Hans Johan Sagrusten - Pergamente und Papyri

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Wie sah der ursprüngliche Text des Neuen Testamentes aus? Woher wissen wir, was die Evangelisten, Paulus und die anderen Autoren der Bibel genau geschrieben haben? Die Rekonstruktion aus vielen alten Bibelhandschriften gleicht dem Legen eines Puzzles mit weit über 1000 Teilen. Manche Teile fehlen, andere passen nicht gut zusammen. Wie verlässlich ist der Bibeltext von heute? Der norwegische Theologe und Schriftsteller Hans Johan Sagrusten erzählt in diesem kurzweiligen Buch die spannende Geschichte der ältesten und wichtigsten Bibelhandschriften und erläutert, was wir über den Bibeltext wissen. Das Buch hat in Norwegen für Aufsehen gesorgt und musste rasch nachgedruckt werden.

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Der Manuskriptschatz in der Mauer

Im November 1971 brach im St.-Georg-Turm des Katharinenklosters ein Brand aus. Das Feuer war der Auftakt zu einem neuen und unerwarteten Kapitel der Geschichte. Denn niemand hatte geglaubt, dass sich in den hohen Klostermauern noch mehr Schätze verbargen. Nachdem der Codex Sinaiticus entdeckt worden war, hatten Forscher neben der Bibliothek auch jeden noch so abgelegenen Winkel des Klosters nach weiteren alten Manuskripten durchsucht. Keiner von ihnen hatte jedoch mit weiteren Funden gerechnet. Aber genau das ist passiert. Dazu wenden wir uns der Zeit zu, in der das Kloster drei, vier Jahre nach dem Brand restauriert wurde.

Arkimandritt Sofronius hat viele Jahre seines Lebens darauf verwendet, Geld für die Restaurierung des St.-Georg-Turms zu sammeln. Auch die Nordwand des Klosters war durch den Brand beschädigt worden und bedurfte der Reparatur. 1975 können die Arbeiten endlich beginnen. Am 25.Mai kommt es zu einer großen Entdeckung. Sie ist der Anfang eines der größten Manuskriptfunde des 20.Jahrhunderts.

Durch die Hitze des Feuers ist der Putz an einigen Stellen der Klostermauer aufgeplatzt. Als die Arbeiter den beschädigten Putz abschlagen, entdecken sie in der Mauer eine ehemalige Öffnung, die mit Holz, Erde und Steinen aufgefüllt worden war. Niemand weiß, was sich dahinter befindet. Denn soweit die Erinnerungen reichen, hat die Mauer so dagestanden; nicht einmal die ältesten Mönche erinnern sich, dass jemand von einem alten Raum an dieser Stelle der Mauer gesprochen hätte. Die Öffnung muss also schon sehr lange verschlossen sein. Als einer der Mönche ein Loch in die Wand schlägt, findet er dahinter, zwischen Erde und Gestein, einen alten Pergamentbogen. Liegen dort drin eventuell noch weitere Bögen?

Arkimandritt Sofronius entschließt sich, die einstige Öffnung mit den bloßen Händen freizugraben. Innerhalb von 44 Tagen füllt er 47 große Kartons mit Manuskripten und Manuskriptresten. Von seinem Fund erzählt Sofronius niemandem. Lediglich Erzbischof Damianos erstattet er regelmäßig Bericht über seine Arbeit. Einen Monat nach Beginn der Ausgrabungen, am 25.Juni 1975, macht Sofronius einen Fund, den niemand für möglich gehalten hatte. Es besteht kein Zweifel: Das Seitenformat, die geraden Spalten, die Form der Buchstaben, die hohe Qualität des Pergaments – alles weist in die gleiche Richtung: Er hat einen weiteren Bogen des Codex Sinaiticus gefunden, des ältesten kompletten Exemplars des Neuen Testaments. Direkt vor ihm liegt eine Seite des Alten Testaments, die zu dem Teil des Manuskripts gehört, von dem bisher angenommen worden war, die Mönche hätten ihn vor mehr als einhundert Jahren verbrannt.

Der Fund in dem alten Raum des Katharinenklosters verfügt über ausreichend Sprengkraft, um den ganzen Mythos des Codex Sinaiticus auf den Kopf zu stellen. Der bekannten Erzählung zufolge waren die Mönche 1844 drauf und dran, das Manuskript zu verbrennen. Ein großer Korb mit alten Manuskriptbögen habe bereits neben dem Ofen gestanden. Da sei Tischendorf gekommen und habe einige der alten Manuskriptbögen gerettet. Er kam also wie gerufen; nach Aussage der Mönche hatten sie bereits zwei Körbe voll davon verbrannt. Deshalb habe Tischendorf alles darangesetzt, das Manuskript aus dem Kloster zu holen, um es für die Nachwelt zu bewahren.

Das Problematische an dieser Erzählung ist, dass sie einzig und allein auf einer Quelle beruht: dem Tagebuch Tischendorfs. Niemand anderes kommt zu Wort, am wenigsten die Mönche, die 1844 in dem Kloster lebten und Tischendorf empfingen. Daher stellt sich die Frage, ob Tischendorf das Ganze erfunden hat? Oder hat er die Geschehnisse irgendwie missverstanden? Ging beim Anblick eines Korbes voller Manuskriptbögen in einem Kloster die Fantasie mit ihm durch? Hatte er in der Bibliothek Körbe gesehen, die jenen ähneln, die man in der Küche für frisch gebackenes Brot verwendete? Glaubte er deshalb, die leeren Körbe neben dem glühend heißen Backofen kämen aus der Bibliothek, voll gepackt mit alten Manuskriptbögen? Der Fund von Arkimandritt Sofronius kann auf einen Trugschluss Tischendorfs hindeuten.

Welche Konsequenzen hat der Fund vom 25.Juni 1975? Welche Schlussfolgerungen ziehen die Forscher daraus, dass Sofronius einen ganzen Bogen des Codex Sinaiticus aus dem Staub zieht – einen Bogen aus dem 4.Buch Mose, dem Teil des Manuskripts, der laut Tischendorf längst verbrannt worden war? Und es ist nicht nur dieser eine Bogen. Insgesamt liegen zwölf Bögen des Codex Sinaiticus in dem Raum, ebenso Fragmente weiterer Bögen von anderen Manuskripten. Keines der in dem Raum gefundenen Manuskripte stammt aus der Zeit vor dem 18.Jahrhundert. Der Raum muss also irgendwann vor Beginn des 19.Jahrhunderts verschlossen worden sein – und zu diesem Zeitpunkt befanden sich in ihm bereits 26 Bögen des Codex Sinaiticus. Entweder berichtet Tischendorf in seinem Tagebuch also nicht die Wahrheit, oder er hat missverstanden, wofür die Mönche die geflochtenen Körbe nutzten. Was ist wahr, was ist falsch?

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