Robert Silverberg - Regans Satellit

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Die Erde ist zu klein für ihn — es greift nach den Sternen.
Ein Roman aus dem Jahr 1992.

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Anscheinend.

Emir Talal erschien mit zehnminütiger Verspätung, gehüllt in wallende Gewänder, ein derber, dunkelhäutiger Mann von etwa vierzig Jahren mit blitzenden Augen und hoheitsvoller Miene. Regan begrüßte ihn überschwenglich. Der Emir erweckte einen eher verschlossenen Eindruck, aber das mußte man von einer Person in seinem Rang durchaus erwarten. Worauf der Emir dann ohne Umschweife zu sprechen kam — darauf war Regan allerdings nicht vorbereitet.

»Faktorist Regan, warum haben Sie König Feisal verschwiegen, daß diese Festlichkeit zu Ehren eines Juden stattfindet?«

Regan hatte schon manchen harten Schlag eingesteckt, aber das warf ihn beinahe um. Er brauchte zwei oder drei Sekunden, um sich zu fassen. »Euer Exzellenz, mit der Weltausstellung ehrt man die Entdeckertat von Christoph Kolumbus.«

»Genau. Kolumbus war Jude.«

Regans Augen quollen aus den Höhlen. »Ist das euer Ernst, Exzellenz? Kolumbus war Italiener.«

Die Antwort war schlecht. Der Emir richtete sich zu einer für Regan unglaublichen Höhe auf. Seine Augen funkelten. Fast rechnete Regan damit, er werde einen Säbel aus seinen Gewändern ziehen und ihm den Kopf abschlagen, weil er ihm zu widersprechen gewagt hatte.

»Wir haben sehr sorgfältig nachgeforscht«, sagte Talal mit einer monumentalen Gebärde. »Kolumbus war jüdischer Abstammung. Sein Glaubensbekenntnis interessiert uns nicht. Jude ist jeder mit jüdischem Blut. Kolumbus war Jude. Sicherlich erwarten Sie nicht, Faktorist, daß wir Geld für eine Veranstaltung zu Ehren eines Juden zur Verfügung stellen.«

Es ist ein Scherz, dachte Regan. Es muß ein Scherz sein. Der Mann hat einen seltsamen Humor.

»Das muß ein Mißverständnis sein, Exzellenz«, sagte er so beherrscht wie möglich. »Ich begreife den heiklen politischen Aspekt sehr wohl, aber ich kann mir kaum vorstellen, daß Kolumbus… Kolumbus…«

»Unter diesen Umständen«, erklärte der Emir, »wird es uns kaum möglich sein, Ihrem Anliegen zu entsprechen. König Feisal war nicht vollständig über die Tatsachen informiert, als Sie mit ihm verhandelten. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.« Er verabschiedete sich mit einem knappen Nicken.

Regan starrte ihm nach. Kolumbus ein Jude? Was war das für ein Unfug?

Und eine halbe Milliarde dahin! Woher bekomme ich nun die halbe Milliarde? dachte Regan. Erstmals seit er im Finanzgeschäft tätig war, empfand er Furcht. Kein Unbehagen, keine Unsicherheit — sondern entsetzliche Furcht.

7.

Hastige Nachforschungen einiger Leute von Regans Stab ergaben nach bereits einer Stunde, daß die Behauptung, Kolumbus sei ein Jude gewesen, nicht mehr war als ein Märchen. Sie zählte zum Misthaufen von Verleumdungen und Halbwahrheiten, den man im Verlauf von fünf Jahrhunderten auf den Namen des Entdeckers gehäuft hatte, und ihr einziger Hintergrund bestand in der vorsichtigen Andeutung eines unverläßlichen Chronisten. Aber das spielte keine Rolle mehr. Emir Talal hatte ein endgültiges Wort gesprochen. Saudiarabien würde keine Obligationen kaufen.

Regan sah keine Möglichkeit, die Absage der Öffentlichkeit vorzuenthalten. Er hatte die Zusage bereits bekanntgegeben, und nun mußte er die Öffentlichkeit auch von der bösen Wendung informieren. Er tat es, ohne den Grund zu nennen. Um 14 Uhr klapperte die Neuigkeit in die Fernschreiber der Börse.

Die Aktien der Global Factors standen bei 109 Punkten. Erst gestern hatten Börsenspezialisten orakelt, daß die Global-Aktien, sollten sie unter 107 sinken, einen Abwärtsrutsch bis auf 80 tun könnten.

Regan wanderte im Büro auf und nieder, blieb am Fenster stehen und sah Schnee herabrieseln. Mit einem heftigen Druck seines Zeigefingers verdunkelte er das Fenster. Er wollte keinen Schnee sehen. Er wollte jetzt überhaupt nichts sehen.

Er starrte in die gräßliche Fratze des drohenden Ruins.

Wenn die Global-Aktien infolge der saudiarabischen Investitionsweigerung sanken, mußte der gesamte Aktienmarkt folgen, weil die Global seit Jahren an der Börse eine Führungsposition besaß. Der allgemeine Zusammenbruch war dann ein selbsttätiger Prozeß; die Investoren sahen sich zum Verkauf gezwungen, neue Aktien wurden zu Schleuderpreisen angeboten, und die Aktien mußten fallen und fallen und fallen, ohne Aussicht auf ein Ende. Resultierte aus dem Börstensturz eine allgemeine Krise, wurde überall der Rotstift angesetzt, um Einsparungen vorzunehmen — das hieß, in Staaten und Unternehmen strich man die Gelder für die Pavillons der Weltausstellung. Ohne Aussteller war die Weltausstellung nicht durchführbar. Ohne Weltausstellung bekamen die Käufer der Obligationen keinen Profit, und der Kauf wurde für sie zum Verlustgeschäft. Und der Hauptgläubiger — mit viereinhalb Milliarden Dollar — war die Global Factors. Dank Regans Bemühungen waren eineinhalb Milliarden in Obligationen investiert worden, und Obligationen für ungefähr drei Milliarden, die technisch der Columbus Equities gehörten, hatten sie noch in Kommission. Wenn die Weltausstellung zum Fehlschlag wurde, erlitt die Global Factors einen schweren Schlag, der vielleicht mit ihrem Untergang endete.

»Wie lauten die Notierungen?« fragte Regan.

»Global-Aktien werden stark gehandelt«, berichtete Martinelli. »Die letzte Transaktion wurde mit 108 1/2 abgewickelt. Nicht zu übel, aber die Börse ist noch nicht geschlossen.«

Wie gebannt beobachtete Regan den Fernschreiber. Die Global-Aktien waren plötzlich jene an der Börse, die am meisten gehandelt wurden. Ein Aktienbündel erzielte 108 3/8, dann wurden eintausend Aktien zu 108 1/8 notiert. Die Punkte verringerten sich rasch.

»Gibt es wirklich eine Panik, wenn sie unter 107 sinken?« fragte Henderson, ohne daß er eine bestimmte Person ansprach.

»Die Spezialisten behaupten es«, antwortete Martinelli. »Wenn Aktien unter den kritischen Punktwert sinken, kommen sie erst beim nächsttieferen Standardwert zum Stehen. Für die Global liegt er bei 83.«

»Jesus«, sagte Henderson.

Regan schwieg. Er fühlte sich auf einmal wie gelähmt.

»Achthundert Aktien zu 107 7/8«, konstatierte Martinelli. Gleich darauf: »Siebenhundert zu 107 1/2.«

Nur noch ein halber Punkt fehlte zum Verhängnis. Im ganzen Land griffen Aktionäre zum Telefon, um ihre Global-Aktien verkaufen zu lassen, bevor sie weiter fielen. Bald mußte eine Welle von Aktienverkäufen durch das Land rasen. Nicht lange, und die Panik würde auf die Wall Street übergreifen.

Was auch geschehen mochte, Claude Regan würde Millionär bleiben. Im Gegensatz zu den Männern, die ihn umgaben, brauchte er keine persönlichen Härten zu fürchten. Was hier verlorenging, waren Gewinne, die auf Papieren stand, und übrigbleiben würde genug. Er fürchtete den Verlust seiner Macht. Er hatte eine solche Höhe erklommen — und nun, mit fünfunddreißig, drohte er zu scheitern. Was sollte er mit den restlichen fünfzig oder sechzig Jahren seines Lebens anfangen? Wo konnte er, mit Schande beladen, sich verbergen?

»Tausend Aktien zu 107 3/8«, sagte Martinelli mit brüchiger Stimme.

Unsinn, dachte er. Wenn die Katastrophe kam, würde er ganz einfach von vorn beginnen. Was er einmal geschafft hatte, das würde ihm auch ein zweites Mal gelingen. Bis er vierzig war, so versprach er sich, würde er wieder so weit sein wie heute. Er würde es durchstehen. Irgendwie. Etwas ruhiger als zuvor schritt er zum Fernschreiber hinüber. Der Apparat klapperte heftig. Er sah näher hin und erkannte das vertraute Global-Symbol.

»Tausend zu 107 1/2«, sagte er. »Anscheinend stabilisiert es sich ein bißchen.«

Eine Minute verstrich. Der Fernschreiber, obwohl komputerisiert, begann hinter den Ereignissen an der Börse zurückzubleiben. Offenbar überstürzte sich die Entwicklung. Dann zeichnete sich eine neue Tendenz ab. Die Global-Aktien fielen nicht mehr. Die Transaktionen pendelten sich bei 107 1/2 Punkten ein.

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