Erich Remarque - Drei Kameraden
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»Wollen wir ihn waschen?« fragte ich.
»Nein, nicht unterwegs«, sagte Köster. »Das nimmt er übel.«
Pat kam hinzu. Sie sah warm und ausgeschlafen aus. Ihr Hund tobte um sie herum. »Billy!« rief ich. Er stutzte, aber er war nicht übermäßig freundlich. Er kannte mich nicht wieder und wurde ganz verlegen, als Pat ihn auf mich aufmerksam machte. »So geht's«, sagte ich. »Gottlob, daß die Menschen ein besseres Gedächtnis haben. Wo war er denn gestern?«
Pat lachte. »Er hat die ganze Zeit unterm Bett gelegen. Er ist eifersüchtig, wenn ich Besuch bekomme, und zieht sich dann ärgerlich zurück.«
»Du siehst wunderbar aus«, sagte ich.
Sie blickte mich glücklich an. Dann trat sie an Karl heran.
»Ich möchte mal wieder drinsitzen und ein kleines Stück fahren.«
»Natürlich«, sagte ich,»was, Otto?«
»Selbstverständlich. Sie haben ja einen dicken Mantel an, und hier sind noch Schals und Decken genug.«
Pat setzte sich nach vorn, hinter die Windschutzscheibe, neben Köster. Karl brüllte auf. Die Auspuffgase dampften weißblau in die kalte Luft. Der Motor war noch nicht warm. Langsam begannen die Ketten klappernd durch den Schnee zu mahlen. Karl kroch fauchend, knallend und brummend zum Dorf hinunter und die Hauptstraße entlang, ein geduckter Wolf unter dem Getrabe der Pferde und dem Glockenläuten der Schlitten.
Wir kamen aus dem Dorf heraus. Es war später Nachmittag, und die Schneefelder schimmerten rötlich, überhaucht von der tiefen Sonne. Ein paar Heuschober am Hang lagen fast begraben im Weiß. Wie schmale Kommas schwangen die letzten Skiläufer zu Tal. Sie passierten dabei die rote Sonne, die mächtig noch einmal hinter dem Hang hervorkam, ein Ball düsterer Glut.
»Seid ihr gestern hier entlanggekommen?« fragte Pat.
»Ja.«
Der Wagen gewann die Kuppe der ersten Anhöhe. Köster hielt. Die Aussicht von hier oben war überwältigend. Am Tage vorher, als wir durch den gläsernen blauen Abend hindurchklirrten, hatten wir nichts davon bemerkt. Wir hatten nur auf die Straße geachtet.
Hang hinter Hang öffnete sich ein vielfältiges Tal. Die Kanten des fernen Gebirges standen scharf und klar vor dem blaßgrünen Himmel. Sie leuchteten golden. Goldene Flecken, wie abgestäubt, lagen auch auf den Schneefeldern unterhalb der Gipfel. Die Hänge gingen von Sekunde zu Sekunde immer mehr in ein prunkvolles Weißrot über, und die Schatten wurden immer blauer. Die Sonne stand gerade in der Lücke zwischen zwei schimmernden Gipfeln, und das weite Tal mit seinen Höhen und Hängen wirkte wie eine mächtige, stumme, leuchtende Parade vor einem untergehenden Herrscher. Das violette Band der Straße schlängelte sich um die Hügel, verschwand, tauchte wieder auf, dunkel in den Kurven, an Dörfern vorbei, und lief dann gerade auf den Paßsattel am Horizont zu.
»So weit vom Dorf war ich noch nie«, sagte Pat. »Ist das die Straße nach Hause?«
»Ja.«
Sie schwieg und sah hinunter. Dann stieg sie aus und hielt die Hand schützend vor die Augen. So starrte sie nach Norden, als könne sie schon die Türme der Stadt sehen. »Wie weit ist es?« fragte sie.
»So an tausend Kilometer. Im Mai fahren wir hinunter. Dann holt Otto uns ab.«
»Im Mai«, wiederholte sie. »Mein Gott, im Mai.«
Die Sonne versank langsam. Das Tal wurde lebendig; die Schatten, die bisher starr in den Bodenfalten gehockt hatten, begannen lautlos hervorzuhuschen und höher zu klettern wie blaue Riesenspinnen. Es wurde kühl. »Wir müssen zurück, Pat«, sagte ich.
Sie blickte auf, und ihr Gesicht war plötzlich wie zerfallen vor Schmerz. Ich sah auf einmal, daß sie alles wußte. Sie wußte, daß sie nie mehr über diese gnadenlose Bergkette am Horizont hinwegkommen würde, sie wußte es und wollte es verbergen, so wie wir es vor ihr verbergen wollten, aber einen Augenblick lang verlor sie die Fassung, und aller Jammer der Welt brach aus ihren Augen. »Laß uns noch ein Stück herunterfahren«, sagte sie. »Nur ein ganz kleines Stück abwärts.«
»Komm«, erwiderte ich, nachdem ich Köster angesehen hatte. Sie stieg zu mir hinten in den Wagen, ich bettete sie in meinen Arm und zog die Decke über uns beide. Der Wagen begann langsam bergab zu fahren, in das Tal und in die Schatten.
»Robby, Liebling«, flüsterte Pat an meiner Schulter,»jetzt ist es, als ob wir nach Hause führen, zurück in unser Leben…«
»Ja«, sagte ich und zog die Decke bis an ihr Haar.
Es wurde rasch dunkler, je tiefer wir kamen. Pat lag ganz unter den Decken. Sie schob ihre Hand auf meine Brust, unter das Hemd, ich fühlte ihre Hand auf meiner Haut, und dann ihren Atem, ihre Lippen und dann ihre Tränen.
Vorsichtig, damit sie die Kurve nicht merkte, drehte Köster auf dem Marktplatz des nächsten Dorfes den Wagen in einer langen Schleife und fuhr langsam zurück.
Die Sonne war verschwunden, als wir die Höhe wieder überfuhren, und im Osten stand schon blaß und klar zwischen aufsteigenden Wolken der Mond. Wir fuhren zurück, die Ketten malmten über den Boden mit monotonem Geräusch, es wurde sehr still, ich saß reglos und rührte mich nicht und fühlte die Tränen Pats auf meinem Herzen, als blute dort eine Wunde.
Eine Stunde später saß ich in der Halle. Pat war in ihrem Zimmer, und Köster war zur Wetterstelle gegangen, um sich zu erkundigen, ob es Schnee gäbe. Es war draußen dunstig geworden, der Mond hatte jetzt einen Hof, und weich und grau wie Samt stand der Abend vor den Fenstern. Nach einer Weile kam Antonio und setzte sich zu mir. Ein paar Tische entfernt saß eine Kanonenkugel in einem Homespunanzug mit zu kurzen Knickerbockern. Ein Säuglingsgesicht mit aufgeworfenen Lippen und kalten Augen, darüber ein runder roter Kopf ohne Haare, glänzend wie eine Billardkugel. Neben ihm eine schmale Frau mit tiefen Augenschatten und einem flehentlichen, kummervollen Ausdruck. Die Kanonenkugel war lebhaft, der Kopf war ständig in Bewegung, die rosigen Patschhände beschrieben glatte Kurven.
»Wunderbar, hier oben, ganz herrlich! Dies Panorama, diese Luft, diese Verpflegung! Hast es wirklich gut…«
»Bernhard«, sagte die Frau leise.
»Wahrhaftig, so möchte ich's auch mal haben, gehätschelt und gepflegt!« öliges Gelächter. »Na, ich gönn's dir…«
»Ach, Bernhard«, sagte die Frau mutlos.
»Was denn, was denn«, lärmte die Kanonenkugel fröhlich,»besser geht's doch gar nicht! Bist doch hier wie im Paradies! Was meinst du, was sich unten tut! Muß morgen wieder 'rein in den Schlamassel. Sei froh, daß du nichts davon merkst. Na, freut mich, gesehen zu haben, daß es dir hier gut geht.«
»Bernhard, es geht mir nicht gut«, sagte die Frau.
»Aber Kindchen«, polterte Bernhard,»nicht pimpelig werden! Was sollte unsereins da sagen! Immer im Betrieb, die Pleiten überall, die Steuern – na, man macht's ja gern.«
Die Frau schwieg.
»Rüstiger Knabe«, sagte ich zu Antonio.
»Und wie!« erwiderte er. »Seit vorgestern ist er hier und redet jeden Versuch der Frau mit seinem ›Wunderbar hast du's hier‹, nieder. Er will nichts sehen, wissen Sie – nicht ihre Angst, nicht ihre Krankheit, nicht ihre Einsamkeit. Wahrscheinlich lebt er längst mit einer zweiten Kanonenkugel in Berlin und macht hier halbjährlich seinen Pflichtbesuch, händereibend, jovial, auf seine Bequemlichkeit bedacht. Nur nichts hören! Das gibt's hier oft!«
»Wie lange ist die Frau hier?«
»Ungefähr zwei Jahre.«
Ein Trupp junger Leute lief kichernd durch die Halle.
Antonio lachte.
»Die kommen von der Post. Sie haben an Roth ein Telegramm geschickt.«
»Wer ist Roth?«
»Das ist der, der nächstens abreist. Sie haben ihm telegrafiert, er dürfe wegen einer Grippeepidemie in seiner Heimat nicht abfahren und müsse noch hierbleiben. Das sind so übliche Scherze. Weil sie selbst hierbleiben müssen, verstehen Sie?«
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