Adalbert Stifter - Witiko
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Als er gesprochen hatte, setzte er sich wieder nieder.
Nach ihm redete Lubomir, und sprach: »Weil der hohe Herzog durch zwei Meinungen gewählt worden ist, durch die eine Meinung, die das Wohl des Landes zum Ziele hatte, und durch die andere Meinung, deren Ziel war, statt des jungen Herzoges, den sie fröhlich und eitel meinten, schalten und herrschen zu können, so war es unvermeidlich, daß komme, was gekommen ist. Die zwei Meinungen mußten zerfallen. Wir sind bei der besseren Meinung des Wohles des Landes und bei dem Rechte des Herzogs. Wenn die andere Meinung siegte, hätten wir gar keinen Herzog, sondern nur die Macht vieler einzelner, und der Streit wäre unauslöschlich. Darum muß der jetzige ausgestritten werden. Solche Streite kommen wie Gewitter, die Wehe und Unheil bringen, das getragen werden muß. Väter verlieren ihre Söhne, die Kinder verlieren ihren Vater, ein edles Weib wird eine Witwe, eine alte Mutter überlebt den jungen Sohn, und das Geschenk Gottes, die Liebe in den Banden des Blutes wird zerrissen. Ich rede nicht von dem Verluste der Habe; denn Habe kann wieder zu dem Menschen kommen; aber das Blut, das verloren ist, bleibt verloren. Damit das Unglück nicht noch unglücklicher werde, und durch den Sieg der Feinde erst recht unglücklich, ergreift zum schnellen Ende jedes christliche Mittel, das geboten wird, dann, sage ich auch, macht ein Nachfolgegesetz. Zu seiner Hilfe aber streuet den heiligen Glauben aus, daß sich die Menschen zähmen, und nicht nach Unrecht trachten. So rede ich wie viele, die gewußt haben, was kommen wird, und sich ihm, da es gekommen ist, gestellt haben.«
Er nahm nach diesen Worten seinen Platz wieder ein.
Ctibor stand auf, und sprach: »Und wenn sie sollten doch herein kommen, die sich jetzt den Mauern nähern, so werden sie uns erst recht alles nehmen, Weib und Kind und Hab und Gut, und wir sind verloren. Das bedenkt.«
Nach ihm erhob sich der Kmete des rechten Burgfleckens, und sagte: »Hoher Herr, ich bin noch dabei gewesen, als der Herzog Boriwoy Prag gegen deinen guten Vater überfiel, da sind viele Menschen desselben Blutes gegen einander gestanden, Dinge unerhörter Art geschehen, so entsetzlich, daß sich die Greise die Haare ausrauften, und die Frauen ihren Leib verfluchten, daß er geboren hat. Gehe zu dem erlauchten Könige Konrad, hoher Herr, wir werden in der Zeit die Stadt mit unserm Leben verteidigen, daß kein Stein in die Hände der Feinde geraten soll. Dann aber erscheine, und rette alles, daß nicht das größte Unglück geschieht.«
»Ja, es ist wahr, die großen Unheile dürfen nicht kommen«, »sie dürfen nicht kommen«, riefen mehrere Stimmen.
Der Kmete setzte sich wieder auf seinen Platz.
Nun erhob sich noch einmal mühsam von seinem Stuhle der alte Wšebor, und sprach: »Ich bin ein alter Mann, und kann nicht mehr viel vollbringen, ich kann auch nicht ansagen, welche Mittel außer den Fremden helfen würden, und weil sie unvermeidlich sind, wie Bolemil gesagt hat, so füge ich mich; aber ich beklage es.«
Er suchte wieder seinen Platz einzunehmen.
Da stand auch Bozebor noch einmal auf, und sprach: »Ich beklage es auch; aber ich füge mich nicht. Wenn das, wovon ihr redet, unvermeidlich ist, so ist es doch schlimm, und ich will nicht helfen, daß das Schlimme geschehe.«
»Rufe nicht den Zwiespalt hervor«, schrie Zwest.
»Du stiftest Hader«, rief Odolen.
»Keine Uneinigkeit«, »nicht Uneinigkeit«, riefen mehrere Stimmen, und ein Teil der Männer sprang von den Sitzen empor.
Der Herzog winkte mit seiner Hand. Und als sich die Ruhe wieder nach und nach eingefunden hatte, fragte er, wer weiter sprechen wolle.
Es sprach niemand.
Nach einer Weile stand er auf, und sagte: »Es hat hier ein jeder die Freiheit, zu reden, wie sein Herz denkt. Es soll nicht gesagt werden, ich höre meine Räte nicht; aber es soll gesagt werden, daß ich nicht in der Gewalt meiner Räte bin. Wer in unserem jetzigen Streite gerufen wird, ist nicht ein Fremder. Es ist der Bruder, welcher zu der geliebten Schwester, es ist der Schwager und Freund, welcher zu dem Schwager und Freunde kömmt. Es ist bei der Menschheit so, daß der Mensch dem Menschen, der Nachbar dem Nachbar, der Freund dem Freunde hilft. Wessen Haus brennt, dem stehen die bei, die um ihn sind. Und es werden die Zeiten kommen, daß die Völker nicht mehr allein sind, daß sie sind, wie Mensch und Mensch, wie Nachbar und Nachbar, wie Freund und Freund. Und dessen Hilfe ich heute brauche, der braucht die meinige morgen. Es wäre uns besser, wenn wir unser brennendes Haus selber löschen könnten, aber ehe wir mit dem Löschen fertig sind, verbrennt es. Es ist mir in das Herz gegangen, als Bolemil gesagt hatte, daß er in den früheren Kämpfen gewesen ist, und daß er in dem jetzigen wieder ist, als Lubomir gesagt hatte, was getragen werden muß, und als mein Kmete gesagt hatte, was geschehen ist, da mein Vater um den Fürstenstuhl ringen mußte. Ich rufe: es sei Gott vor, daß sich solche Dinge bei mir erneuern. Konrad wird in das Land kommen. Ich werde meine Männer mit den seinigen vereinen, und ich, der Herzog, werde es sein, der die Schlacht schlägt. Er wird sich wieder entfernen, und wir werden daran gehen, eine Schranke zu gewinnen, daß solche Zwiste nicht mehr möglich sind. Du aber, Bozebor, handle nach deinem Sinne, und so jeder, der da will. Bleibe in deinem Hofe, oder wo du willst, bis diese Sache aus ist, und dann komme zu mir, so es dir gefällt, und ich werde dir die Hand reichen. Die unseres Sinnes sind, lade ich für die dritte Stunde des Nachmittages wieder in diesen Saal, daß wir das weitere in das Werk setzen. Jetzt aber rede noch jeder, der zu reden gesonnen ist.«
Der Herzog schwieg.
Es redete niemand mehr.
Dann sagte er: »So bringe ich euch meinen Dank dar, daß ihr euch hier eingefunden habt, und wir zerstreuen uns.«
Die Versammlung ging auseinander. Dann verließ er seinen Sitz, sprach noch mit mehreren, und ging dann aus dem Saale. Die Krieger seines Hofes folgten ihm.
Als die dritte Stunde des Nachmittages gekommen war, versammelten sich die Männer wieder in dem Saale des Herzoghofes. Es waren alle gekommen, die am Morgen in dem Saale gewesen waren, nur Bozebor nicht.
Der Herzog ging zu seinem Stuhle, und setzte sich auf denselben.
Als eine aufmerksame Stille eingetreten war, erhob er sich, und sprach: »Liebe und Getreue! ich danke euch, daß ihr, wie ich sehe, alle bis auf einen gekommen seid. Ich habe euch heute gesagt, daß die Feinde in einigen Tagen vor diesem Berge sein werden, und daß unsere Handlungen nicht zögern dürfen. Lasset uns dieselben in Schnelligkeit vollführen. Ehe das Licht des morgigen Tages scheint, verlasse ich die Stadt. Für die Zeit, in der ich fort sein werde, ordne ich an, wie folgt: Dir, Otto, Bischof von Prag, vertraue ich die Stadt zu dem überirdischen Schutze. Bitte Gott, daß er dem Rechte hilft, wenn es auch durch Bitterkeit und Not geschieht, wie Bolemil sagt. Dir, Bruder Diepold, vertraue ich die Stadt zum irdischen Schutze. Du wirst eher das Leben lassen, als deine Ehre und deinen Ruhm auf dieser Erde und deine Seligkeit im Himmel verlieren. Dir, Zdik, Bischof von Olmütz, vertraue ich unsern Zug zum überirdischen Schutze, begleite uns, und bitte um sein Gedeihen. Für den irdischen Schutz unseres Zuges werde ich selber sorgen, so gut ich kann. Ich nehme einen kleinen Teil des blauen Fähnleins mit. Du, Welislaw, gehst mit mir nach Deutschland, und dann in die Schlacht; du, Odolen, desgleichen. Witiko, du gehst mit mir, sei in der neuen Schlacht umsichtig, wie in der letzten. Und daß es uns nicht an Schreibern fehlt, gehen aus meinen Hofkaplänen Wiliko und Berthold mit. Versammelt euch, ehe morgen die Frühdämmerung kömmt, vor dem Herzogstuhle der Stadt. Ihr andern aber, höret mich: Otto, du Mann der Kirche, Bolemil, du Schwerbetroffener, Lubomir, dessen Schmerz ich gedenken werde, Diwiš, du treuer Zupan, Chotimir, Preda, Wšebor, ihr Äbte, Daniel, Gervasius, Nemoy, und du, Ctibor, Bartholomäus, Predbor, und du, Casta, der du kaum von deiner Wunde genesen bist, und du, Wecel, der du, wenn gleich ein Widersacher meines Vorhabens, doch hieher gekommen bist, und Diet, und Osel, und Rowno, und die Kmeten meiner Burgflecken, und alle! Mein Befehl an euch hört in diesem Augenblicke auf, und es beginnt der meines Bruders. Wenn ich auf den Zinnen der Stadt das große rosenfarbene Banner wieder berühre, ist der Befehl wieder bei mir. Verteidiget die Stadt, und wenn ihr mich kommen seht, so zieht das rosenfarbene Banner höher hinauf, und wenn die Schlacht vor der Stadt ist, so kommt hinaus, wenn die Zeit es gebietet.«
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