Erich Remarque - Drei Kameraden

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Sie schüttelte den Kopf an meiner Schulter. Dann richtete sie sich auf, nahm mein Gesicht in ihre Hände und sah mich an. »Daß du da bist«, murmelte sie. »Daß du gekommen bist!«

Sie küßte mich, vorsichtig, ernst und behutsam, wie etwas, das man nicht zerbrechen will. Als ich ihre Lippen fühlte, begann ich zu zittern. Es war alles zu schnell gegangen, ich faßte es jetzt doch noch nicht ganz. Ich war noch nicht richtig da; ich war noch voll Fahrt, voll Motorendröhnen und Straße. Es ging mir wie jemand, der aus Kälte und Nacht in ein warmes Zimmer tritt – er spürt die Wärme auf der Haut, er empfindet sie mit den Augen -, aber er ist noch nicht warm. »Wir sind schnell gefahren«, sagte ich.

Sie antwortete nicht. Sie sah mich noch immer schweigend an. Ihr ernstes Gesicht hatte einen ergreifenden Ausdruck, ihre Augen waren dicht vor mir, und es war, als wolle sie etwas sehr Wichtiges suchen und wiederfinden. Ich wurde verlegen. Ich legte die Hände auf ihre Schultern und senkte den Blick.

»Bleibst du jetzt hier?« fragte sie.

Ich nickte.

»Sag es mir gleich. Sag mir, ob du wieder fortgehst, damit ich es gleich weiß.«

Ich wollte ihr antworten, daß ich es noch nicht wüßte und daß ich wahrscheinlich in ein paar Tagen abfahren müßte, weil ich kein Geld hätte, um hierzubleiben. Aber ich konnte es nicht. Ich konnte es nicht, während sie mich so ansah. »Ja«, sagte ich,»ich bleibe hier. So lange, bis wir zusammen abreisen.«

Ihr Gesicht bewegte sich nicht. Aber es wurde plötzlich hell, wie von innen her erleuchtet. »Ach«, murmelte sie,»ich hätte es auch nicht ertragen.«

Ich versuchte über ihre Schulter hinweg die Fieberkurve am Kopfende des Bettes zu lesen. Sie bemerkte es, zog rasch das Blatt aus dem Halter, zerknüllte es und warf es unter das Bett.

»Das gilt jetzt nicht mehr«, sagte sie.

Ich merkte mir, wo der Papierknäuel lag, und beschloß, ihn nachher, wenn sie es nicht sah, einzustecken. »Warst du krank?« fragte ich.

»Etwas. Aber das ist jetzt vorbei.«

»Was hat denn der Arzt gesagt?«

Sie lachte. »Frag jetzt nicht nach dem Arzt. Frag überhaupt nichts mehr. Du bist da, das ist genug!«

Sie war plötzlich verändert. Ich wußte nicht, ob es daher kam, daß ich sie so lange nicht gesehen hatte, aber sie erschien mir auch anders als früher. Ihre Bewegungen waren geschmeidiger, ihre Haut war wärmer, die Art, wie sie zu mir kam, war anders, sie war nicht mehr nur ein schönes, junges Mädchen, das beschützt werden mußte, es war noch etwas hinzugekommen, und während ich früher oft nicht gewußt hatte, ob sie mich liebte, spürte ich es jetzt, sie verbarg nichts mehr, sie war lebendiger und mir näher als je, lebendiger, näher und schöner, beglückender, aber sonderbarerweise auch beunruhigender.

»Pat«, sagte ich. »Ich muß rasch hinunter. Köster ist unten. Wir müssen sehen, wo wir wohnen.«

»Köster? Und wo ist Lenz?«

»Lenz«, sagte ich,»Lenz ist zu Hause geblieben.«

Sie merkte nichts. »Darfst du hinunter, nachher?« fragte ich. »Oder sollen wir heraufkommen?«

»Ich darf alles. Ich darf jetzt alles. Wir gehen hinunter, und dann trinken wir etwas. Ich werde euch zusehen, wie ihr trinkt.«

»Gut. Wir warten dann unten in der Halle auf dich.«

Sie ging zum Schrank, um ein Kleid herauszunehmen. Ich benutzte die Gelegenheit, die zusammengeknäuelten Fieberkurven in die Tasche zu stecken.

»Also bis gleich, Pat.«

»Robby!«

Sie kam mir nach und legte mir die Arme um den Hals.

»Ich wollte dir eigentlich so viel sagen.«

»Ich dir auch, Pat. Aber nun haben wir ja Zeit dazu. Wir werden uns den ganzen Tag etwas erzählen. Morgen. Zu Anfang geht das nicht gleich so.«

Sie nickte. »Ja, wir wollen uns alles erzählen. Dann ist diese ganze Zeit, die wir allein waren, keine Zeit mehr, wo wir getrennt waren. Dann wissen wir alles voneinander, und das ist dann, als ob wir immer zusammengewesen sind.«

»Das waren wir auch so«, sagte ich.

Sie lächelte. »Ich nicht. Ich habe nicht so viel Kraft. Für mich war's schlimmer. Ich kann mich nicht mit Gedanken trösten, wenn ich allein bin. Ich bin dann allein, mehr weiß ich nicht. Es ist leichter, ohne Liebe allein zu sein.« Sie lächelte noch immer. Es war ein gläsernes Lächeln, sie hielt es fest, aber man konnte hindurchsehen.

»Pat«, sagte ich. »Alter, tapferer Bursche.«

»Das habe ich lange nicht gehört«, sagte sie, und ihre Augen waren voll Tränen.

Ich ging zu Köster hinunter. Die Koffer waren schon ausgeladen. Man hatte uns zwei Zimmer nebeneinander in der Dependance gegeben.

»Sieh dir das an«, sagte ich und zeigte ihm die Fieberkurven. »Wie das hinauf und herunter geht.«

Wir gingen über den knirschenden Schnee die Treppen hinauf. »Frag morgen den Arzt«, sagte Köster. »Aus den Fieberkurven allein kann man nichts sehen.«

»Ich sehe genug«, erwiderte ich, zerknüllte sie und steckte sie wieder in die Tasche.

Wir wuschen uns. Dann kam Köster zu mir ins Zimmer. Er sah aus, als wäre er gerade aufgestanden. »Du mußt dich anziehen, Robby«, sagte er.

»Ja.« Ich wachte aus meinem Brüten auf und packte den Koffer aus. Wir gingen zum Sanatorium zurück. Karl stand noch draußen. Köster hatte ihm eine Decke über den Kühler gehängt.

»Wann fahren wir zurück, Otto?« fragte ich.

Er blieb stehen. »Ich denke, ich fahre morgen abend oder übermorgen früh. Du bleibst doch hier…«

»Wie soll ich das denn machen«, erwiderte ich verzweifelt. »Mein Geld reicht höchstens für zehn Tage. Und für Pat ist das Sanatorium auch nur bis zum fünfzehnten bezahlt. Ich muß zurück und verdienen. Hier brauchen sie wahrscheinlich keinen so schlechten Klavierspieler.«

Köster beugte sich über Karls Kühler und hob die Decke hoch. »Ich besorge dir Geld«, sagte er und richtete sich auf. »Deshalb kannst du ruhig hierbleiben.«

»Otto«, sagte ich,»ich weiß doch, was du von der ganzen Versteigerung übrigbehalten hast. Keine dreihundert Mark.«»Das meine ich nicht. Ich kriege welches. Mach dir deswegen keine Sorgen. In acht Tagen hast du es hier.«

»Erbst du?« fragte ich mit trübem Spott.

»So was Ähnliches. Verlaß dich auf mich. Du kannst doch jetzt nicht wieder wegfahren.«

»Nein«, sagte ich. »Wüßte nicht, wie ich ihr das beibringen sollte.«

Köster legte die Decke wieder über den Kühler Karls. Er strich leicht über die Haube. Dann gingen wir in die Halle und setzten uns an den Kamin. »Wie spät ist es eigentlich?«

fragte ich.

Köster sah nach der Uhr. »Halb sieben.«

»Merkwürdig«, sagte ich. »Dachte, es wäre viel später.«

Pat kam die Treppe herunter. Sie trug ihre Pelzjacke und ging rasch durch die Halle, um Köster zu begrüßen. Ich bemerkte jetzt erst, wie braun sie war. Ihre Haut hatte die Farbe rötlicher Bronze, und sie glich fast einer jungen, sehr hellen Indianerin. Aber ihr Gesicht war schmaler geworden, und die Augen glänzten zu sehr.

»Hast du Fieber?« fragte ich.

»Etwas«, erwiderte sie rasch und ausweichend. »Abends hat hier jeder Fieber. Es ist nur, weil ihr gekommen seid.

Seid ihr müde?«

»Wovon?«

»Dann gehen wir in die Bar, ja? Es ist doch das erstemal, daß ich hier oben Besuch habe.«

»Gibt's denn hier eine Bar?«

»Ja, eine kleine. Oder wenigstens eine Ecke, die so aussieht. Das gehört zur Behandlung. Alles vermeiden, was nach Krankenhaus aussieht. Man bekommt nichts, wenn man nicht darf.«

Die Bar war voll. Pat begrüßte ein paar Leute. Ein Italiener fiel mir auf. Wir setzten uns an einen Tisch, der gerade frei wurde.

»Was willst du denn haben?« fragte ich.

»Einen Cocktail von Rum. So wie wir ihn immer in der Bar getrunken haben. Weißt du das Rezept?«

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