Ларс Кеплер - Der Hypnotiseur
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Carlos wirft einen kurzen Blick auf sein Aquarium, als befürchtete er, dass seinen Fischen etwas Furchtbares zu Ohren kommen könnte.
»So, so«, sagt er skeptisch. »Und woher weißt du das?«
»Die Schritte im Blut waren im Haus kürzer.«
»Wie meinst du das?«
Joona beugt sich vor und sagt:
»Es waren natürlich überall Fußabdrücke, und ich habe die Schritte auch nicht ausgemessen, aber die in der Umkleide kamen mir … nun ja, frischer vor, die Schritte im Haus waren müder.«
»Jetzt geht das wieder los«, sagt Carlos matt. »Jetzt fängst du wieder an, die Dinge komplizierter zu machen, als sie sind.«
»Aber ich habe Recht«, erwidert Joona.
Carlos schüttelt den Kopf.
»Ich glaube, diesmal irrst du dich.«
»Nein, ich habe Recht.«
Carlos wendet sich den Fischen zu und sagt:
»Dieser Joona Linna ist der sturste Mensch, dem ich je begegnet bin.«
»Aber was passiert, wenn man nachgibt, obwohl man weiß, dass man Recht hat?«
»Nur, weil du so ein Gefühl hast, kann ich dir nicht über Petters Kopf hinweg den Fall übergeben«, erklärt Carlos.
»Doch.«
»Alle glauben, dass es um die Eintreibung von Spielschulden geht.«
»Du auch?«, fragt Joona.
»Oh ja, allerdings.«
»Die Spuren in der Umkleide waren kraftvoller, weil der Mann zuerst ermordet wurde«, beharrt Joona.
»Du gibst wohl nie auf«, sagt Carlos. »Stimmt’s?«
Joona zuckt mit den Schultern und lächelt.
»Am besten rufe ich sofort in der Rechtsmedizin an«, murmelt Carlos und greift nach dem Telefon.
»Sie werden dir sagen, dass ich Recht habe«, antwortet Joona mit gesenktem Blick.
Joona Linna weiß, dass er ein sturer Mensch ist, aber er weiß auch, dass er seine Sturheit braucht, um weitermachen zu können. Vielleicht hat es mit Joonas Vater begonnen, Yrjö Linna, der Streifenpolizist im Polizeidistrikt Märsta war. Joonas Vater befand sich auf der alten Landstraße nach Uppsala, etwas nördlich des Löwenströmska-Krankenhauses, als bei der Einsatzzentrale ein Anruf einging und man ihn in den Hammarbyvägen in Upplands Väsby schickte. Ein Nachbar hatte die Polizei angerufen und gemeldet, dass Olssons Kinder mal wieder Prügel bezogen. 1979 hatte Schweden als erstes Land der Welt die körperliche Züchtigung von Kindern unter Strafe gestellt, und die Landeskriminalpolizei hatte die örtlichen Polizeikräfte angewiesen, das neue Gesetz ernst zu nehmen. Yrjö Linna fuhr mit seinem Streifenwagen auf den Hof und hielt vor der Haustür. Er wartete auf seinen Kollegen Jonny Andersen. Wenige Minuten später meldete sich der Kollege über Funk. Jonny stand vor einer Würstchenbude an und meinte, dass ein Mann auch mal zeigen dürfe, wer der Herr im Haus ist. Yrjö Linna war ein schweigsamer Mensch. Er wusste, dass die Dienstvorschriften bei einem Einsatz dieser Art vorsahen, dass man zu zweit war, aber er bestand nicht darauf. Er sagte nichts, obwohl er wusste, dass er ein Recht auf Unterstützung hatte. Er wollte nicht meckern, wollte nicht feige wirken und konnte nicht länger warten. Yrjö Linna stieg die Treppen in den dritten Stock hinauf und klingelte. Ein Mädchen öffnete ihm mit ängstlichen Augen die Tür. Er bat sie, im Treppenhaus zu warten, aber die Kleine schüttelte nur den Kopf und lief in die Wohnung. Yrjö Linna folgte ihr und gelangte ins Wohnzimmer. Das Mädchen hämmerte gegen die Tür zum Balkon. Yrjö entdeckte, dass dort draußen ein kleiner Junge stand, der nur mit einer Windel bekleidet war. Er schien etwa zwei Jahre alt zu sein. Yrjö eilte quer durch den Raum, um das Kind hereinzulassen und entdeckte deshalb zu spät den betrunkenen Mann, der vollkommen regungslos hinter der Tür auf der Couch saß und das Gesicht dem Balkon zugewandt hatte. Yrjö musste beide Hände einsetzen, um die Sperre lösen und gleichzeitig die Klinke herabdrücken zu können. Erst als er das Klicken der Schrotflinte hörte, hielt er inne. Der Schuss fiel, und ein Schwarm von sechsunddreißig kleinen Bleikugeln traf seinen Rücken. Er war auf der Stelle tot.
Der elfjährige Joona zog mit seiner Mutter Ritva aus der hellen Wohnung im Zentrum von Märsta in die Dreizimmerwohnung seiner Tante im Stockholmer Stadtteil Fredhäll. Nach dem Abitur bewarb er sich an der Polizeihochschule. Noch heute denkt er ziemlich oft an die Freunde in seiner Gruppe, an die Spaziergänge über die großen Rasenflächen, die Ruhe, die der Zeit als Anwärter und den ersten Jahren als Polizeimeister vorausging. Joona Linna hat ein gehöriges Maß an Schreibtischarbeit bewältigt, an Gleichstellungsplänen mitgearbeitet und sich gewerkschaftlich engagiert, er hat beim Stockholmer Marathonlauf und bei Hunderten von Autounfällen den Verkehr umgeleitet, hat sich verlegen gewunden, wenn Fußballhooligans in der U-Bahn seine Kolleginnen mit gellenden Gesängen belästigten: »Was machste mit dem Schlagstock, Bullensau – rein und raus!«, er hat tote Heroinsüchtige mit eiternden Wunden gefunden, ein ernstes Wort mit Ladendieben geredet und Rettungssanitätern bei kotzenden Betrunkenen geholfen, er hat mit Prostituierten gesprochen, die aidskrank und verängstigt unter Entzugserscheinungen leidend zitterten, er ist Hunderten Männern begegnet, die Frau und Kinder nach dem immer gleichen Muster misshandelten, betrunken, aber beherrscht, das Radio auf voller Lautstärke und die Jalousien heruntergelassen, er hat Raser und volltrunkene Autofahrer angehalten, Waffen, Drogen und selbstgebrannten Schnaps beschlagnahmt. Als er wegen eines Hexenschusses krankgeschrieben war und einen Spaziergang machte, um nicht völlig einzurosten, beobachtete er einen Skinhead, der einer Muslimin an die Brust grapschte. Er war dem Skinhead mit schmerzendem Rücken am Ufer entlang hinterhergelaufen, durch den ganzen Park, an Smedsudden vorbei, auf die Västerbron hinauf, über die ganze Brücke und die Insel Långholmen hinweg bis nach Södermalm und hatte den Mann erst an der Högalidsgatan erwischt.
Ohne es auf eine Karriere angelegt zu haben, ist Joona Linna immer wieder befördert worden. Er stellt sich gerne schwierigen Aufgaben und gibt niemals auf. Er hat eine Krone und zwei Eichenlaubtressen als Zeichen seines Dienstgrades, aber die Goldkordelschleife eines Hauptkommissars fehlt ihm derzeit noch. Leitende Positionen gleich welcher Art interessieren ihn einfach nicht, und er weigert sich, Mitglied der Landesmordkommission zu werden.
An diesem Dezembermorgen sitzt Joona Linna nun im Büro des Leiters der Landeskriminalpolizei. Trotz der langen Nacht im Vorort Tumba und im Karolinska-Krankenhaus ist er noch nicht müde, als er zuhört, wie Carlos Eliasson mit dem stellvertretenden Chefobduzenten in der Stockholmer Rechtsmedizin, Professor Nils Åhlén, spricht.
»Nein, ich muss nur wissen, was der erste Tatort gewesen ist«, sagt Carlos und lauscht eine Weile. »Das verstehe ich, das verstehe ich … aber wie ist deine vorläufige Einschätzung?«
Joona lehnt sich zurück, kratzt sich in seinen blonden zerzausten Haaren und sieht das Gesicht seines Chefs immer roter anlaufen. Carlos lauscht der monotonen Stimme Åhléns, und statt etwas zu erwidern, nickt er nur und legt auf, ohne sich zu verabschieden.
»Sie … sie …«
»Sie haben festgestellt, dass der Vater als Erster getötet wurde«, ergänzt Joona.
Carlos nickt.
»Habe ich es dir nicht gesagt?«, meint Joona lächelnd.
Carlos blickt zu Boden und räuspert sich.
»Okay, du leitest die Ermittlungen«, sagt er. »Der Fall in Tumba gehört dir.«
»Gleich«, antwortet Joona ernst.
»Gleich?«
»Erst will ich etwas hören. Wer hatte Recht? Wer hatte Recht, du oder ich?«
»Du«, brüllt Carlos. »Um Himmels willen, Joona, was ist nur los mit dir? Du hattest wie immer Recht!«
Als Joona aufsteht, verbirgt er ein Lächeln hinter vorgehaltener Hand.
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