Uwe Tellkamp - Der Turm

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Hausmusik, Lektüre, intellektueller Austausch: Das Dresdner Villenviertel, vom real existierenden Sozialismus längst mit Verfallsgrau überzogen, schottet sich ab. Resigniert, aber humorvoll kommentiert man den Niedergang eines Gesellschaftssystems, in dem Bildungsbürger eigentlich nicht vorgesehen sind. Anne und Richard Hoffmann, sie Krankenschwester, er Chirurg, stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren: Kann man den Zumutungen des Systems in der Nische, der "süßen Krankheit Gestern" der Dresdner Nostalgie entfliehen wie Richards Cousin Niklas Tietze — oder ist der Zeitpunkt gekommen, die Ausreise zu wählen? Christian, ihr ältester Sohn, der Medizin studieren will, bekommt die Härte des Systems in der NVA zu spüren. Sein Weg scheint als Strafgefangener am Ofen eines Chemiewerks zu enden. Sein Onkel Meno Rohde steht zwischen den Welten: Als Kind der "roten Aristokratie" im Moskauer Exil hat er Zugang zum seltsamen Bezirk "Ostrom", wo die Nomenklatura residiert, die Lebensläufe der Menschen verwaltet werden und deutsches demokratisches Recht gesprochen wird.

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«Der Nachteil wäre, daß wir wahrscheinlich mit jedem Loch vorliebnehmen müssen. Eine Kommilitonin von mir kennt jemanden in der Wohnraumlenkung, und es heißt, daß Lehrer bevorzugt behandelt werden. Mal sehen. Immerhin, es ist Berlin, und du hast ja angedeutet, daß es für Thomas aussichtsreicher sein könnte als hier.«

«Ja, das wollte ich mit euch besprechen. Ich darf doch jetzt du sagen?«Richard zupfte Wernstein spielerisch am Ärmel des Fracks, den Barbara geändert hatte; man sah am Schnitt, daß Wernstein ihn geerbt haben mußte, und alle Lavendelessenz aus Barbaras Geheimkrämerei konnte den Mottenkugel-Geruch nicht überstimmen, der aus dem Schwalbenschwanz und den glänzenden Spiegeln stieg, die eine rosafarbene, schwarzgepunktete Fliege auf weißem Jabothemd einfaßten.»Solange Müller Chef ist, kann ich mir nicht vorstellen, daß du auf einen grünen Zweig kommst. Grefe ist Assistent auf der Süd Eins, von da sind die meisten Karrieren gestiegen, solange ich bei Müller bin. Ich kann dir anbieten, in der Orthopädie für dich zu sprechen oder in Friedrichstadt; Pahl ist ein zugänglicher Mann, einer von uns.«

«Dort wäre ich auch nur Assistent, ich würde nichts gewinnen«, sagte Wernstein nach einigem Besinnen.

«Wenn sie die Unfallchirurgie von der allgemeinen abtrennen, und Pahl hat mir gesagt, daß sie seit einiger Zeit darauf hinarbeiten, wird er Chefarzt, und du könntest dich um eine Oberarztstelle bewerben. Allerdings müßtest du damit rechnen, daß sie bereits intern vergeben ist. Und in die Orthopädie willst du ja nicht, hast du gesagt.«

«Du könntest die Stelle in Buch übernehmen.«

«Da würde ich festsitzen, mein liebes Eheweib. Ich könnte mich nicht entwickeln. Sie haben ganz andere Forschungsschwerpunkte, und ich möchte mich in der Unfallchirurgie habilitieren. Darüber haben wir schon gesprochen, und wir müssen das nicht wieder aufkochen. Vor allem nicht heute.«

«Du würdest bedeutend mehr verdienen als an der Charité.«

«Mag sein. Aber ich wäre an der Charité … Sauerbruch, Brugsch, Felix, Frey, Nissen … Dort könnte ich weiterforschen. Hier läßt mich Müller hängen.«

«Du wirst bald Vater, möchte ich dich erinnern. Du solltest deinem Sohn etwas bieten können, wenn dir schon deine Frau nicht so wichtig ist. — Jaja, wir kommen gleich!«rief Ina einigen Gästen im tieferen Teil des Gartens zu.

«Wann ist es denn soweit? Und wißt ihr schon — «

«Es wird ein Sohn«, sagte Ina mit Bestimmtheit.

«Nein, es wird ein Mädchen. «Wernstein lachte.»Übrigens sind wir bei Weniger. — Was halten Sie … was hältst du von ihm?«»Einer der besten Gynäkologen, den ich kenne. Alte Schule.«»Fünfter Juli«, sagte Ina.»Es wird ein Sohn. Du hast deine klinischen Weisheiten, aber ich bin die Mutter, ich weiß, daß es ein Sohn wird. Onkel Richard: Würdest du für Thomas ein Empfehlungsschreiben ausstellen?«

«Ja, natürlich«, sagte Richard, verblüfft über Inas Direktheit.

«Darf ich dich was fragen? Was hältst du eigentlich von ihm, als Chirurg?«

Richard warf ihr einen forschenden Blick zu. Wernstein war feuerrot geworden und wehrte ab; sie schüttelte den Kopf.»Ich weiß, daß ich taktlos bin, aber ich möchte es gern wissen. Ich wünsche mir, daß du mir eine ehrliche Antwort gibst, und wenn du meinst, daß es nichts für seine Ohren ist, schicken wir ihn weg. — Übrigens sieht Christian nicht gut aus. Vielleicht übertreibt er? Ein bißchen pathetisch war er ja schon immer.«

«Ich glaube nicht, daß er übertreibt. Er ist jetzt im Städtchen Grün bei der Truppe.«

«Er hat mir einen Krug geschenkt. Ich glaube, ich werde ihn sehr gern haben.«

«Den Krug oder Christian? Dann sollten wir deinen Mann wirklich wegschicken.«

«Wir müssen mal wieder richtig flachsen, Onkel Richard. Meinen Sohn.«

Richard legte die Hände auf den Rücken, spürte, daß sowohl Ina als auch Wernstein neugierig waren, was ihn unangenehm berührte, er empfand es als ein wenig ungehörig, auch störte ihn die leise Gier, der Anflug von Berechnung in Inas Frage — als würde sie ahnen, daß es ihm unter diesen Umständen: allein mit dem Hochzeitspaar, nicht möglich sein würde, auszuweichen.»Ich würde dir deine Frage nicht beantworten, wenn ich aus Rücksicht auf eure Hochzeit lügen müßte. Ich hätte mich dann schon rausgewunden, glaub’ mir. Aber da ich euch den Tag nicht trüben muß, wie ich hoffe, kann ich auf eine ehrliche, direkte Frage eine ehrliche, direkte Antwort geben. Ich halte deinen Mann für einen geborenen Chirurgen und verspreche mir viel von ihm. Ich wäre froh und stolz, wenn meine Söhne seine Fähigkeiten hätten. Ich kann auch sagen, daß er so etwas wie ein Sohn für mich ist. Eigentlich hatte ich mir gewünscht, Thomas, daß du meine Nachfolge antrittst, aber ich sehe, du hast andere Pläne. Wenn du Wert auf meine Meinung legst: Ich an deiner Stelle würde genau das tun, was du zu tun vorhast. Leider hat Müller mir als Assistenten nicht dich, sondern Kohler zugeteilt.«

«Ausgerechnet den!«

«Kein schlechter Chirurg, aber er kann dir nicht die Klinge reichen. Mal sehen, was ich für dich tun kann. Ich kenne einige Leute an der Charité. Übrigens könntest du auch abwarten, Müller wird nächstes Jahr emeritiert. Was nicht heißt, daß es dann leichter wird. — Vielleicht reden wir später weiter, oder ein andermal, eure Freunde sind schon ungeduldig. Wie fandet ihr die Predigt?«

«Du solltest nicht so streng sein, Onkel Richard. Paps war auch gegen die kirchliche Heirat, aber ich wollte es so. Für einen, der Gottes Wort mitten im Atheismus verkünden muß, macht er es sehr gut, wie ich finde.«

«Schon recht, schon recht«, lenkte Richard ein. Er sah den beiden nach, als sie sich in Richtung Gartenhaus entfernten. Sie wechselten ein paar Worte mit Josta und ihrem Mann; Josta hielt Lucie an der Hand und ließ nicht los, und bevor seine Tochter zu ihm sah, drehte sich Richard um und ging schnellen Schritts davon. Dieses Jahr kommt sie in die Schule, dachte er.

Meno wunderte sich über den Brauch, zur Hochzeit einen Baumstamm zu zersägen. Zwei Menschen verbanden sich miteinander und bekräftigten diese Verbindung ausgerechnet dadurch, daß sie, wie jetzt Ina und Wernstein, eine Zimmermannssäge an einen Stamm mit dem Durchmesser eines Telegrafenmastes setzten und unter den Anfeuerungs- und Neckrufen der Gäste begannen, sie hin- und herzuschwingen. Ina erlahmte bald und bettelte lachend um Ablösung. Helmut Hoppe rief, daß damit schon die Untreue beginne, daß es auch bei der Geburt keine Ablösung gebe,»also sägen, Kind!«, andernfalls habe man eben zu hören bekommen, daß die Braut selbst nach ihrer Rivalin rufe.»Meno, du denkst wieder mal völlig quer. Gemeinsam eine Prüfung meistern, das ist der Sinn. Du mußt auch jedes Ding so lange betrachten, bis das, was gerade war, schief wird und aus einer Katze plötzlich ein Hund. Was bei euerm Chakababa oder wie er heißt, der Name ist ja völlig unaussprechlich, schon beinahe der Fall ist. Vor dem haben bestimmt sogar die Ungeheuer vom Arbogast Angst. Übrigens eine Unverschämtheit, die Straße so mit Giftgasen zuzustänkern! Ja, Giftgase, ich weiß genau, was ich sage. Ein ganz zwielichtiger Typ ist dieser Baron, der soll ja bei den Russen … na, dem traue ich alles zu. Giftgase. Wie das stinkt, und das, wenn wir Hochzeit feiern. Dabei haben wir Anschläge gemacht, auf denen es klar und deutlich zu lesen steht. Das sind richtige Geruchsverbrecher da in seinem dubiosen Institut. Enöff. «Barbara wischte etwaige Einwände Menos mit einer energischen Geste beiseite. Er war neben Gudrun stehengeblieben und versuchte Braut und Bräutigam im Blick zu behalten, während Barbara eine Kleiderbürste hervorzog und ihm Schuppen vom Jackett kehrte.»Wie findet ihr ihn? Ist das nicht ein toller Mann? So attraktiv! Und hat was im Kopf, ein Arzt, ein Chirurg, der wird nie verhungern, und Ina wird es immer gutgehen.«

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