Erich Remarque - Drei Kameraden

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Ich sah, wie Köster zum Sprung ansetzte, aber dann in einer merkwürdigen Drehung abbog, die Arme ausstreckte, einen gepreßten, wilden Laut ausstieß und Gottfried Lenz aufzufangen versuchte, der schwer aufs Pflaster schlug.

Eine Sekunde dachte ich, er sei nur gefallen; dann sah ich das Blut. Köster riß ihm die Jacke auf, zerrte das Hemd weg – das Blut quoll dicht hervor. Ich preßte mein Taschentuch dagegen. »Bleib hier, ich hole den Wagen«, rief Köster und rannte los.

»Gottfried«, sagte ich,»hörst du mich?«

Sein Gesicht wurde grau. Die Augen waren halb geschlossen. Die Lider bewegten sich nicht. Ich hielt mit der einen Hand seinen Kopf, mit der anderen drückte ich das Taschentuch auf die blutende Stelle. Ich kniete neben ihm, ich lauschte auf sein Röcheln, seinen Atem, aber ich hörte nichts, lautlos war alles, die endlose Straße, die endlosen Häuser, die endlose Nacht – ich hörte nur leise klatschend das Blut auf das Pflaster fallen und wußte, daß das schon einmal so gewesen sein mußte und daß es nicht wahr sein konnte.

Köster raste heran. Er riß die Lehne des linken Sitzes nach hinten herum. Wir hoben Gottfried vorsichtig hoch und legten ihn auf die beiden Sitze. Ich sprang in den Wagen und Köster schoß los. Wir fuhren zur nächsten Unfallstelle. Köster bremste vorsichtig. »Sieh nach, ob ein Arzt da ist. Sonst müssen wir weiter.«

Ich lief hinein. Ein Sanitäter kam mir entgegen. »Ist ein Arzt da?«»Ja. Habt ihr jemand?«»Ja. Kommen Sie mit 'ran! Eine Tragbahre.« Wir hoben Gottfried auf die Bahre und trugen ihn hinein.

Der Arzt stand schon in Hemdsärmeln bereit. »Hierher!« Er zeigte auf einen flachen Tisch. Wir hoben die Bahre hinauf. Der Arzt zog eine Lampe herunter, dicht über den Körper.

»Was ist es?«-»Revolverschuß.«

Er nahm einen Bausch Watte, wischte das Blut fort, griff nach Gottfrieds Puls, horchte ihn ab und richtete sich auf. »Nichts mehr zu machen.«

Köster starrte ihn an. »Der Schuß sitzt doch ganz seitlich.

Es kann doch nicht schlimm sein!«

»Es sind zwei Schüsse!« sagte der Arzt.

Er wischte wieder das Blut weg. Wir beugten uns vor. Da sahen wir, daß schräg unter der stark blutenden Wunde eine zweite war – ein kleines, dunkles Loch in der Herzgegend.

»Er muß fast augenblicklich tot gewesen sein«, sagte der Arzt. Köster richtete sich auf. Er sah Gottfried an. Der Arzt bedeckte die Wunden mit Tampons und klebte Heftpflasterstreifen darüber. »Wollen Sie sich waschen?« fragte er mich.

»Nein«, sagte ich.

Gottfrieds Gesicht war jetzt gelb und eingefallen. Der Mund war etwas schiefgezogen, die Augen waren halb geschlossen, das eine etwas mehr als das andere. Er sah uns an. Er sah uns immerfort an.

»Wie ist es denn gekommen?« fragte der Arzt.

Niemand antwortete. Gottfried sah uns an. Er sah uns unverwandt an.

»Er kann hierbleiben«, sagte der Arzt.

Köster rührte sich. »Nein«, erwiderte er. »Wir nehmen ihn mit!«

»Das geht nicht«, sagte der Arzt. »Wir müssen die Polizei anrufen. Die Kriminalpolizei auch. Es muß doch sofort alles getan werden, um den Täter zu finden.«

»Den Täter?« Köster blickte den Arzt an, als verstünde er ihn nicht.

»Gut«, sagte er dann,»ich werde hinfahren und die Polizei holen.«

»Sie können telefonieren. Dann sind sie schneller hier.«

Köster schüttelte langsam den Kopf. »Nein. Ich werde sie holen.«

Er ging hinaus, und ich hörte Karl anspringen. Der Arzt schob mir einen Stuhl hin. »Wollen Sie sich nicht solange setzen?«

»Danke«, sagte ich und blieb stehen. Das helle Licht lag immer noch auf Gottfrieds blutiger Brust. Der Arzt schob die Lampe etwas höher.

»Wie ist es denn gekommen?« fragte er nochmals.

»Ich weiß nicht. Es muß eine Verwechslung mit jemand gewesen sein.«

»War er im Krieg?« fragte der Arzt.

Ich nickte.

»Man sieht es an den Narben«, sagte er. »Und an dem zerschossenen Arm. Er ist mehrere Male verwundet worden.«

»Ja. Viermal.«

»Eine Gemeinheit«, sagte der Sanitäter. »Sind doch alles Lausebengels, die damals noch in den Windeln lagen.«

Ich erwiderte nichts. Gottfried sah mich an. Immerfort an.

Es dauerte lange, bis Köster wiederkam. Er war allein. Der Arzt legte die Zeitung weg, in der er gelesen hatte. »Sind die Beamten da?« fragte er.

Köster blieb stehen. Er hatte nicht gehört, was der Arzt gesagt hatte.

»Ist die Polizei da?« fragte der Arzt noch einmal.

»Ja«, erwiderte Köster. »Die Polizei. Wir müssen telefonieren, daß sie kommt.«

Der Arzt sah ihn an, sagte aber nichts und ging zum Telefon. Ein paar Minuten später kamen zwei Beamte. Sie setzten sich an einen Tisch, und einer von ihnen nahm Gottfrieds Personalien auf. Ich weiß nicht, aber es schien mir irrsinnig, zu sagen, wie er hieß und wann er geboren war und wo er wohnte, jetzt, wo er tot war. Ich starrte auf den schwärzlichen Bleistiftstummel, den der Beamte ab und zu mit den Lippen befeuchtete, und gab mechanisch Antwort.

Der andere Beamte begann ein Protokoll aufzusetzen. Köster machte die notwendigen Angaben. »Können Sie mir ungefähr sagen, wie der Täter aussah?« fragte der Beamte.

»Nein«, erwiderte Köster. »Ich habe nicht darauf geachtet.«

Ich blickte zu ihm hinüber. Ich dachte an die gelben Gamaschen und die Uniformen.

»Wissen Sie nicht, welcher politischen Partei er angehörte? Haben Sie nicht die Abzeichen oder die Uniform gesehen?«

»Nein«, sagte Köster. »Ich habe nichts gesehen vor den Schüssen. Und dann habe ich mich nur um…«, er stockte einen Augenblick,»um meinen Kameraden gekümmert.«

»Gehören Sie einer politischen Partei an?«

»Nein.«

»Ich meinte, weil Sie sagten, er wäre Ihr Kamerad…«

»Er ist mein Kamerad aus dem Krieg«, sagte Köster.

Der Beamte wandte sich mir zu. »Können Sie den Täter beschreiben?«

Köster sah mich fest an. »Nein«, sagte ich. »Ich habe auch nichts gesehen.«

»Merkwürdig«, sagte der Beamte.

»Wir waren im Gespräch und haben auf nichts geachtet. Es ging auch alles sehr schnell.«

Der Beamte seufzte. »Da ist wenig Aussicht, daß wir die Kerle kriegen.«

Er machte das Protokoll fertig. »Können wir ihn mitnehmen?« fragte Köster.

»Eigentlich…« Der Beamte blickte den Arzt an. »Die Todesursache ist einwandfrei festgestellt?«

Der Arzt nickte. »Ich habe den Schein schon ausgeschrieben.«

»Und wo ist das Geschoß? Ich muß das Geschoß mitnehmen.«

»Es sind zwei Steckschüsse. Ich müßte…« Der Arzt zögerte.

»Ich muß beide haben«, sagte der Beamte. »Ich muß sehen, ob sie aus der gleichen Waffe sind.«

»Ja«, erwiderte Köster auf einen Blick des Arztes.

Der Sanitäter rückte die Bahre zurecht und zog das Licht herunter. Der Arzt nahm seine Werkzeuge und fuhr mit einer Pinzette in die Wunden. Die erste Kugel fand er rasch; sie war nicht sehr tief. Bei der zweiten mußte er schneiden. Er zog die Gummihandschuhe ganz herauf und griff nach den Klammern und dem Messer. Köster trat rasch an die Bahre und drückte Gottfrieds Augen zu, die immer noch halb offenstanden. Ich wandte mich ab, als ich das leise Zischen des Messers hörte. Einen Augenblick lang wollte ich zuspringen und den Arzt beiseite stoßen, weil es in mir aufzuckte, Gottfried sei nur bewußtlos und der Arzt töte ihn jetzt erst wirklich – aber dann wußte ich es wieder. Wir hatten genug Tote gesehen, um es zu wissen.

»Das ist sie«, sagte der Arzt und richtete sich auf. Er wischte das Geschoß ab und gab es dem Beamten.

»Es ist das gleiche. Aus derselben Waffe, nicht wahr?«

Köster beugte sich vor und sah die kleinen, stumpfschimmernden Geschosse, die in der Hand des Beamten hin und her rollten, genau an.

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