Ной Гордон - Die Klinik

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Die Klinik: краткое содержание, описание и аннотация

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Boston, Suffolk General Hospital: Hier praktizieren Adam Silverstone, der vielversprechende Operateur und Wissenschaftler, Rafael Meomartino, ein kubanischer Aristokrat und ehemaliger Playboy, und der Farbige Spurgeon Robinson. Sie alle unterliegen der unerbittlichen Aufsicht von Dr. Longwood. Eines Tages pflanzt Meomartino einem jungen Mädchen eine Niere ein und gibt sie in die Obhut von Silverstone. Alles verläuft gut, aber dann stirbt das Mädchen über Nacht. Dr. Longwood wittert einen Kunstfehler und sucht einen Schuldigen ...

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Er kümmerte sich nicht um die Fädchen, die Paula in den geheimen Zusammenkünften ohne ihn spann; es verlieh dem Gewürz Paula nur ein zusätzliches Ingrediens. Was die Zusammenkünfte selbst betraf, so hatte es in Kuba immer geheime Treffen gegeben, wer regte sich schon über Zusammenkünfte auf? Über Zukünftiges, das nie kam, zu träumen und zu planen, gehörte genauso zu der Atmosphäre wie die Sonne, die Liebenden auf dem Gras, das Handballspieljai alai, wie Hahnenkämpfe, wie die geheimnisvollen Flecken auf den Marmorgehsteigen des Prado, wenn man auf die dunkelblauen Beeren trat, die von den niedrig gestutzten Bäumen fielen. Er kümmerte sich um seine eigenen Angelegenheiten, und niemand nahm sich die Mühe, ihn zu Zusammenkünften einzuladen, da er ein Meomartino war, einer Familie angehörte, welche die jeweiligen Machthaber bereicherte, mochte auch die Regierung unvermeidlicherweise und periodisch wechseln.

Guillermo kehrte heim, als Rafael sein letztes Jahr an der medizinischen Fakultät absolvierte, das Jahr als Spitalsarzt am Hospital Universitario General Calixto Garcia. Guillermo hängte sein Jus-Diplom an die Wand eines Büros in der Zuckerfabrik und verbrachte seine Zeit damit, so zu tun, als zeichnete er Tabellen, die das Verhältnis zwischen Zuckerrohr, braunem Rohzucker und Sirup zeigten. Die Feder in seiner Hand schwankte oft dank einer leidenschaftlichen Vorliebe für doppelt und dreifach destillierte Getränke, einheimische und importierte. Rafael sah ihn selten, da seine Spitalspraxis seine ganze Zeit beanspruchte und die Tage in der Hitze des Gefechts mit zusätzlicher Arbeit, zu vielen Kranken und zu wenig Ärzten dahin-schmolzen.

Zwei Tage nach seiner Graduierung zumDoctor en Me-dicina kam Erneida Pesca auf Besuch. Der Bruder seiner Mutter war ein großer hagerer Mann mit militärischem Gehaben, einem grauen, aber gefärbten Schnurrbart in einem faltigen, eingefallenen Gesicht und einer Vorliebe für Partagas-Zigarren und gut gebügelten, weißen Leinenanzügen. Er nahm seinen Panamahut ab, enthüllte seine blaugraue Mähne, seufzte, verlangte einen Drink - worunter er Rum verstand - und sah mißbilligend zu, als sich sein Neffe einen Scotch einschenkte.

»Wann trittst du in die Firma ein?« fragte er schließlich.

»Ich dachte«, sagte Rafael, »mich vielleicht der Medizin zu widmen.«

Erneido seufzte. »Dein Bruder«, sagte er, »ist ein Narr und ein liederlicher Schwächling. Vielleicht Schlimmeres.«

»Ich weiß.«

»Dann mußt du in die Firma eintreten. Ich werde nicht ewig leben.«

Sie stritten leise, aber hitzig.

Schließlich kam es zu einem Kompromiß. Er würde das Büro neben Guillermo in der Zuckerfabrik bekommen. Er würde auch ein Laboratorium an der medizinischen Fakultät erhalten, Erneido würde dafür sorgen. Drei Tage der Woche in der Fabrik, zwei Tage der Woche an der Medizinischen Fakultät; soweit war Erneido als Familienoberhaupt und Nachfolger von Rafes Vater bereit, nachzugeben.

Resigniert stimmte Rafe zu. Es war mehr, als er erhofft hatte.

Der Dekan, ein in akademischen Diensten ergrauter Veteran mit einer Begabung im Auftreiben von Stiftungsgeldern, führte ihn persönlich in das große, aber schäbige Laboratorium mit einer Ausstattung, die für drei Forscher gereicht hätte, und das Rafe zusammen mit dem Titel eines wissenschaftlichen Assistenten als Geschenk erhielt.

Als er Paula das Labor zeigte, war er stolz wie ein kleiner Junge auf ein neues Spielzeug. Sie sah ihn verwundert und amüsiert an. »Du hast nie etwas von Forschung gesagt«, sagte sie. »Woher dieses plötzliche Interesse?« Sie hatte eine Stellung beim Gesundheitsdienst der Regierung angenommen und war im Begriff, wegzufahren und Gesundheitsbeamtin in einem kleinen Bergdorf in der Provinz Oriente in der Sierra Maestra zu werden.

Weil ich bis zum Arsch in Preßrückständen von Zuckerrohr stecke, weil ich nicht in Zucker ertrinken will, dachte er. »Forschung ist notwendig«, sagte er und überzeugte damit weder sich noch sie.

Im Laboratorium nebenan saß ein Dr. phil. und Biochemiker, Rivkind, der aus dem Staat Ohio dank einem kleinen Stipendium der Krebs-Foundation nach Kuba gekommen war. Der Grund seiner Anwesenheit hier war, wie er Rafael gestand, daß man in Havanna billiger als in Columbus lebte. Das einzige Mal, daß Rivkind ein Gespräch begann, war eine bittere Klage, daß ihm die Uni-versität keine lausige 270-Dollar-Zentrifuge kaufen wollte. Rafe besaß eine in seinem neuen Labor, schämte sich jedoch, es zu erwähnen. Sie freundeten sich nicht an. Jedesmal, wenn Rafe in Rivkinds enge, überfüllte Koje kam, schien der Amerikaner zu arbeiten.

Verzweifelt beschloß er, selbst zu arbeiten.

Er begann zu schreiben und verfaßte eine Liste.

Leptospirose, ein gemeiner kleiner Kerl.

Lepra, ein zerlumpter Bettler.

Gelbsucht, ein gelber Bastard.

Malaria, etwas zum Schwitzen.

Andere fieberhafte Krankheiten, viele heiße Probleme.

Elephantiasis, ein einziges großes Problem.

Dysenterie-ähnliche Krankheiten, ein Haufen

Scheiße.

Tuberkulose, können wir ihr einen Tritt geben?

Parasiten, leben von der Substanz.

Er trug die Liste tagelang gefaltet in der Tasche und zog sie immer wieder heraus, um sie zu lesen, bis sie zerfetzt und reif zur Vernichtung war.

Auf welches Problem sollte er sich zuerst konzentrieren?

Er begann zu lesen. Aus der Bibliothek holte er ganze Stapel von Büchern, saß jede Woche Montag und Dienstag mitten unter ihnen in seinem Privatlaboratorium, las und machte sich ausführliche Notizen, deren einige er sogar zu retten vermochte. Mittwoch, Donnerstag und Freitag ging er in sein Büro in der Zuckerfabrik und sammelte andere Literatur,Pythium Root Rot and Smut in Sugar Ca-ne, The Genesis and Prevention of Chlorotic Streak, Marktberichte, Traktate des U. S.-Landwirtschaftsmini-steriums, Verkaufsberichte, vertrauliche Memoranden, eine ganze Zuckerbibliothek, die Onkel Erneido liebevoll für ihn zusammentrug. Die las er allerdings mit geringerem Interesse. Ab der dritten Woche ignorierte er die Zuk-kerliteratur, brachte in der Aktentasche ein medizinisches Buch in das Büro der Zuckerfabrik und las es wie ein Dieb bei versperrter Tür.

Oft ließ sich am späten Nachmittag ein zaghaftes Kratzen an der Tür hören. »Psst. Gehen wir doch heute abend aus und versuchen wir unser Glück«, sagte dann Guillermo mit einer schon vom Whisky heiseren Stimme. Es war eine Einladung, die er oft vorbrachte, eine, die Rafe mit, wie er hoffte, brüderlicher Liebenswürdigkeit ablehnte. Hätte Pasteur die Mikrobiologie begründen, hätte Semmelweis das Wochenbettfieber bremsen, hätte Hippokrates den verfluchten Eid schreiben können, wenn sie sich die ganze Zeit gedrückt hätten, um mit Weibern zu schlafen? Er verbrachte seine Abende im Laboratorium, trödelte herum, zerbrach Glasretorten, züchtete Schimmelpilze, betrachtete im Mikroskopspiegel seine Wimpern.

Eines Nachmittags kam Paula aus dem kleinen Dorf in der Sierra Maestra, wo sie als Gesundheitsbeamtin eingesetzt war, nach Havanna.

»Woran arbeitest du?« fragte sie.

»Lepra«, sagte er in plötzlichem Entschluß.

Sie lächelte skeptisch. »Ich werde lange nicht mehr nach Havanna kommen«, sagte sie.

Er verstand, daß sie ihm Lebewohl sagte. »Gibt es dort so viele Kranke, die auf dich angewiesen sind?« Der Gedanke erfüllte ihn mit Neid.

»Das ist nicht der Grund. Es ist etwas Persönliches.«

Etwas Persönliches? Was war bei ihr persönlich? Sie erörterten ihre Monatsregel wie Baseballpunkte. Das einzige

Persönliche in ihrem Leben war Politik. Fidel Castro steckte irgendwo in jenen Bergen und veranstaltete in regelmäßigen Abständen einen Wirbel. »Bring dich nicht in Schwierigkeiten«, sagte er, streckte die Hand aus und berührte ihr Haar.

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