie haben diesen Mann gesehen, wie er ging, wie er redete┘
Wer soll das gewesen sein, wenn nicht der tatsächliche, historische Jesus? Das soll Jesus Christus gewesen sein? Nie im Leben. Eher bin ich der Kaiser von China. Stephen wollte etwas erw idern, schwieg dann aber konsterniert. Er verstand nicht, was hier vorging. Sein Blick suchte den des Professors. Professor Wilford-Smith, was hat das zu bedeuten? Es kommt mir so vor, als hätten wir zwei verschiedene Videos gesehen. Aus den Augenwinkeln sah er, wie der deutsche Schrift — steller grimmig den Kopf schüttelte.
Der Professor verschränkte die Hände hinter dem Rücken und nickte bedächtig. Ja, so wird es wohl gewesen sein. Das ist mir schon öfter begegnet. Es gibt Menschen, die von dem, was in dem Video zu sehen ist, auf eine so tiefe Weise berührt werden, wie sie es sich nie zuvor hätten vorstellen können — und andere, die absolut unbeeindruckt bleiben. Ich selbst zähle glücklicherweise zur ersten Kategorie, und Sie, Ste — phen, ebenfalls, wie mir scheint. Mister Eisenhardt allerdings nicht, fürchte ich. Heisst das, ausser Ihnen und uns haben auch andere das Video gesehen? Ja. Viele. Und nun endet es? Eisenhardt erhob sich, beugte sich vor. Stephen, sehen Sie denn nicht, was hier gespielt wird? Das ist alles ein riesiger Schwindel. Hier soll eine Legende geschaffen werden, und Sie sind das Werkzeug dazu. Professor Wilford — Smith gehört einer Sekte an, die hier in Barnford ihren Hauptsitz hat. Ich weiss nicht genau, was mit all dem bezweckt werden soll, aber ich nehme mal an, dass wir gerade eine Neuauflage erleben von dem, was die Mormonen abgezogen haben. Kennen Sie deren Mythologie? Deren Gründer hiess Joseph Smith, und von ihm heisst es, dass ihm ein Engel erschienen sei, der ihm ein Buch aus go ldenen Schrifttafeln gab und ihn anwies, den Text ins Englische zu übersetzen, weil er dieses goldene Buch danach wieder mitnehmen musste. Daraus wurde das Buch Mormon, die Grundlage ihrer Religion. Aber so etwas kann man den Leuten heutzutage natürlich nicht mehr verkaufen.
Heute muss es ein Video sein, ein Zeitreisender, eben all der Aberglaube, der heute modern ist. Stephen hörte die Argumente des Schriftstellers, die so logisch und plausibel klangen, aber sie stiessen in seinem Inneren auf eine Barriere, die dort existierte, seit er das Video gesehen hatte, und prallten davon ab. In seinem Herzen glomm etwas, das stärker war als alle Argumente. Peter, ich habe diesen Mann gesehen. Egal, was Sie sagen und egal, wer er ist, er hat mich verwandelt. Genau so, wie es der alte Mönch im Negev sagte. Aber das ist kein Beweis! Wenn ein und derselbe Film den einen überzeugt und den anderen nicht, dann kann die Wirkung nicht in dem Film begründet liegen, sondern nur in dem, der ihn sich ansieht. Leuchtet Ihnen das nicht ein? Doch. Eisenhardt schüttelte den Kopf. Dass wir das nicht eher begriffen haben. Wir hätten vorhersehen können, was passieren würde. Natürlich musste das angebliche Original ver — schwinden, denn sonst hätte irgend jemand feststellen kön — nen, dass es keine zweitausend Jahre alt ist, sondern nur, was weiss ich, mit einem Sandstrahler bearbeitet oder in der Waschmaschine mitgewaschen worden ist. Und wen könnte man Besseren zum Bösewicht stempeln als die natürliche Feindin aller christlichen Sekten und Splittergruppen, die römisch-katholische Kirche? Das schweisst die Sektenmitglieder zusammen. Ganze Weltreiche lassen sich bauen auf sol che Legenden. Schweigen trat ein. Stephen sah von einem zum anderen.
Eisenhardt sass auf seinem Stuhl, mit steinernem Gesicht. Er hatte seine Wahrheit. Der Professor stand ruhig zwischen umgestürzten Bücherstapeln und den Trümmern seiner Fenster, als hätte er überhaupt nicht verstanden, was der Schriftsteller ihm unterstellte. Was wie der Anfang eines erbitterten Streits ausgesehen hatte, verpuffte wirkungslos. Jeder hatte seine Wahrheit. Auf dieser Grundlage war kein Streit möglich. Gut, meinte Eisenhardt schliesslich und stand auf. Wie auch immer, es interessiert mich nicht mehr. Stephen, ich würde gern so rasch wie möglich wieder nach Hause fliegen.
Es wartet Arbeit auf mich. Stephen stand ebenfalls auf. Ja, sicher. Ich warte im Wagen. Professor? Leben Sie wohl. Er nickte dem alten Mann kurz zu und ging. Man hörte ihn draussen seinen Parka von der Garde robe nehmen, dann ging die Haustür. Es klang zornig, enttäuscht. Selbst in seinen Schritten hörte man es.
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