Stanislaw Lem - Transfer

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Transfer: краткое содержание, описание и аннотация

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„Stets zu Diensten.“

Die Bedeutung dieser Worte, die im Munde einer hübschen, jungen Frau recht eigenartig klangen, wurde mir nicht sofort klar, während ich, ihr schon den Rücken kehrend, mich aus der Tür hinauslehnte. Ich wollte meinen Fuß auf die Treppenstufe setzen, aber es gab keine Stufe. Zwischen dem Metallkörper und dem Bahnsteigrand gähnte eine meterbreite Tiefe. Ich verlor das Gleichgewicht — auf eine derartige Falle unvorbereitet —, machte einen tolpatschigen Sprung und, bereits in der Luft, spürte ich den Zug einer unsichtbaren Kraft, die mich von unten auffing, so daß ich über die Leere hinwegschwebte und dann ganz weich auf eine weiße Oberfläche gestellt Wurde, die mir elastisch nachgab. Bei diesem Flug mußte ich wohl kaum ein intelligentes Gesicht gemacht haben; ich fühlte belustigte Blicke — so schien es mir jedenfalls —, drehte mich dann schnell um und ging den Bahnsteig entlang. Das Geschoß, mit dem ich gekommen war, ruhte in einem tiefen Bett, von dem Rand der Bahnsteige durch eine absolut ungesicherte Leere getrennt. Wie von ungefähr näherte ich mich dieser Leere und fühlte zum zweiten Male den unsichtbaren Druck, der mich die weiße Fläche nicht überschreiten ließ. Ich wollte nun die Quelle jener sonderbaren Kraft suchen, doch urplötzlich war mir, als ob ich erwachte: ich befand mich auf der Erde.

Die Welle der Vorbeigehenden zog mich mit sich: geschubst, begab ich mich im Gedränge vorwärts. Es verging eine Weile, ehe ich die riesigen Ausmaße dieser Halle richtig erkannte. War es übrigens eine Halle? Keinerlei Wände; eine weiße, glitzernde, in der Höhe aufgehaltene Explosion von unwahrscheinlichen Flügeln, zwischen ihnen — Säulen, die nicht aus irgendeinem Material, sondern aus schwindelerregender Bewegung aufschossen.

Hochstürmende, riesige Wasserfälle einer Flüssigkeit, die dichter als Wasser war, von innen her mit bunten Scheinwerfern erleuchtet? Nein; gläserne senkrechte Tunnel, durch die verwischte Unmengen von Fahrzeugen nach oben flitzten? Nun wußte ich nichts mehr. Immerfort geschubst und geschoben in der emsig eilenden Menge, versuchte ich auf einen leeren Platz zu gelangen, aber leere Plätze gab es hier keine. Um einen Kopf größer als die, welche mich umringten, sah ich, wie das nun leere Geschoß sich entfernte — nein, wir waren es, die mitsamt dem ganzen Bahnsteig vorwärts schwammen. Von der Höhe schossen Lichter herab, in denen die Menge funkelte und irisierte. Nun eine Fläche, auf der wir zusammengedrängt standen, die aber nach oben zu führen begann. Unten, weit schon, sah ich doppelte weiße Streifen, voller Menschen, mit schwarzen, gähnenden Hohlräumen, die reglosen Schiffskörper entlang — solche Schiffe wie das unsere gab es Dutzende —, der bewegliche Bahnsteig kurvte, beschleunigte sein Tempo, ging zu höheren Ebenen über. Schnelle längliche Schatten flatterten darüber — ihr Luftzug sträubte den Stehenden das Haar-, zitterten über unglaubliche, jeder Stütze entbehrende Viadukte mit länglichen Streifen von Signallichtern; dann teilte sich die uns tragende Ebene, sie trennte sich entlang unsichtbarer Striche, mein Teil glitt durch Innenräume voller stehender und sitzender Menschen, die von vielen kleinen Glitzerlichtern umgeben waren, als ob sie lauter buntes Feuerwerk wären.

Ich wußte nicht, wo ich hinsehen sollte. Vor mir stand ein Mann in etwas Flaumigem, das unter Lichteinwirkung wie Metall opalisierte. Er hatte sich bei einer scharlachrot gekleideten Frau untergehakt. Ihr Kleid hatte ein Muster aus großen Augen, fast wie Pfauenaugen, und diese Augen zwinkerten. Nein, es war keine Illusion: die Augen ihres Kleides öffneten und schlossen sich wirklich. Der Gehsteig, auf dem ich hinter den beiden anderen unter Dutzenden von Menschen stand, beschleunigte seine Fahrt noch mehr. Zwischen weiß-rauchigen Glasflächen öffneten sich bunt beleuchtete Passagen mit durchsichtigen Decken, die ohne Unterlaß durch Hunderte von Füßen auf dem höheren, nächsten Stock getreten wurden; das allumfassende Rauschen ergoß oder verdichtete sich wieder, wenn Tausende mir unverständliche, menschliche Stimmen und Töne — die aber für die anderen von Bedeutung waren — wieder von einem Tunnel auf dieser Reise mit unbekanntem Ziel verschluckt wurden. Tiefer, auf weiteren Ebenen, wurde die Umgebung ständig von vorbeifliegenden, mir unbekannten Fahrzeugen durchkreuzt — vielleicht Flugkörpern — da sie manchmal schräg nach oben oder nach unten gingen, sich in den Raum hineinbohrten, derart, daß ich instinktiv einen fürchterlichen Zusammenprall erwartete, denn ich sah keine Führungsschiene, überhaupt keine Schienen —, falls es Luftbahnen sein sollten. Hörten diese verschwommenen Orkane der Eile auch nur für einen Augenblick auf, So tauchten hinter ihnen majestätisch langsame Riesenebenen voller Menschen auf, wie fliegende Landungsplä tze, die in verschiedene Richtungen führten, sich kreuzten, schwebten, durch perspektivische Täuschung ineinander überzugehen schienen. Das Auge fand kaum einen Ruhepunkt, weil die gesamte Architektur der Umgebung einzig aus Bewegung zu bestehen schien, aus Veränderungen. Sogar das, was ich ursprünglich für eine fliegende Decke hielt, bestand aus übereinander hängenden Stockwerken. Plötzlich drang in alle Biegungen der Ebene, ins Innere der Tunnel, durch die wir flogen, in die Gesichtszüge der Menschen, durch die Glasdecken und rätselhaften Säulen filtriert, von den silbernen Flächen reflektiert, ein schwerer, purpurner Glanz, als ob irgendwo in der Ferne, in der Mitte dieses Riesenbaues, ein Atomfeuer ausgebrochen wäre. Das Grün der immerfort hüpfenden Neonlichter wurde schmutzig, die Milch der parabelförmigen Stützpfeiler färbte sich rosig. Ich betrachtete diese plötzliche Sättigung der Luft mit einem roten Schein als Anzeichen einer Katastrophe.

Aber niemand beachtete die Veränderung im geringsten, und ich selbst könnte nicht einmal sagen, wann sie aufgehört hat.

An den Rändern unseres Gehsteigs erschienen schnell rotierende grüne Kreise, wie in der Luft hängende Neonringe. Dann ging ein Teil der Menschen auf die heranrückende Abzweigung eines anderen Steigs oder einer schiefen Ebene; ich sah, daß man die grünen Linien gefahrlos überqueren konnte, als ob sie nicht materiell wären.

Ich ließ mich eine Zeitlang willenlos von dem weißen Gehsteig tragen, bis mir die Idee kam, daß ich vielleicht schon außerhalb des Bahnhofs wäre und diese unglaubwürdige Landschaft aus verschiedenartig gebogenem Glas, das ständig fast wie zu einem Flug anhob, eben die Stadt war — die andere aber, die ich verließ, womöglich nur in meinem Gedächtnis existierte.

„Entschuldigung“, tippte ich die Schulter des pelzgeschmückten Mannes, „wo sind wir?“

Beide sahen sie mich an. Ihre Gesichter, die sie mir entgegenhoben, trugen den Ausdruck von Überraschung. Ich hegte die schwache Hoffnung, daß dies nur durch meine Größe verursacht würde.

„Auf dem Polydukt“, sagte der Mann. „Welchen Kontakt haben Sie?“

Ich verstand überhaupt nichts.

„Sind wir… sind wir noch auf dem Bahnhof?“

„Klar…“, erwiderte er, doch etwas zögernd.

„Und… wo befindet sich der Innere Kreis?“

„Den haben Sie bereits verpaßt. Sie müssen wiederholen.“

„Einen besseren Raster bekommen Sie vom Merid“, mischte sich da die Frau ein. Alle Augen ihres Kleides schienen mich mit mißtrauischem Staunen zu betrachten. „Raster?“ wiederholte ich ratlos.

„Ja, dort“, sie zeigte auf eine durch den heranschwimmenden grünen Kreis sichtbare leere Anhöhe mit schwarz-silbrigen, gestreiften Seiten, wie der Rumpf eines etwas komisch angemalten, auf der Seite liegenden Schiffs. Ich dankte und ging vom Gehsteig weg, wohl an der falschen Stelle, da mir die Geschwindigkeit fast die Beine lähmte. Ich fing mich wieder, erlangte das Gleichgewicht, drehte mich dabei aber derart, daß ich nicht wußte, nach welcher Seite ich jetzt gehen sollte. Ich überlegte, was da zu tun wäre. Inzwischen hatte sich der Ort meines Umsteigens ziemlich weit von der schwarz-silbrigen Anhöhe entfernt, die mir die Frau gezeigt hatte, ich konnte sie nicht mehr finden. Da die Mehrheit der neben mir Stehenden auf eine schiefe Ebene hinüberging, die nach oben führte, tat ich dasselbe. Bereits hier sah ich eine riesige, reglos in der Luft brennende Inschrift DUKT CENTR — die weiteren Buchstaben entgingen dem Auge, sie waren zu riesenhaft.

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