Adalbert Stifter - Witiko

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An seinem monumentalen Werk über die Gründungsgeschichte des Königreiches Böhmen im 12. Jahrhundert arbeitete Stifter zehn Jahre lang wie »ein Pflugstier«. Durch den Romanhelden Witiko, der stellvertretend für den sittlich handelnden Menschen steht, wird das grandiose Historiengemälde zum Bildungsroman, als dessen Meister sich der Autor mit seinem ›Nachsommer‹ in die Literaturgeschichte eingeschrieben hatte.

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So erzählten sich die Männer unter einander von den Dingen, die um sie waren.

Oft gingen einzelne oder mehrere zu ihren Genossen, die bei den milden Frauen gepflegt wurden, sie zu trösten.

Eines Tages verlangte Sebastian, der Schuster von Plan, daß ihm Witiko gestatte, nach Plan zu gehen, um sich notwendige Dinge zu holen, er werde schon zurückkehren, wenn man ihn brauche.

Witiko sagte: »Du weißt, daß der Herzog gesagt hat, jeder dürfe gehen, also gehe.«

Sebastian ging nun über den Berg hinunter, über die Brücke, durch den Burgflecken, und gegen den Wyšehrad hinaus.

Nach mehrerer Zeit kam der Späher Wladiwoy, der mit Reitern weit in das Land geritten war, zurück.

Der Herzog versammelte die Kriegsherren. Wladiwoy mußte herbei kommen, und seine Nachrichten verkündigen. Er sprach vor der Versammlung:

»Hohe Herren! Wir sind in einem großen Umkreise durch das Land bis gegen Mähren geritten, und auf einem andern Wege wieder zurück. Die Feinde sind von dem Berge Wysoka zurückgegangen, haben aber dann ein Lager befestigt, und haben ihre Männer geordnet und eingeteilt. Sie haben angefangen, Belagerungswerkzeuge aller Art und von allen Orten zusammen zu bringen, und neue zu bauen, dergleichen bisher noch gar nicht zu sehen gewesen sind, deren Zahl noch nie angewendet worden ist, und die schwerere Lasten weiter schleudern, als es bis jetzt im Kriege geschehen ist. Sie senden Abteilungen von Reitern und einzelne Männer durch das ganze Land, um zu werben, und Vorteile zu versprechen, die der neue Herzog gewähren werde; sie sagen, die reichsten und größten Herren sind bei Konrad, und das Ende kann gar nicht ungewiß sein. Ganze Haufen strömen ihnen täglich zu, und sie vermehren sich beständig. Es sind aber auch Leute in dem Lande für uns, sie sagen, wenn die Fürsten und Herren den Herzog Wladislaw zu Grunde gerichtet hätten, dann würden sie die Macht und Gewalt gegen das Land richten, und alles an sich reißen, und nach ihrem Willen leben. Mancher Zupan, der nicht in Prag ist, hat die reitenden Scharen der Feinde angegriffen, geschlagen und zerstreut, zwischen manchem kleinen Manne und den Fähnlein der Mährer kömmt es zu Kämpfen, und die Streifer, die von Prag ausgesendet wurden, befehden den Feind, wo sie ihn finden. So ist ein zerstückter Krieg schon in großen Strichen des Landes. Und Tagediebe, die zu keinem Herzoge gehören, und nur Beute suchen, ziehen herum, und greifen jede Schar an, der sie überlegen sind, und erklären sich als Freunde jeder, der sie nicht gewachsen sind. Die Felder zwischen den Feinden und Prag sind verödet und die Ortschaften meistens verlassen.«

Ipoch, ein anderer Mann, wurde vorgerufen, und er sagte das nämliche. Und ein dritter sprach auch so.

Darauf sagte der Herzog: »Es gefalle euch, Herren, morgen, da der siebenzehnte Tag des Monates Mai gekommen ist, mit dem frühesten Tage in dem großen Saale euch zur Beratung zu versammeln. Alle, die da eine Führerschaft haben, sind geladen.«

Da der Morgen des nächsten Tages anbrach, kamen alle, die geladen worden waren. Sie reihten sich um den langen Tisch. Da sie geordnet waren, kam der Herzog in einem braunen Gewande und einer dunkelbraunen Haube herein. Seinen Oberkörper zierte ein Waffenhemd, und an seiner Seite hing ein Schwert. Neben ihm ging sein Bruder Diepold. Hinter ihm war das Hofgeleite seiner Krieger. Als die Männer eingetreten waren, schloß sich hinter ihnen die Tür, und das Geleite blieb an derselben stehen. Der Herzog aber ging mit seinem Bruder an das obere Ende des Tisches, und sie setzten sich. Nach einem Augenblicke stand Wladislaw auf, und alle Versammelten erhoben sich. Wladislaw entblößte sein Haupt, grüßte und sprach: »Seid willkommen, Herren des Landes, du, Diepold, der einzige von den Sprossen des Stammes Premysl, welcher hier ist, ihr, Bischöfe, Äbte, Pröpste und Priester, ihr, Lechen, Zupane, Führer, und ihr, meine Kmeten meiner Burgflecken! Ich bitte, setzet euch nieder!«

Die Männer setzten sich.

Der Herzog legte seine Haube auf den Tisch, blieb stehen, und sprach: »Es ist endlich dahin gediehen, daß wir über den Entscheid der Sache, die sich in diesen Reichen erhoben hat, beraten, und zu einem Schlusse kommen, der allen lieb ist, und den alle gerne ausführen werden. Ihr habet die Nachrichten vernommen, die über das Land und über die Feinde eingegangen sind, und werdet über dieselben nachgedacht haben. Ich habe den allmächtigen Gott angefleht, daß er mich erleuchte, das vorschlagen zu können, was am sichersten fromme. Ich habe auch mit vielen der weisen einsichtsvollen und guten Männer, die hier versammelt sind, gesprochen. Ihr werdet ebenfalls euer Gemüt zu Gott erhoben, und mit einander geredet haben. Wir wollen nun zum Ende gelangen. Im Hornung des Jahres 1140 bin ich von einer Versammlung der Herren der Länder Böhmen und Mähren auf dem Wyšehrad zum Herzoge dieser Länder erwählt worden. Einige der anwesenden Männer haben mich gewählt, andere nicht, weil sie ihres Versprechens an Sobeslaw gedachten. Sie haben mich aber später anerkannt, und mir gedient. Auch Sobeslaw hat auf seinem Sterbebette seinem Sohne Wladislaw geraten, sich mir zu unterwerfen. So ist das Recht geworden, und so habe ich zwei Jahre ohne Widerrede als Herzog gehandelt. Da hat ein Teil jener Männer, die mich gewählt haben, wieder einen neuen Herzog gewählt. Sie haben eine Kriegsmacht zusammen gebracht, und sind heran gezogen. Wir sind ihnen entgegen gegangen. Auf dem Berge Wysoka konnte es nicht zur Entscheidung kommen, weil sie der Verrat in unseren eigenen Gliedern gehindert hat. Wir sind nach Prag gegangen, und haben uns vor den heiligen Stuhl Premysls gestellt. Sie bauen Geräte aller Art, den Stuhl zu gewinnen. Ich habe gesagt, daß wir mit allen Mitteln, und mit unserer Einsicht und Herzhaftigkeit kämpfen werden, und ihr habt auf dem Berge Wysoka gesagt, daß für das Land der Weg der größten Sicherheit und schnellsten Entscheidung gewählt werden müsse. Ich habe in dieser Stadt gesprochen, daß wir die Mittel beraten werden, wenn wir alles genau wissen. Heute ist nun der Tag, die Mittel zu beraten, und den Weg der größten Sicherheit und schnellsten Entscheidung zu suchen. Schon auf dem Berge Wysoka ist vieles Blut unglücklicher und unschuldiger Leute vergossen worden, jetzt wird vieles Blut in leichtfertigen, freventlichen, unnützen und heftigen Kämpfen vergossen, bis zur Schlacht ist vieles Eigentum vernichtet worden, und wird noch vernichtet. Und es ist gar nicht zu ergründen, was für Elend Wildheit und Zuchtlosigkeit noch kommen kann. Die tapferen und starken Herzen in diesen Mauern werden auf lange Zeit widerstehen, ehe die Feinde in die Stadt kommen. Ja vielleicht müssen die Feinde durch Zeit und Leiden aufgerieben von der Belagerung abstehen, und die Stadt verlassen. Aber der Krieg ist dann nicht beendet, und der Weg der schnellsten Entscheidung ist nicht betreten. Die Zahl der Feinde ist weit größer als die unsrige. Und wie streitbar unsere Schar auch ist, und wenn sie im offenen Felde auch immer siegte, so kann sie schnelle Entscheidung nicht bringen. Mit meinem Bruder Heinrich werden Männer aus dem Lande Budissin kommen; aber ihre Zahl wird nicht hinreichend sein. Wir können in dem Lande werben; aber die Feinde werben auch, und die Zeit des Unheils geht indessen immer fort, weil die Werbezeit lange sein muß. Da ist nun mein Gedanke, daß jetzt Hilfe von außen notwendig ist. Mein Schwager Leopold, der Sohn Leopolds, des Markgrafen von Österreich, würde sie bringen, aber ihr wißt, daß er zu Altaich in Bayern nach dem Kriege, den er gegen den Wittelsbacher so herrlich geführt hat, gestorben ist. Sein Bruder Heinrich, mein anderer Schwager, ist wieder im Kriege um das Herzogtum Bayern. Aber da ist mein Nebenschwager, Konrad, der König der Deutschen, der Stiefbruder meiner Gemahlin Gertrud, die mit ihm von Agnes der Tochter des unglücklichen Kaisers Heinrich abstammt. Diesem Kaiser Heinrich ist auch mein Oheim Boriwoy gegen seinen aufrührerischen Sohn Heinrich zu Hilfe gezogen. Ich habe an den König Konrad gesendet. Er will aus Liebe zu seiner Mutter Agnes, aus Liebe zu seiner Schwester Gertrud, aus Liebe zu seinem Großvater, dem gestorbenen Kaiser Heinrich, und aus Dankbarkeit gegen Böhmen Scharen gewähren, die ergiebig sein sollen. Ihr, geliebten Freunde und Kampfgenossen, bleibt in der Stadt, und haltet den Feind von ihren Mauern zurück; ich gehe mit wenigem Geleite, daß ihr nicht geschwächt werdet, zu Konrad, werbe auf dem Zuge, kehre mit seinen Kriegern und mit denen, die ich aus unserem Lande gezogen habe, zurück, und schlage vor den Mauern hier die Schlacht. Die Feinde können in einigen Tagen vor diesem Berge sein, und unsere Handlungen dürfen nicht zögern. Ich habe gesprochen, und fordere die Herren aus den Ländern auf, ihre Meinung zu sagen.«

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