Erich Remarque - Drei Kameraden
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Die aufgeworfene Erde roch stark. In einer der Schollen kroch ein weißer Engerling. Wenn die Erde wieder hinuntergeworfen war, würde er unten weiterleben, sich verpuppen und im nächsten Jahre die Scholle durchbrechen und ans Licht gelangen. Gottfried aber war tot. Er war ausgelöscht. Wir standen an seinem Grabe, wir wußten, daß sein Körper, sein Haar, seine Augen noch da waren, verwandelt schon, aber doch noch da, und daß er trotzdem schon fort war und nie wiederkam. Es war nicht zu begreifen. Unsere Haut war warm, unsere Gedanken arbeiteten, unser Herz pumpte Blut durch die Adern, wir waren da wie vorher, wie gestern noch, uns fehlte nicht plötzlich ein Arm, wir waren nicht blind oder stumm geworden, alles war wie immer, gleich würden wir fortgehen und Gottfried Lenz würde zurückbleiben und niemals nachkommen. Es war nicht zu begreifen.
Die Schollen polterten auf den Sarg. Der Totengräber hatte uns Spaten gegeben und nun gruben wir ihn ein, Valentin, Köster, Alfons, ich, wie wir schon manchen Kameraden eingegraben hatten. Dröhnend schlug mir ein altes Soldatenlied durch den Schädel, ein altes, trauriges Soldatenlied, das er oft gesungen hatte -»Argonnerwald, Argonnerwald – ein stiller Friedhof bist du bald…«
Alfons hatte ein einfaches, schwarzes Holzkreuz mitgebracht, ein Kreuz, wie sie auf den endlosen Gräberreihen in Frankreich zu Hunderttausenden stehen. Wir setzten es an das Kopfende des Grabes.
»Kommt«, sagte Valentin schließlich heiser.
»Ja«, sagte Köster. Aber er blieb stehen. Wir blieben alle stehen. Valentin sah uns der Reihe nach an. »Wozu?« sagte er langsam. »Wozu nur? Verflucht!«
Keiner antwortete.
Valentin machte eine müde Bewegung. »Kommt.«
Wir gingen über die Kieswege, dem Ausgang zu. Am Tor erwarteten uns Fred, Georgie und die andern. »Er konnte so wunderbar lachen«, sagte Stefan Grigoleit, und die Tränen flössen über sein hilfloses, zorniges Gesicht.
Ich sah mich um. Niemand kam hinter uns her.
XXV
Im Februar saß ich mit Köster zum letztenmal in unserer Werkstatt. Wir hatten sie verkaufen müssen, und jetzt warteten wir auf den Auktionator, der die Einrichtungsgegenstände und die Droschke versteigern sollte. Köster hatte Aussicht, als Rennfahrer bei einer kleineren Autofirma im Frühjahr unterzukommen. Ich blieb im Café International und wollte versuchen, tagsüber noch irgendeine Arbeit dazuzufinden, um mehr zu verdienen.
Auf dem Hof versammelten sich allmählich ein paar Leute. Der Auktionator kam. »Gehst du 'raus, Otto?« fragte ich.
»Wozu? Es steht ja alles draußen, und er weiß Bescheid.«
Köster sah müde aus. Man konnte es bei ihm nicht leicht merken, aber wenn man ihn genau kannte, wußte man es. Sein Gesicht sah dann eher gespannter und härter aus als sonst. Er war Abend für Abend unterwegs, immer in derselben Gegend. Er kannte längst den Namen des Burschen, der Gottfried erschossen hatte. Er konnte ihn nur nicht finden, weil der andere, aus Furcht vor der Polizei, sein Quartier gewechselt hatte und sich irgendwo verborgen hielt. Alfons hatte das alles herausbekommen. Er wartete ebenfalls. Es war allerdings möglich, daß der andere gar nicht in der Stadt war. Daß Köster und Alfons hinter ihm her waren, wußte er nicht. Sie warteten darauf, daß er zurückkam, wenn er sich sicher fühlte.
»Ich werde mal 'rausgehen und zusehen, Otto«, sagte ich.
»Gut.«
Ich ging auf den Hof. Unsere Werkzeugbänke und die übrigen Sachen waren in der Mitte aufgebaut. Rechts an der Mauer stand das Taxi. Wir hatten es sauber gewaschen. Ich betrachtete die Polster und die Reifen. Unsere brave Milchkuh hatte Gottfried es immer genannt. War gar nicht so einfach, sich davon zu trennen.
Jemand klopfte mir auf die Schulter. Ich wandte mich überrascht um. Ein junger, unangenehm forscher Mann in einem Gürtelmantel stand vor mir. Er zwinkerte mit den Augen und schwang einen Bambusstock durch die Luft. »Hallo! Wir kennen uns doch!«
Eine Ahnung stieg in mir auf. »Guido Thiess von der Augeka!«
»Na also!« erklärte das Gürteltier selbstzufrieden. »Haben uns damals doch bei derselben Klamotte getroffen. Sie hatten allerdings einen ekelhaften Kerl bei sich. Beinah hätte ich ihm ein paar 'reingehauen.«
Ich verzog unwillkürlich das Gesicht, als ich daran dachte, daß er Köster beinahe ein paar 'reingehauen hätte. Thiess deutete das als ein Lächeln und zeigte seinerseits ein ziemlich schadhaftes Gebiß. »Na, Schwamm drüber, Guido ist nicht nachtragend. Haben ja damals einen enormen Preis für den Großvater gezahlt. War denn da noch was drin für Sie?«
»Ja«, sagte ich. »Der Wagen ist gut.«
Thiess meckerte. »Wären Sie mir gefolgt, hätten Sie mehr gehabt. Und ich auch. Na, Schwamm drüber! Vergeben und vergessen! Aber heute können wir Kippe machen. Für fünfhundert Mark steigern wir den Kasten glatt ein. Ist ja kein Bein da, um zu bieten. Einverstanden?«
Ich begriff. Er glaubte, wir hätten den Wagen damals weiterverkauft, und er wußte nicht, daß uns die Werkstatt gehörte. Im Gegenteil, er nahm an, wir wollten den Wagen jetzt wiederkaufen.
»Der Wagen ist heute noch fünfzehnhundert wert«, sagte ich. »Die Taxikonzession nicht einmal eingeschlossen.«
»Eben«, erklärte Guido eifrig. »Wir gehen bis fünfhundert, das heißt ich. Kriegen wir den Zuschlag, zahle ich Ihnen dreihundertfünfzig bar auf die Hand.«
»Kann ich nicht machen«, sagte ich. »Ich habe einen Kunden für den Wagen.«
»Immerhin…« Er wollte neue Vorschläge machen.
»Hat keinen Zweck…« Ich ging zur Mitte des Hofes hinüber. Bis zwölfhundert hatte er freie Hand, das wußte ich.
Der Auktionator fing an, die Sachen auszubieten. Zuerst die Einrichtungsgegenstände. Sie brachten nicht viel. Das Werkzeug auch nicht. Dann kam die Droschke heran. Das erste Gebot war dreihundert Mark.
»Vierhundert«, sagte Guido.
»Vierhundertfünfzig«, bot nach langem Zögern ein Mann in einer Schlosserbluse.
Guido ging auf fünfhundert. Der Auktionator fragte herum. Der Mann mit der Bluse schwieg. Guido zwinkerte mir zu und hob vier Finger hoch. »Sechshundert«, sagte ich.
Guido schüttelte den Kopf und ging auf siebenhundert. Ich bot weiter. Guido ging verzweifelt mit. Bei tausend machte er mir geradezu beschwörende Zeichen und deutete mit den Fingern, ich könne noch hundert verdienen. Er bot tausendzehn. Bei elfhundert wurde er rot und feindselig, quetschte aber doch elfhundertzehn hervor. Ich ging auf elfhundertneunzig und erwartete von ihm ein Gebot von zwölfhundert. Dann wollte ich aufhören.
Aber Guido war jetzt wütend. Er ärgerte sich, daß er nach seiner Meinung herausgedrängt worden war, und bot plötzlich dreizehnhundert. Ich überlegte rasch. Hätte er weiter wirklich kaufen wollen, so hätte er todsicher bei zwölfhundert aufgehört. Jetzt wollte er mich aus Rache nur hochtreiben. Er glaubte nach unserm Gespräch, ich hätte fünfzehnhundert als Grenze und sah keine Gefahr für sich.
»Dreizehnhundertzehn«, sagte ich.
»Vierzehnhundert«, bot Guido rasch.
»Vierzehnhundertzehn«, erwiderte ich zögernd. Ich hatte Angst, hängen zu bleiben.
»Vierzehnhundertneunzig!« Guido sah mich triumphierend und höhnisch an. Er glaubte, mir die Suppe gründlich versalzen zu haben.
Ich hielt seinen Blick aus und schwieg. Der Auktionator fragte einmal, zweimal, dann hob er den Hammer. Im Augenblick, als er Guido den Wagen zuschlug, wechselte dessen Gesicht von Triumph in ratloses Erstaunen.
Fassungslos kam er zu mir heran. »Ich dachte, Sie wollten…«
»Nein«, sagte ich.
Er erhob sich und kratzte sich den Kopf. »Verdammt! Wird schwer sein, meiner Firma das beizubringen. Dachte, Sie" gingen bis fünfzehnhundert. Immerhin – dieses Mal habe ich Ihnen wenigstens den Kasten weggeschnappt!«
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