Frei, Max - Einfache Zauberdinge
Здесь есть возможность читать онлайн «Frei, Max - Einfache Zauberdinge» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Год выпуска: 2013, Жанр: Старинная литература, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Einfache Zauberdinge
- Автор:
- Жанр:
- Год:2013
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:4 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 80
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Einfache Zauberdinge: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Einfache Zauberdinge»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Einfache Zauberdinge — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Einfache Zauberdinge», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
»Ich heiße Kao Anloch«, sagte der nicht eben bildhübsche Kapitän höflich, »und stehe zu Ihren Diensten. Sie brauchen sich mir nicht vorzustellen, denn ich ziehe es vor, die Leute, mit denen ich zu tun habe, nicht namentlich zu kennen.«
Ich hätte am liebsten losgekichert, denn dieser Seemann trat auf wie ein hinterwäldlerischer Gelehrter. Auch Melifaro war offenbar hingerissen, ließ sich das aber nicht anmerken.
»Wir sind vom Kleinen Geheimen Suchtrupp der Stadt Echo, Herr Anloch. Wissen Sie bereits, worum es geht, oder benötigen Sie noch eine Erklärung?«
»Natürlich weiß ich Bescheid«, sagte er strahlend. »Sie kommen sicher wegen des Koffers zu mir, der dem alten Sochma Pu gehörte. Bestimmt hat mein leichtsinniger Freund Secha Modorok ein paar Tricks angewandt und ist dabei aufgeflogen. Aber das ist sein Problem. Was den Koffer anlangt, haben Secha und ich nur genommen, was uns zustand.«
»Interessant«, sagte Melifaro und wiegte skeptisch den Kopf. »Soll das heißen, der Inhalt des Koffers gehört Ihnen?«
»Genau das soll es heißen. Der ursprüngliche Besitzer Sochma Pu und ich waren gute Freunde. Deshalb wollte er mir ein paar Sachen schenken. Wissen Sie, als Secha und ich dem Orden der Grünen Monde beitraten, mussten wir - wie es die Ordensregeln verlangten - ein paar Jahre lang niedere Arbeiten verrichten. Wir landeten in der Küche und lernten dort den alten Sochma kennen, der auch nur Helfer seines Sohnes war. Sochma hatte kurz zuvor all seine Ersparnisse verloren und musste auf seine alten Tage wieder arbeiten gehen - und zwar in der Küche, die sein Sohn leitete. Er war mit seiner Lage nicht gerade zufrieden und sprach kaum mit seinem Sprössling Tschorko, umso lieber aber mit uns. Er war zunächst sehr reserviert, doch wir befreundeten uns schnell. Er hat uns viel von seinen Piratenabenteuern und seinem reiselustigen Vorleben erzählt. Zur selben Zeit entschied sich mein Freund Secha aus romantischen Gründen, die Diebeslaufbahn einzuschlagen. Ich dagegen war so von den Reiseberichten des Kochs begeistert, dass mich eher die Seemannskarriere reizte, und ich versuchte mich mehrmals, aber stets erfolglos auf See. Doch jetzt ist endlich die stolze Tobindona in mein Leben getreten.«
»Schön und gut, aber Sie wollten uns doch etwas über den Koffer erzählen«, drängte Melifaro.
»Ach ja, natürlich. Sochma hat uns seine alten Talismane versprochen, die sich in einem Koffer im Keller seines Hauses in der Straße der Spitzdächer befanden. Er hat uns sehr viel davon erzählt. Ich hatte den Eindruck, dass es ihm vor allem darum ging, mit seinen Geschichten seinen Sohn zu ärgern, aber Sir Tschorko war es ohnehin egal, was sein Vater mit dem alten Krempel machen wollte. Wie auch immer - Secha und ich hielten die Talismane schon für unser Eigentum. Im Jahre 3183 der Ordensepoche sagte Sochma, er wolle uns am letzten Tag des Jahres ein Geschenk machen. Wie ungeduldig harrten wir diesem Tag entgegen! Wir dachten, die Talismane würden unser Leben ändern. Das wäre auch so gekommen, wenn die Residenz des Ordens der Grünen Monde am Jahresende nicht bereits verbrannt gewesen wäre, was fast alle Mitglieder und Mitarbeiter des Ordens das Leben gekostet hatte. Secha und ich überlebten nur durch einen Zufall: Am Vorabend des Angriffs auf die Residenz waren wir auf dem Markt Lebensmittel einkaufen und versackten danach im Wirtshaus, denn damals konnten wir uns kaum frei bewegen. Als wir zurückkehrten, war die Residenz nur noch ein rauchender Trümmerhaufen. Dann führte das Leben Secha und mich auseinander. Erst vor einem Monat habe ich ihn zufällig im Trunkenen Regen sitzen sehen. Wir haben uns gleich erkannt, uns prächtig unterhalten und rasch gemerkt, dass wir nichts zu prahlen hatten, aber meine Lage war immerhin besser als seine, denn ich hatte nicht im Gefängnis gesessen. Da kann man schon zufrieden mit sich sein, stimmt's?«
Ich nickte energisch. Wo er Recht hat, hat er Recht, dachte ich. Überhaupt gefiel mir der etwas chaotische Kao Anloch immer besser. Langsam begriff ich, warum Kapitän Gjata beschlossen hatte, seine Verpflichtungen fahren zu lassen und mit ihm bis ans Ende der Welt zu reisen. Die Augen des Schiffseigentümers glänzten wie die eines begeisterten Kindes. Er hatte allerdings viele Talismane, um seinen Charme zu verstärken, und das durfte ich nicht vergessen. Aber als er weiterredete, spielten all diese Einfachen Zauberdinge für mich keine große Rolle.
»Secha und ich haben die ganze Nacht im Trunkenen Regen verbracht. Wir haben uns natürlich auch über den alten Sochma Pu und die gemeinsame Arbeit in der Ordensküche unterhalten. Das war die schönste Zeit unseres Lebens, denn wir waren jung und glaubten, uns erwarte eine fantastische Zukunft. Wie sich zeigte, hatten wir uns getäuscht. Zwar geht es vielen Menschen so, aber das ist kein Trost.«
Der Kapitän seufzte tief und wirkte sehr betrübt, riss sich dann aber zusammen. »Natürlich haben wir uns über die geheimnisvollen Talismane der Piraten unterhalten, die uns der alte Koch versprochen hatte. Es mag seltsam klingen, doch wir beschlossen, sie uns endlich zu besorgen. Wer weiß, was aus unserem Leben geworden wäre, wenn wir sie schon früher bekommen hätten. Auch diesmal machten wir uns keine großen Hoffnungen und waren so gut wie sicher, der Koffer sei nicht mehr da. Trotzdem wollten wir danach suchen, denn Probieren geht über Studieren. Am nächsten Tag nahmen Secha und ich die Dunkle Tür, wie wir das beim Orden gelernt hatten. Ich kann Ihnen kaum beschreiben, wie erstaunt ich war, den Koffer im Keller zu entdecken. Seine dicke Staubschicht zeigte uns sofort, dass sich seit Jahren niemand für das gute Stück interessiert hatte. Also ließen wir ihn mitgehen, verschwanden durch die Dunkle Tür und landeten wieder in Sechas Zimmer. Dort nahm sich jeder den Talisman, den er seit Jahren für sein Eigentum gehalten hatte. Erst danach wurde uns klar, dass das Schicksal uns nur wieder zusammengeführt hatte, um den Koffer zu holen. Als wir ihn hatten, verloren wir das Interesse aneinander, und unsere Wege trennten sich erneut.«
»Und was haben Sie nach der Trennung von Secha gemacht?«, fragte Melifaro.
»Ich ging zu meinem Chef, kündigte und marschierte in den Alten Dom, um sechs Teller Rekreationssuppe zu verdrücken. Den armen Tschemparkaroke hätte fast der Schlag getroffen, so erstaunt war er über meinen Appetit. Am nächsten Tag erwachte ich als neuer Mensch und war mutig genug, in den Hafen zu gehen und die Tobindona zu chartern. Nun musste ich mir nur noch eine Mannschaft suchen und war erstaunt, wie viele Leute sich für eine Reise um die Welt interessieren. Zum Glück hat mich keiner nach seiner Heuer gefragt, denn die Charterkosten haben all meine Ersparnisse verschlungen. Ich habe viel zu viele Matrosen angeheuert, doch ich wollte keinen enttäuschen. Heute Abend muss ich aber wohl die schlechte Nachricht verkünden, nicht alle mitnehmen zu können, und die Männer würfeln oder Streichhölzer ziehen lassen. Wissen Sie, meine Herren, manchmal glaube ich, der Talisman des alten Sochma Pu hilft mir tatsächlich. Seit ich ihn habe, läuft bei mir alles besser.«
»Sind Sie also nicht überzeugt, all Ihre Erfolge dem Talisman zu schulden?«, fragte ich verblüfft.
»Na ja, als ich jung war, habe ich mir von Sochmas Koffer alles Mögliche versprochen, doch heute sind meine Erwartungen so gering, dass ich den Talisman vor allem aus Sentimentalität an mich genommen habe. Inzwischen aber bin ich sicher, dass die Piraten aus Ukumbrien und die Familie Pu sich wirklich auskennen, was Magie angeht.«
»Haben Sie Ihren Talisman dabei?«, fragte Melifaro.
»Natürlich. Hier oben«, sagte Kao Anloch und zeigte auf sein Piratentuch.
»Nehmen Sie es bitte ab«, sagte Melifaro sanft. »Wir müssen es uns ansehen.«
»Gern«, sagte der Kapitän und tat, wie ihm geheißen. »Bekomme ich es zurück? Es mag dumm klingen, aber ich fürchte, ohne diesen Talisman mein frisch gewonnenes Selbstbewusstsein zu verlieren, und heute Abend laufen wir aus. Aber vielleicht wird aus der Reise nichts, weil Sie mich wegen Diebstahls verhaften. Schließlich habe ich keinen Beweis dafür, dass Sochma Pu uns den Koffer versprochen hat.«
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Einfache Zauberdinge»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Einfache Zauberdinge» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Einfache Zauberdinge» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.