Clemens Meyer - Im Stein

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Im Stein: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein vielstimmiger Gesang der Nacht: Prostituierte, Engel und Geschäftsmänner kämpfen um Geld und Macht und ihre Träume. Eine junge Frau steht am Fenster, schaut in den Abendhimmel, im Januar laufen die Geschäfte nicht, die Gedanken tanzen ihn ihrem Kopf.»Der Pferdemann«, der alte Jockey, sucht seine Tochter.»Der Bielefelder «rollt mit neuen Geschäftskonzepten den Markt auf, investiert in Clubs und Eroscenter.»AK 47«liegt angeschossen auf dem Asphalt. Schonungslos und zärtlich schreibt Clemens Meyer in seinem großen Roman von den Menschen, den Nachtgestalten, von ihrem Aufstieg und Fall, vom Schmutz der Straße und dem Fluss des Geldes. Mit großer Kraft und Emotion erzählt er die Geschichte einer Stadt, die zum Epochen-Roman unserer Zeit wird.

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«Bei ›WC Weiß‹ ist’s immer schön kühl.«

«Die machen im Moment mehr Geld als wir.«

«Mhm. Geniales Konzept, das muss man zugeben.«

«Ich mag die Scheißhauskabinen. Immer sauber. Und kein Spaltbreit nach draußen. Man ist für sich.«

« Den Laden sollten wir übernehmen.«

«Und uns zur Ruhe setzen.«

«Geschissen wird immer.«

«Gebumst wird immer.«

«Aber denen macht keiner Stress.«

«Und wenn ich hier mein Billig-Pissoir aufmache, ›Mister Piss‹?«

«Wirste keine Lizenz für kriegen. Und selbst wenn, was willste anbieten. Und ›WC Weiß‹ ist einfach gut. Teuer, aber gut!«

«Dann biete ich Flatrate-Scheißen.«

«Du weißt aber, dass dieses ganze Flatrate-Gebumse nur den Markt und die Preise kaputt macht auf Dauer.«

«Die sollten an die Börse gehen. ›WC Weiß‹, mein ich.«

«Wir auch.«

«Wann kommt der Alte nach?«

«Hannover, Berlin. In der Reihenfolge. Ich denke, am Montag.«

«Montag ist ein guter Tag für Geschäfte.«

«Wird Zeit, dass was passiert.«

«Wird Zeit. Die Diskos sind nur der Anfang.«

Und der Driver, der jetzt ein anderer ist, spürt und sieht die Lichter, die an ihnen vorüberrasen, da geht er in die Eisen. Die Blitzer werden durchgesagt, und er fährt von der Stadtautobahn, fährt eine Weile hinter der Müllabfuhr her, biegt dann ab, sieht kurz die alten leeren Hafenspeicher am Kanalbecken, hinter denen der Himmel dunkelrot wird, biegt wieder ab, hört weit weg die Gewitter donnern, die Frau steht schon vorm Haus und raucht. Sie wirft die Zigarette weg und steigt ein. Sie fahren. Die Bullen stehen neben ihm an der Ampel. Golf 2. Sparprogramm, oder was? Ein dürres Gesicht auf der Rückbank, struppige Haare, gelbe Augen,»Kopf runter, du Aas«, er hört die Schreie und das Kreischen von der Achterbahn. Im bunten Chinatown, den großen Hallen am anderen Ende der Stadt, stürmen die Bullen die letzten Depots, Kristall im Tausch gegen Ware, Technik, Taschen, Geld und Brot vom Bäcker, Autoreifen, Autoradios, was die Zombies kriegen auf ihren Wegen durch die Nacht, die olympischen Ringe werden durchfahren, kopfüber, kopfunter, berühmte Achterbahn aus München, er sieht die Frau im Rückspiegel, dunkle Haare mit blonden Strähnchen drin, jetzt summt sie ein Lied, das kennt er, ist ein schönes Lied, hat seine Mutter ihm oft vorgesungen, als er ein Kind war. Kurz vor Mitternacht gibt es das große Feuerwerk, zwischen Riesenrad und Achterbahn, sie fragt sich, ob sie das sehen kann nachher, hoch oben über der Stadt, die Bullen beschlagnahmen elf Tonnen Pyrotechnik in Chinatown, gelb, grüne Wellen. Sie fahren, und sie hält die Hand in den Fahrtwind, alle Fenster offen.»Machst du das Radio an, bitte?«

«Für dich immer. «Etwas berührt kalt und klein und feucht ihre Hand, wie eine Schneeflocke.

III (Bumm Bumm)

Du liegst auf der Straße. Und dabei hast du gedacht, die neunziger Jahre sind vorbei.

Und sie sind ja auch fast vorbei, kurz überlegst du, welches Jahr genau ist, du weißt es, du weißt es doch, bist das ganze Jahr über aufgestanden und schlafen gegangen, aufgestanden und schlafen gegangen und hast deine Geschäfte gemacht, und viel Schlaf war nicht …, aber es ist nicht richtig greifbar, du spürst deinen Kopf auf dem Pflaster, als wäre er leckgeschlagen beim Aufprall, regnet es? du liegst zwischen den Autos und siehst die Räder und Felgen, in einer Alu-Felge direkt vor dir bricht und spiegelt sich das Licht, Straßenlaternen, Scheinwerfer, Nacht, und du versuchst, dein Gesicht zu erkennen, neunzehnhundertneunundneunzig.

Nein, nichts ist vorbei. Die Zeit der Gewalt war lang, aber auch lange her, schon fast nicht mehr wahr, die Jahre der Ruhe, dein Kopf auf dem Pflaster, die Stadt ist still am Sonntag, und der Regen ist rot, das Auto ist rot, direkt neben dir. Du bist alleine gekommen, obwohl sie alle gesagt haben:»Geh nicht alleine!«, aber du musstest allein gehen, die Neunziger sind fast vorbei, wir wollen nur Geschäfte machen, du hast kurz geschlafen und bist aufgestanden, da war es schon fast Abend. Du hattest noch Zeit und hast Kaffee getrunken und eine Weile draußen im dunklen Garten gestanden, es wird wieder zeitig dunkel jetzt, du wolltest runter zum See laufen, aber das Telefon hat geklingelt. Nein, es hat nicht geklingelt, du hattest es leise gestellt und hast es blinken sehen durch die Scheibe der Veranda, das Display blinkte und blinkte im Aufladegerät wie ein kleiner Leuchtturm. Nein, du hörst es klingeln, du stellst es doch nie leise, das muss woanders gewesen sein, du hast das ganze Haus voller Telefone, und keins ist leise gestellt, das Handy in der Jackentasche summt. Du drehst dich auf die Seite, versuchst, in die Jackentasche zu greifen. Das fällt dir schwer, obwohl deine Arme in Ordnung sind. Dein Handy summt und summt, und du spürst deinen Herzschlag, und dann hört es auf, und du holst tief Luft und atmest aus, holst tief Luft, atmest die Angst aus, da kommt keiner mehr, nein, da kommt keiner mehr, er war allein gewesen, genau wie du, und du hast ihn weggehen sehen, er hat sich einfach umgedreht und ist gegangen. Hat er noch was gesagt? Was hat er vorher zu dir gesagt? Du kannst es nicht greifen.»Das ist von …«Nein, keine Namen, nie Namen, fang schon jetzt damit an, sie werden dich fragen, gut, dass sie dich noch fragen können, aber sie können dich fragen, bis ihre scheiß Zungen vertrocknen, du atmest die Angst aus und blickst auf deine Beine, die du nicht mehr spürst. Edo, du Drecksau, ich mach dich … Nein, hör auf, die Neunziger sind … Aber du weißt, dass du was tun musst, dass du das tun musst, jetzt wieder, wo du dachtest …, du hast zu viel gedacht, viel zu viel gedacht und zu wenig, bist allein gegangen. Geh nie allein, immer ein Mann dabei, immer ein Mann in der Nähe. Halt dir den Rücken frei, aber er ist nicht von hinten gekommen, kam direkt auf dich zu, wir wollen Geschäfte machen, mehr ist doch nicht, wir wollen nur Geschäfte machen. Edo, du Dreckschwein … Hat er den Namen genannt, hat er Grüße übermittelt? Du kannst es nicht greifen, du wirst es rausfinden, wirst noch mehr rausfinden, aber wie lange kannst du hier noch liegen? wenn der Regen nur aufhören würde, es ist schon kühl in den Nächten, aber es regnet doch gar nicht, oder?

Jetzt hast du das Handy aus der Tasche, die Hände zittern, dir zittern die Hände, das ist doch zum Lachen, hast du was genommen vorher, um dich ruhig zu halten oder um dich munter zu machen? nein, du nimmst nie was, fast nie was, wenn du verhandeln willst. Nur ein kleines Palaver, Sonntag in der stillen Stadt, und dann fällt dir das Handy runter, als du es auf Summen stellst, du bückst dich und hebst es auf, wischst es ab, und da kommt er auf dich zu, was für ein blöder Treffpunkt, du kannst die dunklen Türme des alten Stadions erkennen, ein paar hundert Meter entfernt, jetzt versperren die parkenden Autos die Sicht, der Akku springt raus, und jetzt spürst du den Schmerz im Knie und im anderen Bein weiter oben, nein, du hast nichts genommen, Adrenalin, dein Herz, wie es den Stoff durch deinen Körper pumpt, du wirst müde, aber du musst munter bleiben, darfst nicht einschlafen, und müde bist du, so müde, nicht schlafen, das weißt du, bis sie dich holen, wenn nur die Richtigen kommen und dich holen, aber nein, er war allein und ist weg, und du atmest die Angst aus und siehst die SIM-Karte deines Handys neben dem Akku auf dem Pflaster. Du siehst die kleinen goldenen Metallplättchen auf der Karte. Da blinkt noch was anderes, auch golden, auch auf dem Boden, ein paar Meter entfernt. Eine Münze, denkst du, sieht aus wie der Anhänger einer Kette, ein Talisman, der Schutzengel der Händler, der heilige Michael, und du greifst nach deiner Brust, bist so glücklich, dass du dir über die Brust streichen kannst, bist so glücklich, dass dir die Tränen in den Augen stehen, die Hände zittern dir, und du flennst, das ist doch zum …, wenn sie dich so sehen würden, und du greifst nach deiner Kette, früher war’s ein kleiner goldener Boxhandschuh, damals, als du noch gekämpft hast, Kickboxen, ist auch schon ein paar Jahre her, da warst du ein richtiges As, AK 47 haben sie dich genannt, wie das Maschinengewehr, Arnold Kraushaar, Arnie Schamhaar, das war in der Schule, aber denen hast du schon damals Saures gegeben und sie über den ganzen Schulhof gejagt, nie wieder Arnie Schamhaar, AK 47, im Boxen warst du auch ganz gut, schon damals in der Schule, hast sogar ein paar Amateurkämpfe gemacht, Kickboxen gab’s erst richtig nach der Wende, die Beine, die Füße, die Kicks, da warst du besser als nur mit den Fäusten, du hast jeden Tag trainiert, hast die besten Jungs im Ring mit deinen Kicks erledigt, du blickst auf deine Beine, deine hellen Hosen sind schwarz.

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