Erich Remarque - Drei Kameraden

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»Steig ein«, sagte ich rasch. »Du brauchst nicht mehr hier zu stehen. Alfons wußte es auch. Er hat – er hat ihn schon getroffen.«

»Und?«

»Ja«, sagte ich.

Köster stieg schweigend ein. Er setzte sich nicht ans Steuer. Er hockte neben mir, etwas zusammengesunken, und ich fuhr.

»Wollen wir zu mir nach Hause?« fragte ich.

Er nickte. Ich gab Gas und nahm die Strecke am Kanal entlang. Das Wasser war ein einziger breiter Silberstreifen. Die Schuppen auf der gegenüberliegenden Seite lagen tiefschwarz im Schatten, aber die Straßen hatten ein wehendes, fahles Hellblau, über das die Reifen hinwegglitten wie über unsichtbaren Schnee. Die breiten Barocktürme des Domes ragten hinter den Dächerreihen auf. Sie leuchteten grün und silbern vor dem weit zurückweichenden, phosphoreszierenden Himmel, in dem der Mond wie eine große Leuchtkugel hing.

»Ich bin froh, Otto, daß es so gekommen ist«, sagte ich.

»Ich nicht«, erwiderte er.

Bei Frau Zalewski war noch Licht. Sie kam aus ihrem Salon, als ich die Tür aufschloß. »Es ist ein Telegramm für Sie da«, sagte sie.

»Ein Telegramm?« fragte ich erstaunt. Ich dachte immer noch an den Abend. Dann begriff ich und lief in mein Zimmer. Das Telegramm lag mitten auf dem Tisch, kalkig im grellen Licht. Ich riß die Verschlußmarke auf, die Brust preßte sich mir zu, die Buchstaben verschwammen, wichen aus, kamen wieder, ich atmete auf, alles stand still, und ich gab das Telegramm Köster. »Gott sei Dank! Ich dachte schon…«

Es waren nur drei Worte. »Robby, komm bald…«

Ich nahm das Blatt wieder. Die Erleichterung schwand. Die Angst kam zurück. »Was mag da los sein, Otto? Herrgott, weshalb telefoniert sie nicht mehr? Es muß doch was los sein!«

Köster legte die Depesche auf den Tisch. »Wann hast du zum letztenmal von ihr gehört?«

»Vor einer Woche. Nein, länger.«

»Melde ein Gespräch an. Wenn etwas ist, fahren wir gleich ab. Mit dem Wagen. Hast du ein Kursbuch?«

Ich meldete die Verbindung mit dem Sanatorium an und holte das Kursbuch aus Frau Zalewskis Salon. Köster schlug es auf, während wir warteten. »Der nächste gute Anschlußzug fährt erst morgen mittag«, sagte er. »Es ist besser, wir nehmen den Wagen und fahren so weit heran, wie es geht. Dann können wir immer noch den nächsten Anschlußzug nehmen. Ein paar Stunden sparen wir bestimmt. Was meinst du?«

»Ja, auf jeden Fall.« Ich konnte mir nicht vorstellen, wie ich die untätigen Stunden in der Eisenbahn ertragen sollte.

Das Telefon klingelte. Köster ging mit dem Kursbuch in mein Zimmer. Das Sanatorium meldete sich. Ich fragte nach Pat. Eine Minute später sagte mir die Stationsschwester, es wäre besser, wenn Pat nicht telefoniere.

»Was hat sie?« schrie ich.

»Eine kleine Blutung vor einigen Tagen. Heute etwas Fieber.«

»Sagen Sie ihr, daß ich käme«, rief ich. »Mit Köster und Karl. Wir fahren jetzt ab. Haben Sie verstanden?«

»Mit Köster und Karl«, wiederholte die Stimme.

»Ja. Aber sagen Sie es ihr sofort. Wir fahren jetzt ab.«

»Ich werde es ihr gleich bestellen.«

Ich ging zurück in mein Zimmer. Meine Beine waren merkwürdig leicht. Köster saß am Tisch und schrieb die Züge aus.

»Pack deinen Koffer«, sagte er. »Ich fahre nach Hause und hole meinen auch. In einer halben Stunde bin ich zurück.«

Ich nahm den Koffer vom Schrank. Es war der von Lenz mit den bunten Hotelschildern. Ich packte rasch und sagte Frau Zalewski und dem Wirt vom International Bescheid. Dann setzte ich mich in mein Zimmer ans Fenster, um auf Köster zu warten. Es war sehr still. Ich dachte daran, daß ich morgen abend bei Pat sein würde, und plötzlich ergriff mich eine heiße, wilde Erwartung, vor der alles andere verblich, Angst, Sorge, Trauer, Verzweiflung. Ich würde morgen abend bei ihr sein – das war ein unvorstellbares Glück, etwas, an das ich fast nicht mehr geglaubt hatte. Es war so vieles verlorengegangen seitdem.

Ich nahm meinen Koffer und ging hinunter. Alles war auf einmal nah und warm, die Treppe, der abgestandene Geruch des Hausflurs, das kalte, blinkende Gummigrau des Asphalts, über den Karl soeben heranschoß.

»Ich habe ein paar Decken mitgebracht«, sagte Köster. »Es wird kalt werden. Wickle dich ordentlich ein.«

»Wir fahren abwechselnd, was?« fragte ich.

»Ja. Aber vorläufig fahre ich. Ich habe ja nachmittags geschlafen.«

Eine halbe Stunde später hatten wir die Stadt hinter uns, und das ungeheure Schweigen der klaren Mondnacht nahm uns auf. Die Straße lief weiß vor uns her bis zum Horizont. Es war so hell, daß wir ohne Scheinwerfer fahren konnten. Der Klang des Motors war wie ein dunkler Orgelton; er unterbrach die Stille nicht, er machte sie nur noch fühlbarer.

»Du solltest etwas schlafen«, sagte Köster.

Ich schüttelte den Kopf. »Kann ich nicht, Otto.«

»Dann leg dich wenigstens hin, damit du morgen früh frisch bist. Wir müssen noch durch ganz Deutschland.«

»Ich ruhe mich auch so aus.«

Ich blieb neben Köster sitzen. Der Mond glitt langsam über den Himmel. Die Felder glänzten wie Perlmutter. Ab und zu flogen Dörfer vorüber, manchmal eine Stadt, verschlafen, leer, die Straßenschluchten zwischen den Häuserreihen angefüllt mit geisterhaftem, stofflosem Mondlicht, das die Nacht zu einem unwirklichen Film werden ließ.

Gegen Morgen wurde es kalt. Die Wiesen schimmerten plötzlich von Reif, die Bäume standen wie aus Stahl gegossen vor dem fahler werdenden Himmel, in den Wäldern begann es zu wehen, und aus den Schornsteinen der Häuser stieg vereinzelt Rauch auf. Wir wechselten das Steuer, und ich fuhr bis zehn Uhr. Dann frühstückten wir rasch in einem Wirtshaus am Wege, und ich fuhr weiter bis zwölf. Von da an blieb Köster am Steuer. Es ging schneller, wenn er allein fuhr.

Nachmittags, als es zu dämmern anfing, kamen wir an das Gebirge. Wir hatten Schneeketten und eine Schaufel bei uns und erkundigten uns, wie weit wir kommen könnten.

»Sie können es mit Ketten versuchen«, sagte der Sekretär des Autoklubs. »Es ist dieses Jahr sehr wenig Schnee. Nur wie es die letzten Kilometer ist, weiß ich nicht genau. Kann sein, daß Sie da steckenbleiben.«

Wir hatten einen großen Vorsprung vor dem Zug und beschlossen, zu versuchen, ganz hinaufzukommen. Es war kalt, und Nebel war nicht zu befürchten. Der Wagen ging die Serpentinen wie eine Uhr hinauf. Auf halber Höhe montierten wir die Schneeketten. Die Straße war ausgeschaufelt, aber an vielen Stellen vereist, und der Wagen tanzte und rutschte. Manchmal mußten wir heraus und ihn schieben. Zweimal versanken wir und mußten ihn ausschaufeln. Im letzten Dorf ließen wir uns einen Eimer Sand geben, weil wir jetzt sehr hoch waren und Sorge hatten, beim Abwärtsfahren vereiste Kurven vor uns zu haben. Es war ganz dunkel geworden, die Bergwände ragten steil und kahl über uns in den Abgrund, der Paß verengte sich, der Motor brüllte im ersten Gang, und Kurve um Kurve ging es abwärts. Plötzlich glitt das Licht der Scheinwerfer von den Hängen ab, es stürzte ins Leere, die Berge öffneten sich, und wir sahen unten das Lichtnetz des Dorfes vor uns liegen.

Der Wagen donnerte zwischen den bunten Läden der Hauptstraße hindurch. Fußgänger sprangen beiseite, erschreckt durch den ungewohnten Anblick, Pferde scheuten, ein Schlitten rutschte ab, der Wagen jagte die Kehren zum Sanatorium hinauf und hielt vor dem Portal. Ich sprang hinaus, ich sah wie durch einen Schleier neugierige Gesichter, Leute, das Büro, den Aufzug, dann lief ich durch den weißen Korridor, riß die Tür auf und erblickte Pat, wie ich sie hundertmal in Traum und Sehnsucht gesehen hatte, sie kam mir entgegen, und ich hielt sie in den Armen wie das Leben und mehr als das Leben.

»Gott sei Dank!« sagte ich, als ich mich wieder zurechtfand. »Ich glaubte, du lägest im Bett.«

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