Stanislaw Lem - Kyberiade

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Die Kyberiade (Originaltitel Cyberiada) ist ein Zyklus von fünfzehn Erzählungen des polnischen Autors Stanisław Lem, die vom Ende der 1950er bis zum Anfang der 1970er Jahre entstanden. Die Erzählungen der Kyberiade spielen in einem zukünftigen, kybernetischen Zeitalter. In eigentümlicher Verbindung der literarischen Gattungen Märchen und Science Fiction werden die abenteuerlichen Taten und Reisen des Konstrukteurduos 
und 
in einem vorwiegend von Robotern bevölkerten Kosmos geschildert. Die zentralen Themen der in einem heroisch-komischen Ton gehaltenen philosophischen Fabeln sind die Auseinandersetzung und die Vermischung von Ethik und Technik sowie das Scheitern eines damit verbundenen absoluten Fortschrittsglaubens.
Die Kyberiade gehört zu den populärsten und auch von der Kritik am meisten gelobten Werken Lems, die vier ersten Auflagen in polnischer Sprache allein erreichten 110.000 Exemplare. Lem selbst wünschte, dass sie vor allen anderen seiner Schriften ihn überleben möge.

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Wie Winzlieb und Gigelanz die Nebelflucht auslösten

Von den Astronomen erfahren wir, daß alles, was es gibt, nach allen Richtungen auseinanderstiebt: ob Nebel, Galaxien oder Sterne. Durch dieses unablässige Entschwirren erweitert sich schon seit Jahrmilliarden das Weltall.Über diese Allerweltsflucht wundern sich viele Leute. Wenn sie jedoch diesen Lauf gedanklich zurückverfolgen, gelangen sie zu der Annahme, in grauer Vorzeit habe sich der ganze Kosmos in einem einzigen Punkt zusammengedrängt, als ein gestirntes Tröpfchen. Aus unerfindlicher Ursache sei es dann explodiert, und dies dauere heute noch an.

Und wenn sie so folgern, überkommt sie die Neugier, was wohl vorher gewesen sei. Und sie wissen das Rätsel nicht zu lösen. Die Wahrheit ist die: Zur Zeit des vorigen Weltalls lebten darin zwei Konstrukteure, unerreichte Meister im kosmogonischen Fach. Und es gab nichts, was sie nicht hätten zusammenfügen können. Doch um eine Sache zu bauen, mußt du einen Plan haben. Und der muß erdacht werden, anders bekommst du ihn nicht. Die beiden Konstrukteure Winzlieb und Gigelanz fragten sich also in einem fort, wie sie erfahren könnten, was sonst noch zu konstruieren sei — außer den Wunderdingen, die ihnen in den Sinn kamen.

„Ich kann alles verfertigen, was mir in den Sinn kommt“ — sagte Winzlieb. „Aber dorthin kommt ja nicht alles. So werden wir beide eingeschränkt. Denn alles Denkbare zu denken, sind wir ja doch nicht imstande. Und vielleicht wäre eher etwas anderes verwirklichenswert, und nicht gerade das, was wir tun, weil wir daran gedacht haben. Was meinst du dazu?“„Recht hast du wohl“ — entgegnete Gigelanz. „Aber siehst du Abhilfe?“

„Was wir auch schaffen, wir schaffen es aus Materie“ — erwiderte Winzlieb. „In ihr sind alle Möglichkeiten angelegt. Beabsichtigen wir ein Haus, so erbauen wir ein Haus. Erdenken wir einen Kristallpalast, so erschaffen wir den Palast. Und soll es ein denkender Stern werden, ein Gehirn aus Feuer, so meistern wir auch diese Konstruktion. Gleichwohl ist die Materie reicher an Möglichkeiten, als unsere Köpfe. Ergo müßten wir ihr einen Mund einpassen. Sie selbst könnte uns dann sagen, was sich sonst noch aus ihr erschaffen ließe: Dinge, die uns beiden nie eingefallen wären!“„Ein Mund ist nötig“ — gab Gigelanz zu. „Doch er genügt nicht. Er spricht ja nur aus, was inwendig der Geist ausgeheckt hat. Folglich muß der Materie nicht nur der Mund verpaßt werden. Wir müssen ihr auch das Denken eindrillen. Dann tut sie uns gewiß alle ihre Geheimnisse kund!“

„Wohl gesprochen!“ — erwiderte Winzlieb. „Das Werk ist der Mühe wert — Ich sehe es so: Alles Seiende ist Energie, also müssen wir das Denken aus Energie aufbauen. Wir beginnen beim Kleinsten, beim Quant. Das Denken der Quanten sperren wir in einen möglichst kleinen Käfig aus Atomen. Als Atombaumeister müssen wir also zu Werk gehen und die Sache unablässig weiterverkleinern. Kann ich erst die Genies hundertmillionenweise in die Hosentasche schütten, und kommen sie bequem darin unter, so erreiche ich bald meinen Zweck. Denn dann vermehren sich die Genies, und die erstbeste Handvoll denkenden Sandes sagt dir, was und wie, als wäre es eine Ratsversammlung zahlloser Personen.“„Nein, so nicht!“ — sagte darauf Gigelanz. „Das Gegenteil müssen wir tun! Denn alles Seiende ist Masse. Demnach müssen wir aus aller Masse des Alls ein einziges Gehirn erbauen, ganz ungemein groß und gedankenschwer. Auf meine Fragen wird es mir aller Allerschaffung Geheimstes kundtun, und zwar ganz allein! Dein Geniepulver ist unnützer Schnack. Wenn dir jedes denkende Körnchen etwas anderes sagt, verlierst du dich in alledem und bereicherst dein Wissen nicht!“

Ein Wort gab das andere, und so bitter verfeindeten sich die beiden Konstrukteure, daß kein gemeinsames Unterfangen mehr in Frage kam. Da trennten sie sich, einer spottete des anderen, und jeder schritt nach seiner Weise zu Werke. Winzlieb haschte Quanten und sperrte sie hinter Atomgitter. Und weil er in Kristallen am engsten zuging, drillte er Diamanten, Chalzedone und Rubine zu Denkern. Am besten gelang ihm dies bei Rubinen. Er schloß so viel kluge Energie hinein, daß es nur so blitzte. Er hatte auch viel anderes selbsttätig denkendes Kleinzeug: Topase voll gelber Findigkeit und klug erblauende Smaragde. Doch am besten behagte ihm das rote Rubindenken. Während Winzlieb so im Kreise piepsiger Kleinchen werkte, wandte Gigelanz seine Zeit an Riesen. Mit äußerster Anstrengung wälzte er Sonnen und ganze Galaxien gegeneinander und verflüssigte, vermengte, verfugte und verband sie. So rackerte er sich ab, bis er den Kosmobold geschaffen hatte, dessen allumfassende Riesigkeit fast nichts außer ihm selbst bestehen ließ: gerade noch einen kleinen Schlitz, und darin Winzlieb mit seinen Kleinodien.Als beide Konstrukteure mit der Arbeit fertig waren, da war ihnen nicht mehr wichtig, wer die meisten Geheimnisse von seiem Geschöpf erfahren werde, sondern nur, wer recht gehabt und besser gewählt habe. So forderten die beiden einander zu Turnier und Wettstreit. Gigelanz erwartete Winzlieb neben dem Kosmobold, der Hunderte von Lichtjahrhunderten weit in die Länge, Breite und Höhe reichte. Sein Rumpf bestand aus Dunkelwolken und die Atmung aus Sterngewimmeln; als Arme und Beine waren ganze Galaxien durch Massenanziehung zusammengekoppelt; der Kopf bestand aus hundert Trillionen eiserner Erdbälle und trug eine lodernde Zottelkappe aus Protuberanz. Stimmte Gigelanz seinen Kosmobold ab, so dauerte die Reise vom Ohr zum Mund sechs Monate. Winzlieb aber kam ganz allein auf die Turnierstätte. Nur in der Tasche trug er einen winzigen Rubin. Den wollte er dem Koloß entgegenstellen. Bei diesem Anblick lachte Gigelanz.

„Na, was hat denn das Krümelchen zu sagen?“ — fragte er. „Was ist wohl sein Wissen gegen abgründig galaktisehes Denken, nebelbewegendes Folgern, wobei Sonnen an Sonnen Gedanken weiterleiten, die manch mächtiges Sehwerefeld verstärkt, während Lichtausbrüche von Sternen die Geistesblitzen funkeln machen und während interplanetarisches Dunkel die Besinnlichkeit verungeheuerlicht?“ Darauf Winzlieb: „Statt zu prahlen und das Deinige zu rühmen, geh lieber ans Werk! Oder — weißt du was? Warum sollten denn wir diese unsere Gebilde befragen? Mögen sie doch selbst wetteifernden Diskurs miteinander führen! Soll doch in den Schranken dieses Turniers mein Mikro-Genie mit deinem Sternbold scharmützeln, als Schild die Weisheit und als Schwert den klugen Gedanken führend!“

„Mir soll's recht sein!“ — stimmte Gigelanz zu. So wichen sie denn von ihren Werken, auf daß eines mit dem anderen auf dem Platz allein bliebe. Da kreiste und kreiste der rote Rubin in den Finsternissen, über Meeren von Leerheit, worin Berge von Sternen dahintrieben; und so kreiste und kreiste er über dem lichtvollen maßlosen Riesenleib und piepste dazu:“He, du dort unten, zu groß geratener feuriger Trampel, du Überfluß an Ixbeliebigkeit! Kannst du dir denn irgend etwas denken?“

Schon ein Jahr später trafen diese Worte im Hirn des Kolosses ein. Und in kunstvoll harmonischem Ineinandergreifen begannen sich dort die Firmamente zu drehen, so zwar, daß er ob dieser dreisten Worte staunte und nachsehen wollte, wer sich so mit ihm zu reden erfreche.Also begann er den Kopf nach jener Richtung zu wenden, woher die Frage gekommen war. Doch ehe die Drehung vollendet war, verstrichen zwei Jahre. Mit den hellen Augengalaxien blickte der Kosmobold in die Finsternis. Doch dort erblickte er nichts, weil der Rubin längst fort war und hinter dem Rücken des Riesen hervorpiepste:

„Ach, wie bist du schlapp, mein Sternwölkerich, mein Sonnenpelzling, du bist ja ganz schrecklich-schnecklich! Hör auf, mit dem sonnenzotteligen Kopf zu wackeln, und sag mir lieber, ob du zwei und zwei zusammenzählen kannst, ehe in deinem Oberstübchen die Mehrheit der Blauen Riesen ausgebrannt und vor Altersschwäche erloschen ist!“ Die unverschämten Spötteleien erzürnten den Kosmobold. Er begann sich also umzudrehen, so schnell er konnte, weil er hinterrücks angesprochen wurde. Und er drehte sich immer flinker, und die Milchstraßen wirbelten ihm um die Körperachse, und der Schwung ringelte die ehemals geraden Galaxienarme zu Spiralen ein, und die Sternwolken kreiselten und wurden so zu Kugelhaufen, und in wilder Hast schwirrten alle Sonnen, Erdbälle und Planeten wie gepeitschte Kreisel im Kreis herum. Doch ehe der Kosmobold seinen Gegner glotzäugig anfunkeln konnte, foppte ihn dieser schon wieder aus dem Abseits.

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