Adalbert Stifter - Witiko

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An seinem monumentalen Werk über die Gründungsgeschichte des Königreiches Böhmen im 12. Jahrhundert arbeitete Stifter zehn Jahre lang wie »ein Pflugstier«. Durch den Romanhelden Witiko, der stellvertretend für den sittlich handelnden Menschen steht, wird das grandiose Historiengemälde zum Bildungsroman, als dessen Meister sich der Autor mit seinem ›Nachsommer‹ in die Literaturgeschichte eingeschrieben hatte.

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Nach diesen Worten blieb der Herzog noch einige Augenblicke stehen, dann setzte er seine Haube auf, und ließ sich auf seinen Stuhl nieder.

Es war eine kleine Zeit stille.

Da erhob sich der Bischof von Prag von seinem Stuhle, und sprach: »Hoher Herr, treuer Sohn der Kirche! Ich glaube, du hast den kürzesten Weg zum Heile und zur Sicherheit angedeutet, wie wir auf dem Berge nach der Schlacht gesagt haben, daß es der kürzeste sein müsse; ich glaube, du sollst diesen Weg wandeln, und Gott segne dich, und seine Himmelsscharen geleiten dich.«

Und der Bischof setzte sich wieder auf seinen Stuhl nieder.

Dann erhob sich Zdik der Bischof von Olmütz, und sprach: »Ich glaube, damit das Unheil vermieden werde, das die früheren Nachfolgekämpfe gebracht haben, sei kein anderes Mittel möglich, als welches der erlauchte Herzog ausgesprochen hat.«

Dann setzte er sich wieder nieder.

Der Abt von Kladrau sprach: »Möge deine gute Absicht, hoher Herr, eine gedeihliche Vollendung finden.«

Der Abt Gezo von Strahow sagte: »Wir hoffen, daß der Freund im hinreichenden Maße eintreten wird.«

Der Abt von Brewnow sagte: »Er wird es tun, wie wir ihm ja auch vor drei Jahren gegen die Sachsen Zuzug geleistet haben.«

Hierauf sprach kein Priester mehr.

»Und was sagt mein Bruder Diepold?« fragte der Herzog.

Diepold erhob sich, und sprach: »Du bist das Haupt unseres Geschlechtes, der Wladyk unseres Stammes, ich unterwerfe mich deinem Willen.«

Dann setzte er sich wieder nieder.

Der alte Wšebor mit den weißen Haaren hob beide Arme empor, zum Zeichen, daß er reden wolle. Der Herzog wies mit der Hand gegen ihn hin, die Männer sahen auf ihn, man half ihm, sich empor zu richten, und da er stand, sprach er: »Ich tue Einrede. Das Ansinnen ist ein Fehler, das Vorhaben ist nicht gut. Da wir vor zwei Jahren in dem Saale der Burg Wyšehrad saßen, und ich noch nicht so alt war wie jetzt, und da wir dich, erlauchter Herr, auf den Fürstenstuhl der Länder Böhmen und Mähren wählten, da sprach ein Mann, der älter war als ich, und dem die Gnade des Himmels erlaubt hat, noch heute unter uns zu sein, ein Mann, der viele Dinge gesehen und erlebt hat, ein Mann, dem weise Gesinnungen in dem Haupte sind, und der das Land und die Leute liebt, dieser Mann sprach, daß wir stets in der Gewohnheit haben, in unsern Streitigkeiten die Fremden zu rufen, daß der Fremde kommt, daß er immer mehr Macht bei uns gewinnt, und daß er eines Tages unsern Fürstenstuhl nehmen wird. Ich habe schon viele Fremde hier gesehen, und habe gesehen, wie sie gewaltet haben. Unser verstorbener ruhmreicher Herzog Sobeslaw hat selbst seinen Knaben Wladislaw von dem deutschen Könige Konrad in Bamberg mit der Fahne von Böhmen und Mähren belehnen lassen, von einem Fremden; denn Konrad war noch nicht der Kaiser und noch nicht der Schirmvogt der Christenheit. Wir verlieren die Gewalt über uns, und werden bald nichts mehr haben, worüber wir streiten könnten. Deine Weisheit, Herr, und die Weisheit der Räte, die um dich sitzen, wird ein anderes Mittel ersinnen, das uns hilft, und das uns nicht unser eigenes Eigen raubt.«

Nach diesen Worten faßte er mit beiden Händen den Rand des Tisches, und ließ sich wieder auf seinen Sitz nieder.

Nach ihm erhob sich Bozebor, und sagte: »Ich rede mit Wšebor. Hoher Herr! ich bin noch dabei gewesen, als vor sechzehn Jahren Veit, der Hofkaplan des Herzogs Sobeslaw, mit Panzer und Helm bei Chlumec die Fahne des heiligen Adalbert auf dem Speere des heiligen Wenzel in die Schlacht trug, und wir haben den ruhmreichsten Sieg gegen Lothar erfochten. Tu desgleichen. Ziehe mit der Fahne von Berg zu Berg, von Tal zu Tal, und sammle die Deinigen. Es ist besser, wenn wir unser eigenes Blut hingeben, wenn wir unsere Habe aufopfern, wenn wir bis zu dem Rande des Unterganges kämpfen, ja wenn wir sogar unsere Rechte lassen müssen, als wenn von außen ein Herr kömmt, der das Land und die Sitten nicht kennt, der schaltet, wie er will, und wie es uns schmerzt, und der vielleicht statt des vielen alles nimmt.«

Wecel sprang schnell auf, und rief: »Ich spreche mit Bozebor.«

»Ich auch«, rief eine Stimme.

»Ich auch«, eine andere, und eine dritte.

Und es entstand nun ein Rufen der Männer durcheinander und eine Unruhe.

Da streckte Bolemil die Hand über den Tisch, und gab ein Zeichen.

Als sich nach und nach die Ruhe herstellte, und er sich erheben wollte, sagte der Herzog: »Bolemil, rede auf deinem Stuhle sitzend.«

Bolemil aber antwortete: »Ich bin noch nicht so hinfällig, hoher Herr, daß ich die Gebühr vergesse.«

Darauf erhob er sich langsam, und da er mit den weißen Haaren und dem langen weißen Barte vor dem Tische stand, sprach er: »Wenn Wšebor von einem Manne geredet hat, der älter ist als er, und der sich in diesem Saale befindet, so bin ich es; denn sonst ist niemand hier älter als er. Wenn er aber von weisen Gaben gesagt hat, die in dem Haupte dieses Mannes sind, so bin ich es nicht; denn in meinem Haupte sind viele Torheiten gewesen, und ich bin nur bestrebt, sie abzulegen. Aber das ist wahr, was er gesagt hat, daß ich viele Dinge erlebt habe. Ich habe viele Dinge erlebt, und habe mir manches gemerkt. Ich habe es erfahren: wenn üble Körner in die Erde gelegt worden sind, so ist eine üble Saat aufgegangen, sie ist uns in unsere Häuser hinein gewachsen, sie ist uns in unsere Kirchen hinein gewachsen, sie ist uns in unsere Kammer und in unsere Schlafstätte hinein gewachsen, und wir haben die bittere Frucht davon weg zehren müssen. Ich habe auch erkennen gelernt, wann es eine böse Saat war, die gelegt worden ist. Und auf dem Herzogschlosse des Wyšehrad ist eine solche Saat gesäet worden. Ich habe damals unsern Herzog Wladislaw nicht wählen geholfen, weil es gegen das Recht war, und weil jedes Wählen der Herzoge übel ist; aber da er dann der Herzog war, und da Wladislaw, der Sohn Sobeslaws, sein Recht weg gegeben hat, so bin ich ihm nach meiner Pflicht gefolgt. Ich habe in der Versammlung gesagt, daß aus dem Wählen die Kämpfe folgen werden, wie sie in den früheren Jahren gefolgt sind. Die Kämpfe sind da, und ich bin wieder in ihnen, wie ich früher in ihnen gewesen bin. Ich habe auch gesagt, daß in Nachfolgekämpfen der Fremde gerufen wird, es ist so gewesen, und muß so sein, entweder ruft ihn der eine Teil oder es ruft ihn der andere, oder er kömmt, wenn die Teile sich bis zum Niedersinken zerfleischt haben, selber. Die Fahne des heiligen Wenzel hilft euch in solchen Streiten nichts, weil er der Heilige beider Teile ist, und jeder auf ihn hofft, und ihn ruft. Aber er hört ihn nicht, und Gott und alle Heiligen wenden sich von solchen Streiten mit Verdammnis ab, weil sie Bruderstreite sind, und wenn Gott in solchen Streiten dem Rechte hilft, so geschieht es durch Bitterkeit und Not, daß wir das Recht in Zukunft vor Leichtfertigkeit sichern. Weil es nun nicht zu vermeiden ist, daß der Fremde komme, so komme er zu uns, nicht zu den Feinden; damit aber unser Übel kurz daure, komme er bald, und damit er sich nicht an das Land gewöhne, ende er schnell. Dann, hoher Herzog, sage ich in meinem Alter, herrsche fort, und herrsche, wie du begonnen hast. Aber versammle deine Räte, und errichtet mit Langsamkeit und Weisheit ein Gesetz der Fürstenfolge, das mit großer Macht wirkt, die keiner anzutasten wagt, und das die Leiden endet, die ich sonst für alle Zeiten sehe, und denen ich nicht mit diesen weißen Haaren, und nicht mit diesen Worten meines Mundes wehren kann.«

Als er dieses geredet hatte, ließ er sich wieder so langsam, wie er aufgestanden war, auf seinen Sitz nieder.

Nach ihm meldete sich niemand sogleich, zu sprechen, sondern die Männer redeten wieder mit einander.

Da gab Diwiš das Zeichen, daß er sprechen wolle, und da es stille geworden war, sprach er: »Ich habe in der Versammlung auf dem Wyšehrad für Wladislaw, den Sohn Sobeslaws, gesprochen. Aber Wladislaw hat sein Recht aufgegeben, und Konrad hat gar kein Recht. Wladislaw, der Sohn unsers vorletzten milden Herzoges, ist jetzt der Fürst und im Rechte, und wir kämpfen für das Recht. Und wenn wir auch unser und unserer Angehörigen Blut, und unsere Habe, wie Bozebor gesagt hat, dafür hingeben, so dürfen wir doch nicht das Blut von tausend andern hingeben, die nicht wissen, weshalb gekämpft wird, und es fließet dieses Blut der tausend andern wie von Unschuldigen, ihre Habe wird vertilgt, wie die von Verfolgten, daß sie dem Jammer verfallen, davon sie zeitlebens nicht genesen. Damit das Übel nicht größer werde, und länger daure, gehe der erhabene Herzog zu Konrad, und dieser helfe. Dann aber sage ich wie Bolemil, es werde Vorsicht getroffen, daß die Streite der Söhne Premysls nicht mehr entstehen.«

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