Carlos Zafón - Marina

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"Wir alle haben im Dachgeschoss der Seele ein Geheimnis unter Verschluss. Das hier ist das meine." So beginnt Óscar Drai seine Erzählung. Der junge Held des Romans sehnt sich danach, am Leben Barcelonas teilzuhaben, und streift am liebsten durch die verwunschenen Villenviertel der Stadt. Eines Tages trifft er auf ein faszinierendes Mädchen. Sie heißt Marina, und sie wird sein Leben für immer verändern.
Gemeinsam werden die beiden in das düstere Geheimnis um den ehemals reichsten Mann Barcelonas gesogen. Schmerz und Trauer, Wut und Größenwahn reißen sie mit sich, eine höllische Verbindung von vernichtender Kraft. Aber auch Marina umgibt ein Geheimnis. Als Óscar schließlich dahinterkommt, ist es das jähe Ende seiner Jugend.
In Marina beschwört Carlos Ruiz Zafón erstmals sein unnachahmliches Barcelona herauf, eine Stadt voller Magie und Leidenschaft, und erzählt in unvergleichlicher Weise die dramatische Geschichte eines jungen Mannes, der um sein Glück und seine große Liebe kämpft.

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»Das sind keine Unkosten. Es ist eine Hundekälte, und schließlich soll uns nicht die Seele abfrieren, nicht wahr?«

Im Bahnhof zog sich Germán in ein Café zurück, während Marina und ich am Schalter die vorbestellten Fahrkarten abholen gingen. Kurz vor der Abfahrt umarmte mich Germán so innig, dass ich beinahe in Tränen ausgebrochen wäre. Mit Hilfe eines Dienstmannes stieg er ein und ließ mich für den Abschied mit Marina allein. Im riesigen Bahnhofsgewölbe verhallte das Echo Tausender von Stimmen und Pfeifen. Wir schauten uns schweigend an, eher aneinander vorbei.

»Also dann…«, sagte ich.

»Vergiss nicht, die Milch zu wärmen, denn…«

»… Kafka hasst kalte Milch, besonders nach einem Verbrechen, ich weiß. Der feine Herr Kater.«

Der Bahnhofsvorsteher schickte sich an, mit seinem roten Fähnchen das Zeichen zur Abfahrt zu geben. Marina seufzte.

»Germán ist stolz auf dich«, sagte sie.

»Dafür gibt es keinen Grund.«

»Wir werden dich vermissen.«

»Das glaubst du nur. Los, geh schon.«

Unversehens beugte sie sich vor und streifte mit ihren Lippen die meinen. Bevor ich auch nur mit der Wimper zucken konnte, war sie eingestiegen. Ich blieb stehen und sah den Zug im Nebel verschwinden. Nachdem das Fauchen der Lokomotive verklungen war, ging ich auf den Ausgang zu. Dabei dachte ich, dass ich Marina nie von der merkwürdigen Vision jener Gewitternacht in ihrem Haus erzählt hatte. Mit der Zeit hatte ich es selbst vorgezogen, das Ganze zu vergessen, und schließlich war ich überzeugt, mir alles nur eingebildet zu haben. Ich war bereits in der großen Eingangshalle des Bahnhofs, als ein Dienstmann etwas überstürzt auf mich zukam.

»Das…, hier, das hat man mir für dich gegeben.«

Er reichte mir einen ockerfarbenen Umschlag.

»Ich glaube, Sie irren sich.«

»Nein, nein. Diese Dame hat gesagt, ich solle ihn dir geben.«

»Welche Dame?«

Er wandte sich um und zeigte auf den Säulengang, der auf den Paseo Colón hinausführte. Dunstfäden zogen sich über die Eingangsstufen. Da war niemand. Der Dienstmann zuckte die Schultern und ging davon.

Verwirrt näherte ich mich dem Säulengang und trat gerade noch rechtzeitig auf die Straße hinaus, um sie zu erkennen. Die Dame in Schwarz, die wir auf dem Friedhof von Sarriá gesehen hatten, stieg in eine anachronistische Pferdedroschke ein. Sie wandte sich um und schaute mich einen Augenblick lang an. Ihr Gesicht war unter einem schwarzen Schleier verborgen, einem undurchdringlichen Spinnennetz. Eine Sekunde später schloss sich das Türchen der Droschke, und der Kutscher in seinem grauen Mantel, der ihn von Kopf bis Fuß einhüllte, peitschte die Pferde an. Die Droschke sauste auf dem Paseo de Colón Richtung Ramblas davon und verlor sich schließlich im Verkehr.

Ich war durcheinander und mir nicht bewusst, dass ich den Brief, den mir der Dienstmann gegeben hatte, noch in der Hand hielt. Als ich ihn bemerkte, öffnete ich ihn. Im Umschlag steckte eine alte Karte, worauf eine Adresse zu lesen war:

Michail Kolwenik

Calle Princesa, 33, 4º 2ª

Ich drehte die Karte um. Auf der Rückseite war das Symbol aufgedruckt, das das namenlose Friedhofsgrab und das verlassene Gewächshaus schmückte. Ein schwarzer Schmetterling mit ausgebreiteten Flügeln.

10

Auf dem Weg zur Calle Princesa spürte ich meinen Magen knurren und kaufte in einer Bäckerei gegenüber der Basilika Santa María del Mar ein Stück Kuchen. Der Geruch nach süßem Brot schwebte wie ein Echo der Glockenklänge in der Luft. Die Calle Princesa führte als enges Schattental durch die Altstadt. Ich kam an betagten Palästen und Häusern vorbei, die älter wirkten als die Stadt selbst. Die verwaschene Nummer 33 an einer der Fassaden war kaum zu entziffern. Ich trat in einen Hausflur, der an den Kreuzgang einer alten Kapelle gemahnte. An einer gesprungenen Emailwand bleichten eine Reihe rostiger Briefkästen vor sich hin. Als ich – vergeblich – den Namen Michail Kolwenik suchte, hörte ich es hinter mir schwer atmen.

Erschrocken wandte ich mich um und erblickte das lederartige Gesicht einer alten Frau in ihrer Pförtnerinnenloge. Sie sah aus wie eine Wachsfigur in Witwentracht. Ein Hauch von Licht umspielte ihr Gesicht. Ihre Augen waren weiß wie Marmor. Ohne Pupillen. Sie war blind.

»Wen suchen Sie?«Ihre Stimme klang gebrochen.

»Michail Kolwenik, Señora.«

Die leeren Augen blinzelten zweimal. Dann schüttelte sie den Kopf.

»Ich habe diese Adresse bekommen«, sagte ich.»Michail Kolwenik. Vierter Stock, zweite Tür.«

Wieder schüttelte die Alte den Kopf und kehrte dann in ihren reglosen Zustand zurück. In diesem Augenblick sah ich, wie sich auf dem Tisch in ihrem Kabäuschen etwas bewegte. Eine schwarze Spinne kletterte auf die runzlige Hand der Pförtnerin. Ihre weißen Augen starrten ins Leere. Leise schlich ich zu den Treppen.

Seit mindestens dreißig Jahren hatte hier niemand mehr eine Glühbirne ausgewechselt. Die Treppenstufen waren glitschig und ausgetreten, die Absätze Schächte von Dunkelheit und Stille. Von einer Dachluke bei der obersten Wohnung ging eine zittrige Helligkeit aus. Dort flatterte eine Taube umher, die den Weg nach draußen nicht mehr fand. Die zweite Wohnung im vierten Stock lag hinter einer massiven Kassettentür mit einer Klinke, die nach Eisenbahnwaggon aussah. Ich klingelte zweimal und hörte im Innern das Echo verhallen. Einige Minuten verstrichen. Ich klingelte erneut. Zwei weitere Minuten. Ich dachte, ich hätte ein Grab betreten. Eines von Hunderten geisterhafter Häuser, die Barcelonas Altstadt verzaubern.

Auf einmal wurde der Schieber am Guckloch betätigt. Lichtstrahlen durchbrachen die Dunkelheit. Die Stimme, die ich vernahm, war aus Sand – eine Stimme, die seit Ewigkeiten nicht mehr gesprochen hatte.

»Wer ist da?«

»Señor Kolwenik? Michail Kolwenik?«, fragte ich.»Dürfte ich mich einen Moment mit Ihnen unterhalten, bitte?«

Schlagartig wurde wieder der Schieber betätigt. Stille. Eben wollte ich noch einmal klingeln, als die Tür aufging.

Eine Silhouette zeichnete sich auf der Schwelle ab. In der Wohnung hörte man einen Wasserhahn.

»Was willst du, mein Junge?«

»Señor Kolwenik?«

»Ich bin nicht Kolwenik«, unterbrach mich die Stimme.»Mein Name ist Sentís, Benjamín Sentís.«

»Verzeihen Sie, Señor Sentís, aber ich habe diese Adresse bekommen und…«

Ich reichte ihm die Karte, die mir der Dienstmann auf dem Bahnhof gegeben hatte. Eine steife Hand ergriff sie, und der Mann, dessen Gesicht ich nicht erkennen konnte, studierte sie eine Weile schweigend und gab sie mir dann wieder zurück.

»Michail Kolwenik lebt seit vielen Jahren nicht mehr hier.«

»Kennen Sie ihn denn?«, fragte ich.»Vielleicht können Sie mir helfen?«

Wieder ein langes Schweigen.

»Komm rein«, sagte Benjamín Sentís.

Er war ein korpulenter Mann, der in einem granatroten Flanellschlafrock hauste. Zwischen seinen Lippen hing eine erloschene Pfeife, und sein Gesicht zierte einer dieser Schnurrbärte, die in die Koteletten übergingen, Stil Jules Verne. Die Wohnung lag über dem Dächerdschungel der Altstadt und schwebte in ätherischer Helle. In der Ferne erkannte man die Türme der Kathedrale und dahinter den Hügel des Montjuïc. Auf einem Klavier häuften sich Staubschichten, und der Boden war mit Schachteln voller längst eingegangener Zeitungen übersät. Nichts in dieser Wohnung zeugte von der Gegenwart. Benjamín Sentís lebte im Plusquamperfekt.

Wir setzten uns ins Wohnzimmer, das auf einen Balkon hinausging, und Sentís betrachtete wieder die Karte.

»Warum suchst du Kolwenik?«, fragte er.

Ich beschloss, ihm alles von Anfang an zu erzählen, von unserem Besuch auf dem Friedhof bis zu der seltsamen Erscheinung der Dame in Schwarz an diesem Morgen auf dem Francia-Bahnhof. Sentís hörte mir mit verlorenem Blick zu, ohne irgendeine Regung zu zeigen. Als ich zu Ende erzählt hatte, machte sich ein unbehagliches Schweigen zwischen uns breit. Sentís schaute mich aufmerksam an. Er hatte einen kalten, durchdringenden, einen wölfischen Blick.

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