Erich Remarque - Drei Kameraden

Здесь есть возможность читать онлайн «Erich Remarque - Drei Kameraden» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: Классическая проза, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Drei Kameraden: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Drei Kameraden»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Drei Kameraden — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Drei Kameraden», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

»Das sollten Sie doch auch«, sagte ich.

Guido verstand nicht. Erst als er Köster kommen sah, begriff er auf einmal alles und fuhr sich in die Haare. »Herrgott, der Wagen gehörte Ihnen? Ich Esel, ich wahnsinniger Esel! 'reingelegt! Auf die Latte genommen! Mensch, Guido, das muß dir passieren! Auf den ältesten Trick 'reinfliegen. Na, Schwamm drüber. Die gerissensten Knaben fliegen immer gerade auf die bekanntesten Sachen 'rein! Holen wir beim nächstenmal schon wieder 'raus!«

Er setzte sich ans Steuer und fuhr ab. Wir blickten dem Wagen nach, und uns war nicht besonders zumute.

Nachmittags kam Mathilde Stoß. Wir mußten mit ihr noch für den letzten Monat abrechnen. Köster gab ihr das Geld und schlug vor, sich bei dem neuen Besitzer der Werkstatt wieder um den Posten als Scheuerfrau zu bemühen. Wir hatten auch Jupp bei ihm untergebracht. Aber Mathilde schüttelte den Kopf. »Nee, Herr Köster, ich mache Schluß. Die Knochen werden zu steif.«

»Was wollen Sie denn anfangen?« fragte ich.

»Ich geh' zu meiner Tochter. Die ist in Bunzlau verheiratet. Kennen Sie Bunzlau?«

»Nein, Mathilde.«

»Aber Herr Köster kennt es?«

»Auch nicht, Frau Stoß.«

»Komisch«, sagte Mathilde,»kein Mensch kennt Bunzlau. Habe schon so viele danach gefragt. Dabei ist meine Tochter seit zwölf Jahren da verheiratet. Mit einem Kanzleisekretär.«

»Dann wird es Bunzlau auch geben. Da können Sie ganz sicher sein. Wenn ein Kanzleisekretär da wohnt.«

»Das schon. Aber es ist doch trotzdem komisch, daß keiner es kennt, was?«

Wir gaben das zu. »Weshalb waren Sie denn in all der Zeit selbst nicht einmal da?« fragte ich.

Mathilde schmunzelte. »Da war so eine Sache. Aber nu soll ich zu die Kinder kommen. Sie haben schon vier. Und Klein-Eduard soll auch mitkommen.«

»Ich glaube, in der Gegend von Bunzlau gibt's sehr guten Schnaps«, sagte ich. »Pflaumenschnaps oder so was…«

Mathilde wehrte ab. »Das war ja die Sache. Mein Schwiegersohn ist nämlich Abstinent. Das sind Leute, die nichts trinken.«

Köster holte die letzte Flasche aus den leeren Regalen. »Na, Frau Stoß, dann müssen wir ja einen Abschiedsschnaps zusammen trinken.«

»Bin dabei«, sagte Mathilde.

Köster stellte die Gläser auf den Tisch und schenkte ein. Mathilde goß den Rum mit einer Geschwindigkeit weg, als flösse er durch ein Sieb. Ihre Oberlippe zuckte heftig, und der Schnurrbart bebte.

»Noch einen?« fragte ich.

»Ich sage nicht nein.«

Sie bekam noch ein großes Glas voll, dann verabschiedete sie sich.

»Alles Gute in Bunzlau«, sagte ich.

»Ja, danke auch vielmals. Aber komisch ist es doch, daß es keiner kennt, wie?«

Sie schaukelte hinaus. Wir standen noch eine Weile in der leeren Werkstatt herum. »Könnten eigentlich auch gehen«, sagte Köster.

»Ja«, erwiderte ich. »Haben hier ja nichts mehr zu tun.«

Wir schlössen die Tür ab und gingen hinaus. Dann holten wir Karl. Er stand jetzt in einer Garage in der Nähe und war nicht mit verkauft worden. Wir fuhren zur Bank und zur Post, und Köster zahlte das Geld an den Konkursverwalter ein. »Ich gehe jetzt schlafen«, sagte er, als er wieder herauskam. »Bist du nachher da?«

»Ich habe mich heute für den ganzen Abend frei gemacht.«

»Gut, ich komme dann so um acht.«

Wir aßen in einer kleinen Kneipe vor der Stadt und fuhren dann wieder hinein. Als wir in die ersten Straßen kamen, platzte uns ein Vorderreifen. Wir wechselten ihn aus. Karl war lange nicht gewaschen worden, und ich wurde ziemlich schmutzig dabei. »Müßte mir mal die Hände waschen, Otto«, sagte ich.

In der Nähe war ein ziemlich großes Café. Wir gingen hinein und setzten uns an einen Tisch in der Nähe des Eingangs. Zu unserm Erstaunen war das Lokal fast ganz besetzt. Eine Damenkapelle spielte, und es herrschte großer Betrieb. Die Musik trug bunte Papiermützen, eine Anzahl Gäste war kostümiert, Papierschlangen flogen von Tisch zu Tisch, Luftballons stiegen auf, die Kellner rannten mit hochbeladenen Tabletts umher, und der ganze Raum war voll Bewegung, Gelächter und Lärm.

»Was ist denn hier los?« fragte Köster.

Ein blondes Mädchen neben uns überschüttete uns mit einer Wolke Konfetti. »Wo kommen Sie denn her?« lachte sie. »Wissen Sie nicht, daß heute Faschingsanfang ist?«

»Ach so«, sagte ich. »Na, dann werde ich mir mal die Hände waschen.«

Ich mußte das ganze Lokal durchqueren, um zu den Waschräumen zu gelangen. Eine Weile wurde ich aufgehalten durch einige Leute, die betrunken waren und eine Frau auf den Tisch heben wollten, damit sie singen sollte. Die Frau wehrte sich kreischend, dabei fiel der Tisch um und mit dem Tisch die ganze Gesellschaft. Ich wartete, bis der Durchgang frei wurde – aber plötzlich war es mir, als hätte ich einen elektrischen Schlag erhalten. Ich stand steif und erstarrt da, das Lokal versank, der Lärm, die Musik, nichts war mehr da, undeutliche, huschende Schatten waren es nur noch, aber deutlich, ungeheuer scharf und klar blieb ein Tisch, ein einziger Tisch und an dem Tisch ein junger Mensch, mit einer Narrenkappe schief auf dem Kopf, einen Arm um ein angetrunkenes Mädchen gelegt, glasige, dumme Augen, sehr schmale Lippen, und unter dem Tisch hellgelbe, auffallende, glänzend geputzte Ledergamaschen…

Ein Kellner stieß mich an. Ich ging wie betrunken weiter und blieb stehen. Mir war glühend heiß, aber ich zitterte am ganzen Körper. Meine Hände waren klatschnaß. Ich sah jetzt auch die andern Leute am Tisch. Ich hörte, daß sie im Chor mit herausfordernden Gesichtern irgendein Lied sangen und im Takt dazu mit den Biergläsern auf den Tisch klopften. Wieder stieß mich jemand an. »Versperren Sie doch nicht die Passage«, knurrte er.

Ich ging mechanisch weiter, ich fand die Waschräume, ich wusch mir die Hände, und ich merkte es erst, als ich mir die Haut fast verbrüht hatte. Dann ging ich zurück.

»Was hast du?« fragte Köster.

Ich konnte nicht antworten. »Ist dir schlecht?« fragte er.

Ich schüttelte den Kopf und sah nach dem Tisch nebenan, von wo das blonde Mädchen herüberschielte. Plötzlich wurde Köster blaß. Seine Augen verengten sich. Er beugte sich vor.

»Ja?« fragte er ganz leise.

»Ja«, erwiderte ich.

»Wo?«

Ich blickte in die Richtung.

Köster erhob sich langsam. Es war, als ob eine Schlange sich aufrichtete. »Achtung«, flüsterte ich. »Nicht hier, Otto!«

Er wehrte mit einer kurzen Handbewegung ab und ging langsam vorwärts. Ich hielt mich bereit, hinter ihm her zu stürzen. Eine Frau stülpte ihm eine grünrote Papiermütze auf und hängte sich an ihn. Sie fiel ab, ohne daß er sie berührt hätte, und starrte ihm nach. Er ging in einem flachen Bogen durch das Lokal und kehrte zurück.

»Nicht mehr da«, sagte er.

Ich stand auf und blickte durch den Saal. Köster hatte recht.

»Glaubst du, daß er mich erkannt hat?« fragte ich.

Köster zuckte die Achseln. Er bemerkte jetzt erst die Papiermütze auf seinem Kopf und streifte sie ab. »Ich verstehe das nicht«, sagte ich. »Ich bin doch höchstens ein, zwei Minuten im Waschraum gewesen.«

»Du warst über eine Viertelstunde weg.«

»Was?« Ich sah noch einmal zu dem Tisch hinüber. »Die andern sind auch weg. Da war noch ein Mädchen mit ihnen, das ist auch nicht mehr da. Wenn er mich erkannt hätte, wäre er doch bestimmt allein verschwunden.«

Köster winkte dem Kellner. »Gibt es hier noch einen zweiten Ausgang?«

»Ja, drüben, auf der andern Seite, nach der Hardenbergstraße.«

Köster zog ein Geldstück aus der Tasche und gab es dem Kellner. »Komm«, sagte er.

»Schade«, sagte das blonde Mädchen am Nebentisch und lächelte. »So ernste Kavaliere.«

Der Wind draußen schlug uns entgegen. Er schien eisig zu sein nach dem heißen Qualm des Cafes. »Geh nach Hause«, sagte Köster.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Drei Kameraden»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Drei Kameraden» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Drei Kameraden»

Обсуждение, отзывы о книге «Drei Kameraden» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x