Ilija Trojanow - Der Weltensammler

Здесь есть возможность читать онлайн «Ilija Trojanow - Der Weltensammler» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Год выпуска: 2007, Издательство: DTV, Жанр: Современная проза, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Weltensammler: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Weltensammler»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Ein spannender Roman über den englischen Abenteurer Richard Burton (1821–1890). Anstatt in den Kolonien die englischen Lebensgewohnheiten fortzuführen, lernt er wie besessen die Sprachen des Landes, vertieft sich in fremde Religionen und reist zum Schrecken der Behörden anonym in den Kolonien herum. Trojanows farbiger Abenteuerroman über diesen Exzentriker zeigt, warum der Westen bis heute nichts von den Geheimnissen der anderen Welt begriffen hat.

Der Weltensammler — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Weltensammler», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

— Der größte Feldherr kann nichts ausrichten gegen den Ungehorsam seiner Gefährten.

— Wir werden zurückgetrieben, wir kämpfen, wie Moslems, einig und unnachgiebig. Wir laufen nicht auseinander, wir sammeln uns vor dem Zelt des Propheten, möge Gott ihn mit Frieden segnen, und kämpfen verzweifelt weiter. Der Prophet ist verwundet worden. Fünf der Ungläubigen haben geschworen, ihn zu töten. Einer von ihnen, Ibn Kumayyah, alle Verwünschungen Gottes über ihn, hat einen Stein nach dem anderen geworfen, zwei Ringe im Helm des Propheten, möge Gott ihn mit Frieden segnen, sind abgebrochen, sie graben sich in sein Gesicht hinein, Blut fließt von seinen Wangen herab, über seinen Schnurrbart, er wischt es auf mit einer Ecke seines Gewandes, damit kein Tropfen zur Erde fällt. Ein anderer Ungläubiger, Utbah bin Abi Wakkas, alle Verwünschungen Gottes über ihn, wirft einen großen, spitzen Stein, der den Propheten am Mund trifft. Seine Unterlippe ist gespalten, er verliert einen Vorderzahn. Mehrere Vorderzähne. Das ist nicht überliefert. Zweifelst du das Wort eines Muftis an? Nein, nicht wenn der Mufti zudem noch Großvater der Behauptung ist. Einigen wir uns auf zwei Zähne. Unserem Fahnenträger wird die rechte Hand abgehauen, er packt die Fahne mit der linken Hand, die linke Hand wird ihm abgehauen, er hält die Fahne mit den Stümpfen gegen seinen Körper gepreßt, er wird von einer Lanze durchbohrt, er reicht die Fahne weiter, bevor er fällt. Die Schlacht ist verloren.

— Und diese Kuppel? Wir sollten zwei Raka beten, dies ist der Ort, wo Hamzah vom Speer des Sklaven Wahshi getötet wurde.

Nach dem Gebet standen sie nebeneinander und blickten auf die Schrecken, die zwischen diesen Felsen und der heiligen Stadt im Dunst geschehen waren. Das Ende erfolgte in ihren Gedanken. Keiner würde diesen Teil der Geschichte aussprechen. Es war schlimm genug, daß das Grauen durch ihren Verstand geisterte. Der aufgeschlitzte Magen, die herausgezerrte Leber, ein Biß, um den Schwur zu ehren, und dann die Nase, die Ohren, die Genitalien. Was für ein Ungeheuer, Hind, die Ehefrau von Abu Sufiyun, eine Mischung aus Amazone und Sphinx. Sie verkörperte alle Ängste der Männer.

Bekümmert brachen sie auf zur Rückkehr. Die Schlacht von Ohud war ein weiteres Mal verloren, und um sie herum schändeten die Frauen des Feindes die Leichen ihrer gefallenen Vorfahren.

Der Himmel war ein leeres Blau. Die flache Unendlichkeit der Wüste war zu klein, um diese Karawane aufzunehmen. Eine Karawane von unvorstellbarer Größe — als das letzte Dromedar loszog, war das erste schon am Lagerplatz des Abends angekommen. Eine ganze Gesellschaft zog durch die vernarbte Wüste. Von den Reichsten unter den Pilgern, die sich in Sänften wiegten, zwischen zwei Dromedaren an hölzernen Stöcken befestigt, umgeben von Dienerscharen und Tierherden. Bis zu den Takruri, den Ärmsten der Reisenden, die nichts besaßen außer einer hölzernen Schüssel, um milde Gaben entgegenzunehmen. Kein Tier trug sie, und wenn sie lahm wurden, humpelten sie weiter, auf schwere Knüttel gestützt. Es gab die wandernden Kaffeebrüher und Tabakverkäufer. Beschützt wurde die Karawane von zweitausend albanischen, kurdischen und türkischen Bashibazuks, die Sheikh Abdullah noch weniger Vertrauen einflößten als der Offizier aus der Karawanserei in Kairo. Jeder dieser Soldaten war eigenwillig bewaffnet, als wollten sie in der Verdrecktheit und Nachlässigkeit, die ihnen allen gemein war, etwas Individualität behaupten. Die syrischen Dromedare waren gewaltige Tiere, neben denen jene des Hijaz zwergwüchsig wirkten. Sheikh Abdullah ritt öfter auf eine kleine Erhebung, um die Karawane an sich vorbeiziehen zu lassen, wie einen dichten Bilderreigen. Verblüffendes — ein Diener, der vor einem Dromedar lief, mit einer Wasserpfeife in den Händen, die sein Herr über einen langen Schlauch gemütlich in seinem Korbsitz paffte —; Elendes — ein erstes Tier war in der Hitze verendet, und die Takruri kämpften mit den Geiern um das Aas.

So reich die Karawane war, so häufig die Überfälle. Diese Karawane, sagte Saad, ist wie ein Braten, der über den Boden geschleift wird. Von den Ameisen bis hin zu den Kojoten, alle werden versuchen, ein Stück von ihr zu ergattern. Wir werden von den Beduinen überfallen werden, heimtückisch natürlich, ohne Chance auf einen gerechten Kampf. Nachts werden sich einzelne Räuber in das Lager schleichen, sie werden von hinten auf die Dromedare der schlafenden Hadjis springen, sie werden das Maul des Tieres mit ihrem Abba stopfen und ihren Kameraden hinabwerfen, was sie auf dem Dromedar von Wert finden. Sollten sie entdeckt werden, werden sie ihre Dolche ziehen und sich einen Weg freikämpfen. In der zweiten Nacht wurde ein junger Beduine erwischt. Er klagte nicht, er kauerte regungslos da und erwartete die Bestrafung, die ihm wohlbekannt war. Vor dem Aufbruch der Karawane wurde der Räuber gepfählt und zurückgelassen, um an seinen Wunden zu verenden oder von wilden Tieren aufgefressen zu werden. Sheikh Abdullah überraschte alle, als er sein Entsetzen äußerte. Trotzdem, sagte Saad, es schreckt die Beduinen nicht ab. Sie sind stolz auf ihren Mut, auf ihre Geschicklichkeit als Räuber. Sie versuchen es immer wieder.

Staub, Lärm, Gestank — die Stadt schleppt sich in die Wüste, und die Wüste begleitet sie. Obwohl die Reisebegleiter ihn vor den marodierenden Beduinen warnen, klettert Sheikh Abdullah mit schmerzhaften Schritten — der verdammte Zeh ist nach wie vor entzündet — zum Sonnenuntergang auf einen nahen Hügel. Einmal rutscht er aus, greift nach einem Stein, der sich von dem Geröll löst, er fällt und findet Halt an einem Dornbusch. Es dauert einige Minuten, bis er die Dornen aus seinen Händen herausgezogen hat. Er kostet die wenige Zeit aus, die ihm auf dem Hügel bleibt. Ansonsten ist er nie allein. Seine Begleiter haben ihn gnadenlos adoptiert. Mohammed ist wie ein umtriebiger junger Cousin, der stets um ihn herumscharwenzelt. Auch Saad sucht unterwegs seine Gesellschaft, er hat seine Wortkargheit zugunsten einer unermüdlichen Geschwätzigkeit abgelegt. Je näher sie Mekka kommen, desto intensivere Ratschläge teilt Salih aus. Wenn Sheikh Abdullah sich irgendwohin aufmacht, fragen sie ihn streng, wohin er denn gehe, so als sei es seine Pflicht, Rechenschaft abzulegen.

Inzwischen sind die letzten Spuren der Sonne vom Teer der Nacht bedeckt. Einzelne Lagerfeuer flackern auf, über dem Talgrund verstreut wie Sterne. Später wird er durch das Lager spazieren und sich an ein Feuer setzen. Vieles, was er hört, ist eitel und dümmlich, aber gelegentlich horcht er auf, bemüht, sich jedes Wort zu merken. Zum Beispiel die Erzählungen eines gesichtslosen Mannes aus Ägypten, früher im Dienste von Mohammed Ali Pascha, der für diesen die Routen der Sklavenkarawanen nach Süden hin ausgekundschaftet habe, dabei viel gereist sei, tiefer und tiefer in die Länder der schwarzen Menschen hinein, weit über das Ende der Wüste hinaus, dorthin, wo Trockenheit unbekannt sei, bis zu den großen Seen, deren Ende er nicht gesehen habe, aber die schwarzen Menschen wüßten von anderen Ufern dieser Seen, die sie Nyassa, Chama und Ujiji nannten. Am gewaltigsten aber sei der See im Norden namens Ukerewe, ein rundes Meer inmitten des Landes. Sheikh Abdullah wickelt seinen Umhang enger. An diesem Abend wird er, ungeachtet des unvollständigen Schlafes von Mohammed, alles aufschreiben müssen, auf Papierfetzen, die er gleich in seiner Medizinschatulle verstecken wird, vergraben unter Granulat. Wer weiß, vielleicht würden sich diese Informationen noch als nützlich erweisen.

Die Pilger mußten viele kleine Überfälle über sich ergehen lassen, aber erst nachdem sie ihre Gewänder abgelegt und sich in die zwei weißen Tücher der Pilgerschaft gehüllt hatten — das eine Tuch um die Hüften geschwungen, das andere um die Schultern gewickelt —, erfolgte der Angriff, den sie seit dem Verlassen von Medina befürchtet hatten. In Al-Zaribah waren sie auch frisiert und rasiert worden, sie hatten sich die Nägel geschnitten und sich so gut es ging gewaschen. Sie waren mit dem Gefühl aufgebrochen, daß die Anreise beendet war. Zum ersten Mal erklangen die Rufe, die sie von nun an bis zum Bezeugten Tag am Berg Arafah begleiten würden — Labbayk Allahhuma Labbayk, erklang es von allen Seiten. Die Gruppe von Sheikh Abdullah war im Laufe der Tage in Begleitung vieler verschiedener Pilger geritten. Nun kreuzten sie den Weg einer Ansammlung von Wahhabis, angeführt von einer Kesseltrommel und einer grünen Flagge, auf der das Glaubensbekenntnis in weißen Lettern prangte. Sie ritten in zwei Reihen; sie sahen so aus, wie Menschen an der Küste sich wilde Bergleute vorstellen: dunkelhäutig, grimmig dreinblickend, ihr Haar zu dicken Zöpfen geflochten, ein jeder bewaffnet mit einem langen Speer, einer Luntenmuskete oder einem Dolch. Sie saßen auf groben hölzernen Sätteln, ohne Kissen oder Steigbügel. Die Frauen taten es den Männern gleich, sie ritten ihre eigenen Dromedare, oder sie saßen auf kleinen Sattelkissen hinter ihren Männern. Sie schätzten den Schleier nicht, und sie gebärdeten sich in keiner Weise wie das schwächere Geschlecht.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Weltensammler»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Weltensammler» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Edgar Burroughs - TARZAN, DER UNBESIEGBARE
Edgar Burroughs
Iwan Sergejewitsch Turgenew - Der Mann mit der grauen Brille
Iwan Sergejewitsch Turgenew
M. TroJan - Der Schummler
M. TroJan
Ilja Steffelbauer - Der Krieg
Ilja Steffelbauer
Iwan Turgenew - Der Oberst
Iwan Turgenew
Iwan Turgenew - Der Fatalist
Iwan Turgenew
Iwan Turgenew - Der Raufbold
Iwan Turgenew
Iwan Turgenew - Der Faktor
Iwan Turgenew
Отзывы о книге «Der Weltensammler»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Weltensammler» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.