Friedrich Gerstäcker - Eine Mutter

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»So glaubst Du wirklich…«

»Von Glauben kann noch keine Rede sein, mein Herz, aber Du weißt, wie Deine Mutter, nach jenem Fehltritt ihres Lebens, sich von Dir lossagte und von da an eigentlich weiter gar nichts für Dich that, als daß sie jener nach Brasilien gehenden Frau, der sie Dich vollständig überließ – ein Kostgeld für Dich zahlte. Du entdecktest das Geheimniß und verließest jene Frau. Fest aber darfst Du davon überzeugt sein, daß diese Madame Baulen Deiner Mutter die Flucht ihres Kindes nicht angezeigt hat, sondern nach wie vor das Geld für Dich noch regelmäßig fortbezieht. Deine wirkliche Mutter muß Dich also noch immer in Brasilien glauben.«

»Ich bat Dich immer, ihr einmal zu schreiben,« sagte Helene leise.

»Um Gottes willen keinen Brief, Schatz!« rief ihr Gatte lächelnd. »Eine Sache, die man wirklich als Geheimniß wahren will, darf man nie einem Papier anvertrauen, denn kein Mensch kann wissen, wem ein solches Blatt einmal durch Zufall in die Hand geräth. Denke nur daran, wie Du selber das Geheimniß Deiner Geburt erfahren: nur dadurch, daß Deine Mutter diese nöthigste aller Vorsichtsmaßregeln versäumte, durch einen in Deine – also in unrechte Hände gerathenen Brief. Nein, alles Derartige muß entweder mündlich oder gar nicht abgemacht werden, mündlich und ohne Zeugen, schon Deiner Mutter und deshalb auch Deinetwegen, und einmal habe ich den Versuch schon gemacht.«

»Du hast sie gesehen, Felix?« rief Helene rasch und geängstigt, »und mir kein Wort davon gesagt,« setzte sie leise und fast vorwurfsvoll hinzu, »war das recht?«

»Weil ich Dir nicht unnöthiger Weise weh thun wollte, Schatz.«

»Und was sagte sie?«

»Ich hatte mich ihrem Gatten und ihr, als ich damals das Haus kaufte, an einem dritten Orte vorstellen lassen und benutzte dann die Gelegenheit, nachdem der Kauf abgeschlossen, mich bei ihnen als Nachbar, in ihrer eigenen Wohnung, einzuführen. Natürlich war es nur eine Formvisite, aber es sollte auch zugleich eine vorläufige Probe sein, ob die Gräfin bei meinem Erscheinen irgend eine Bewegung zeigen würde. War das der Fall, so hätte Madame Baulen in Santa Clara ihr doch, und wider alles Erwarten, Mittheilung gemacht.«

»Und was sagte sie?«

»Ich hatte mich in unserer alten brasilianischen Freundin nicht geirrt,« lachte Felix. »Die Gräfin Monford konnte keine Ahnung haben, denn sie zuckte mit keiner Wimper, mein Name rief keine Erinnerung in ihrer Seele wach. Ich war ihr ein vollkommen fremder Mensch.«

»Und war sie gut, war sie freundlich?« fragte Helene, und ihr Blick hing angstvoll an den Lippen des Gatten.

»Sie war sehr vornehm und sehr stolz,« sagte Felix nach einigem Zögern; »ich konnte nicht warm bei ihr werden. Aber laß Dir das keine Sorgen machen, Kind,« fuhr er herzlich fort, als er den schmerzlichen Zug in ihrem Antlitz bemerkte, »gegen einen vollkommen fremden Menschen konnte sie ja auch kaum anders sein. Nur dürfen wir nichts übereilen und müssen vor allen Dingen erst einmal bekannt mit der Familie werden. Sie soll Dich erst sehen und lieb gewinnen, und dann findet sich einmal eine Gelegenheit, wo Du sie, am besten hier bei uns, ohne Zeugen sprechen und Dich ihr entdecken kannst. Willst Du das mir überlassen?«

»Von Herzen gern, Felix,« sagte Helene mit tiefem Gefühl. »Wem auf der Welt könnte ich lieber den heißesten Wunsch meiner Seele anvertrauen, als Dir, der Du schon so oft bewiesen hast, wie lieb ich Dir bin, wie gut Du es mit mir meinst.«

»Schön, meine Puppe,« lachte da Felix wieder in der alten muntern Laune und schloß sie in die Arme. »Dann aber mach' auch jetzt wieder ein freundliches Gesicht und laß Kummer und Sorgen fahren. Was geschehen kann, geschieht, dann haben wir uns wenigstens selber keine Vorwürfe zu machen. Und nun, Schatz, nimm Dich vor allen Dingen einmal Deiner Kinder an, denn die kleine Gesellschaft macht ja draußen einen Heidenlärm.«

»Ich kann sie nicht mehr bändigen, Herr Graf!« rief in diesem Augenblick die Bonne, die mit ihnen aus dem Nebenzimmer kam. »Günther will absolut hinaus auf den Markt unter die Buden, und Helenchen verlangt ebenfalls zur Musik!«

»Vortrefflich, dann gehen wir unter die Buden,« lachte Felix, dem es ganz erwünscht kam, etwas gefunden zu haben, was seine junge Frau für den Augenblick zerstreuen konnte, und ein Jubelgeschrei der Kinder antwortete ihm.

Helene war nicht recht damit einverstanden, aber das kleine Volk hatte einmal die Zusage und nahm den Papa beim Wort, und die nöthigen Anordnungen waren bald getroffen.

Es mochte jetzt etwa zwei Uhr sein; das Diner, welches das junge Paar stets mit den Kindern und der Bonne einnahm, war auf fünf Uhr bestellt, und mit dem jubelnden Knaben an der Hand, während Helene das Töchterchen führte, von der Bonne und einer Magd begleitet, die mitgenommen wurde, um die Kleinste von Zeit zu Zeit zu tragen, schritten sie in das Treiben hinaus, das selbst bis hierher seine Trabanten gesandt hatte. Die Schützenwiese lag aber auch gar nicht weit von dort entfernt, und man konnte das Hämmern der Pauken, wie einzelne Trompetenstöße und ebenso den scharfen, kurzen Krach der Büchsenschüsse, wenn auch durch die Entfernung gemildert, doch deutlich bis hier herüber hören.

Und die Kinder waren selig, denn überall bot sich ihnen Neues, Ungeahntes.

Hier stand eine Polichinell-Bude mit den kleinen, beweglichen Figuren und der geheimnißvollen, aus dem Kattunkasten herausklingenden Stimme. Dort auf einem großen, runden Tische, von zahlreichen Zuschauern umdrängt, gab eine bunt gekleidete Affenfamilie ihre Vorstellungen. Da drüben wurde nach einer Reihe von aufgestellten Scheiben und Sternen mit Bolzenbüchsen geschossen, und wenn man das Ziel traf, so sprang plötzlich ein bunt gemalter Mann mit einer spitzen Mütze heraus, oder ein lauter Knall kündete den Treffer.

Und dann die Carroussels! Wie jubelte das kleine Pärchen, als es die bunt beflaggten schwebenden Pferde und Wagen sah, und natürlich gaben sie keine Ruhe, bis sie mitten darin saßen und, von der Bonne und Magd bewacht, ihren Rundritt machen durften. Der kleine Günther ließ aber richtig nicht nach, bis er auch auf eins der kleinen Pferdchen gesetzt wurde, wo er versprach, sich tüchtig festzuhalten. Er faßte auch mit beiden Händchen die Eisenstange, als ob sein kleines Leben daran hinge.

Die Mutter war erst ängstlich, daß er herunterfallen könnte, denn wenn sie selber auch das wildeste Pferd nicht scheute, sorgte sie sich doch um den kleinen Liebling. Der Vater ließ ihn aber lächelnd gewähren, und wie stolz saß jetzt der kleine Bursch auf seinem gemalten Pferd, dessen Seiten er mit den Hacken bearbeitete, bis sich die Reihe an zu drehen fing. Dann aber klammerte er sich fest und ängstlich an, denn so rasch hatte er sich die Bewegung doch nicht gedacht.

Und nun kamen die Buden selber mit ihren zahmen Ponies und kreischenden Papageien, mit ekelhaft fetten Menschen, die sich für Geld sehen ließen, mit angestrichenen Indianern und gezähmten Hyänen, mit Taschenspielern, Feuerfressern, Bauchrednern und wie diese Unnatürlichkeiten alle hießen. Die Kinder sehen allerdings nur das Wunderbare und den Flittertand daran, während die Erwachsenen gewöhnlich ein Gefühl des Ekels oder Mitleids beschleicht, wo derartige Charlatanerien zu einem Broderwerb benutzt werden, die doch das Elend nicht verbergen können, das hinter all' dem Tand und Putz sich birgt.

Das junge Paar ekelte auch dieses wüste Treiben an, das sie nur den Kindern zu Liebe wieder einmal durchkosteten. Diese ließen aber keine Ruhe, bis sie auch wenigstens ein paar der Buden betreten hatten, und am meisten jubelten sie bei einem Marionettenspiel, aus dem sie fast nur mit Gewalt wieder entfernt werden konnten.

»Bleib nur ein klein wenig sitzen, Mama,« rief Helenchen, als der Vorhang endlich fiel, »er geht gleich wieder in die Höh'!« Lachend nahm Graf Rottack die Kleine auf den Arm, um sie durch das Gedränge hinaus in's Freie zu tragen, und athmete ordentlich hoch auf, als er endlich wieder den blauen Himmel über sich sah. Hier draußen preßte aber gerade eine solche Masse von Menschen vorüber, daß er der Bonne Acht auf den Knaben befahl und, seine Frau an den Arm nehmend, über die Straße hinüber zu kommen suchte, wo er freieren Raum sah.

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