Clemens Meyer - Im Stein

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Im Stein: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein vielstimmiger Gesang der Nacht: Prostituierte, Engel und Geschäftsmänner kämpfen um Geld und Macht und ihre Träume. Eine junge Frau steht am Fenster, schaut in den Abendhimmel, im Januar laufen die Geschäfte nicht, die Gedanken tanzen ihn ihrem Kopf.»Der Pferdemann«, der alte Jockey, sucht seine Tochter.»Der Bielefelder «rollt mit neuen Geschäftskonzepten den Markt auf, investiert in Clubs und Eroscenter.»AK 47«liegt angeschossen auf dem Asphalt. Schonungslos und zärtlich schreibt Clemens Meyer in seinem großen Roman von den Menschen, den Nachtgestalten, von ihrem Aufstieg und Fall, vom Schmutz der Straße und dem Fluss des Geldes. Mit großer Kraft und Emotion erzählt er die Geschichte einer Stadt, die zum Epochen-Roman unserer Zeit wird.

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Das Dröhnen eines letzten späten oder frühen Flugzeugs dringt bis zu uns. Fast scheint es mir, die Scheibe würde vibrieren. Das Werk, das wir in unseren gemeinsamen Tagen hörten, dort im Kubus der Musik, war es nicht sein unvollendetes? Seine Unvollendete? Zumindest las ich das im Programmheft. Ich bin kein Kenner seiner Werke, wie sie dachte. Oder wie ich glaubte, dass sie denkt. Es war nur dieses Festival, ein paar Leute haben es mir empfohlen. Hatten Karten. Internationale Orchester, weltberühmte Dirigenten, und dieser alte, seit fast hundert Jahren tote Komponist. Zu viel Bedeutung in allen Dingen. Disney World. Da träume ich wohl schon. Was für eine ergreifende Musik. Ich will mich zu dir legen. Liege ich schon? Was macht diese lange Feder auf dem Nachttisch? Hat sie die mitgebracht? Ich ziehe die Feder über die Knochenkette ihrer Wirbelsäule, hoch zu ihrem Hals, den Haaransatz, kurze schwarze Haare, Pagenkopf. Unschuld, Verlorenheit, tiefe einstige Verletzungen …, oder wie immer man das nennen will. Vielleicht ist es das. Was ich in ihren Augen, ihrem Gesicht … sehe. Ich ziehe die Feder, die mir immer größer und breiter erscheint im Halbdunkel des Zimmers, über ihren Rücken, über ihren Arsch. Ich habe ihr ein Buch geschenkt, eine alte, seltene Ausgabe. Schöne Illustrationen, alte Kupferstiche. Bin selbst in das Antiquariat neben der großen Stadtkirche gegangen, in dem ich noch nie zuvor gewesen bin. Ein Kinderbuch, weil sie mir davon erzählte, wie sie so sein wollte wie das kleine Mädchen im Buch. Nein, nicht Schneewittchen, verdammt nochmal!

Wenn wir schlafen: Hier kriegt das Krähenvieh mich nicht! dachte sie. Es ist viel zu groß, als dass es sich zwischen den Bäumen hindurchzwängen kann. Aber es sollte lieber nicht so heftig mit den Flügeln schlagen, es verursacht ja einen Sturm im Wald. Ich werfe die Feder ins Dunkel, klirrend schlägt sie auf den Boden.

Irgendwann wacht er auf, und die Tür des Zimmers ist offen. Er spürt das sofort. Bevor er es sieht. Der Flur draußen im Dämmerlicht. Er kann die Ziffern auf seiner Uhr nicht erkennen. Er lauscht, aber alles ist still. Er sieht das Handy auf dem Nachttisch blinken. Kein Speicherplatz für neue Mitteilungen.

Nein, sie ist noch da. Sie liegt auf dem Rücken, und er sieht ihre offenen Augen. Sie starrt an die Decke, es scheint so. Er will aufstehen und zur Tür gehen. Wo die Schatten sind. Etwas ist warm unter ihm und um ihn. Da wacht er auf. Son, my son, what have you done.

Champagner zu trinken. Sich zu ihr zu legen. Er blickt auf das Blinken der Straßen, das rote Leuchten der hohen Schornsteine am Stadtrand. Er legt sich zu ihr. Streicht über ihr Gesicht. Ja. Ja. Ja.

Ich möchte ein Pferd, irgendwann mal

Ich küsse nicht.

In all den Jahren ist es nicht einmal vorgekommen, dass ich geküsst habe, mit Zunge. Und auch nicht ohne Zunge, jedenfalls nicht auf den Mund. Nein, das mache ich nicht. Höchstens zum Abschied dürfen sie, aber nur links und rechts auf die Wangen. Wenn sie wollen, aber wenn ich drüber nachdenke, sind’s nur die Stammgäste mit den Abschiedsküssen. Denn die meisten verschwinden still.

Ich hab eine Freundin, die ist im Escort, also Begleitung und sowas, erst essen, dann ficken, manchmal auch erst ficken und dann essen. Feine Restaurants und Hotels, sagt sie. Vier Sterne, fünf Sterne. Manchmal auch nur ficken. Aber immer Champagner. Sagt sie. Ich scheiß auf Champagner. Also die küsst. Küsst sogar gerne. Ist ja nicht so, dass ich nicht gerne küsse. Privat. Hab gerade keinen Freund. Also küss ich auch nicht. Doch, letztens auf ’ner Party hab ich rumgeknutscht. Aber mit ’ner Frau. War schön. War vielleicht das Koka. Hab schon paarmal mit Frauen, ist aber lange her. War so ’ne junge, süße, war ganz verrückt nach meinem Koka. Und natürlich nach mir. Oh ja, vor allem nach mir. Der Hans hat noch gesagt, das ist Verführung Minderjähriger. Schweine-Hans, so nennen wir ihn, aber nicht, weil er so ein Schwein ist oder ständig Schweinereien macht, sondern weil er mal Fleischer war. Hat Riesenhände, wie Teller. War vor Jahren paarmal mit ihm im Bett, und da kann er ganz lieb sein mit seinen Riesenhänden. Hab ja damals angefangen in seinem Club. Oder war der Schlachter? Der kam doch vom Dorf? Ist komisch, dass ich das nicht mehr genau weiß, ist zwar lange her, aber … Das mit der Party, wo ich ihn getroffen hab und mit der Kleinen rumgemacht hab, muss schon paar Monate her sein, vielleicht sogar ’n halbes Jahr, weil sein Club doch zu ist seit ’ner Weile, und keiner weiß was Genaues. Paar Mädels, die ihn auch kennen, meinen, dass er in den Süden abgehauen ist, Mallorca, Rio oder sowas, sich zur Ruhe gesetzt hat. Würde mir auch guttun. In paar Jahren. Ich kann mir nichts mehr merken und vergesse alles Mögliche, und ganze Erinnerungsblöcke sind plötzlich weg, dass mir ganz komisch wird, wenn ich dran denke, wie viel mir verschwindet in letzter Zeit. Wollte schon zum Arzt gehen deswegen, aber was soll ich denn da sagen, guten Tag, ich bin dreiunddreißig und krieg Alzheimer. Ist schon komisch, dass der Hans ausgerechnet Fleischer oder Schlachter war, da haben wir oft Witze gemacht damals, aber wenn da jemand Fremdes kam und ihn drauf angesprochen hat, dann war’n die Riesenhände vom Schweine-Hans gar nicht mehr lieb. Hab ihn zwei-, dreimal in Aktion gesehen, wenn er einen Gast rausschmeißen musste oder jemand Stunk gemacht hat. Da hatte dann wirklich kein Schwein mehr was zu lachen. Ich hab manchmal das Gefühl, wenn ich aufwache, dass ich in der Zeit zurückgesprungen bin, dass plötzlich wieder zweitausendzwei oder zweitausendzehn oder neunzehnhundertneunundneunzig ist, da hab ich angefangen zu arbeiten, da war ich neunzehn. Viele Neunen in dem Jahr.

Ich hab doch gesagt, dass ich nicht küsse. Nein, da kannst du machen, was du willst, ich dreh den Kopf weg. Ja, ja, ich blas ihn dir, aber nur mit, das hab ich doch auch schon gesagt. Ich bin ’ne Old-School-Hure! Und was geht mich das an, was die anderen machen. Jetzt biste bei mir, Kleiner, und ich sag dir, ich blas ihn dir gut, auch mit. Ich krieg ihn nämlich ganz tief rein, und ich hab keinen Bock, dass du mir dein Zeug in den Hals spritzt. Ja, ja, du kannst mir deinen Schwanz richtig tief in den Mund schieben, ja, bis zum Anschlag, keine Angst, ich komme mit deinem Schwanz schon klar. Ja, ja, auch wenn er riesengroß ist, na klar isser das. Willste wissen, wo der auf meiner Schwanzskala ist? Nee, besser nicht. Für mich aber ganz prima, dass das nicht so ’n Monsteraal ist. Nein, kein FT und auch kein FO. Mann, der Junge nervt. Kleiner grüner Junge, Welpenformat, die meisten sind so fünfunddreißig/vierzig aufwärts. Obwohl ich da jetzt nicht drauf schwören würde. Müsst mal ’ne Statistik machen. Kann ich vielleicht Fördergelder beantragen für. Letztens hatte ich einen Vierundachtzigjährigen, jedenfalls hat er gesagt, dass er so alt ist. Sah aber jünger aus. Also ich hätte ihn auf achtzig geschätzt. Aber der war sowas von fit im Schritt, bestimmt Viagra, war Berufssoldat gewesen, hat er gesagt, wahrscheinlich noch beim Führer, der hat mich im Stehen gefickt, von hinten, der hat ’ne Stunde gebraucht, bis er fertig war, und ich war erst fertig, hatte tagelang Muskelkater, aber dem Welpen hier werde ich mal zeigen, wie schnell er die Tüte vollkriegt. Französisch ohne und Französisch total. Also ich mache das nicht.»Wenn ich ihn lutsche«, sagt meine kleine Escort-Maus, manchmal denke ich, die wäre was für mich, die hat so schöne weiße Haut, schwarze Haare und so ’ne zarte Blässe, ich geh ja so oft ins Solarium, dass ich bald als Negerin durchgehe, da muss ich manchmal dran denken, wenn wir uns treffen auf ein Gläschen, Weiß auf Braun, und wie schön das riechen muss,»also wenn ich ihn lutsche, da kann ich mir doch gar nix holen …«

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