Андреас Эшбах - Das Jesus Video

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Das Jesus Video: краткое содержание, описание и аннотация

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Stephen und Wilford-Smith sahen einander an. Plötzlich war eine unerwartete, ungewohnte Vertrautheit zwischen ihnen. Tja, meinte Stephen und reichte dem weisshaarigen alten Mann die Hand. Dann will ich ihn mal nicht warten lassen. Ja. Sicher hat er sich etwas anderes versprochen von dieser Reise. Es tut mir leid, was geschehen ist. Wenn ich nicht gekommen wäre, würde das Video wahrscheinlich noch existieren. Es existiert ja noch. Ja sicher, nur hat es jetzt der Vatikan, meinte Stephen. Wenn sie es nicht vernichten, werden sie es zumindest für immer wegschliessen. Der Professor ging hinter seinen Schreibtisch, behutsam, denn hier und da knirschte noch Glas unter seinen Schuhen. Die Cassette ist verloren, ja, sagte er. Das ist schade. Aber das Video ist nicht verloren. Er öffnete eine Schublade und nahm zwei gewöhnliche VHS-Videocassetten heraus. Wir haben natürlich Kopien gemacht. Kopien in allen gängigen Videoformaten — VHS, Super-VHS, BetaCam, Hi-8 Digital, MR, und so weiter. Vergessen Sie nicht, das Jesus-Video war eine digitale Aufzeichnung. Das heisst, die Kopie ist genausogut wie das Original, und Sie können es beliebig oft kopieren, ohne dass die Qualität darunter leidet. Er reichte Stephen eine der Cassetten. Wir? fragte der verblüfft. Wer ist wir? Freunde, sagte der Professor nur. Nur für den Fall, dass auch in diesem Raum Abhörmikrophone versteckt sind und jemand mithört, sage ich Ihnen, was Sie sich auch denken können: Die Kopien sind über die ganze Welt verstreut, und es gibt Tausende davon. Es ist ein Schneeballeffekt — einer gibt eine Handvoll Kopien weiter an Freunde, die wiederum Kopien ziehen und verschenken, und immer so weiter. Eine Lawine. Scarfaro kann es nicht mehr aus der Welt schaffen.

Es ist unmöglich. Egal, wie viele Kopien er findet und zerstört, er wird sich niemals sicher sein können, dass er alle gefunden hat. Stephen starrte die Cassette in seiner Hand an. Es war eine ganz normale Videocassette, wie er sie für ein paar Dollar im Laden kaufte, um einen Spielfilm aufzunehmen. Sie trug einen kleinen Aufkleber, auf dem einfach Jesus Video stand.

Er glaubte zu träumen. Er würde nach Hause gehen, diese Cassette in seinen Videorecorder einlegen, in dasselbe Gerät, das er benutzte, um die Star Trek-Filme oder Bugs Bunny anzuschauen, und würde Jesus auf seinem Fernsehschirm sehen. Nehmen Sie auch eine für Eisenhardt mit, meinte Wilford-Smith und gab ihm die zweite Cassette. Als Anden — ken.

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WEITERE ZWEIEINHALB JAHRE SPäTER

AM ANFANG HATTE ihn die Weite und die Einsamkeit der Landschaft erschauern lassen. Dann, ganz allmählich, hatte sich die erste Panik in etwas verwandelt, das nur Ekstase sein konnte: mit einem Auto durch ungezähmte, wüsten artige Ebenen zu fahren, die nie etwas von der Zivilisation der Städte und Fabriken gehört zu haben schienen, ganz allein mit sich und dem Himmel, dem Lauf der Sonne und der Erde.

Aber das schien natürlich nur so. In beruhigend regelmässigen Abständen tauchte, angekündigt durch ein Stakkato grosser, scheusslich bunter Werbetafeln am Strassenrand, ein staubiger Ort auf oder eine Tankstelle oder ein Motel, und Peter Eisenhardt war, wie er sich eingestehen musste, im Grunde froh darum, nicht auf die Jagd gehen oder abends ein Zelt aufschlagen zu müssen. Dann genoss er es, nur die Kreditkarte zücken zu müssen, um eine warme Mahlzeit oder ein sauberes Bett zu bekommen, und kam sich dabei vor wie ein Globetrotter, frei und ungebunden. Träumereien, alles miteinander.

Den Zettel mit der Wegbeschreibung hatte er mit Kleb — streifen am Armaturenbrett befestigt, schon vor langer Zeit, noch bevor er auf die Interstate 40 gekommen war, der er Tausende von Meilen und durch fünf amerikanische Bundesstaaten unbeirrt gefolgt war. Abgesehen von ein, zwei Abstechern hatte er sie erst heute morgen verlassen.

Manchmal brauchte man stundenlang das Lenkrad nicht zu bewegen, während rostrote Felsen an einem vorüberzo — gen, karges, staubbraunes Gras oder einfach gestaltlos leere Weite. Manchmal fühlte er sich in Kinofilme versetzt, kam ihm dieses Land wie ein anderer Planet vor, den er von Kinoleinwänden und Fernsehschirmen zu kennen geglaubt hatte, bis er seinen Fuss selber darauf gesetzt und da erst die andere Schwerkraft gespürt, den anderen Geruch eingesogen, den anderen Pulsschlag des Bodens vernommen hatte. Dann wieder wich das Gefühl von Fremdheit, einfach so, als zöge jemand einen Vorhang beiseite, und es kam ihm vor, als sei er schon immer hier zu Hause gewesen.

Irgendwann tauchte es dann auf: das Great Spirit Motel.

Der Name verhiess mehr als zu sehen war: ein ausgebleichter, flacher Gebäudekomplex, ohne grossen Aufwand neben die Strasse gesetzt und ohne irgendein Merkmal, an das man sich, wenn man daran vorbeigefahren wäre, erinnert hätte.

Eisenhardt bog in die Einfahrt, die von zwei weisslackierten Blechtonnen voller Kakteen markiert wurde, und hielt auf dem Parkplatz, der nur aus festgefahrener mehlweisser Erde bestand. Das hier war es also.

Von dem obligatorischen Coca Cola-Schild und Leuchtreklame für Budweiser-Bier in den Fenstern abgesehen, hielt die werbetreibende Industrie dieses Motel offensichtlich nicht für einen lohnenden Werbeträger. Ein Blechschild mit einem stilisierten Windhund darauf zeigte an, dass hier Busse der Greyhound-Linie hielten, ein anderes Schild wies auf die Tankstelle hin. Hinter dem Haupthaus lagen zwei langge — streckte Gebäude mit je acht Apartments, die aber, den unordentlich davor geparkten Fahrzeugen nach zu urteilen, bei weitem nicht belegt waren.

Das hier war es also. Kaum zu glauben.

Eisenhardt stiess die Wagentür auf und stieg aus. Wüstenhafte Hitze fiel ihn an wie der heisse Atem eines Höllentiers, und im Nu rann ihm der Schweiss in den Nacken, aus den Achselhöhlen und über Rücken und Brust. Er hatte die Klimaanlage seines Wagens schätzengelernt, und manchmal vergass er, was sie ihm ersparte.

Seine Schuhe waren staubig, als er betrat, was sich grossspurig Restaurant nannte: Ein grosser, niedriger, von summenden Klimaanlagen gekühlter und bedrückend geschmacklos eingerichteter Raum, in dem eine Handvoll Leute sassen. Durch grosse Fenster zur Strasse flutete grelles Sonnenlicht herein, um gleich darauf im dunklen Holz der Tische und Bänke zu versickern, so dass das hintere Ende des Raums in Ungewissem Halbdunkel blieb. Eine grosse, wuchtige Theke nahm fast die ganze linke Wand ein, begann im hellen Bereich und verlor sich im Dunkel, und auf ihr reihten sich Erd — nussautomaten, Pappaufsteller mit Prospekten von Kreditkartenfirmen, Drahtkörbe voll kleiner Packungen irgendwas, Erdnüsse oder Minisalzgebäck oder Kaugummi, aufeinan — dergestapelte Aschenbecher. Eisenhardt wich den neugierigen Blicken der Gäste aus, suchte sich einen der freien Hok-ker an der Theke aus — sie waren alle frei —, setzte sich, sah den jungen Mann an, der bediente, und sagte: Hallo, Ste-phen. Stephen Foxx, der gerade damit beschäftigt gewesen war, Gläser zu spülen, sah überrascht hoch. Mister Eisenhardt! rief er aus. Na so was! So früh am Morgen hatte ich Sie noch nicht erwartet┘ Soll ich später wiederkommen? Er lachte. So habe ich das nicht gemeint. Wahrscheinlich haben Sie in Flagstaff übernachtet, oder? Waren Sie am Grand Canyon? Gestern. Den wollte ich mir nicht entgehen las sen. Der Busfahrer war, glaube ich, ein richtiger Indianer, kann das sein? Er sah jedenfalls aus wie einer. Eisenhardt spürte, dass er nervös war. Er kam in letzter Zeit immer ins Plappern, wenn er sich unsicher fühlte. Wahrscheinlich ein Navajo. Der Nationalpark grenzt an ihr Reservat an. Wollen Sie einen Kaffee? Ist das da hinten eine Cappuccino-Maschine? Ja. Könnte ich dann statt dessen einen Cappuccino haben? Allmählich tat die Klimaanlage ihre Wirkung, der Schweiss auf seiner Haut trocknete. Ja, klar. Foxx machte sich an der Maschine zu schaffen, es sah ziemlich gut eingeübt aus. Und es roch gut, je weiter der Cappuccino gedieh. Danke, sagte Eisenhardt, als er die Tasse hingestellt bekam. Wie hat er Ihnen gefallen? Der Grand Canyon, meine ich. Eisenhardt zögerte. Tja, wie soll ich sagen┘? Auf Fotos sieht er überwältigend aus. Aber wenn man davorsteht, ist er überwältigend. Man hat das Gefühl, man kann die Augen überhaupt nicht weit genug aufmachen, um ihn wirklich zu sehen. Ganz unglaublich. Foxx nickte, mit einem wissenden Lächeln um die Lippen. Es hat mich überrascht, Ihre Nachricht zu erhalten. Was treibt Sie in diese verlassene Gegend? Ja, das ist schon eine tolle Sache mit diesen E — Mails, gab der Schriftsteller zu, während er an seinem Kaffee nippte. Man gewöhnt sich schnell daran. über Ihre alte Tele — fonnummer hätte ich Sie ja wohl kaum wieder erreicht, oder? Nein, stimmt. Ich war in New York, mit meinem Agenten. Ein paar Gespräche mit Leuten aus der Verlagsbranche führen, erzählte Eisenhardt. Eine unglaubliche Stadt. Am Schluss war ich ganz wirr im Kopf. Ja, New York ist Trainingssache. Warten Sie einen Moment, ich bin gleich wieder da┘ An einem der Fenstertische hatte ein Gast die Hand gehoben, weil er zahlen wollte. Kein Problem. Er sah sich um, während Stephen sich um den Mann kümmerte. Es war wenig los, und irgendwie hatte man das Gefühl, dass hier praktisch niemals viel los war. Das war der letzte von denen, die nach Tucson weiterfahren, meinte Stephen, als er wieder zurückkam. Wahr scheinlich habe ich jetzt eine Atempause, bis der Bus kommt. In etwa┘ — er spähte auf eine Uhr — zehn Minuten. Kommen hier hauptsächlich Leute her, die per Bus unterwegs sind? Um diese Tageszeit schon. Mittags kommen die Motelgäste, und abends sogar Leute aus der Gegend. Ah, machte Eisenhardt. Das musste ja eine ziemlich trostlose Gegend sein, wenn das hier schon die Attraktion war. Und jetzt, meinte Foxx mit einem geheimnisvollen Lächeln, muss ich Ihnen jemanden vorstellen. Er drehte sich herum, schob die Klappe der Durchreiche zur Küche hoch und rief in den Raum dahinter: Er ist da! Ein Ausruf, der durch den Küchenraum hallte, aber nicht zu verstehen war, war die Antwort. Gleich darauf kam eine schlanke, dunkelhaarige Schönheit aus einer Tür, eine rassige junge Frau, sich lächelnd noch die Hände an der umgebundenen Schürze abwischend, ehe sie sie ihm reichte.

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